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ERL/ Tiroler Festspiele/Festspielhaus: ABSCHLUSSKONZERT. Wo Worte aufhören, fängt die Musik an“

07.01.2026 | Konzert/Liederabende

6.01.2026- Abschlusskonzert- Festspielhaus Erl- Tiroler Festspiele Erl.

„Wo Worte aufhören, fängt die Musik an“

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Daniele Rustioni und das Orchester der Tiroler Festspiele Erl. Copyright: Scheffold-Media

Traditionsgemäß beenden die Tiroler Festspiele Erl am Dreikönigstag ihre Wintersaison mit einem festlichen Abschlusskonzert. Die diesjährigen, überaus erfolgreichen, zweiten Tiroler Winterfestspiele Erl unter der Intendanz von Star-Tenor Jonas Kaufmann setzten einen grandiosen Abschluss mit dem Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35a von Ferruccio Busoni (1866-1924) und mit der Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit Schlusschor über Verse aus Friedrich Schillers Ode „An die Freude“.

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Francesca Dego. Copyright: Scheffold-Media

Die italienisch-amerikanische Geigerin Francesca Dego zählt zu den gefragtesten Instrumentalistinnen der Gegenwart. Mit Busonis Violinkonzert bewies sie ihre überragende Virtuosität, Intensität und hochmusikalische Eleganz. Sie vermittelte den Eindruck, dass sie mit ihrem Instrument vollkommen zu einer Einheit verschmilzt und die Musik, über ihre Geige, aus ihr herausflutet.

Die einzelnen Sätze des Konzerts „Allegro moderato“- „Allegro“- „Gemessen, mit Humor“- „Scherzoso“- „Quasi andante“- „Poco agitato“- „Tempo I“- „Allegro impetuoso“- „Moderato“- „Alla marcia, pomposo umoristico“- „Più stretto“- „Quasi presto“ verflossen zu einer hochmusikalischen Einheit, die einen reichen Spannungsbogen zwischen der Violonistin und dem Orchester gewährleistete.

Das exzellente Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der temperamentvollen, empathischen, musikalischen Leitung von Daniele Rustioni beeindruckte mit feinfühliger Transparenz, schwebender Verve und profund dramatischem Impetus. Stets in fesselndem Fluß mit der hervorragenden Solistin.

Der zweite Teil dieses fulminanten Abschlusskonzerts war geprägt von der berühmten und brillanten Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven.

Hochkonzentriert, mit eruptiver Klangintensität, enormer Präzision, überragender Homogenität der einzelnen Instrumentengruppen, wohldosierter expressiver Wucht und Transparenz durchlebte das exzeptionelle Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der hingebungsvollen, pointierten, souveränen, musikalischen Leitung von Daniele Rustioni das Beethoven‘sche Oeuvre.

Die einzelnen Sätze der Symphonie verschmolzen eindrucksvoll zu einem hochmusikalischen, homogenen Ganzen.
I. „Allegro ma non troppo, un poco maestoso“
II. „Molto vivace“- „Presto“- „Molto vivace“-
    „Coda“. „Stringendo il tempo“- „Presto“
III. „Adagio molto e catabile“- „Andante
     moderato“- „Tempo I“- „Andante
     moderato“- „Tempo I“
IV. Finale. „Presto“- „Allegro ma non troppo“-
     „Tempo I“- „Vivace“- „Tempo I“- „Adagio
      cantabile“- „Tempo I“- „Allegro assai“-
      „Presto“ (Recitativo „O Freunde, nicht
      diese Töne!“)- „Allegro assai“ („Freude,
      schöner Götterfunken“)- „Allegro assai
      vivace.“ „Alla marcia“ („Froh, wie seine
      Sonnen fliegen“- „Freude, schöner
      Götterfunken“)- „Andante maestoso“
     („Seid umschlungen, Millionen!“)- „Adagio
      ma non troppo, ma divoto“ („Ihr stürzt
      nieder, Millionen?“)- „Allegro energico,
      sempre ben marcato“ („Freude, schöner
      Götterfunken“- „Seid umschlungen,
      Millionen“!“)- „Allegro ma non tanto“
     („Freude, Tochter aus Elysium!“)- „Poco
     allegro, stringendo il tempo, sempre più
     allegro“- „Prestissimo“ („Seid umschlungen,
     Millionen!“- „Freude, schöner
     Götterfunken!“)- „Maestoso“ („Tochter aus
     Elysium“)- „Prestissimo“.

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Copyright: Scheffold-Media

Die hochkarätigen Solisten Meredith Wohlgemuth mit schwebend, klarem Sopran,  Manuela Leonhartsberger, die profund, pastose Altistin, Matteo Ivan Rašić mit glänzendem, durchschlagskräftigem Tenor und der ausdrucksstarke, qualitätsvolle Bass von Lukas Enoch Lemke faszinierten auf höchstem Niveau.

Tatkräftig und eindrucksvoll unterstützt vom ausgezeichneten Chor der Tiroler Festspiele Erl (Einstudierung: Olga Yanum) und dem Bachchor Salzburg (Einstudierung: Michael Schneider).

Ein phänomenaler Abschluss  der diesjährigen, überwältigenden Tiroler Winterfestspiele Erl, der wohlverdient mit stehenden Ovationen, frenetisch gefeiert wurde!

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Copyright: Scheffold-Media

Marisa Altmann-Althausen

 

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