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HANNOVER: Fulminantes Mahler-Debüt Aurel Dawidiuk dirigierte Mahlers 1. Sinfonie mit der NDR Radiophilharmonie Hannover

08.03.2026 | Konzert/Liederabende

HANNOVER: Fulminantes Mahler-Debüt

Aurel Dawidiuk dirigierte Mahlers 1. Sinfonie mit der NDR Radiophilharmonie Hannover

  1. März 2025, NDR Konzerthaus Hannover

Mahler in Clubatmosphäre. Was ungewöhnlich klingt – und auch ist – war jetzt in Hannover im NDR Konzerthaus zu erleben. Seit einigen Jahren gibt es dort das Format Phil & Chill. Die Foyers werden abgedunkelt, schon beim Betreten des Hauses sorgt ein DJ für musikalische Untermalung und leicht-lockere Stimmung. Es ist eine Bühne aufgebaut, wo im weiteren Verlauf des Abends eine Band auftreten wird. Junges, konzertunerfahrenes Publikum soll mit diesem Format ins Haus gelockt werden, und an diesem Abend funktionierte das ganz und gar. Das Haus war ausverkauft, und das junge, neugierige Publikum fand sich dann zwischen dem Beginn im Foyer und der anschließenden Party ebendort für eine gute Stunde im großen Sendesaal ein, um einem symphonischen Programm zu lauschen. Mit viel Moderation und Erklärung, was hier absolut passend ist.

An diesem Abend erklang nun mit Mahlers 1. Symphonie “Der Titan” ein Schwergewicht. Dass das Publikum davon aber restlos begeistert war, und hoffentlich Lust auf mehr Musik dieser Art bekommen hat, verdankte sich einzig Aurel Dawidiuk. Der junge Dirigent, aus Hannover stammend, wird ab der kommenden Saison Chefdirigent der Bochumer Symphoniker und hat schon eine ganze Reihe bedeutender Orchester geleitet. Wie steil der Weg nach oben ist, auf dem er sich befindet, daran ließ sein Dirigier-Debüt mit Mahler keinen Zweifel. Voller Hingabe, aber zugleich mit großer Konzentration und Präzision führte er die groß besetzte NDR Radiophilharmonie durch die Partitur. Mit viel Leichtigkeit bei allen dramatischen Ausbrüchen, dichter Intensität und mit einem beeindruckenden Sinn für große Spannungsbögen lotete Dawidiuk alle Farben und Nuancen der reichhaltigen Partitur aus. Damit empfahl er sich unbedingt für das ganz große symphonische Repertoire und wird da sicher noch viel Reden von sich machen.

Begeisterter Applaus und verdiente stehende Ovationen für diese fulminante Mahler-Interpretation.

 

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