
Ein elegantes musikalisches Wochenende am 1. und 2. November
in Johannesburg, Suedafrika
Johannesburg, Samstag Abends am 1. November in der angesehenen Universitaet von Johannesburg ,die gerade 20 Jahre ihrer Existenz feiert, nachdem einige Universitaeten zusammengelegt wurden zweck einer Neugruendung. Die Fakultaet fuer Kunst, Design und Architektur tat das Richtige und organisierte ein faszinierendes Konzert der klassischen und der Opernmusik in ihrem sehr elegantem Theater und luden die fantastische lyrische Koloratursopranistin Yolisa Ngwexana ein , die vor kurzem im September an der English National Opera als Clorinda in Rossini’s “La Cenerentola “ beeindruckte ( obwohl die anstaendige Angelina volgo “Aschenputtel “ zu singen, wuerde weit besser zu ihr passen aber sie ist Sopran, die Rolle verlangt einen Mezzo, man wird sehen was die Zukunft bringt … ).
Was fuer ein Zufall dasz der regierende Dekan dieser Fakultaet, Professor Federico Freschi ein anerkannter Bariton ist.So ward die Idee fuer ein feierliches Konzert,geboren dasz den Universitaetschor – sehr elegant gewandet – , den Akademiker,die Sopranistin ,die ihr Endesgefertigter wagt als “La Chieli ssima” ( die Allerhimmlischste ) zu bezeichnen und mit Christopher Duigan einen sehr guten und lebendig spielenden Pianisten zusammenbrachte. Ihr Referent darf bemerken, dasz die die UJ international hoch bewertet ist und einen guten Ruf hat. Das Konzert hat dies voll und ganz gerechtfertigt.
In diesem Konzert wurden in einer sehr eleganten und geschmacklich guten Art und Weise sehr verschiedene musikalische Traditionen und Kulturen verbunden. Ich bitte um Entschuldigung; das braucht jetzt Zeit um das Konzert darzustellen, aber es lohnt sich. Das Konzert begann mit dem UJ choir , der ein lettisches Volkslied vortrug “ Es Grulu, Es Grulu” und dann wanderten wir in eine liturgische Hymne, komponiert von Eric Esenvals, dessen Text der traditionellen Lateinischen Litufrgie folgt – ein besonderes Dankeschoen von einem Traditionalistern . Es folgte ein Lied namens “You rise me up’, dargebracht durch den UJ Chor and Federico Freschi. Dann erschien ( endlich !) Yolisa mit der Gavotte aus Jules Massenet’s “ Manon Lescaut “. Ein grosser Sprung dann in die Operette mit dem Lied “Oh Vaterland ’ aus Franz Lehar’s “ Die lustige Witwe ” gesungen von Federico . Es folgte ein fantastisches Klavierintermezzo von Christopher Duigan mit Franz Liszt’s “Reminescences de Lucia de Lammermoor “ ( Habe ich bisher nicht gekannt, auch ihr Referent lernt nie aus ) , dann bewegten wir uns wieder in Richtung grosser Oper mit dem Duet Rigoletto – Gilda, gesungen von Yolisa und Federico. Wir blieben bei Verdi und Yolisa praesentierte Violeta’s Arie “E strano ..sempre libera”. Geographisch dann ein grosser Sprung nach “Granada’ , ein Heuler von Augustin Lara, gesungen von Federico. Von Granada zur franzoesischen Riviera mit Puccini’s “La Rondina”, Yolisa die Arie “Chi nil bel sogno” singend. Sodann spielte Christopher einer seiner eigenen Kompositionen “Days of solitude, day 17”, sehr interessant und inspirierend. Federico wiederum mit Jerome Kern’s “All the things you are “ ( Text von Oscar Hammerstein) , dann Yolisa wiederum mit “Summertime’ aus dem Musical “Porgy & Bess”.Christopher wiederum begeisterte mit Chopin’s Polonaise in A -Dur “Heroic” und dann fuehrte uns der UJ Chor nach KwaZulu mit dem Lied “Ukuphela koMhlabu” ,ein metaphysisch inspiriertes Lied ueber der Welten Ende . Ein triumphalischer Abschluss ward getan mit der Auffuehrung von Stephen Adam’s “The holy City” , gesungen durch den UJ Chor, Yolisa and Federico. Ein sehr lebendiges und abwechlungsreiches Programm auf sehr hohem Niveau.

