INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 23. APRIL 2026)
Wiener Staatsoper: Der fliegende Holländer“ am 22.4.2026)
Wiener Staatsoper: 22.4. DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Diese Senta hat drei Verehrer
…An Sentas Seite rittern diesmal ZWEI weitere Verehrer um ihre Gunst: Im zweiten Akt interpretiert einer „der“ Heldentenöre unserer Tage, Andreas Schager, den vergleichsweise lyrisch angelegten Erik, und schon nach kurzem zeigt sich, dass er zumindest nicht einen seiner besseren stimmlichen Tage hat, muss er zum Teil in den Sprechgesang flüchten, Legatobögen gelingen gar nicht, manchmal versagt das Organ sogar. Und so findet sich – unterbrechungslos – im dritten Akt ein anderer Verehrer in Gestalt von Jörg Schneider, der mit einem „Sprung ins kalte Wasser“ den dramaturgisch vorgesehenen „Sprung ins kalte Wasser“ seiner Angebeteten zu verhindern trachtet. Stimmlich tadellos schneidert Schneider die Bitten des Jägers an seine Geliebte, von diesem unheilvollen Gesellen doch abzulassen. Beim Schlussvorhang erst wurde er vom Intendanten als Dritt-Akts-Erik vorgestellt…
Zum Bericht von Sabine Längle

Foto: Klaus Billand

Foto: Klaus Billand

Foto: Klaus Billand

Foto: Klaus Billand

Erica Eloff. Foto: Klaus Billand

Foto: Klaus Billand
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Deutsche Oper am Rhein: Ein Fest der Stimmen: Die Königin von Saba von Charles Gounod als konzertante Opernaufführung in Düsseldorf und Duisburg

Zum dritten Mal in Folge bringt die Deutsche Oper am Rhein im Frühjahr ein selten zu hörendes Werk als konzertante Opernaufführung in Düsseldorf und Duisburg zur Premiere. Auf Vincenzo Bellinis Belcanto-Opern I Capuleti e i Montecchi und Beatrice di Tenda folgt in dieser Spielzeit Charles Gounods französische Grand opéra Die Königin von Saba, eine musikalisch ebenso reiche wie farbenprächtige Partitur mit großem Chor und drei großen virtuosen Gesangspartien.
Sie hat am Freitag, 15. Mai 2026, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf und am Sonntag, 31. Mai 2026, um 18.30 Uhr im Theater Duisburg Premiere. In beiden Städten spielen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Hendrik Vestmann. In insgesamt fünf Vorstellungen begleiten sie die neun Solist*innen und den Chor der Deutschen Oper am Rhein.
Gounod stellt in seiner Grand opéra, die auf der biblischen Geschichte der sagenhaft schönen Königin von Saba basiert, den Genius des Künstlers und die Hingabe an sein Werk in den Mittelpunkt. Die Sopranistin Liana Aleksanyan singt die Titelpartie: Sie ist Balkis, die Königin von Saba und Verlobte des Königs Soliman (Bogdan Taloş). Als Balkis ihren zukünftigen Gatten in Jerusalem besucht, trifft sie auf den Baumeister Adoniram (Sébastien Guèze), der für Soliman einen Wunderbau errichten soll. Sie ist beeindruckt von seiner Kunst und beide verlieben sich ineinander. Um seinetwillen verlässt sie den ungeliebten Herrscher, doch Adoniram fällt einer blutigen Intrige zum Opfer. Balkis schwört ihm ewige Treue über den Tod hinaus.
.Auf unserer Website finden Sie weitere Informationen und alle Aufführungstermine. Im Pressebereich unserer Website stellen wir Fotos zur Ankündigung und nach der Premiere Bilder von der Premiere bereit.
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OPER FRANKFURT/ Premiere / Frankfurter Erstaufführung BLUTHOCHZEIT
Lyrische Tragödie in zwei Akten von Wolfgang Fortner
Text von Federico García Lorca
in der deutschen Übersetzung von Enrique Beck
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Duncan Ward

