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ERL/ Festspielhaus/Tiroler Festspiele: „WE ARE THE LUCKY ONES“ – eine zeitgenössische Oper von Philip Venables (*1979) – Premiere – Österreichische Erstaufführung

19.07.2026 | Oper in Österreich

18.7.2026 – „We are the lucky ones“ – eine zeitgenössische Oper von Philip Venables (*1979) – Premiere – Österreichische Erstaufführung – Festspielhaus Erl – Tiroler Festspiele Erl Sommer 2026.

„A song and dance about life and death“
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Foto: Scheffold Media

Das zeitgenössische Werk „We are the lucky ones“ von dem britischen Komponisten Philip Venables ist eine Oper in 64 Szenen mit dem Libretto von Nina Segal und Ted Huffmann, basierend auf Interviews mit über 70 Personen, die zwischen 1940 und 1949 in Europa und Nordamerika geboren wurden.

Die Oper wurde in englischer Sprache mit englischen und deutschen Übertiteln aufgeführt. Die Koproduktion und das gemeinsame Auftragswerk der Niederländischen Nationaloper, Amsterdam und der Ruhrtriennale erlangte bei den Tiroler Festspielen Erl Sommer 2026 ihre grandiose Österreichische Erstaufführung.

Dieses außergewöhnliche Opernwerk, das am 14.März 2025 an der Niederländischen Nationaloper, Amsterdam uraufgeführt wurde, versteht sich als kollektive musikalische Zeitkapsel einer ganz besonderen Generation. Sie porträtiert das Leben der sogenannten „Babyboomer“ Generation und verknüpft persönliche Erinnerungen mit historischen Ereignissen.

Erzählt wird die chronologische Lebensgeschichte dieser Altersgruppe von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart und gezeigt wird der Weg von Menschen, die mit sehr wenig aufwuchsen, einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung erlebten und nun eine Welt hinterlassen, die an ihre ökologischen und ökonomischen Wachstumsgrenzen stößt.

Das Ensemble schlüpft nicht in klassische, feste Charaktere, sondern singt und spricht die Erinnerungen aus einer kollektiven Ich-Perspektive. In den 64 Szenen vermischen sich private Meilensteine wie erste Lieben, erster Job… mit historischen Ereignissen wie dem Mauerfall oder dem 11.September.

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Foto: Scheffold Media

Die Musik von Philip Venables weist eine extrem vielseitige Komponente auf und spiegelt die jeweiligen Jahrzehnte wider. Ein Stil-Mix mit Einbindung von Swing, Big-Band Sound, Tango und epischen Hollywood-Klängen der 1940er-Jahre für großes Orchester, ergänzt durch prägnante Instrumente wie Saxophon, Klavier und Akkordeon.

In der Regie und dem Bühnenbild von Ted Huffmann agierte das Ensemble um den Orchestergraben herum. Die einzelnen Szenen wurden von den hervorragenden Protagonisten in Wort, Ton und Tanz beeindruckend durchlebt. Für die szenische Einstudierung zeichnete in Erl Sonoko Kamimura verantwortlich als auch, gemeinsam mit Ted Huffmann, für die Kostüme. Sowohl die Regie als auch das Bühnenbild wurden vollkommen minimalistisch gehalten. Der Fokus lag auf der musikalischen, textlichen und emotionalen Aufarbeitung der einzelnen Lebensgeschichten in Verbindung mit den jeweiligen politischen Geschehnissen. Die Geschichten waren dramaturgisch so konstruiert, dass man sich persönlich damit indentifizieren konnte. Auf die große Leinwand des Erler Festspielhauses wurden Erinnerungsfotos von den jeweiligen Interviewpartnern projeziert (Video: Nadja Sofie Eller, Tobias Staab). Das Licht lag in den Händen von Bertrand Couderc und die Choreografie für das Ensemble in denen von Pim Veulings.

Das exzellente Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der musikalischen Leitung von Bassem Akiki gewährleistete bravourös die Vermischung der einzelnen, vom Komponisten festgelegten und gewünschten, musikalischen Stile, die ein enormes Spannungsfeld und eine überragende Authentizität der einzelnen Lebensgeschichten erzeugten.
Um das exzeptionelle Klangerlebnis dieses Ausnahmewerks zu optimieren wurde mit Mikrofon gesungen.

Die ausgezeichneten Sänger, die mit ihren großartigen Stimmen stets im Kollektiv agierten, vermochten trotzdem auch ihr ureigenstes Profil beeindruckend zu entwickeln.

Claron McFadden (One), Jacquelyn Stucker (Two), Nina van Essen (Three), Helena Rasker (Four), James Kryshak (Five), Frederick Ballentine (Six), Germán Olvera (Seven), Alex Rosen (Eight).

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Foto: Scheffold Media

Eine fulminante Österreichische Erstaufführung von brillanter Exzellenz, die das Publikum zu langanhaltenden Begeisterungsstürmen und stehenden Ovationen hinriss – Ein triumphaler Erfolg für alle Beteiligten!

Marisa Altmann-Althausen

 

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