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CD – ANTON BRUCKNER: „NULLTE-SYMPHONIE“. Orgel-Transkription HANSJÖRG ALBRECHT OC 476

22.09.2020 | cd

CD – ANTON BRUCKNER: „NULLTE-SYMPHONIE“

          Orgel-Transkription HANSJÖRG ALBRECHT

OC 476

Nach Bach-Beethoven-Berlioz-Wagner  etc. fügte der Organist Hansjörg Albrecht seinen bisherigen Transkriptionen erneut ein Schmankerl hinzu und zwar die „Nullte“ von Anton Bruckner. Der geniale Solist ließ die „Königin der Instrumente“ in der Stiftskirche St. Florian in Linz erklingen und das Herz des Rezensenten höher schlagen.

Zunächst erklang das „Choralvorspiel“  des zeitgenössischen Komponisten Philipp Maintz sowie Anton Bruckners „Ouvertüre g-moll“ in majestätischer Klangentfaltung. Sodann ging es bravourös zur Sache mit der „Nullten-Symphonie“ WAB 100 zur Transkription von Erwin Horn.

Schwungvoll, federnd, plastisch musiziert eröffnete Hansjörg Albrecht das Allegro, virtuos verstand es der absolute Meister seines Fachs ungewöhnliche Farbmischungen und Kontraste seinem Instrument zu entlocken und in spannenden Orgel-Registern erklang großartig formiert das Andante. Anrührend Momente vermittelte Albrecht zu den Sätzen Scherzo sowie dem erfrischenden Finale schenkte der Solist in breitem Strom musiziert harmonische Perspektiven. Es war eine Wonne zu lauschen als die Register volltönend im einzigartigen Schwelgen der Harmonien in symphonisch klangvoller Wucht das Wohnzimmer durchrauschte. Wow – der absolute Wahnsinn. Bravo ! Ob sich Wunschträume meinerseits mit Strauss-Transkriptionen der Elektra-Frau ohne Schatten-Salome realisieren ließen???

Gerhard Hoffmann

 

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