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JOHANNESBURG/ Nelson Mandela Theater: “Imibungazo” oder: es muss nicht immer ‘ Parzival’ sein !

30.03.2026 | Oper international

 “Imibungazo” im Nelson Mandela Theater ,Johannesburg – oder: es muss nicht immer ‘ Parzival’ sein !

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 Imibungazo bedeutet in der Zulu Sprache , etwas zu zelebrieren und eine schoene Feier war es obwohl das Gegenteil dessen, was ihr Endesgefertigter erwartet hatte.  “Du sollst nicht”eine Einladung schlampig  und in Eile lesen sondern die Informationen der Veranstalter sorgfaeltig lesen.  Ihr Endesgefertigter erwartete ein Opernkonzert – aber durch sorgfaeltiges Lesen der erteilten allgemeinen Information erschliessbar –  war es ein religioeses Konzert  zur Karwoche in dem Gospels, Kirchenlieder  und spirituelle Melodien durch einen (Damen)chor und eine gute Auswahl suedafrikanischer Sopranistinnen praesentiert wurden. Die Auffuehrung war eine Opernverehrung ( nicht  sich selbst sondern Ostern von “Kreuz zur Krone’verehrend)in der klassische Oper, geheiligte Afrikanische Redewendungen und sakrale Formulierungen, grosser Chor und eine Buehnenerzaehlung in einer erzaehlung der erloesung harmonisch miteinander verbunden wurden. In der Auffuehrung wurden Musik, Schrifttum, Photos, Filme und Erzaehlung miteinander verwoben um die Karwoche vom Palmsonntag bis zur Auferstehung kuenstlerisch zu erzaehlen. So weit, so gut und es muss ja nicht immer “Parzival’ am Karfreitag sein. Nachdem ich meine Ueberraschung  ueberwunden hatte war ich in der Lage, eine sehr professionell gestaltete Auffuehrung – man kann ruhig den Begriff “show’verwenden – mit erstens sehr beeindruckenden Choristen und zweitens wunderbaren und ueberragenden Sopranistinnen zu geniessen, die ihre beindruckenden Stimmen den religioesen Liedern, Gospels und dergelichen widmeten. Die 10 Sopranistinnen waren Busisiwe Ngejane – die bereits letztes Jahr fuer  SITTOPERA auftrat & und von all den erwaehnten beeindruckenden und ausdrucksstarken Saengerinnen besonders erwaehnt werden darf – sowie Khumbuzile Dlamini, Nonzwakazi Maphumulo, Muhle Fulela, Bongiwe Nakani Mcetywa,  Luleka Mabaso, Tina Mene, Letago Kekano, Neo Moatse und Siyanga Mbuyazwe Ngozi. Die kulturelle Reise  dieser 10 Sopranistinnen began bereits 2013 mit einer derartigen ‘show”die nun  neu entworfen und angepasst wurde. Produzentin war  Sibongile Mngoma, selbst eine opernsaengerin von Rang. Regisseur der Auffuerung war  Mapula Sethlako und die Erzaehlerin ( obwohl blind war dies nicht bemerkbar) war  Lelethu Mahambehlala

Es war  eine voellig neue Erfahrung  derartige Musik durch maechtige Opern- und Chorstimmen vorgetragen zu erhalten.  Neu aber sehr schoen und gedankenanregend.   Das Orchester wurde gut dirigiert , war im hinteren Teil der Buehne plaziert und hielt sich auch musikalisch zurueck und liesz in einer noblen Art die Stimmen erbluehen und vorherrschen. Es wurde gut und bemerkenswert gespielt und Ihr Kulturbetrachtender entdeckte sogar eine Wagner Tuba unter den Instrumenten. Auch (positiv )bemerkenswert dasz die Herren im Orchester im Smoking gewandt waren.  Die Gewaender der Choristen und der Opernsanger waren schlicht aber geschmackvoll und elegant gestaltet. Auch  die Photo und Filmpraesentation  auf der – sozusagen- Kinoleinwand  war beeindruckend, besinnlich und sehr geschmackvoll gemacht.  Die Buehnenbeleuctung war professionell gemacht und passte zum Thema.  James Ncobo , der kuenstlerische Leiter des Theaters sei stellvertretend fuer  alle, die seitens des Theaters an der Produktion beteiligt waren, anerkennend genannt.  Ich habe das bereits in frueheren Kunstbetrachtungen bemerkt, dasz das Personal des Theaters  sehr  freundlich und professionell  gegenueber den Besuchern und dem Publikum ist. Auch das gehoert dazu! 

Das Publikum  reagierte enthuasmiert und trug das seine zu der sowohl opernhaften wie spirituellen Atmosphaere bei , spendete viel, wohlverdienten Applaus und Teine stehende Ovation. Ein wohlverbrachter und besinnlicher Abend .Wie ich schon sagte; es musz nicht immer “ Parzival” in der Karwoche sein.

Abgesehen vom Orchester  war diese eine 100%ige “schwarz & Frau” show sodasz alle korrekten Quoten erfuellt wurden. Da aber vor allem die allerwichtigste Quote , die Qualitaetsquote ebenfalls erfuellt wurde will ich nicht weiter opponieren und lasse den Fall auf sich beruhen.  Ich darf  bemerken, dasz ein ausgedrucktes –   dieser Bedarf macht mein fortgeschrittenes Alter evident – Konzertplakat und vorhandene Programme, die die einzelnen Gesangsnummern und die verschiedenen Auffuehrenden( Saenger, Dirigent, Instrumentalisten, Produzent, Regisseur und der technische Stab ) namentlich vorstellt nicht nachteilig fuer Publikum und den Rezesenten gewesen waere. Vielleicht ein naechstes Mal ? 