Yolisa Ngwexana
Yolisa Ngwexana begleiten wir als SITTOPERA schon durch einige Jahre ( und haben bereits drei Veranstaltungen fuer sie organisiert) und sie ist eine der meistversprechenden juengeren Sopranistinnen und Koloraturstimmen ; aber nicht nur das: sie hat Praesenz, sie tritt auf, sie besitzt Wesen und Eleganz, ihr Spiel, Mimik. Gestik sind ausgezeichnet und nicht ‘ueberdreht’wie bei manchen Anderen. Sien ist eine Persoenlichkeit mit Ausstrahlung, , die die Zuhoerer davon ueberzeugt, dasz sie gerade jetzt die Gilda, Mimi, Violeta was auch immer ist …. und sie ist eine klassische Schoenheit in einer ausserst dezenten erotischen Art. Und uebrigens; bevor sie endlich dem Ruf der klassischen Musik folgte, studierte und graduierte sie als Biochemikerin. Eine Frau Diplomingenieur” also. Eine Dame mit Substanz! 31 Jahre und bereits so viel erreicht . Sie wird wiederum fuer SITTOPERA ™ am 16.Januar des kommenden Jahres in Kapstadt mit ihrem neuen Program “Let’s warm up! “im eleganten Cape Town Club auftreten und als ein alter Reitersmann darf ich sagen ; einer der besten Pferde in unserem und Suedafrika’s Stall !
Professor Federico Freschi ist ein angesehener Bariton, er besitzt eine angenehme und elegante Stimme , eine gute Praesenz auf der Buehne und er wagte es, sich in der musikalischen Naehe zu Yolisa zu positionieren, besonders als Rigoletto, dem verzweifelten Vater der Gilda … gut gemacht duerfen wir sagen und wir hoffen, mehr von ihm zu hoeren. Lange, lange ist es her dasz ich in meinem Juristenberuf in einem grossen Industrieunternehmen einem Vorstandsvorsitzenden diente, der nicht nur Absolvent der Montanuniversitaet in Leoben war sondern auch ein anerkannter Dirigent und Geigenspieler. Hohe Management Positionen mit einem kuenstlerischen Talent, das auch ausdgebuebt wird, verbinden zu koennen scheint eine recht gute Kombination zu sein …
Der ganze Abend war sehr gut organisiert, Buehnenbeleuchtung und Buehnedekoration waren erstklassig und elegant gemacht und gestaltet, das Bueffet in der Pause war opulent und ganz allgemein waren die Hilfskraefte auesserst freundlich und gut arbeitend. Ein hoechst angenehmer Abend !
Nur eine Bemerkung: Ein Praesentator ,der die Musikstuecke in lockerer und humorvoller Weise vorgestellt haette, waere nicht fehl am Platz gewesen; selbst hartgesottenene Opernfans erkennen nicht immer alle Stuecke und ein bisschen “Gschichterln’rund um die Arien und Lieder zu erzaehlen kann nie falsch sein. .. Und bitte, das offizielle Plakat haette etwas informativer sein koennen; ihr Referent hatte nur eine sehr ungefaehre Vorstellung was da gesungen werden wird und die elegante und wunderschoene Yolisa auf dem Plakat zu praesentieren waere jedenfalls nicht falsch gewesen …
Abgesehen davon: Ganz ausgezeichnet! Ad repentendam !
Und nun am naechsten Tage gehen wir in die edle Northwards Villa, gebaut fuer die Barone von Albu – kein sehr alter Adel, aber bitte … wir wollen tolerant sein ) die nun auch klassischen Konzertveranstaltungen dient.
Laura Pauna & Rentia Venter sind zwei anerkannte Klavierspielerinnen die uns seit Monaten mit sehr interessanten und geistig anregenden Klavierkonzerten unterhalten. Diesen Sonntag im Northwards House, eine grosse “Randlordvilla”, die vom beruehmten Architekten Sir Herbert Baker fuer die Famile der Barone von Albu ( Neureiche Neugeadelte, Herr von Faninal laesst gruessen, aber wir wollen tolerant sein) entworfen wurde.
