OPERNBALL 2026 im ORF meine Eindrücke

Wieder einmal findet Renate Wagner in ihrem Beitrag zum Opernball zu sehr deutlichen und wahren Worten. Die ORF-Übertragung wird immer mehr zu einer Propagandaproduktion für das eigene Haus und dessen Personal….Moderatoren und ORF-Mitarbeitern wird mehr Aufmerksamkeit zuteil als den wenigen anwesenden veritablen Künstlern. Da darf natürlich auch Mme Leona, nicht fehlen…….Köche, Friseure, Schneiderinnen und deren Arbeitsstunden werden zu wichtigen Themen. Der Vizekanzler vermeldet gezählte drei Mal, dass er auch Kulturminister und daher für die Staatsoper zuständig sei….ob er wohl dreimal pro Jahr zu einer Vorstellung kommt? Die Balletteinlage in einer an und für sich interessanten Choreographie hatte das Manko eigentlich sehr schöner Armani-Kostüme, die aber für Tänzer nicht passend waren. So wie man bei einem Sänger vor allem die Stimme hören will, möchte man bei Tänzern die Beine und den Körper sehen. Auch kontrastierte der Farbton schlecht mit dem Parkett, auf dem hier getanzt wurde; so entstand der Eindruck einer Pyjamaparty. Wirklich erfreulich dagegen die Darbietung des Eröffnungskomitees, es klappte prima. Musicalmusik passt in die Wiener -Staatsoper genauso wie die Bildnisarie ins Studio 54. Der Opernball, der Ball der Bälle, ebenso wie das Neujahrskonzert sind DIE kulturelle Visitenkarte der Republik, die in alle Welt verschickt wird . Da wäre dann doch auch Musik, die in diesem Lande entstanden ist, geeigneter als das, was sich Herr Roscic da ausgedacht hat.
Zusammenfassung; : auf dem Weg zu Mega-Seitenblicken mit den überwiegend gleichen habituellen Protagonisten
alcindo

