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ERL/ Tiroler Festspiele: CARMEN – konzertant. Die Liebe ist ein rebellischer Vogel…“

26.07.2026 | Oper in Österreich

25.7.2026 – „Carmen“ (konzertant) – Festspielhaus Erl – Tiroler Festspiele Erl Sommer 2026.

„Die Liebe ist ein rebellischer Vogel…“
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Copyright: Scheffold-Media

Eine phänomenale konzertante Aufführung von Georges Bizets (1838-1875) fulminanter Oper „Carmen“ war im Festspielhaus Erl bei den diesjährigen Tiroler Sommerfestspielen mitreißend zu erleben!

Die weltberühmte Oper in vier Akten mit dem Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, die mit musikalischen Highlights gespickt ist, wurde in Erl für die konzertante Aufführung um eine packende, durch das Werk führende Textfassung nach Mérimées Novelle eindrucksvoll ergänzt.

Star-Tenor und Intendant Jonas Kaufmann fungierte als exzellenter und authentischer Sprecher, der aus der Sicht von Don José durch die konzertante Oper führte. Die zuvor aufgenommene Textfassung wurde per Tonband in den Saal des Erler Festspielhauses eingespielt.

Musikalisch war diese konzertante „Carmen“ ein Hochgenuss par excellence!
Das exzellente Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der souveränen, phänomenalen musikalischen Leitung von Chefdirigent Asher Fisch, beeindruckte mit einem perfekt dramatischen Klangerlebnis, feuriger Attacke, wohlklingender, spannungsreicher Homogenität und wohldosierter Differenziertheit.

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Ein hochkarätiges, internationales Star-Ensemble komplettierte den exquisiten Eindruck dieser konzertanten „Carmen“ als einzigartiges Ausnahme-Erlebnis!

Aigul Akhmetshina faszinierte in der Rolle der Carmen mit wunderbarem, ausgeglichenem, flexiblem Mezzosopran. Durchschlagskräftig und ausdrucksstark mit exzeptioneller Präsenz präsentierte die weltweit führende Carmen ihre überaus versierten Verführungskünste sowohl stimmlich als auch darstellerisch. Aber auch in den dramatischen Momenten wußte sie gekonnt zu fesseln. Ihre attraktive, charismatische Bühnenerscheinung prädestinierte sie für diese magische Rolle.

Michael Fabiano war ihr ein adäquater Partner in der Rolle des Don José. Mit durchschlagskräftigem, tenoralem Biss, Leuchtkraft und Präsenz durchlebte er mit berückender Authentizität und Hingabe den zwiespältigen Charakter des von Carmen faszinierten und verführten Offiziers.

Alexander Vinogradov glänzte in der Rolle des Escamillo mit der einwandfrei dargebotenen Arie „Votre toast, je peux vous le rendre“ mit profunder Technik, Aussagekraft, Musikalität und kämpferischer Attacke. Überzeugend erfüllte er die Persönlichkeit des gefeierten Stierkämpfers.
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Pretty Yende imponierte in der Rolle der Micaëla und war einer der Höhepunkte dieses außergewöhnlichen Abends! Vollkommen authentisch durchlebte sie diesen herzerwärmenden Charakter mit faszinierendem, leuchtendem Sopran, perfekter Technik und enormer Rollenidentfikation. Eine große Künstlerin!

Eva Rae Martinez (Frasquita) und Lucy Baker (Mercédès) profilierten sich hervorragend als exzellente Stützen von Carmen. Klare, sehr gut geführte Stimmen, lebendig in der Darstellung und überzeugender Bühnenpräsenz.

Vittorio De Campa ließ mit gewaltigem, pastosem Bass in der Rolle des Zuniga aufhorchen. Gepaart mit souveräner Präsenz.

Sehr gut ergänzten Maurizio Bove (Moralès), Vladislav Chizhov (Dancaïre) und Alberto Robert (Remendado).

Ausgezeichnet, geprägt von hinreißender Homogenität und musikalischer Verve, der Chor der Tiroler Festspiele Erl (Leitung: Olga Yanum) und der Kinderchor der Schule für Chorkunst München (Leitung: Maksim Matsiushenkau).

Eine brillante konzertante Aufführung des berühmten Opernschlagers „Carmen“, die zu Recht, mit langanhaltendem Jubel und stehenden Ovationen stürmisch gefeiert wurde!

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Marisa Altmann-Althausen

 

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