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BERN/ Bühnen: DIE ZAUBERFLÖTE. Welch fortgesetzte Wonnen!

15.01.2024 | Oper international

Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte • Bühnen Bern • Vorstellung: 14.01.2024

(4. Vorstellung  • Wiederaufnahme am 10.09.2023 • Premiere in Bern am 04.09.2022)

 Produktion des Stadttheaters Klagenfurt

Welch fortgesetzte Wonnen!

Berns (aus Klagenfurt übernommene) Inszenierung der Zauberflöte funktioniert weiterhin. Das ausverkaufte Haus feiert diesen Opernabend.

zfg

Foto © Caspar Martig

Bei Patrick Schlösser darf die Zauberflöte noch Märchen sein, Tamino ein Prinz und Pamina eine Prinzessin. Schlösser erzählt die Geschichte eng am Libretto, perfekt sekundiert von Miron Schmückles höchst ästhetischer Bühne, den farbenfrohen Kostümen von Katja Wetzel und dem Licht von Helmut Stultschnig.

Artem Lohnhinov koordiniert das musikalische Geschehen und animiert das Berner Symphonieorchester zu lustvoll schwelgerischem Spiel. Ein herrlich süffiger, bestens konturierter Mozart ist das Resultat. Der Chor der Bühnen Bern, perfekt einstudiert von Zsolt Czetner, überzeugt mit würdevollem Auftritt und sattem, feierlichen Klang.

Matheus França gibt den Sarastro mit klarem Bass und würdevollem Auftritt. Ian Matthew Castro nennt einen klangschönen, durchaus auch höhensicheren Tenor sein Eigen, der für das Berner Haus aber weiterhin etwas zu klein sein scheint. Die Stimme ist überall vernehmbar, hat aber nicht die Fülle um wirklich zu überzeugen. Christian Valle ist mit seinem kräftigen, prächtig gefärbten Bass für den Sprecher, 1. Priester und 2. Geharnischten eine absolute Luxusbesetzung. Diana Schnürpel überzeugt beim Publikum mit ihren hohen Tönen, die sie allerdings längst nicht so sauber wie möglich erreicht. Patricia Jane Westley gibt eine tadellose Pamina: da möchte jeder zum Tamino werden. Jonathan McGovern bringt alles mit, um einen «Papageno wie man sich ihn vorstellt» zu geben. Alice Paroissien ist seine Papagena. Katharina Willi als 1. Dame, Amelie Baier als 2. Dame, Evgenia Asanova als 3. Dame, Michał Prószyński als Monostatos und Andrés del Castillo ergänzen das Ensemble. Die Singschule Köniz stellt Chiara Koch, Ranja Leuenberger und Natascha Rossmy als Drei Knaben.

Pures Vergnügen!

Weitere Aufführung: 25.02.2024

16.01.2024, Jan Krobot/Zürich

 

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