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Film: EISERNE WILDNIS – HEART OF THE BEAST

Der Hund ist der Held

23.09.2026 | FILM/TV, KRITIKEN

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Filmstart: 24. September 2026
EISERNE WILDNIS – HEART OF THE BEAST
Heart Of The Beast / USA  / 2026
Regie: Regie: David Ayer
Mit: Brad Pitt, Uber u.a.

Der Hund ist der Held

Ein Mann, ein Hund, ein Flugzeug – das hatten wir doch gerade? So begann doch der mühsame und eindeutig mißglückte Film „Das Ende der Sterne“ von Ridley Scott? Aber „Heart Of The Beast“ ist glücklicherweise anders, vor allem opfert der Film von Regisseur David Ayer (bekannt für harte Action) nicht den Hund nach kürzester Zeit, sondern macht ihn zum Helden des Geschehens. Und obwohl dieser „Odin“, ein wunderbarer deutscher Schäferhund, nicht nur von „Uber“ (er war der wichtigste Protagonist), sondern auch von zweien seiner Söhne gespielt wurde, ist er ein Geschöpf aus einem Guß und ein Hundewunder, bei dem jedem Hundefreund die Seele aufgeht.

Natürlich muss dieser obligate „Survival“-Thriller, der angeblich in Alaska spielt, aber in Neuseeland gedreht wurde, auch ein Vehikel für Brad Pitt sein, dessen Karriere ja ins Schleudern geriet und dessen Filmruhm höchst wacklig geworden ist, seit seine Klatschspalten „Brangelina“-Popularität so sauer geworden ist. Hier will der 62 jährige, drahtig und durchtrainiert (und mit unendlich viel Herz für den Hund), noch einmal zeigen, was es zu bieten hat, und das gelingt ihm ohne weiteres.

Wobei die Geschichte an sich nicht so fürchterlich spannend ist, denn man hat keine Bösewichte zu bekämpfen (es sei denn, man betrachte einen Riesenbären, der sich plötzlich vor einem aufrichtet, als solchen), sondern nur die Natur. Pitt spielt einen ehemaligen Special-Forces-Offizier namens James Belmont, der mit seinem von ihm hoch trainierten Militärhund Odin so viel Schlimmes erlebt hat, dass das arme Tier ganz traumatisiert ist. Jetzt soll Ruhe angesagt sein. In einem Kleinflugzeug (aber glücklicherweise mit reichlich Ausrüstung) fliegen die beiden nach Alaska, wo man Mann und Hund lange Zeit durch wunderschöne Naturaufnahmen begleiten kann.

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Als James bei einem Flug einen Herzinfarkt erleidet und sie abstürzen, besteht der Rest des Films darin, sich allein durch die Wildnis durchzuschlagen (Menschen begegnen sie nur einmal). Nicht, dass man dergleichen nicht schon oft gesehen hat, aber wenn ein Mensch einen so wundervollen Partner wie diesen Hund hat, der „schauspielerisch“ geradezu großartig ist, kann man gar nicht genug zusehen.

Wirklich Spektakuläres gibt es nur gelegentlich – immerhin, wenn James den Hund auf eine Brücke schwingt, selbst aber in absolut reißendes Wasser abstürzt. Odin ist klug und ausgebildet genug, nicht nachzuspringen (und mit Sicherheit unterzugehen), sondern an der Seite des Flusses entlang zu rasen, bis er an eine Stelle kommt, wo er ins Wasser gehen und sein Herrchen herausziehen kann…

Der Rest ist feindliche Natur, schlechtes Wetter, gefährliche Tiere (Odins Kampf mit den Wölfen) und auch nicht unbeträchtliche Verletzungen von James. Am Ende wird es sehr, sehr traurig, wie bei Tierfilmen oft, aber Brad Pitt liefert nicht nur als unpathetisch starker Mann, sondern auch als Hundegefährte eine große Leistung – und „Uber“  sowieso. Mit seinem wunderbaren Gesicht  und dem klugen Blick ist er der Held der Geschichte.

Renate Wagner

 

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