CD MOVIE SINFÓNICA – Arco Sinfonica und das German Pops Orchestra mit Orchestralem von Julia H. M. Diederich, Christoph König, Heiko Gottberg, Matthias Anton und Christian Dellacher; Neuklang

Dieses Album mit dem Titel „Sinfonisches Kino“ enthält keine Filmmusiken, sondern instrumental groß besetzte Musik überwiegend für Orchester, Klavier, Schlagzeug, Stimmen und Chor. Die insgesamt zwölf Stücke mit den Bezeichnungen Movie Sinfonica, Intro Aria, Aria, A thing of me, Why, Nachtschicht, Justitia, Jerusalem, Love Theme, Getting better, Passo Regia und Dolce Vita werden vom Orchester Arco Sinfonica & GermanPops Orchestra unter Leitung von Bernd Ruf als „bildgewaltiges Kopfkino“ inszeniert. Die Hörerschaft erwartet keine Soundtracks mit Wiedererkennungsgarantie, sondern stilistisch gemixte, gefällige Crossovers aus sinfonischer Textur, Minimal Music, Jazz, Big Band Sound, Latin-Rhythmen garniert mit elektronischen Club-Elementen.
Im Booklet ist jedem einzelnen Titel eine Art von Programm unterlegt, das im Sinne der klassischen Formenlehre auf eine Variante sinfonischer Dichtungen schließen lassen könnte. Da sie jedoch nur die die Gedanken der Schöpfer preisgeben und kaum Lautmalerisches über die Musik im Konkreten mitteilen, haben wir es mit stilistisch eklektischen Kompositionen in soft-plakativer Filmmanier zu tun.
Wenn Sie das anspricht, dann sind Sie mit dieser „Weltmusik-Suite in 3-D“ gut aufgehoben. Immerhin sorgen die beiden Orchester, Kristjan Randalu am Klavier, Wim de Vries am Schlagzeug, Uli Röser Posaune, Jens Müller Flügelhorn, Matthias Anton Altsaxophon, Andreas Geyer Klarinette, Mitglieder des Staatsopernchors Stuttgart und des SWR Vokalensembles Stuttgart für eine professionelle Umsetzung. Mir ist das klangtechnisch gelungene Album trotz einiger reizvoller Arrangements und exzellenter Solistenleistungen zu gefällig und effektsicher angerichtet.
Dr. Ingobert Waltenberger

