INFOS DES TAGES (MITTWOCH, 29. JULI 2026)
Bayreuth: „DIE WALKÜRE (Ring 10010110)“ – Premiere im Festspielhaus Bayreuth, 28. 07.2026
Oper in drei Akten von Richard Wagner

Foto: Enrico Nawrath für Bayreuther Festspiele
Der offiziell erste Abend der Trilogie mit Vorspiel war durch das Bild, das letzteres am Vortag abgegeben hatte, sicherlich etwas belastet. Aber wer weiß schon, woher KI ihre Informationen bezieht? Kann es sein, daß die – tagesaktuell arbeitende – digitale selbsttätige Projektionsfabrikation auch Kritiken liest und einbezieht in ihre Arbeit?? Jedenfalls: einer der Vorwürfe gegenüber dem „Rheingold“ war ja gewesen, daß die Bilder viel zu schnell vorüberzögen. Das hat sich heute doch etwas geändert, und es wurde auch öfter als gestern ein Bezug der KI-Bilder zur Handlung sichtbar, auch auf etwas komplexerer Ebene als Drache/Wolf/Regenbogen im „Rheingold“: So zogen als Walkürenfelsen vielfältige Gebirge über den Gazeschirm, bis hin zu expressionistischen Zitaten von Landschaften eines Alfons Walde. Auch das feurige Ende wurde berücksichtigt – interessanterweise auch eine im Krieg brennende Stadt ähnlich wie in Uwe Eric Laufenbergs „Ring“-Produktion für Linz und Wiesbaden. Freilich ging auch wieder vieles schief – ein Kristall, in den die gewesene Walküre hinein verbannt werden soll, sah bisweilen wie eine schon etwas gebrauchte blaue Schlosserjacke aus, und urplötzlich tauchten in dieser Szene auch Wasserbewohner auf. Besser gestaltet war die Todesverheißung im 2. Akt.
Szenisch war in dem vielleicht drei Meter tiefen „Laufkäfig“ für die Sängerinnen und Sänger zwischen Gazevorhang und Hinterwand (Bühne: Wolf Gutjahr) wieder ausgesprochene Kargheit angesagt. Vom Kampf im 2. Akt, der zum Bruch des (ohnedies nur verbal vorhandenen) Schwertes führt, sieht man – nichts. Und als Wotan dem Hunding sein grollendes und tödliches zweites „Geh!“ entgegenschleudert, wendet dieser seinen echsenartig kostümierten Rücken Wotan und dem Publikum zu und bleibt einfach stehen. Hingegen: relativ klassisch fällt die Abschiedsszene Wotan/Brünnhilde aus.
Wie angedeutet: die Kostümierung (Pia Maria Mackert) bleibt weiterhin stark verwechslungsanfällig, zumal in Verbindung mit den Überlagerungen von Personen und Projektion. Eine – schüchterne – Erweiterung der Kostümpalette tritt immerhin auf: die Walküren sind mehr oder minder als halbwüchsige Krähen dargestellt…

Foto: Enrico Nawrath für Bayreuther Festspiele
Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber
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Bayreuth: Das Rheingold. Szenenfotos
Bayreuth
‚Entnahmt Ihr was dem Bilderschwall?‘ – Die Bayreuther Festspiele wagen sich mit „Rheingold“ an die KI-Front (Bezahlartikel)
NeueMusikzeitung/nmz.de

Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele
Kritik „Rheingold“ in Bayreuth: Irgendwas mit KI
Vor 150 Jahren wurde bei den ersten Bayreuther Festspielen Wagners Ring uraufgeführt. Zeit für einen Jubiläums-„Ring“! Vor dreieinhalb Jahren entschied Festspielchefin Katharina Wagner, diesen „Ring“ halbkonzertant mit KI-erzeugten Projektionen zu zeigen.
BR-Klassik.de.aktuell
Bayreuth: KI-gestaltetes «Rheingold» spaltet Publikum nach Premiere
diebayern.de.rheingold
Bayreuther KI-„Ring“ startet: Marcus Lobbes über das Experiment
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele entsteht mit dem „Ring“ eines der ungewöhnlichsten Experimente der Festspielgeschichte. Die Bilder auf der Bühne werden in Echtzeit von einer künstlichen Intelligenz erzeugt und verändern sich von Aufführung zu Aufführung. Kurator Marcus Lobbes spricht mit BR Klassik über die Entstehung des Projekts, die Zusammenarbeit mit Sängerinnen und Sängern, die Rolle der KI im Theater und darüber, warum der Mensch am Ende trotzdem das Sagen hat.
BR.Klassik.de.aktuell.experiment

