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ERL/ Tiroler Festspiele: AUSKLANG II – Herbstfestival der Tiroler Festspiele

03.10.2026 | Konzert/Liederabende

2.10.2026 – AUSKLANG II – Herbstfestival der Tiroler Festspiele Erl – Festspielhaus Erl.

Die faszinierende Grenzenlosigkeit der Musik!
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Foio: Scheffold-Media

Am zweiten Abend des Herbstfestivals der Tiroler Festspiele Erl 2026 – AUSKLANG II – beeindruckten erneut die Gastgeber des Festivals die „Musicbanda Franui“ im ersten Teil, diesmal gemeinsam mit dem deutsch-amerikanisch-persischen Musiker, Sänger und Komponisten Malakoff Kowalski.

Die Franuis, Johannes Eder (Klarinette, Bassklarinette), Andreas Fuetsch (Tuba), Stephan Dickbauer (Altsaxophon, Klarinette), Markus Kraler (Kontrabass, Akkordeon), Angelika Rainer (Harfe, Zither), Bettina Rainer (Hackbrett), Markus Rainer (Trompete), Andreas Schett (Trompete, musikalische Leitung), Martin Senfter (Ventilposaune), Nikolai Tunkowitsch (Violine), verstehen sich als „Umspannwerk zwischen Klassik, Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik“.

In einer aufregenden Kombination mit Malakoff Kowalski (*1979) war zunächst der 1. Satz aus seinem „Piano Aphorismus“, das er hingebungsvoll und empathisch zum Besten gab, zu erleben.

Die „Musicbanda Franui“ fesselte anschließend mit dem 4. Satz* des „Grand Divertimento“ (nach dem Divertimento F-Dur KV 138) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). In seiner unverwechselbaren Interpretationsart wußte Franui mit hochmusikalischem Herzblut gekonnt zu brillieren.

Die dargebotenen Musikstücke wurden musikalisch bearbeitet von Markus Kraler und Andreas Schett.

Von hinreißender Spannung erfüllt präsentierte Franui aus den „Geistervariationen“ WoO 24 Thema* (Text: Allen Ginsberg) von Robert Schumann (1810-1856).

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Foio: Scheffold-Media

Gefolgt von dem schwungvollen, spritzigen, mit feurigem Impetus interpretierten „Tanz!“ (Franz) – nach Deutschen Tänzen von Franz Schubert – aus der Feder von Markus Kraler (*1974) und Andreas Schett (*1971).

Mit „See the World Go Wild“ – nach dem Prélude c-Moll op. 28. Nr. 20; (Text: Allen Ginsberg) – von Frédéric Chopin (1810-1849) bewies Franui erneut seine genreübergreifende Brillanz und musikalische Intelligenz. Ebenso wie bei dem „Grand Divertimento“– „Tanz!“ – nach Sechs Deutsche Tänze, Nr. 6, KV 571 – von Wolfgang Amadeus Mozart.

Nach der packenden 3. Variation aus den „Geistervariationen“ WoO 24 von Robert Schumann wurde „Carte blanche“ für Harfe, Hackbrett und Stimme von Malakoff Kowalski und Franui eindrucksvoll zu Gehör gebracht. Kowalski zeigte eine spannende Mischung zwischen Jazz- und Sprechgesang sowie Rezitation und Franui glänzte wiederholt vokal und instrumental mit den volkstümlichen Wurzeln.

Folgend auf Franuis mitreißende Interpretation des 3. Satzes „Adagio*“ aus dem Streichquintett Nr. 2 g-Moll KV 516 von Wolfgang Amadeus Mozart, beeindruckte die 4. Variation (Text: Allen Ginsberg)* und die 5. Variation* aus den „Geistervariationen“ WoO 24 von Robert Schumann.

