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ERL/Tiroler Festspiel-Sommer: KLAVIERABEND SOPHIA LIU. Technische Brillanz mit perlender Virtuosität!

11.07.2026 | Konzert/Liederabende

9.7.2026 – Klavierabend Sophia Liu – Festspielhaus Erl – Tiroler Festspiele Erl-Sommer 2026

Technische Brillanz mit perlender Virtuosität!

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Sophia Liu. Foto: Scheffold-Media

Die junge kanadische Pianisten Sophia Liu, die in Shangai geboren und in Japan aufgewachsen ist und bereits zu den international gefragten Künstlern zählt, zeigte in Erl eine beeindruckende Palette ihres ausgereiften Könnens.

Die 17-jährige Künstlerin faszinierte in ihrem anspruchsvollen Programm von sanften, melancholischen Tönen bis hin zu furiosen, technisch anspruchsvollen Passagen.

Zart in Erscheinung mit einem weißen Prinzessinnen-Kleid und einer großen weißen Masche im dunklen Haar, imponierte sie mit starker, entschlossener Anschlagqualität, enormer Virtuosität und atemberaubender Fingerfertigkeit.

Sophia Liu setzte die berühmte „Nussknacker-Suite“ op. 71a von Peter I. Tschaikowski (1840-1893) – Arrangement für Klavier von Michail Pletnjow – an den Anfang ihres mitreißenden Klavierabends.

Die brillante Konzertfassung für Klavier besteht aus den populären Sätzen:
I „Der Marsch der Zinnsoldaten“.Tempo di marcia viva
II „Tanz der Zuckerfee“. Andante ma non troppo
III „Tarantella“. Tempo di Tarantella
IV „Intermezzo“- Ein Kiefernwald im Winter. Andante
V „Trepak“ (Russischer Tanz)
VI „Tee“ (Chinesischer Tanz)
VII „Pas de deux“. Andante maestoso

Die herausragende Pianistin brillierte mit ihrer technischen Perfektion, perlenden, bombensicheren Läufen und interpretatorischen Souveränität. Jeder Satz wurde von ihr minutiös genau durchlebt und auf hohem pianistischem Niveau präsentiert.

Aus den Vier Impromptus D 935 von Franz Schubert (1797-1828) bot Liu die
Nr. 3 B-Dur. Thema. Andante – Var. I-V – Più lento dar und die Nr. 4 f-Moll. Allegro scherzando Più Presto.

Mit künstlerischer Feinfühligkeit, gefühlvoller „Einfachheit“ sowie überragender technischer Raffinesse bewies Sophia Liu abermals ihr überragendes pianistisches Können.

Der zweite Teil dieses außergewöhnlichen Abends war Frédéric Chopin (1810-1849) gewidmet.

Zunächst glänzte Sophia Liu aus den Etüden op. 10 mit:
Nr. 1 C-Dur. Allegro
Nr. 2 a-Moll. Allegro
Nr. 4 cis-Moll. Presto con fuoco
Nr. 5 Ges-Dur. Vivace
Nr. 8 F-Dur. Allegro
Nr. 12 c-Moll. Allegro con fuoco („Revolutions-Etüde“)

Geprägt von martialischem Impetus, technischer Brillanz und hoher musikalischer Authentizität wußte die hochbegabte Pianistin gekonnt zu fesseln.

In der „NocturneNr. 3 H-Dur op. 9
Allegretto – Agitato – Tempo I – Adagio sowie in der „Ballade“ Nr. 1 g-Moll op. 23
Largo – Moderato – Meno mosso – Presto con fuoco bewies Sophia Liu ihre pianistische Vielschichtigkeit, musikalische Wandlungsfähigkeit und sowohl ihre klangintensive Weichheit als auch ihre Eignung zur furiosen Attake.

Zum Abschluss fesselte das junge, pianistische Ausnahmetalent mit Variationen über „Là ci darem la mano“ op. 2 :
Introduction. Largo – Poco più mosso
Tema. Allegretto
Var. I. Brillante
Var. II. Veloce, ma accuratamente
Var. III. Sempre sostenuto
Var. IV. Con bravura
Var. V. Adagio
Alla Polacca

Mit faszinierender virtuoser Leichtigkeit, perlender technischer Brillanz, schmelzender musikalischer Hingabe und ergreifender Intensität schloss die Künstlerin ihr aufregendes Programm ab.

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Foto: Scheffold-Media

Begeisterungsstürme des jubelnden Publikums und stehende Ovationen führten zu vier fulminanten Zugaben.

Ein hinreißender, hochkarätiger, außergewöhnlicher Klavierabend einer hochbegabten, aufstrebenden, international erfolgreichen jungen Ausnahmekünstlerin, die das Publikum zu wohlverdienten Beifallsstürmen hinriss!

Marisa Altmann-Althausen

 

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