INFOS DES TAGES (SONNTAG, 3. MAI 2026)
Heute Stream aus de Wiener Staatsoper: „DER FLIEGENDE HOLLÄNDER“Der Stream bleibt 72 Stunden online/ abrufbar!

https://play.wiener-staatsoper.at/event/b7e9eb19-2784-4a5f-8089-91205bc78e62
29.4.26 „Der fliegende Holländer“, Staatsoper, „Kein Gustostückerl“

Copyright Foto: Boote
An der Wiener Staatsoper ankert nach längerer Abwesenheit wieder einmal der „Fliegende Holländer“. Bei seinem letzten Besuch in Wien 2021 ist er nach zwei Vorstellungen in einen COVID-Lockdown geraten, und ward dann nicht mehr gesehen. Aber er scheint die Pandemie gut überstanden zu haben.
Als Ort der körperlichen Manifestation diente dem Holländer wieder die Inszenierung von Christine Mielitz aus dem Jahr 2003, mit gruselig ausgeleuchtetem „Grottenbahneffekt“. Der „ideologische Überbau“ dieser Produktion war jedoch schon bei der Premiere umstritten und hat in seiner Simplifizierung inzwischen einiges an Staub angesetzt. Daland ist bei Mielitz ein widerlicher Kapitalist, goldgierig und tochterverschachernd, der seine Matrosen schlecht behandelt. Der Holländer ist eine Art von gescheitertem Revolutionär, der Senta ideologisch verführt. Sentas „revolutionäre“ Selbstverbrennung (!) ist in diesem Kontext zwar schlüssig, aber zugleich ein sehr gutes Beispiel dafür, wie ein von außen herangetragenes Konzept die einer Oper innewohnende, musik- und textbasierte Dramaturgie verzerrt. Die Inszenierung ist handwerklich gut gemacht, bei der Personen- und Chorführung müsste allerdings nachgeschärft werden…
Zum Bericht von Dominik Troger
___________________________________________________________________________________
Bern: Der Bassist Christian Valle gibt heute sein Rollendebut als Padre Guardiano:

Christian Valle. Foto: Simon Pauly
Christian Valle, Bass
Verdi: La forza del destino Padre Guardiano
Buhnen Bern
Premiere: 3. Mai 2026
8., 10., 12., 24. Mai 2026
Dirigent: Alevtina Ioffe
https://buehnenbern.ch/spielplan/programm/la-forza-del-destino/
www.artistainternational.com/bass/christian-valle
_________________________________________________________________________________________
Wien/ „Konzerte im Achten“ (Albertgasse 35, 1080 Wien)

Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
Wir möchten Sie auf die wunderschöne neue CD unserer lieben Kollegin Maddalena del Gobbo aufmerksam machen: Mit ihrem neuen Album „Maddalena in Wonderland“ lädt die gambenspielende Ausnahme-Künstlerin Maddalena Del Gobbo zu einer musikalischen Reise in fantastische Klangwelten ein – inspiriert von Lewis Carrolls berühmtem Klassiker Alice im Wunderland.
Hier anhören: https://supremeclassics.lnk.to/wonderland
Wie Alice folgt auch Del Gobbo einem inneren Ruf, taucht durch das „Kaninchenloch“ ihrer Fantasie und entdeckt eine Welt zwischen barocker Eleganz, romantischer Tiefe und zeitgenössischem Farbenreichtum. Dabei stehen nicht nur musikalische Abenteuer im Vordergrund, sondern auch eine persönliche Erkundung von Identität, Emotion und Transformation.

Das Programm vereint Werke von Tobias Hume, Telemann, Forqueray, Marin Marais, Sainte-Colombe, Carl Friedrich Abel und John Dowland – ergänzt durch eigene Arrangements und eine Weltersteinspielung: Suite du thé, die ihr vom spanischen Komponisten Arti Sarró gewidmet wurde. Als besonderes persönliches Statement schließt das Album mit zwei romantischen Stücken für Cello und Klavier – eine Hommage an Del Gobbos Vater und eine Rückkehr zu ihren musikalischen Wurzeln.
Maddalena im Wunderland ist nicht nur ein Album, sondern ein emotionales Erlebnis – zwischen Melancholie, Verwirrung und Hoffnung. Es erzählt von der Kraft der Musik, uns durch verwirrende Zeiten zu tragen und am Ende in ein Licht zu führen, das uns verändert zurücklässt.
Mit dabei sind hochkarätige Gäste wie der Countertenor Alois Mühlbacher, die Pianisten Artem Yasynskyy und Luca Quintavalle sowie die slowakische Fotografin Michaela Ďurišová, deren märchenhafte Bildsprache das Album visuell begleitet.
„Hoffnung ist ein zentrales Thema dieses Albums – und ich glaube, wir alle brauchen mehr davon“, sagt Maddalena Del Gobbo.
Maddalena tritt am 20. und 21. Mai in der Albert Hall zusammen mit Anna Volovitch, Rafael dos Santos und Nikita Gerkusov auf.
Weitere Infos und Tickets:
Karten bestellen
Wir freuen uns, Sie in der Albert Hall wieder begrüßen zu dürfen!
Mit herzlichen Grüßen,
Anna Volovitch, Künstlerische Leiterin
TEAM Konzerte im Achten
________________________________________________________________________________________________________________________

