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GDANSK/Breslau, Poien/Opera Baltycka: DIE POLNISCHE HOCHZEIT. Operette von Joseph Beer

05.07.2026 | Operette/Musical/Show

3.7.2026- „Die Polnische Hochzeit“ – Premiere – Operette von Joseph Beer (1908-1987) in der Opera Baltycka Gdańsk – BALTIC OPERA FESTIVAL 2026 – Polen.

Ein wiederbelebungswertes Werk!!!

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Fotocredit: Krzysztof Mystkowski

„Die Polnische Hochzeit“ ist das Werk des polnisch-jüdischen Komponisten Joseph Beer. Das Libretto stammt von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald. Die Uraufführung fand am 3.April 1937 in Zürich statt und wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. Trotz dieses großen Erfolgs landete „Die Polnische Hochzeit“ nach der Machtübernahme der Nazis in Österreich auf der Liste der verbotenen Werke und der damals in Österreich lebende Komponist mußte ins Exil gehen.

Nach Jahren der Vergessenheit kehrt „Die Polnische Hochzeit“ allmählich auf die Opernbühnen Europas zurück und gewinnt ihren gebührenden Platz in der Geschichte der Musik des 20.Jahrhunderts zurück.

Das Werk schildert eine Liebesgeschichte und eine Hochzeitsintrige in einer äußerst originellen Klangsprache. Beer verbindet Elemente aus Folklore, Jazz und romantischem Lied und verleiht ihnen eine originelle eklektisch stimmige Farbigkeit.

In der Inszenierung von Pawel Miśkiewicz wurden diese unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen in Form von extremen Szenenwechseln massiv zum Ausdruck gebracht, sodaß sie sich zunächst wie gravierende „Stilbrüche“ anfühlten, die jedoch einen enormen Reiz ausübten und permanente Überraschungsmomente in sich bargen.

Die Operette, die einen revueähnlichen Charakter aufwies, wurde mit aufwendigen, farbenfrohen Kostümen angereichert, die sowohl folkloristisch, traditionell als auch erotisch, sexy wirkten (Kostüme: Marta Szypulska). Für das abwechslungsreiche Bühnenbild zeichnete Barbara Hanicka verantwortlich und für das Licht Marek Kozakiewicz.

Das Orchester der Oper Breslau wurde souverän, musikalisch geleitet von Lukasz Borowicz. Die ansprechenden, melodiösen Operettenmelodien fanden ihre entsprechende orchestrale Umsetzung von gebührender Weichheit, klanglicher Wärme und temperamentvollem Impetus. Gewürzt mit der extravaganten Verbindung und Mischung der Jazz-Arrangements von Andrzej Jagodziński.

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Fotocredit: Krzysztof Mystkowski

Das ausgezeichnete Sängerensemble sang in polnischer Sprache mit Mikrofon. Auch die Rezitative wurden von den Sängern zügig dargeboten und bravourös gemeistert.
Die stimmliche und darstellerische Intensität der Protagonisten war bemerkenswert.

Jerzy Butryn (Baron Mietek Ogiński), Monika Radecka (Jadzia), Grzegorz Szostak (Graf Staszek Zagórski), Piotr Buszewski (Graf Boleslaw Zagórski), Marta Wiktorzak (Zuza), Hubert Zapiór (Kazimierz von Kawiecki), Marcin Klarman (Mazurkiewicz), Sebastian Rutkowski (Sergiusz Korozow), Jerzy Slachcic (Tsarist Offizier), Michal Zborowski (Wladek), Kinga Mazurkiewicz-Pala (Zdenka), Katarzyna Tobola (Stasia), Rafal Romanicz (Stefek), Daniel Babuśka (Wacek).

Chor (Chordirektorin: Anna Grabowska-Borys) und Ballett (Ballettdirektorin: Malgorzata Dzierzon) der Oper Breslau.

Eine sehens- und hörenswerte Operettenrevue, die zu Recht wieder in die europäischen Spielpläne aufgenommen wird!

Marisa Altmann-Althausen

 

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