Alex Ollé. Foto: Elena Bauer
Inszenierung: Àlex Ollé
Regiemitarbeit: Sandra Pocceschi
Bühnenbild: Alfons Flores
Kostüme: Lluc Castells
Licht: Olaf Winter
Chor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Mutter: Claudia Mahnke
Braut: Magdalena Hinterdobler
Bräutigam: Christian Clauß
Tod / Bettlerin: Daniela Ziegler
Leonardo: Mikołaj Trąbka
Leonardos Frau: Zanda Švēde
Schwiegermutter: Annette Schönmüller
Magd: Karolina Makuła
Nachbarin: Barbara Zechmeister
Kleines Mädchen: Karolina Bengtsson
Vater der Braut: Dietrich Volle
Mond: AJ Glueckert
Kind: Alina Avagyan
u.a.
Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
Eine erschütternde dramatische Intensität und kompromisslose Modernität prägen die Oper Bluthochzeit von Wolfgang Fortner (1907–1987). Als der Komponist 1957 sein erstes Bühnenwerk fertigstellte, galt er bereits als eine der führenden Persönlichkeiten des europäischen Musiklebens. Der Text stammt vom spanischen Dichter Federico García Lorca. Bis zu Fortners Tod wurde Bluthochzeit 22 mal neu inszeniert und zählte zu den erfolgreichsten deutschen Opern der Nachkriegszeit. Fortner selbst galt auch als einflussreicher Lehrer, der eine ganze Generation von Musikern prägte, darunter Hans Werner Henze. Seine Biografie weist jedoch auch Schattenseiten auf, insbesondere seine NSDAP-Mitgliedschaft und die Arbeit an Propagandawerken während der NS-Zeit.
Zum Inhalt: Seit Generationen bekriegen sich zwei Familien in einem spanischen Dorf. Eine Hochzeit steht bevor. Die Mutter des Bräutigams hat ihren Mann und ihren ältesten Sohn durch den verbitterten Kampf zwischen den Clans verloren und bangt nun um das Leben ihres jüngsten Sohnes. Sie fürchtet, dass durch seine Ehe der Krieg der beiden Familien wieder aufflammt. Denn die Braut liebt immer noch ihren früheren Verlobten Leonardo, der zum feindlichen Clan gehört. Er entführt sie direkt nach der Hochzeit. Sie fliehen in den Wald, doch ihre Verfolger holen sie ein. Die Blutrache wird zweifach vollzogen: Der Bräutigam und Leonardo sterben im Duell.
Inszeniert wird die Frankfurter Erstaufführung von Àlex Ollé. Er hat an der Oper Frankfurt bereits den Doppelabend mit Debussys La Damoiselle élue und Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher, sowie Giacomo Puccinis Manon Lescaut inszeniert. Musikalisch geleitet wird die Premierenserie von Duncan Ward. Dieser gilt als einer der vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Regelmäßig arbeitet er mit Klangkörpern wie dem London Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks oder dem Gürzenich-Orchester Köln zusammen. Des Weiteren ist er Chefdirigent der Südniederländischen Philharmonie (Philzuid).

Claudia Mahnke. Foto: Barbara Aumüller
Mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester gestaltete Ward in der vergangenen Spielzeit ein Museumskonzert. Die Mutter ist mit Kammersängerin Claudia Mahnke besetzt. Neben ihren Partien in Boris Godunow und Richard Wagners Tristan und Isolde an der Oper Frankfurt gastiert Mahnke in dieser Spielzeit unter anderem an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Magdalena Hinterdobler (Braut) sang in dieser Spielzeit Tosca an der Finnischen Nationaloper in Helsinki und gab ihr Rollendebüt als Senta in Wagners Der fliegende Holländer am Landestheater Salzburg. An der Oper Frankfurt verkörperte sie in dieser Spielzeit bereits die Rolle der Ellen Orford in Peter Grimes. Der Schauspieler Christian Clauß ist als Bräutigam, die Schauspielerin Daniela Ziegler als Tod / Bettlerin zu erleben. Beide sind durch Auftritte auf diversen Bühnen sowie als TV-Darsteller bekannt. In weiteren Rollen sind überwiegend Mitglieder des Ensembles besetzt.
Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Sonntag, 10. Mai 2026, um 18 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 13., 15., 24. (18 Uhr), 31. Mai, 6., 15. Juni 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 190 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.
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Staatsoper Berlin: Tagestipp (ab 9. Mai) : Die schweigsame Frau – Komische Oper in drei Aufzügen (1935)

