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BADEN/ Bühne: DAS VEILCHEN VOM MONTMARTRE Operette von Emmerich Kálmán in 3 Akten. Premiere

02.11.2026 | Operette/Musical/Show

BADEN / Bühne Baden
DAS VEILCHEN VOM MONTMARTRE

Operette von Emmerich Kálmán in 3 Akten
Libretto: Julius Brammer, Alfred Grünwald
Uraufführung: 21. März 1930, Johann Strauß-Theater, Wien
Salonorchesterfassung für die Bühne Baden
Premiere: 1.11.2026 (Weitere Vorstellungstermine: 3., 7., 14., 17., 22., 25. & 29. November 2026- alle ausverkauft! Warteliste!)
buehnebaden.at

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Mariella Hofbauer als Veilchen © Christian Husar, Bühne Baden

Gelungene Wiedergeburt der Salonoperette!

Die Bühne Baden bespielt geschickt ihre verschiedenen Spielstätten: das Stadttheater, die Sommerarena, den wunderbaren Theaterplatz vor dem Haus und das Max-Reinhardt-Foyer im Stadttheater. Dort feierte am 1. November „Das Veilchen vom Montmartre“, ein Spätwerk Emmerich Kálmáns, unter der Regie von Cornelia Ertl seine umjubelte Premiere.

Eine Hommage an das Träumen und die Kraft der Liebe – hinreißend gespielt und gesungen!

Der Plot ist rasch erzählt:

Violetta, die Blumenverkäuferin und Straßensängerin, erlebt den Aufstieg vom armen Mädchen zum selbstbewussten Bühnenstar. Mit viel Herz wird sie zur guten Fee dreier Künstler am Montmartre. Der Maler Raoul, der Komponist Florimond und der Schriftsteller Henri leben in einer winzigen Wohnung, ständig von der Delogierung bedroht. Ninon, die Sängerin und Freundin des Malers Raoul, entscheidet sich für ein Leben an der Seite eines reichen und einflussreichen Politikers. Sie weiß von Anfang an, dass sie eine „starke Frau mit Verstand“ sein will, die auf eigenen finanziellen Beinen steht und opfert dafür ihre Liebe zu Raoul. Für Violetta hingegen hält die Operettenwelt nach schwierigen Jahren am Ende alles bereit: die Enthüllung ihrer adeligen Geburt, Reichtum und Liebesglück. Herz, was willst du mehr!

Diese Hommage an das Träumen wird von sieben Künstlerinnen und Künstlern mit enorm viel Spielfreude und Humor präsentiert: allen voran die beiden Sopranistinnen Mariella Hofbauer (Violetta Cavallini), und Ivana Zdravkova (Ninon). Ihnen zur Seite stehen die drei jungen Tenöre Christoph Gerhardus (der Maler), Branimir Agovi (der Dichter), Jens Emmert (der Komponist) sowie Michael Duregger und der Alleskönner Beppo Binder als Gerichtsvollzieher mit Herz und Trompete.

„Heut’ Nacht hab’ ich geträumt von Dir“ und viele andere Melodien zaubern eine Welt auf die Bühne, in der sich nach schwierigen Zeiten alles zum Guten wendet. Wer möchte nicht in einer solchen Welt zwischen Walzer, Foxtrott und Chanson leben?

Cornelia Ertl, die persönliche Referentin des künstlerischen Leiters der Bühne Baden, Andreas Gergen, empfiehlt sich mit ihrer ersten Regiearbeit nachdrücklich für weitere Inszenierungen. Das minimalistische Bühnenbild von Gerhard Nemec folgt dem Nachhaltigkeitsprinzip der Bühne Baden: weg von aufwendigen Dekorationen hin zu modularen Bühnensystemen, die sich flexibel an verschiedene Produktionen anpassen lassen. Die Künstler und Künstlerinnen bauen die Mini-Kulissen gar vor Publikum um – ganz im Brecht’schen Sinn einer vollkommenen Transparenz des Bühnengeschehens.

Ioannis Poulakis leitet das am Balkon platzierte Salonorchester der Bühne Baden umsichtig, Ramesh Nair verantwortet die beeindruckende Choreographie, Roland Papst die Kostüme.

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Jens Emmert, Christoph Gerhardus, Mariella Hofbauer, Branimir Agovi. © Christian Husar, Bühne Baden

Das Publikum feiert dieses liebevolle Porträt der Pariser Bohème begeistert. Es passt wunderbar in die Kurstadt Baden – Max-Reinhardt wäre stolz und zufrieden!

Elisabeth Dietrich-Schulz

 

 

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