An diesem Nachmittag konfrontierten sie beide die Zuhoerer mit zwei Mozart Sonaten, fuer vier Haende ( und Damen !) geschrieben, besonders beachtenswert dasz der 4.Satz des KV 521 geschrieben wurde, nachdem Mozart die Nachricht von Tode seines Vaters erhielt; daher trotz allem bei allem presto recht melancholisch. Ein interessanter Fund ….
Dann spielte Laura Pauna ein eher selten aufgefuehrte Beethoven komposition, die 32 Variationen in C -Moll ( Werkverzeichnis 80) die Laura in fulminanter Art und Weise auf dem wunderbaren Steinway Konzertklavier praentierte , reich an Intarsien , ein edles Stueck, offenkundig Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen und in einem ausgezeichneten Zustand….
Als besonderer Gast erschien die 9 ( neun!) Jahre junge Cynthia Wang die auf der Geige den klassischen Csardas spilete, begleitet von Laura Pauna .Fantastisch, da kann man angesichts dieses ausgezeichneten Spiels nur rufen “Eljana Cynthia , eljen! “ Cynthia spielte voller Ernst und hochprofessionell .
Laura Pauna & Rentia Vente spielten dann als Zugabe eine kurze Klaviersonate zu vier Haenden des franzoesischen Komponisten Francis Poulenc, modern aber klassisch und Mozart verbunden …
Ein sehr eleganter, stilvoller, und musikalisch intensiver Sonntag Nachmittag in einem sonnigen und warmen Johannesburg. Nicht zu vergessen, einige gute suedafrikanische Weine wurden vor her, nachher umd in der Pause serviert.
Extram Azaniam non es vita, si est ita, non est vita !
Harald Sitta
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An elegant musical weekend 1st and 2nd of November
in Johannesburg, South Africa
Johannesburg, Saturday evening 1st of November at the prestigious University of Johannesburg ( a successful merger of former Rand Afrikaanse Universiteid with other universities) celebrating 20 years of its existence. The Faculty of Arts, Design and Architecture did the right think and organized a fascinating classical music and opera concert in their elegant theatre inviting the fantastic lyric coloratura soprano Yolisa Ngwexana who recently, in September, really impressed at the English National Opera as Clorinda in Rossini’s “La Cenerentola “ (although singing and playing the noble Angelina AKA “Aschenputtel “ would be much more fitting for her, she is soprano, the role is Mezzo, but who knows what the future will bring … ) .
What a coincidence that the executive Dean of this faculty, Professor Federico Freschi is an accomplished baritone. So the idea of a commemorative concert was born bringing together the choir of the University of Johannesburg (UJ) – very elegantly dressed – , the Academic baritone , the soprano, whom yours truly dares to nickname “La Chielissima” (the most heavenly one) , and Christopher Duigan, a most excellent and vivid pianist and assemble them. Yours truly may remark that the UJ has internationally a very high ranking and a fine reputation. This concert did fully support that.
In this concert a lot of very different music was by very good taste and manner combined and presented. Apologies; that will take time to report but it is worthwhile. The concert started with the UJ choir performing a Latvian folk song “ Es Grulu, Es Grulu” and then travelled to a liturgical hymn, whose text follows the traditional Latin liturgy – a special thank you from a traditionalist – composed by Eric Esenvals. Followed by a song called “You rise me up’, performed by the UJ choir and Federico . Then Yolisa appeared with the Gavotte from Jules Massenet’s “ Manon Lescaut “. A wide jump into operetta with the song “Oh Fatherland’ from Franz Lehar’s “Merry Widow” presented by Federico. Then a fantastic piano intermezzo by Christopher with Franz Liszt’s “Reminescences de Lucia de Lammermoor “ ( I did not even know about this piece; yours truly never stops learning ) , then moving to great opera again with the duet Rigoletto – Gilda, presented by Yolisa and Federico. We stayed with Verdi and Yolisa presenting Violeta’s aria “E strano ..sempre libera”. Also geographically then a wide jump to the earwig “Granada’ by Augustin Lara, presented by Federico. From Granada to the French Rivera with Puccini’s “La Rondina”, Yolisa presenting the aria “Chi nil bel sogno”. Then Christopher played one of his own compositions, “Days of solitude, day 17”, very interesting and inspiring. Federico again with Jerome Kern’s “All the things you are “” ( lyrics by Oscar Hammerstein) , then Yolisa again presenting “Summertime’ from the musical “Porgy & Bess”.Christopher again with Chopin’s Polonaise in A -Flat Major “Heroic”and then the UJ choir leaded us to KwaZulu with the song “Ukuphela koMhlabu” a spiritual song about the end of the world .Then Joseph Rutter’s “Joseph’s Carol”was presented by Federico and the UJ choir. A triumphant closing was done with the presentation of Stephen Adam’s “The holy City” done by the UJ choir, Yolisa and Federico. A very vivid and colourful program on a very high level.