Copyright: Bernd Uhlig
Anhang Die schweigsame Frau
Richard Strauss und der Literat Stefan Zweig entwickelten Anfang der 1930er Jahre eine lebendige und zugleich tiefgründige „komische Oper“. Unter den Bedingungen einer zunehmend repressiven Zeit entstand ein heiteres Werk, das Strauss selbst als zukunftsweisenden Erfolg einschätzte und das menschliche Sehnsüchte sowie Rastlosigkeit thematisiert.
Besetzung
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Jan Philipp Gloger
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Caroline Staunton
Bühne: Ben Baur
Kostüme: Justina Klimczyk
Licht: Tobias Krauß
Video: Leonard Wölfl
Choreographie: Florian Hurler
Einstudierung Chor: Dani Juris
Sir Morosus: Peter Rose
Seine Haushälterin: Evelyn Herlitzius
Barbier Schneidebart: Samuel Hasselhorn
Henry Morosus: Siyabonga Maqungo
Aminta, seine Gattin: Brenda Rae
Isotta: Serafina Starke
Carlotta: Rebecka Wallroth
Morbio: Dionysios Avgerinos
Vanuzzi: Manuel Winckhler
Farfallo: Friedrich HamelOrchester:
Staatskapelle Berlin
Chor: Staatsopernchor
Termine
- Mai 2026, 19.00 Uhr
12. Mai 2026, 19.00 Uhr
21. Mai 2026, 19.00 Uhr
25. Mai 2026, 18.00 Uhr
29. Mai 2026, 19.00 Uhr
Dauer: ca. 3:40 h inklusive zweier Pausen
Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal
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Saison 2026/27TOBS! Theater Orchester Biel Solothurn

Die Neugier und Begeisterungsfähigkeit unseres Publikums ist unser Antrieb, Momente von höchster Qualität auf unsere Bühnen zu bringen. Ob Schauspiel, Oper oder Konzert: TOBS! lädt ein zu einer inspirierenden kulturellen Reise durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Lassen Sie sich von bislang Unbekanntem überraschen und entdecken Sie neue Perspektiven im scheinbar Altbekannten.
Erleben Sie unsere Künstlerinnen und Künstler aus nächster Nähe, auf der Bühne und auf dem Podium. Tauchen Sie ein in Wort und Klang, spüren Sie den Moment – und seien Sie Teil davon.
Direktion TOBS!
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Köln/ Konzertsaal des Kölner Stadtgartens: Weltklassekonzert als Geburtstagsgala für Manfred Schoof
Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger

Manfred Schoof begrüßt seine Gäste im Konzertsaal des Kölner Stadtgartens. . Foto: Andrea Matzker
Freunde, Kollegen, Schüler und Wegbegleiter richteten zum 90. Geburtstag des legendären Musikers und Komponisten Prof. Manfred Schoof ein „Familienfest“ im komplett ausverkauften und folglich gut überfüllten Konzertsaal des Kölner Stadtgartens aus. Nachdem die letzten runden Geburtstage in der Kölner Philharmonie oder im Bismarcksaal des Westdeutschen Rundfunks feierlich begangen wurden, sollte es diesmal etwas familiärer zugehen. Manfred Schoof, der am vergangenen Ostermontag seinen runden Geburtstag feierte, ist spätestens durch seine legendären Kompositionen zu bekannten Fernsehsendungen allen Deutschen im In- und Ausland seit vielen Jahren bekannt und vertraut. Ob es nun das „Morgenmagazin“, die „Sendung mit der Maus“, „Geld oder Liebe“, „Boulevard Bio“ oder viele anderen langjährigen, äußerst erfolgreichen Formate sind, immer entstammten die Musik und die ad hoc wieder erkennbare Titelmelodie seiner Feder. Weltweit gilt er als geschätzter Musiker, Komponist und Musikprofessor und empfahl auch, mindestens zweimal im Jahr einen Aufenthalt in New York, um als Musiker zu wissen, wo man steht.

