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GMÜND/NÖ/Palmenhaus: KAMMERORCHESTER DER „KERZENLICHTKONZERTE “ unter der Leitung von Rainer Küchl. Romantik pur!

26.09.2022 | Konzert/Liederabende

Romantik „pur“

Pianist Robert Pobitschka und das Kammerorchester der „Kerzenlicht-Konzerte“ unter  der Leitung von Rainer Küchl im Palmenhaus Gmünd (24.9.2022)

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von links Rainer Küchl, Robert Pobitschka und Bgm. Reg. Rat Hubert Hauer, dahinter Kammerorchester der „Kerzenlicht-Konzerte“). Foto: Stadtgemeinde Gmünd

Nach dem Erfolg im Vorjahr entschieden sich die Stadtgemeinde Gmünd und die „Kerzenlicht-Konzerte“ für ein weiteres Konzert der Serie im Palmenhaus Gmünd, das nunmehr  am 24. September 2022 stattfand. Kamen im Vorjahr Solokonzerte von Bach und Mozart zur Aufführung, so setzte das diesjährige Konzert einen rein romantischen Akzent.

Die ersten Entwürfe für „Malediction“ – Franz Liszts erstem Werk für Klavier und Orchester – stammen aus dessen früher Jugend, die endgültige Fassung schrieb Liszt mit etwas mehr als zwanzig Jahren. Geradezu explosiv alle Grenzen der Musik seiner Epoche sprengend, drückte Liszt mittels radikal erweiterter Klaviertechnik in der direktest möglichen Form seine extremen Seelenzustände und Gefühle aus. Gleich der Beginn der „Malediction“ bringt stärkste Kontraste auf engem Raum. Überzeugend gestaltete der Pianist Robert Pobitschka den Übergang von den mächtigen Eingangsklängen zu den sanftest gehauchten, subtilen Tönen des Seitenthemas. In der für ihn typischen, erzählerischen Kompositionstechnik baut Liszt in der Folge wirkungsvoll mehrere Spannungen auf, um am Schluss in ein strahlendes Dur-Furioso zu münden. Gewaltig die Anforderungen an den Pianisten, der seine Aufgabe respektabel bewältigte. Begleitet wurde er vom Kammerorchester der „Kerzenlicht-Konzerte“ unter Rainer Küchl – 1. Konzertmeister der Wiener Philharmoniker em. – der vom ersten Pult aus das Ensemble leitete. Auch in den Reihen des Orchesters saßen prominente Musiker, wie etwa der führende Bratschist Johannes Flieder oder der Cellist Wolfgang Panhofer.   

Nach der Pause folgte Tschaikowskys Streicherserenade op. 48. Die vom ersten Pult vorgegebenen klaren Akzente und Lienen verliehen dem Werk Leben und Frische. Berührend und wirkungsvoll das Hervortreten der tiefen Streicher an manchen Stellen der Komposition. Immer wieder schienen sich Türen in Tschaikowskys Zauberwelt zu öffnen.

Im Anschluss dankte der Vizebürgermeister, Herr Reg. Rat Hubert Hauer, in bewegten Worten und drückte die Hoffnung nach einer Fortsetzung der Zusammenarbeit auch im kommenden Jahr aus.

Anton Cupak

 

 

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