Noch eine Bemerkung:  das Theater war durchaus gut besucht – die Werbe- und Marketingbemuehungen waren bemerkenswert – aber nicht ausverkauft. Es ist wirklich schade, dasz Auffuehrungen klassischer Musik um Buchungen zu raufen und zu kaempfen haben. Das ist schade, da unter ca  60 Millionen Einwohnern – auch wenn man den auch bei uns ueblichen Prozentsatz an Barbaren und Ignoranten beruecksichtigt –  es mehr als genug afocionados fuer klassische Musik und Oper geben sollte.  Die grosse Anzahl herausragender Sanger und Kuenstler wurden eine weitaus groesseres, unterstuetzendes Publikum verdienen. Zumindestens einige oeffentliche Institutionen taten ihre Pflicht und unterstuetzten und subventionierten diese Veranstaltung. Wahrlich, wahrlich ich schreibe es Euch, es bedarf konzentrierter und organisierter Anstrengungen aller Betroffenen und Auffuehrenden um Suedafrika als Zentrum hervorragender Musikproduktionen zu etablieren. Die Substanz ist ja vorhanden.  Zumindestens einen bescheidenen Wunsch werde ich noch aeussern duerfen  …

Harald Sitta

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 “Imibungazo” at the Nelson Mandela Theatre ,Johannesburg

Or: it must not always be ‘ Parzival’!

 Imibungazo means celebration in  the Zulu language  and a fine celebration it was but the opposite what yours truly expected.  Thou shalt not read a an invitation sloppy and in a hurry but carefully study all the organizers presentations. Yours truly expected an opera concert  but – with careful reading of the general information given – it was a spiritual concert in connection to our holy week presenting gospels, church songs and spiritual melodies with a ladies choir and a fine selection of South African soprano singers. The performance  being  an opera worshiping ( not itself but Holy Easter from “cross to crown”) blending classical opera, African sacred idioms, choral grandeur and a theatrical narration into a story of  redemption.  The show did weave together music, scripture, photo, film  and storytelling covering the story of Holy Easter, from beginning of the week to the resurrection. So far so good and it must not always be ‘Parzival’ on Good Friday. After my surprise settled in I was able to enjoy a very professional performed show with first  very impressive choral singers and second wonderful and outstanding sopranos giving their impressive voices to spiritual songs, gospels and the like. The ten soprano ladies had been Busisiwe Ngejane – who appeared already last year for SITTOPERA & and may be especially mentioned under all those impressive and also expressive singers – Khumbuzile Dlamini, Nonzwakazi Maphumulo, Muhle Fulela, Bongiwe Nakani Mcetywa,  Luleka Mabaso, Tina Mene, Letago Kekano, Neo Moatse and Siyanga Mbuyazwe Ngozi.  The cultural travel of those ten soprano  started already 2013 with such a show which was now newly designed and adapted. The show was produced by Sibongile Mngoma, herself an accomplished opera singer. Director of the show  was Mapula Sethlako and the narrator ( although blind; one could not notice) Lelethu Mahambehlala. 

It was a completely new experience to hear such music presented by powerful operatic and choir voices. New but very fine and mindful.  The orchestra was well conducted and  was sitting in the background of the stage and kept musically in the background letting in a noble way the voices prevail and blossom. They played well and with distinction and Yours truly even discovered a Wagner tuba among them. Also remarkable that the gentlemen  in the orchestra dressed in black tie. The gowns of the choir and operatic singers had been designed simple but tasteful and elegant.  Also the photo and film part displayed at the back-screen of the stage was  impressive, thoughtful and very aesthetic. Stage lighting was professional and fitting to the theme of the performance. James Ncobo , artistic director of the theatre shall be positively mentioned for all involved on the theaters side with this production. I mentioned that already in previous reviews that the staff of the theatre behaves very friendly and professional in it’s dealing with customer and audience. That is also part of a show!

The audience reacted enthusiastically, contributing to the both operatic and spiritual atmosphere and gave a lot of well deserved applause and standing ovations. A well spent and inspiring evening.As I already mentioned; it must not always be “ Parzival” in our Holy week.

 Aside the orchestra it was  a 100% Black& female show  so all correct quotas had been fulfilled.As the most important quota , the quality quota  was also fulfilled  100 %  I don’t mind and settle my case.  I may remark that  having printed – this need shows my advanced age –  flyers and  a program available,   introducing the pieces and the various performers (singers, conductor, instrumentalists, producer, director, technical staff and so on)in name  would have been advantageous for the audience and people writing reviews. Maybe next time?  One more remark: the theatre was quite well booked – the advertisement  and marketing efforts had been remarkable – but not sold out. It is really a pity that for  classical music shows must fight tooth and nail  for bookings . This is a pity as among around 60 millions inhabitants – even if given that we also have our fair share of barbarians and dummies -there should be enough  afocionados for classic and opera music. The high number  of outstanding singers and performers would deserve a much larger, supporting audience. At least some public institutions did their duty and sponsored and supported this event. Truly, truly I may write you; Really, concentrated and organized efforts by all concerned and contributing must be done to establish South Africa as a hub of excellent  production of music. The substance is really given.  At least, a modest wish I may present …

Harald Sitta

 

 

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