Manfred Schoof, Markus Stockhausen und Andy Haderer. Foto: Andrea Matzker
Als deutscher Jazztrompeter, der auch Flügelhorn und Kornett spielt, gilt er als „der große Romantiker unter den in Deutschland wirkenden Jazz-Avantgardisten“ (Hans Kumpf). Er gründete und leitete unzählige Orchester und Formationen und reiste zum Beispiel mit der Allstarformation Old Friends und seinem Kollegen Klaus Doldinger durch die ganze Welt. Der Jubilar führte zum Teil selbst durch das Programm der Geburtstagsgala, jugendlich, sportlich, spitzbübisch und immer einen humorvollen Spruch auf den Lippen. Er schaut genauso aus wie das wunderschöne Foto auf der Leinwand zu seinem Geburtstag, das sicherlich schon vor einigen Jahren aufgenommen worden war. Ihm zu Ehren hatte sich eine Gruppe Musiker zusammengetan, um ihm diverse Ständchen zu bringen. Zu dieser absoluten Crème de la crème gehörten Andy Haderer (tp), Markus Stockhausen (tp), Mike Herting (keys), Jiggs Wigham (pos), Paul Shigihara (git), Heiner Wiberny (sax), Jochen Schmidt (bass), Terrence Ngassa (tp, voc) und Willy Ketzer (drums). Zum Teil waren sie von weit her angereist, um an dieser Ehrung teilnehmen zu können. Das war ihr spezielles Geburtstagsgeschenk.
Zur Setlist dieses einzigartigen Galakonzerts (zu dem der Jubilar von seinen Freunden und Kollegen quasi überrumpelt werden musste) von Spitzenmusikern einer Weltklasseband, die eigentlich gar nicht existiert, gehörten die Titel:
„For You“ von Paul Shigihara,
„Ulla in Afrika“ von Heiner Wiberny,
„Pennies From Heaven“ mit Terrence Ngassa,
„Amour éternel“ von Mike Herting,
„Roter Salon“ mit dem Solo von Willy Ketzer, und
„Suggestion“ von Manfred Schoof.
Viele Kollegen des Westdeutschen Rundfunks waren gekommen und erzählten aus ihrer jahrelangen Zusammenarbeit mit Manfred Schoof. Dabei sind ihm alle als Freunde eng verbunden geblieben. Dazu gehören Armin Maiwald, bekannt durch die „Sendung mit der Maus“, Autor, Regisseur und Darsteller Christoph Biemann, Filmproduzent Gerhard Schmidt oder Gert Kaspar Müntefering, der verantwortlich für das Kinderprogramm des Westdeutschen Rundfunks war. Letzterer war der Einzige im Publikum, der sich outete, älter als der Jubilar zu sein. Er sollte damals für das Kinderprogramm „Kölsche Töne“ finden, aber bitte aus Swing und Jazz (und nicht aus Karneval!), so Müntefering. Er hatte dem Jubilar seine eingerahmte Eintrittskarte vom Konzert zum dessen 80. Geburtstag mitgebracht und kündigte an, dass er zum 100. Geburtstag wiederkommen werde mit einer Eintrittskarte zum diesjährigen Konzert.
Manfred Schoof wurde nicht entlassen, bevor er öffentlich auf der Bühne all seinen Freunden, Kollegen und vor allem seiner gesamten Familie, allen voran seiner zauberhaften Frau Marianne, versprochen hatte, noch lange gesund weiter zu leben und zu wirken. Nach den stehenden Ovationen beim „Happy Birthday“ des gesamten Publikums zu Beginn des Konzerts erntete er zum Schluss der herzlichen Geburtstagsfeier minutenlangen Beifall. Nach einer Zugabe mit dem Titel „Like Don“ (Don Cherry gewidmet) bedankte er sich lachend bei den Musikern: „Ihr habt sehr schön gespielt, aber es ist jetzt zu Ende.“

Manfred und Marianne Schoof. am 20.4. im Kölner Stadtgarten. Foto: Andrea Matzker
Andrea Matzker/ Dr. Egon Schlesinger
Briefmarken-Sonderedition für Circus Roncalli

