Baseldytschi Bihni, Basel: «dr letscht Wunsch» – Premiere. 13.11.2025

Danila Dahinden als Diana, Marc Gianola als Alex, Foto © Mimmo Muscio, Basel
Alex (in einer Mammutrolle: Marc Gianola) ist seit einem Jahr Witwer. Ein Zustand, der ihm nicht besonders behagt. Seine Tochter Sarah (Léonie Decrue) besucht ihn zwar häufig, aber irgendetwas fehlt ihm zum Glück.
Deshalb ist er zwar erstaunt, aber durch aus nicht abgeneigt, als Julia (Karin Kolb), die beste Freundin seiner verstorbenen Frau Evelin, mit einer Liste von Heiratskandidatinnen erscheint, die ihm seine Frau zu Lebzeiten zusammengestellt habe.
Drei Frauen soll Alex treffen, die esoterisch interessierte Diana, den Freigeist Deborah und die riskant gewandete Heidi – besonders auf letzte freut sich Alex besonders.
Dass die schwarzgekleidete Diana (Danila Dahinden) mit den Toten spricht und von einem Raumschiff entführt wurde, steckt Alex (auch dank seiner gut gefüllten Hausbar) noch erstaunlich gut weg. Als der durchgeknallte Spät-Hippie Deborah (Sabine Mack) dann aber Space-Cookies aus Holland mitbringt, ist nur dem schnellen Eingreifen der Polizei zu verdanken, dass den beiden auf dem Weg ins Spital nicht noch Schlimmeres passiert.
Trotz zweier Kopfwunden wagt sich Alex an das dritte Date: Doch statt im erhofften Minirock taucht Kandidatin Heidi (ausgelastet: Sabine Mack) im selbstentworfenen quietschbunten Alptraum auf und treibt Alex mit ihren Lachyoga-Übungen in den Wahnsinn. Dass weitere Kopfwunden entstehen und weitere Flaschen der Hausbar geleert werden, versteht sich von selbst.
Inzwischen verfolgen die als Engel auf Erdurlaub auftauchende Evelin (Iris Heuss) und ihre geduldige Freundin Julia ihre eigenen Pläne. Bei so viel Frauenpower hat Alex natürlich absolut keine Chance…
Tob Müller inszeniert die baseldeutsche Version des Stücks «The heart has its reasons» von Donald R. Wilde liebevoll und erstaunlich tiefschichtig.
Die Laienschauspieltruppe trifft damit wieder voll ins Basler Herz.
Alice Matheson

