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FREIBURG: „SWEENEY TODD, The Demon Barber of Fleet Street“. Premiere

27.10.2015 | Operette/Musical

Freiburg:  „SWEENEY TODD, The Demon Barber of Fleet Street“
Pr. 24. Oktober 2015

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Derrick Lawrence  GabrielUrrutia. ©A. Korbel                                                                                     
              
Das Werk von Stephen Sondheim (Text und Musik), basierend auf einer Dreigroschen-Serie aus dem 19. Jahrhundert, war in New York als Musical ein grosser Erfolg. Die deutsche Uraufführung (Übersetzung von Wilfried Steiner) fand vor 30 Jahren  hier in Freiburg statt (11.April1985).

Hervorragend die Leistung aller Sängerinnen und Sänger:
Derrick Lawrence, Katerina Hebelkova, Youngkyu Suh, Aurelia Würsch, Susanna Schnell, Shinsuke Nishioka, Roberto Gionfriddo, Christoph Waltle und Pascal Hufschmid.

Die Personenführung  des Regieteams, Gary Joplin und Emma-Lousie Jordan war ansprechend. Das Bühnenbild von Thomas Rump verlangte von den Protagonisten/ Protagonistinnen viel Körpereinsatz.

Das Philharmonische Orchester Freiburg dagegen unter der Stabführung von Johannes Knapp  überzeugte mit seiner Leistung weniger als in früheren Produktionen.
Dies mag auch an der Verstärkungstechnik, darauf komme ich noch, gelegen haben.
Der Opernchor Theater Freiburg, einstudiert von Bernhard Moncado war weniger ausgeglichen als in früheren Produktionen. Auch hier war meines Erachtens vor allem die eingesetzte Elektronik schuld.

Die Technik: In einer Musical Produktion, wo elektronischer Verstärkung eingesetzt wird, gehört das Mischpult weder in Orchestergraben, noch in die Tonkabine. Zwingende Voraussetzung für eine gute Qualität der Verstärkung ist die Position der Technik im Zuschauerraum und zwar in der Mitte und nicht irgendwo in einem Seitengang. Dies hat seinen Grund: Sängerinnen und Sänger sind keine Maschinen und nie gleich disponiert.
In einer nicht verstärkten Produktion kann der Dirigent diesem Umstand Rechnung tragen und gegebenenfalls das Orchester ein bisschen zurückhalten. Diese Aufgabe muss vom Tontechniker mit seiner Elektronik ausgleichend übernommen werden und genau dieses wurde in Freiburg nicht oder sehr mangelhaft beachtet. (Computer gesteuerte Mischpulte helfen nicht) Schade!

Bei der Premiere waren die Sprechtexte sehr schlecht verständlich, dafür sehr oft der Gesang übermässig laut. Dazu kommt, dass die deutsche Übersetzung sehr schwerfällig und uninspiriert daher kommt. Mehr ist dazu nicht zu schreiben.

Peter Heuberger
Basel

 

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