Die neue Roncalli-Glocke läutet die neue Briefmarke ein. Foto: Andrea Matzker
Von Andrea Matzker und Dr. Egon Schlesinger
Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Circus Roncalli schlug die Deutsche Post kurzerhand einen Stand auf dem Neumarkt auf und stellte nebenan im Circus-Zelt eine Sonderedition zu Ehren des Circus Roncalli vor. Normalerweise erhalten lebende Personen in Deutschland keine Verewigung auf einer Briefmarke. Da aber die Sondermarken von Roncalli hauptsächlich aus Motiven aus der Circuswelt wie Clownsmasken, Plakaten oder Zeichnungen aus den Vorstellungen bestehen, durften sie auf den Briefmarken abgebildet werden. So stellte Nikola Hagleitner vom Vorstand der Deutschen Post vier verschiedene Briefbögen mit diversen Sujets vor. Ein Bogen wird dem Clownsthema Zippo gewidmet als Wahrzeichen für die Poesie des Circus Roncalli, ein weiterer Bogen zeigt die Lebensfreude und die Vielfalt, die durch den Circus vertreten wird und immer ein Lächeln hervorruft. Ein dritter Bogen erläutert anhand der „Reise zum Regenbogen“ den internationalen Erfolg des Circus Roncalli und die vierte Edition zeigt Plakate und Ballons unter mdem Titel „Manege frei“. Alle 28 Briefmarken haben jeweils den Wert von 0,95 €. An dem Poststand auf dem Neumarkt neben dem Zirkuszelt kann man sich auch einen Sonderstempel geben lassen. Sogar eine GoldEdition ist vorbestellbar.
Nach der Vorstellung dieser Sondereditionen durch den Vorstand der Deutschen Post bedankte sich Bernhard Paul geradezu gerührt: „Danke für die Ehre! Das ist mehr als ich mir jemals erträumt habe! Als kleiner Junge sammelte ich Briefmarken und hatte natürlich unter anderem die der Queen. Damals sagte ich mir, wer auf einer Briefmarke abgebildet ist, der hat es geschafft! Und nun ist mein Wunsch übererfüllt. Denn ursprünglich wollte ich nur einen kleinen Wandercircus haben mit einer italienischen Circusfamilie, mit drei oder vier Nummern und vor allem gutem Essen. Nun habe ich das große Glück, meine Frau aus Verona schon fast 40 Jahre an meiner Seite zu haben, was in der heutigen Zeit überhaupt nicht selbstverständlich, sondern eine Rekordzeit ist. Danke, liebe Eliana!“ Er fährt fort, dass ein starker Mann auch immer eine starke Frau an seiner Seite habe. Doch damit nicht genug, denn er hat auch noch drei wohlgelungene und erfolgreiche Kinder, die die CircusTradition in seinem Sinne weiter führen werden und, wie er hofft, das 100-100-jährige Jubiläum erreichen könnten. Er bedankt sich nochmals und wünscht allen Anwesenden positives Denken und friedliche Zeiten.

Nikola Hagleitner von der Post, Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger überreichen Bernhard Paul die Sondermarken. Foto: Andrea Matzker
Nach ihm sprach noch in Vertretung des Kölner Oberbürgermeisters die Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger von der Erfüllung eines Traumes, und dass Roncalli das Staunen wieder leise gemacht habe. Und dieses Gefühl sei nun auf eine Briefmarke gebracht worden. Im Anschluss gab es für alle Gäste und Pressevertreter eine rasante Darbietung des Duo Vitalys. Die Sondereditionen zum 50. Jubiläum des Circus Roncalli sind in den offiziellen Poststellen zu erhalten, aber in dieser entzückenden Kombination gemeinsam mit der Galavorstellung oder einem Aufenthalt im Café des Artistes auch am originalen Jubiläumstag, dem 18. Mai 2026, auf dem Neumarkt in Köln zu erwerben, denn dann bietet der Poststand ausnahmsweise noch einmal die Roncalli-Editionen an. Für Philatelisten dürfte die Tatsache besonders interessant sein, da es an diesem Poststand zusätzlich auch noch sämtliche anderen Sondermarken des Jahres 2026 gibt, die an allen anderen Postämtern längst vergriffen sind. Dazu gehört selbstverständlich auch die Briefmarke zum 100. Geburtstag der Queen, der am 21. April 2026, stattfindet und so den Reigen zu Bernhard Pauls ersten Marken seiner Sammlung wieder schließt.

Eliana, Bernhard und Lili Paul sind stolz auf die Roncalli-Briefmarken. Foto: Andrea Matzker

Auftritt zur Feier der Briefmarken vom Duo Vitalys. Foto: Andrea Matzker