Yolisa Ngwexana we as SITTOPERA accompanied already through some years ( and organized three events with her up to now ) and she is one of the most promising younger operatic soprano & coloratura voices, but not only that: she has a presence, she appears, she has essence & elegance, her play, her mimic, her gesticulation are excellent and not pathetic as with some others; she is a personality with an intense radiation who convinces the audience that she is NOW Gilda, Mimi, Violeta whatever …. and she is a classic beauty in a most decent erotic way. And by the way, before she finally decided to follow the call of classical singing she studied and graduated biochemistry . In German we say :”Frau Diplomingenieur”. A Lady with substance ! 31 years and already so much achieved. She will appear again for SITTOPERA ™ on the 16.January coming year at the elegant Cape Town Club with her new program “Let’s warm up!” and as a horsey man I may say; one of the best horses in our and South Africa’s operatic stable.
Professor Federico Freschi is an accomplished baritone, a very fine and elegant voice, a good presence on stage and he dared to put himself acoustically near to Yolisa especially as Rigoletto, the despairing father to Gilda … well done we may say and we hope to hear more from him. Long ago in my legal practice in a large industrial corporation I served a CEO who beside being a graduate from a technical University was an accomplished conductor and violin player. Combining senior management positions and a talent for performing art seems to be a quite good combination…….
The whole event was very well organized; the lights at the stage and the stage decoration had been made very professional and elegant , the buffet in the interval was opulent and in general the supporting staff was most friendly and efficient. A delightful evening !
Just one remark: An MC introducing the pieces in a light and humorous way would not have been wrong in place ; even hard nosed operatic fans not always immediately recognize pieces and telling some stories around the performed music is never wrong … And please, the official flyer could have been more informative; yours truly had only a very general idea what would be performed & putting most elegant & beautiful Yolisa on the flyer would have been most definitely not wrong …
Besides that: Excellent! Ad repentendam !
And now, next day we walked in the afternoon into the noble Northwards House, built by the famous architect Sir Herbert Baker forthe family of the baronets of Albu ( not very old nobility, Herr von Faninal is greeting, but please, let us be tolerant ) and now serving as a venue for classical music performances.
Laura Pauna & Rentia Venter are two accomplished pianists who entertain us since months with very interesting and high-brow piano concerts.
This afternoon they both confronted the audience with two Mozart piano sonatas written for four hands ( and ladies) and KV 521 , the 4th sentence written after Mozart received the message that his father had died ; therefore with all the presto quite melancholic.
Then Laura Pauna performed a rather seldom played Beethoven piece, 32 variations in C -minor,, (work register 80) which Laura brilliantly performed on a wonderful Steinway grand piano, rich in intarsia , a noble piece obviously made end of the 19th century and in excellent shape .
As a special guest 9 ( nine!) year young Cynthia Wang on the violin played the classic Csardas accompanied by Laura Pauna .Fantastic, one can only shout “Eljana Cynthia , eljen! “for that magnificent performance which Cynthia did in great earnest and professionalism.
Both Laura Pauna & Rentia Vente performed as an encore a four hand short sonata by the French Composer Francis Poulenc, modern but classical and Mozart connected …
A very elegant, stylish and musically intense Sunday afternoon in sunny, warm Johannesburg . Not to forget; some good South African wines had been served in the interval and before and after ..
Extram Azaniam non es vita, si est ita, non est vita !
Harald Sitta