Gemeinsam mit Franui trug Malakoff Kowalski, auf seine ganz persönliche Art und Weise den „Leiermann“* (Nr. 24) aus der „Winterreise“ D 911 (Text: Wilhelm Müller) von Franz Schubert (1797-1828) vor. Die Kombination von Jazz-Elementen und der genialen Komposition von Franuis Lieblingskomponisten Franz Schubert schuf ein ganz besonderes, extravagantes Flair.

In der musikalischen Bearbeitung von Markus Kraler und Andreas Schett ertönte mitreißend der „Wunderhorntanz“ – nach „Des Knaben Wunderhorn“ von Gustav Mahler. Fesselnd dargebracht im unverwechselbaren „Franui-Style“.

Mit dem berühmten Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ aus den Rückert-Liedern (Text: Friedrich Rückert) von Gustav Mahler (1860-1911) in der minimalistischen Interpretation gesungen von Malakoff Kowalski und getragen von tiefer Emotionalität begleitet von Franui erreichte der exzeptionelle Abend einen weiteren Höhepunkt.

Den krönenden Abschluß bildete Dido‘s Lament „When I am laid in earth“ aus „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell (1659-1695). Hochemotional in brillanter Verbindung mit der Faszination der Einfachheit beendeten Malakoff Kowalski und die „Musicbanda Franui“ den ersten Teil des fulminanten AUSKLANGS II.

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Foio: Scheffold-Media

Den zweiten Teil des Abends bestritten eindrucksvoll das Wiener Akustik-Duo „Die Strottern“, Klemens Lendl (Violine, Gesang), David Müller (Gitarre, Gesang) gemeinsam mit der „JazzWerkstatt Wien“, Clemens Salesny (Alt- und Tenorsaxophon), Martin Eberle (Trompete, Flügelhorn), Georg Schrattenholzer (Posaune), Peter Rom (E-Gitarre), Clemens Wenger (Klavier, Keyboards), Bernd Satzinger (Bass), Christian Grobauer (Schlagzeug), die ihr neues Projekt „Sieben Zewtschken“ auf die Bühne brachten.

Hochkarätige Spitzenmusiker, die als „Meister der klingenden Zwischentöne“ gelten und humorvoll, gesellschaftskritisch, pointiert und bissig ihre Lieder, Texte und Kompositionen präsentierten und mit ihrem neuen Programm das Publikum enthusiastisch mitrissen. Fulminante Instrumentalsoli der fantastischen Jazz-Musiker wechselten sich mit den akzentuiert gesungenen Wienerlied-Texten ab, die alle gemeinsam den großen Saal des Erler Festspielhauses „zum Brodeln brachten“.

Ein ganz besonderes „Gustostückerl“ wurde im „Late Night Concert“ für einen Teil des Publikums (130 Personen) auf der Bühne des Festspielhauses Erl dargeboten.

Das „Leonkoro Quartett“, Jonathan Schwarz (Violine), Emiri Kakiuchi (Violine), Mayu Konoe (Viola), Lukas Schwarz (Violoncello) präsentierte in diesem intimen Rahmen unter dem Motto „Musik ganz nah und direkt zu erleben“ das Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 „Rosamunde“ – „Allegro ma non troppo“, „Andante“, „Menuetto“. „Allegretto“-„Trio“, „Allegro moderato“ – von Franz Schubert.

Mit einem Glas Wein wurde das Publikum zu später Stunde eingeladen Schuberts herrliche Musik in dieser besonderen Atmosphäre zu genießen.

Erfüllt von hochmusikalischer Brillanz, faszinierender Präzision, mit Herzblut durchlebter musikalischer Intensität, technischer und künstlerischer Exzellenz überwältigte das „Leonkoro-Quartett“ in imponierender Homogenität, fließender, wohldurchdachter, pointierter Übergänge der einzelnen Sätze, berückender Natürlichkeit und selbstverständlicher Perfektion.

Ein fantastischer, pulsierender AUSKLANG II, der von großer Emotionalität geprägt war!

Marisa Altmann-Althausen

 

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