Blind gehört: Asya Fateyeva – „Schade, dass wir im Jazz gelandet sind“
Die Musikern findet, das Saxofon sollte nicht primär als Jazz-Instrument betrachtet werden – und erkennt bei der Blindverkostung sowohl hüben wie drüben fast alles.
Von Kai Luehrs-Kaiser
Leittöne: Rauswurf mit Nachdruck – Venedig zeigt es Rom
Die Dirigentin Beatrice Venezi wurde trotz dünner Referenzen und Erfahrungen als neue Musikdirektorin des Teatro La Fenice aus dem Hut gezogen. In der Lagunenstadt brodelte sogleich der Widerstand.
Von Regine Müller
Leif Ove Andsnes: The piece of the evening
The pianist has been familiar with Geir Tveitt’s great piano sonata for some time. His attempt to clarify its structure for a recording has turned into a genuine love affair.
Von Andrew Mellor
Deutsche Version
Philharmonix: Wir sind nicht im Dienst
Klarinettist Daniel Ottensamer über sein Wien-Berliner Ensemble – und ihr neues Album „Baltic“.
Von Kai Luehrs-Kaiser
Amadeus Trio: Spontaneität und volles Risiko
Das Wiener Klavier-Trio bringt Beethoven und Schubert in einen beglückenden Dialog mit zwei Vignetten von Fritz Kreisler.
Von Regine Müller
Leittöne: Das Album ist tot! – Es lebe das Album
Die CD, so der Medienforscher Aram Sinnreich, werde allenfalls als „Nischenprodukt“ überleben. Doch der CD-Anteil der Klassikumsätze ist im letzten Jahr wieder ein bisschen gestiegen.
Von Eleonore Büning
_______________________________________________________________________________________
MINA aLBICH – kRIMIAUTORIN

Habt ihr auch genug von „Werbe-Blabla“?
Mir geht es eindeutig so. Deshalb werde ich euch nicht erzählen, wie ursuper meine Bücher sind. Sondern euch hinter die Kulissen blicken lassen.
Was mich aktuell „bewegt“?
Vorbereitung auf die CRIMINALE in Salzburg
Der Verein „Syndikat“ (deutschsprachige Krimiautoren) veranstaltet jedes Jahr ein viertägiges „Vereinstreffen“ mit jeder Menge Veranstaltungen und Begegnungen.
Heuer wird das Fest von 6. bis 9. Mai 2026 stattfinden. Auch für Nicht-Mitglieder gibt es ein abwechslungsreiches Programm. Wer zu der Zeit in Salzburg weilt: Nicht entgehen lassen!
Für Autoren gibt’s dort aber geniale Fortbildungsveranstaltungen. Die sind mir besonders wichtig, ich will euch in meinen Büchern ja keinen Bären aufbinden. Oder zumindest mich so weit wie möglich an die Realität halten
Okay, eine LESUNG hab ich dort auch, am Freitag, 8. Mai in Seekirchen. Gemeinsam mit Herbert Dutzler – der mit den Ausseer Krimis, zuletzt war „Letzter Fasching“ im Fernsehen. Fühle mich ziemlich geehrt. Das wird ganz sicher eine sehr witzige Sache – übrigens werde ich aus meiner Kurzgeschichte „Vierzehn“ lesen.
Apropos „Fortbildung“:
Am 12. Mai nehme ich an einer Fortbildung zum Thema „Spurensicherung / Materialanalyse“ teil. Bei DER Kripo. Weil ich Mitglied bin, kein Scherz!
Werden meine Krimis danach „technischer“?
Nein, keine Sorge. Das überlasse ich Serien à la NCIS – sehr cool, aber anderes Format. Bücher folgen anderen Gesetzen …
Aber für mich ist essentiell, die Hintergründe zu kennen. Welche Infos gewinnt die Forensik tatsächlich?
Rückschau GLOBAL BOOK CRAWL
Jedes Jahr organisiert die IG Buchmenschen den Global Book Crawl, bei dem unabhängige Buchhandlungen auf sich aufmerksam machen. Heuer haben wieder eine Reihe von Buchhandlungen teilgenommen, und immerhin habe ich vier davon (die ich noch nicht kannte) besucht:
=> Buchhandlung Analog (Buchhandlung des Jahres 2024)
=> Buchcafé Melange (Buchhandlung des Jahres 2026!)
=> Buchhandlung Laaber
=> O*Books
Vier Buchhandlungen, die unterschiedlicher nicht sein können – aber jede davon hat einen unverwechselbaren Charme.
Warum ich die „kleinen“, unabhängigen Buchhandlungen so wichtig finde? Weil sie unsere Buchlandschaft so bereichern. Man findet dort oft ein spezielleres Sortiment als bei den „großen“ Ketten. Die ich wegen der Auswahl auch nicht missen möchte. Aber … die Mischung macht es!
______________________________________________________________________________________________

