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CD THE BACH PROJEKT zum 75-jährigen Bestehen der NEUBRANDENBURGER PHILHARMONIE; PASCHENrecords

12.07.2026 | cd

CD THE BACH PROJEKT zum 75-jährigen Bestehen der NEUBRANDENBURGER PHILHARMONIE; PASCHENrecords

Violinkonzerte aus der Zeit J. S. Bachs als Köthener Hofkapellmeister#

Veröffentlichung: 17.7.2026

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„Die Synthese von Tradition und Vision, Struktur und Ausdruck, mathematischer Klarheit und Emotion, die wesentliche Parameter in der musikalischen Zentralgestalt Johann Sebastian Bachs darstellen, bieten ideale Möglichkeiten zur Aufführung einer ‚großen Kammermusik‘, in der sich solistische Stimmen und alle erdenklichen Tutti-Nuancen mit einzigartiger Eloquenz verschmelzen lassen.“ Daniel Geiss, Leiter der Neubrandenburger Philharmonie

Was für ein tolles Album! Duftiger und aufregender, schwingender und elastischer, kecker und quirliger lässt sich die Musik Bachs nicht mitteilen. Neben dem Violinkonzert Nr. 1in a-Moll, BWV 1041 und der berühmten ‚Air‘ aus der dritten Orchestersuite, BWV 1068, wurden drei Werke gewählt, die erst im 20. Jahrhundert aus den späteren Leipziger Cembalo Versionen wieder für Solisten und Orchester rekonstruiert wurden:

Das Konzert für drei Violinen in D-Dur, BWV 1064R, das Konzert für zwei Violinen in d-Moll, BWV 1043 sowie das Konzert für Oboe und Violine in c-Moll, BWV 1060R. Auf der Violine brillieren Elsa Claveria, Friederike Jahn und Darius Kaunas, die Solo-Oboe wird von Frauke Tautorius gespielt.

Die Aufnahme des Albums in der akustisch fabelhaften Konzertkirche Neubrandenburg erfolgte, nachdem das Ensemble unter der vitalen musikalischen Leitung von Daniel Geiss das Programm mehrfach live präsentiert hatte.

Obwohl die Konzerte von den Ausführenden als ‚große Kammermusik‘ empfunden werden, hindert das nicht, dass die Mitwirkenden alle ‚Stückeln‘ an kulinarischer Klangrede und ästhetischer Instrumentalkultur beherrschen. Das anregende Geplauder zwischen Solisten und dem Orchester wirkt unwiderstehlich freudvoll und quellfrisch flott, als ob die Konzerte gerade ihren Einstand feiern würden. Die zart durchhörten und dennoch musikalisch kernig servierten Adagio-, Largo- und Andante-Sätze setzen Ruhepunkte, Momente des Innehaltens und der träumerischen Reflexion in einer umtriebig unruhigen Welt. Klar, dass es von diesen Konzerten viele gute bis sehr gute Aufnahmen gibt. Aber die „Neubrandenburger“ haben dazu noch das gewisse Plus an aufschäumender Energie, an überbordender Spiellaune, an Frohmut an der Sache.

Wir gratulieren dem 1951 gegründeten Sinfonieorchester herzlich zum 75. Bestehen der Neubrandenburger Philharmonie mit dem allseits gelungenen Album, noch dazu in stupender, räumlich weiter Tonqualität.

Dr. Ingobert Waltenberger

 

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