Foto: Enrico Nawrath/ Bayreuther Festspiele
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SALZBURG: Prominente Besucher vor der Premiere. Ein glatter Offenbarungseid!
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Bayreuth: Gedenken zum Start der Festspiel-Saison. Katharina Wagner – total erschlankt
Unterhalb des Festspielhaus stehen Stelen, auf denen Namen und Lebensstationen von Künstlern dargestellt sind, die einst in Bayreuth aufgetreten sind, aber wegen ihres Jüdisch-seins nicht mehr eingeladen und teilweise auch getötet wurden. Michel Friedmann und Katharina Wagner haben dem Gedenken zum Start der Festspiel-Saison einen großen Raum gegeben.

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Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker setzt neuen Meilenstein:
Mit dem Start in die neue Saison 2026/27 werden sämtliche Live-Konzerte in Immersive Audio (Dolby Atmos) übertragen / dreidimensionaler Klang wie in der Philharmonie Berlin

Berlin (28. Juli 2026) – Die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker setzt einen weiteren Meilenstein: Ab der kommenden Saison 2026/27 werden sämtliche Live-Übertragungen aus der Philharmonie Berlin in Immersive Audio (Dolby Atmos) angeboten. Damit ist die Digital Concert Hall der erste Anbieter regelmäßiger Live-Übertragungen, der Konzerte klassischer Musik in diesem immersiven Format anbietet. Bereits 2022 eröffnete sie ihren Nutzer*innen mit der Einführung von Immersive Audio für Konzerte im Archiv diese neue Dimension des Klangerlebnisses. Beginnend mit dem Konzert zur Saisoneröffnung am 21. August 2026 unter der Leitung des Chefdirigenten Kirill Petrenko ist dieses neue Audioerlebnis nun auch für sämtliche Live-Übertragungen verfügbar.
Im On-Demand-Archiv der Digital Concert Hall sind mittlerweile die Konzerte der letzten 9 Spielzeiten im Format Immersive Audio zu finden. Den Nutzer*innen der Digital Concert Hall steht das neue Format ohne Zusatzkosten zur Verfügung. Dolby Atmos wird von zahlreichen Endgeräten unterstützt – von Kopfhörern bis hin zur Heimkino-Ausstattung mit mehreren Lautsprechern –, so dass die Konzerte der Berliner Philharmoniker auf vielfältige Weise in Immersive Audio erfahrbar sind.
Olaf Maninger (Solocellist, Medienvorstand der Berliner Philharmoniker und Geschäftsführer der Berlin Phil Media GmbH): »In der Digital Concert Hall trifft künstlerische Exzellenz auf fortwährende technische Innovation. Dass wir nun als erster Klassik-Streaming-Anbieter weltweit regelmäßig Live-Übertragungen in Immersive Audio anbieten, entspricht diesem Leitgedanken und erfüllt uns Berliner Philharmoniker mit Stolz. Für unsere Fans, die nicht nach Berlin reisen können, rücken wir damit noch ein Stück näher: Sie können unsere Konzerte nun wöchentlich in dreidimensionalem Klang erleben – fast, als säßen Sie im Großen Saal der Philharmonie.«
Christoph Franke (Creative Producer, Leitung Audio-Produktion) & Andreas Wolf (Audio-Streaming, Studio-/IT-Technik): »Der Saal der Philharmonie Berlin und seine sehr prägnante Akustik sind aufs Engste mit den Berliner Philharmonikern und ihrer Klangästhetik verbunden. Mit Immersive Audio können wir nun auch bei Live-Übertragungen das Zusammenspiel von Direktschall, Reflexionen und Raumhall dreidimensional so wiedergeben, dass man sich eher wie im Saal als vor zwei Lautsprechern fühlt. Das funktioniert bei geeigneten Geräten sogar – und besonders gut – über Kopfhörer. Grundlage der Mischung ist nach wie vor die klassische frontale Klangbühne, die aber durch mehrere präzise im Raum angeordnete Mikrofone dreidimensional erweitert wird. Dem emotionalen Erleben eines Konzerts sind so noch weniger Grenzen gesetzt.«
