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BASEL/ Antikenmuseum und Sammlung Ludwig: GLADIATOR: DIE WAHRE GESCHICHTE

03.03.2020 | Ausstellungen

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig, Basel:

GLADIATOR: DIE WAHRE GESCHICHTE, 22.09.2019 – 22.03.2020

 „Ein lohnender Museumsbesuch“

In Zusammenarbeit mit dem «Museo Archeologico Nazionale, Napoli» und der «Römerstadt Augusta Raurica» zeigen das «Antikenmuseum Basel und die Sammlung Ludwig, Basel» eine didsktisch hervorragend gestaltete Schau mit exquisiten Exponaten zum Thema «Gladiatoren».

Auch wenn das Thema schon breit bearbeitet ist und die Gesellschaft der Gegenwart mit der inszenierten Gewalt ein Problem haben kann, lohnt sich eine erneute Schau: Man möchte die aktuellsten Forschungsergebnisse für die interessierte Öffentlichkeit zusammenfassen, und, was sich in Basel ja auf Grund der Nähe zu Augst (Augusta Raurica) geradezu anbietet, aufzeigen, wie die Gladiatorenspiele (und mit ihnen ihr Austragungsort, die Arena), das Machtzentrum und die Peripherie verbinden.

Prunkstücke der Schau sind das Gladiatorenmosaik aus Augusta Raurica und ein Grabrelief aus Pompeji.


Detail des Gladiatorenmosaiks von Augusta Raurica, um 200 n. Chr.; © Augusta Raurica, H. Grauwiler.

Das Gladiatorenmosaik aus Augusta Raurica, um 200 n.Chr. entstanden und am 15. Oktober 1961 wiederentdeckt zeigt schon allein durch seinen Existenz, dass die Gladiatoren in der Provinz bekannt und populär waren. Kein Wunder, hatte die kleine Römerstadt Augusta Raurica mit gut 10’000 Einwohnern doch ihr eigenes Amphitheater. Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass es von den 70 bekannten Mosaiken aus Augusta Raurica das einzige mit Gladiatorendarstellungen ist. Es ist aus einer grossen Vielfalt von Materialien entstanden und weist beachtliche 45 Farbwerte auf.


Grabrelief aus Pompeji; Marmor, vor 79 n. Chr., Museo Archeologico Nazionale, Neapel  ; © Ruedi Habegger, Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig.

Die Besonderheit des Grabrelief aus Pompeji ist die Darstellung der Komponenten der Gladiatorenspiele: oben die «pompa», den grossen Umzug der Teilnehmer zu Beginn, im grossen, mittleren Feld die «munera gladiatorum», die eigentlichen Wettkämpfe der Gladiatoren, und im unteren Feld die «venatio», die Tierhatz.

Die Ausstellung überzeugt durch ihren klaren Aufbau, der den Besucher an der Hand nimmt und von der Entstehung bis zum Ende der Gladiatorenspiele führt. Neue medien sind, wo immer sinnvoll, einbezogen und der ausführliche Katalog ist im Internet abrufbar: https://issuu.com/antikenmuseumbasel/docs/amb_mkt190829_katalog_gladiator_issuu.

 

Ein lohnender Museumsbesuch!

 

05.03.2020, Jan Krobot/Zürich

 

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