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Immortal Performances: „Così fan tutte“ (Glyndebourne, 1951

22.07.2020 | Feuilleton

Immortal Performances: „Così fan tutte“ (Glyndebourne, 1951

Eine Rezension der Così fan tutte aus Glyndebourne mit Sena Jurinac unter Fritz Busch vom 5. Juli 1951. Die war eigentlich als Vorbereitung für die Wiener Così-Produktion gedacht, aber da man ja heuer in Salzburg auch Così spielt…

Wolfgang Amadeus Mozart · »Così fan tutte« · Sena Jurinac · Alice Howland · Isa Quensel · Richard Lewis · Marko Rothmüller · Sesto Bruscantini · Chorus and Orchestra of the Glyndebourne Festival · Fritz Busch

Così fan tutte, Wolfgang Amadeus Mozarts dritte Zusammenarbeit mit Lorenzo Da Ponte, erfreute sich lange nicht jener Beliebtheit wie Le nozze di Figaro und Don Giovanni. Erst ab dem Zweiten Weltkrieg wich die Entrüstung über Da Pontes vielfach als »unmoralisch« verurteiltem Libretto dem neugierigen Blick auf die menschliche Natur.

Einen großen Fürsprecher fand Così fan tutte im Dirigenten Fritz Busch (1890 – 1951), den 1933 von den Nationalsozialisten aus Dresden Vertriebenen. Er fand in England ein neues Zuhause und in den 1934 von John Christie auf seinen Besitzungen in Glyndebourne gegründeten Opernfestspielen eine neue Wirkungsstätte. Fasziniert von Buschs Zugang zu Mozart, veröffentlichte die Immortal Performances Recorded Music Society 2005 auf Guild die auf der Basis von Rundfunkmitschnitten restaurierte Vorstellung vom 5. Juli 1951. Richard Caniell, der führende Tonmeister von Immortal Performances, war jedoch mit dem Ergebnis unzufrieden. Was lag also näher, als einen zweiten Versuch zu wagen, als sich bei der Zusammen­arbeit mit dem Brüder Busch-Archiv in Karlsruhe eine akustisch bessere Quelle fand?

http://dermerker.com/index.cfm?objectid=760B80B0-CB7C-11EA-BB13005056A64872

 

Thomas Prochazka/ www.dermerker.com

 

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