Die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker ist die Video-Streaming-Plattform des Orchesters, in der seit 2008 jede Saison rund 40 Konzerte aus der Philharmonie live übertragen und anschließend in einem ständig wachsenden On-Demand-Archiv angeboten werden. Dort sind bereits hunderte Konzertaufzeichnungen mit vielen großen Künstler*innen der klassischen Musik zu finden, die durch umfangreiche Dokumentationen, Interviews und Filme ergänzt werden. Sämtliche Inhalte der Digital Concert Hall können im Internet unter digitalconcerthall.com sowie über digitale Endgeräte wie Fernseher, Tablets oder Smartphones abgerufen werden. Die Digital Concert Hall wird unterstützt von Internet Initiative Japan (IIJ) und der Adolf Würth GmbH & Co. KG.
Fr 21. August 2026, 19.00 Uhr
Saisoneröffnung – erste Live-Übertragung im Immersive-Audio-Format
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Edward Elgar: Enigma, Variations on an Original Theme op. 36
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Peter Tschaikowsky: Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36
Live in der Digital Concert Hall: digitalconcerthall.com/concert/56981
Immersive Audio (Dolby Atmos) im Format 7.1.4 für Live-Streams
Datenrate: 768kbit/s über E-AC-3
Digital Concert Hall: digitalconcerthall.com
Hinweise zur Nutzung von Immersive Audio: digitalconcerthall.com/immersive
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schoepfblog – Programm der 31. Kalenderwoche vom 27.07.2026 bis zum 02.08.2026
Montag:
Apropos: Ist es wirklich gestrig, wenn man sich weigert, von einer KI-generierten Mädchen-Stimme am Telefon belehrt zu werden? (Alois Schöpf)
Dienstag:
Musik: Helmut Schiestl besuchte zwei Abende der Innsbrucker Promenadenkonzerte: das Balkan Paradise Orchestra und Sandra Pires mit der Kelga Big Band. Beide Konzerte fulminant.
Literatur: Und über allem thront der Berghof der Kindheit, dem die Autorin in der Art von Findelkindern zugeteilt worden ist. Über Maria. E. Brunners Roman „Die Ausgewanderte“. (Helmuth Schönauer)
Mittwoch:
Film: Andreas Niedermann über ein unerklärliches Detail im Filmklassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“.
Musik: Werner Mayr, Kapellmeister der k.u.k. Postmusik Tirol, besuchte das Konzert der Blasmusik der Münchner Philharmoniker.
Musik: Albert Schwarzmann besucht das Konzert der „Royal Band of the Belgian Airforce“ im Rahmen der Innsbrucker Promenadenkonzerte.
Donnerstag:
Ethik: Grundsatzrede der Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für ein humanes Lebensende ÖGHL Dr. Christina Kaneider zum assistierten Suizid in Österreich.
Musik: Thomas Nußbaumer besucht das Konzert der Blaskapelle „Federspiel“ im Rahmen der Innsbrucker Promenadenkonzerte.
Freitag:
Politik: Über Metternich´sche Verhältnisse, Spitzelwesen, Krüge, die zum Brunnen gehen, bis sie brechen, und die Feigheit als bürgerliche Kardinaluntugend. (Alois Schöpf)
Musik: Albert Schwarzmann besucht das Konzert der Bürgerkapelle Gries bei Bozen als Abschlusskonzert der Innsbrucker Promenadenkonzerte.
Samstag:
Politik: Elias Schneitter über „Ruck muss bleiben“ und zur Benzinpreisbremse unter dem Motto „Trump soll brennen“.
Sonntag:
Gesellschaft: Um ihre Subventionen abzusichern, haben die Obdachlosen-Vereine eine neue Statistik herausgegeben. (Helmuth Schönauer)
Vergnügliche Lektüre auf https://www.schoepfblog.at/
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