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HAMBURG/Staatsoper: EUGEN ONEGIN -Schwelgen in schönen Tönen und schönen Bildern

11.02.2018 | Oper

HAMBURG/ Staatsoper: EUGEN ONEGIN – Schwelgen in schönen Tönen und schönen Bildern – 10.2.2018

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Liebe auf den ersten Blick, verpasste Chancen, Leichtsinn, tödliche Eifersucht und vor allem zu späte Einsicht sind die Themen, mit denen Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“ uns in ihren Bann zieht. Sobald sich der Vorhang öffnet, befinden wir uns mitten im Geschehen: An der Tür eines Wintergartens, der schon bessere Tage gesehen hat, stehen Iulia Maria Dan als Tatjana und Oksana Volkova als ihre jüngere Schwester Olga. Sie blicken in einen Garten, entführen uns mit ihrer traurigen Weise augenblicklich in ihre Welt. Nach einer fröhlichen Tanz- und Gesangseinlage der Bauern erscheint der alte Freund der Familie Lenski und bringt einen Fremden mit.

Dovlet Nurgeldiyev als Olgas Verlobter Lenski gilt zurecht als eine Idealbesetzung für diese Rolle. Er verkörpert Lenski mit gefühlvoller Zurückhaltung, überzeugt mit seinem lyrischen Tenor, der weich und voll durch den Saal strömt, ihn bis in den letzten Winkel füllt und dabei die Ohren streichelt wie eine sanfte Sommerbrise. Er malt mit jedem Ton Bilder von Liebe und Leid und auch Wut in die Seelen des Publikums.

Birgit Kleinfeld berichtet aus der Staatsoper Hamburg.

Klassik-begeistert/ Onegin