Interview mit Michael Bladerer, Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker,: » Da denkt man sich dann, irgendwas hat man richtig gemacht «
27. Januar 2026
Von Thomas Prochazka

Foto: Wiener Philharmoniker/ Dieter Nagel
Michael Bladerer, der Geschäftsführer der Wiener Philharmoniker, über das Neujahrskonzert und seine Einzigartigkeit, die Auswahl der Programme und Dirigenten, die Orchesterakademie und Zurufe von außen.
Für viele war die Wahl von Maestro Nézet-Séguin ja eine Überraschung. Auch die Wahl des Programms war im ersten Moment ungewöhnlich.
Michael Bladerer: Das Programm erarbeitet Daniel Froschauer in Zusammenarbeit mit dem Dirigenten. Daniel hat bei diesem Genre eine unheimliche Expertise. Yannick Nézet-Séguin war der Rainbow Waltz von Florence Price ein Anliegen. Das war ihm wichtig, aus vielen Gründen. Da ergibt das eine das andere.
Wann wurde denn die Idee geboren, Pierre Tourville, seinen Lebenspartner, beim Radetzky-Marsch mitspielen zu lassen?
Ich glaube, daß das in den allerletzten Proben entstand. Ich wußte nicht einmal davon. Die Idee kam aus den Reihen des Orchesters. Dazu ist sagen, Pierre ist Bratschist. Im Nachhinein finde ich das eine sehr charmante und liebe Idee, weil sie auch irgendwie symbolisiert, du bist mit deiner ganzen Familie einer von uns. Wir mögen dich. Ich fand das eine sehr schöne Geste…
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Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

