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GMÜND/ Palmenhaus: KERZENLICHT- KONZERTE. Prominenz spielt im Palmenhaus auf

25.10.2021 | Konzert/Liederabende

GMÜND/ Palmenhaus: KERZENLICHT-KONZERTE – Prominenz im Palmenhaus (23.10.2021)

konzert gmünd 23. okt. 2021 foto saori
Foto: Saori

Für ihr erstes Auftreten im Palmenhaus Gmünd, Samstag, den 23. Oktober 2021, bot die Serie „Kerzenlicht-Konzerte“  Musiker aus den ersten Reihen auf. Neben Rainer Küchl und Josef Hell, zwei Urgesteinen aus den Reihen der Wiener Philharmoniker, waren die Geigerin Elisabeth Kropfitsch („Jess –Trio“) ihr Neffe Paul Kropfitsch (Preisträger beim Kreisler-Wettbewerb und anderen Bewerben), Yoko Saotome-Huber, die seit 2014 regelmäßig bei den „Kerzenlicht-Konzerten“ in Erscheinung tritt, an der Bratsche, der Cellist Wolfgang Panhofer und Dragan Loncina, Kontrabass bei den Wiener Symphonikern, zu hören. Robert Pobitschka, auch organisatorischer Leiter der Serie, übernahm den Klavier- bzw. Cembalopart. Das Programm bestand aus vier Solo-Konzerten, wobei alle Solisten, wenn sie nicht solo spielten, im Ensemble mitwirkten und dieses verstärkten.

Rainer Küchl, langjähriger 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, Primarius des Küchl-Quartettes und international gefragter Solist, eröffnete, begleitet vom Ensemble, die Programmfolge mit Johann Sebastian Bachs Violinkonzert in E-Dur, BWV 1042. Er meisterte das Werk mit straffem, eher schlichtem Spiel. Im zweiten Satz und in einer kleinen Kadenz in der Mitte des ersten Satzes gewann Küchl seine Hörer aber auch mit sanften und verhaltenen Tönen.

Elisabeth und Paul Kropfitsch im Solopart legten Bachs Doppelkonzert für zwei Violinen und Orchester durchaus dramatisch an. Im langsamen zweiten Satz erzielten die beiden durch sehr inniges Spiel und über lange Strecken durch sehr gefühlvolles, verhaltenes Piano bezaubernde Wirkungen.

Nach der Pause überzeugte Robert Pobitschka als Solist in Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 414. Mit akzentuiertem und kontrastreichem Spiel zeichnete er den großen Bogen dieses Werkes. Auch hier wirkte der langsamen Mittelsatz durch innigen Ton und sanften Anschlag. Der musikalische Fluss suggerierte eine geradezu erzählerische Wirkung.   

Virtuos und mitreißend, fugenlos im Zusammenspiel interpretierten Rainer Küchl, Elisabeth Kropfitsch und Robert Pobitschka als Solisten gemeinsam mit dem Ensemble Johann Sebastian Bachs 5. Brandenburgisches Konzert. Das Tempo im Finalsatz erschien an der Grenze des noch Vertretbaren.

Während des stürmischen Sachlussapplauses betrat die Gmünder Bürgermeisterin, Frau Helga Rosenmayer, im gut gefüllten Saal das Podium und dankte den Musikern in bewegten Worten. Die Stadtgemeinde Gmünd war Kooperationspartner bei diesem Konzert.

Anton Cupak

 

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