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INFOS DES TAGES (DIENSTAG, 28. AUGUST 2018)

27.08.2018 | Aktuelles

INFOS DES TAGES(DIENSTAG, 28. AUGUST 2018)

BAYREUTH: ANDREAS SCHAGER SINGT HEUTE „TRISTAN“

Die „großen Festspiele“ gehen dem Ende zu, in Bayreuth wird heute der „Tristan“ und morgen  – zum wohl allerletzten Mal –  noch die „Castorf-Walküre“ unter dem Dirigat von Placido Domingo gegeben. Dann ist Schluss für heuer!

Salzburg spielt heute noch die Poppea, morgen Mittwoch gastiert der „Zirkus Netrebko“ und am Donnerstag werden die diesjährigen Festspiele mit einer „Zauberflöte“ ausgeläutet.

Dann hat uns der Alltag wieder – und gar so  übel ist das gar nicht!

Bildergebnis für bayreuther Festspiele

Aus gut informierten Kreisen erhalte ich diese Exclusivmeldung: Andreas Schager singt heute den TRISTAN in der letzten Aufführung „Tristan und Isolde“ der diesjährigen Festspiele.

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NATALIA USHAKOVA WIEDER IN DER SOMMERARENA BADEN (6. SEPTEMBER)


Natalia Ushakova. Copyright: maurizio Montani/ushakova.com

Mit „Arien in der Sommerarena“ präsentiert die Sopranistin Natalia Ushakova wiederum ihr einziges Open-Air-Konzert im September 2018 in der Sommerarena Baden. Am 6. September 2018 um 19,30 h  lädt Natalia Ushakova bereits zum vierten Mal zu ihrem einzigartigen Open-Air-Abend in die großartige Kulisse der Sommerarena Baden. Nach den großen Erfolgen in den Vorjahren präsentiert die charismatische Wahlösterreicherin ihr neues Programm.

Natalia Ushakova wird an diesem Abend Leidenschaftliches und Lustvolles aus Oper und Operette unter dem Motto „Ushakova Unlocked: Die Offenbarung“ zum Besten geben: Die Ausnahmekünstlerin interpretiert die schönsten Werke von Puccini, Verdi, Strauß und Lehar und wird das Publikum mit ihrer atemberaubenden Stimme aufs Neue verzaubern. Begleitet wird die Sopranistin vom Kaiserwalzer Orchester unter der Leitung von Dirigent Christian Koch.

Infos: www.ushakova.com

www.cayenne.at

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GESAMTE OPERN IM RUNDFUNK –28. AUGUST –3. SEPTEMBER 2018

Bildergebnis für radio
(Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bezieht sich ausschließlich auf die untenstehenden Sender). Kurzfristige Programmänderungen der Sender vorbehalten!
Alle Zeiten MEZ.

28.8. DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (aus Bayreuth, Aufnahmwe v. 28.7.) Bayern 4-18.05 Uhr
1.9. WEST SIDE STORY (aus London, Aufnahme v. 11.8.) ORF Ö1-19.30 Uhr
DIE ZAUBERFLÖTE (aus Salzburg, Aufnahme v. 27.7.) Radio Suisse R.-20 Uhr
2.9. LES PECHEURS DE PERLES (aus Salzburg, Aufnahme v. 23.8.) HR 2, WDR 3, SWR 2 20.04 Uhr

EMPFANGSMÖGLICHGKEIT ÜBER DAS INTERNET
ORF – Ö 1 http://oe1.orf.at/
Bayern 4 https://www.br-klassik.de/index.html
HR 2 http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/
WDR 3 http://www1.wdr.de/radio/wdr3/index.html
SWR 2 http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/otnbb1/index.html
Deutschlandradio http://www.deutschlandradiokultur.de/startseite.197.de.html
RAI 3 http://www.radio3.rai.it/dl/radio3/programmi/PublishingBlock-61ab4215-547b-4563-8b1f-8932531e5469.html
Radio Suisse R. https://www.rts.ch/
Radio 4Hilversum http://www.radio4.nl/gids/
VRT Klara http://www.klara.be/
RTBF Musique 3 http://www.rtbf.be/musiq3/
RNE Clasica Madrid http://www.rtve.es/radio/radioclasica/programacion/
Sveriges Radio 2 https://sverigesradio.se/p2
Met-Stream http://www.metopera.org/Season/Radio/Free-Live-Audio-Streams/
BBC 3 http://www.bbc.co.uk/radio3/programmes/genres/music/classical/opera/all
France Musique https://www.francemusique.fr/opera

Das sind jene Sender, die regelmäßig Opernübertragungen senden. Sollten unseren Lesern noch andere derartige Sender bekannt sein, dann bitten wir um Bekanntgabe inkl. Internetadresse.


BAYREUTHS „BECKMESSER“ IST TATSÄCHLICH AUCH EIN KOMPONIST!

Der namhafte Opernsänger vertonte die selten oder gar nicht in Musik gewandelte Liebeslyrik Bertolt Brechts.


Johannes Martin Kränzle (rechts als „Beckmesser“, links sehen Sie Michael Volle als Sachs) komponiert tatsächlich. Foto: Enrico Nawrath/Bayreuther Festspiele.

Auszug aus „Nordbayerischer Kurier (rechte Spalte“

Auszug aus der Kritik von Renate Schroth (Online-Merker)

Mainz: Weihergarten bei Schott Music,  Sommerkonzert (Haydn, Kränzle, Debussy) 24. August 2018:

Das Frankfurter Hindemith-Quartett, gegründet von den Konzertmeistern des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters, eröffnet das Open Air Konzert im idyllischen Garten des Schott-Verlages mit Haydns G-Dur Quartett op. 33.5 .

Große spieltechnische Souveränität, klanglich exquisite Phrasenführung kennzeichnen das Spiel der vier superben Musiker Ingo de Haas, Joachim Ulrich (Violinen), Thomas Rössel (Viola) und Daniel Robert Graf (Violoncello). Haydns Streichquartett überrascht vor allem in den beiden Vordersätzen harmonisch und gibt der oberen Violine viel Raum für ausgreifende Kantilene.

Gespannt sein durfte man auf die Komposition „Lieder um Liebe“ von Johannes Martin Kränzles. Der namhafte Opernsänger vertonte die selten oder gar nicht in Musik gewandelte Liebeslyrik Bertolt Brechts.

In zehn Liedern für mittlere Stimme und Streichquartett lotet er in neu-tonaler, am Jazz orientierter Rhythmik und Harmonik Facetten der Liebe aus. Ihm gelingen kompositorisch vielschichtige Preziosen, die vom Hindemith-Quartett und der Mezzosopranistin Lena Haselmann perfekt interpretiert wurden. Die Sängerin greift punktuell den Diseusen- Ton auf (Schwächen, Liebeslied aus einer schlechten Zeit), dann singt sie zart- lyrisch (Wie es war II, Lied einer Liebenden) und auftrumpfend euphorisch (Als ich nachher von dir ging, Ach, wie sollen wir die kleine Rose buchen). Sie trifft auch inhaltlich genau den richtigen Ton für jedes Lied mit ihrer angenehmen, rund- timbrierten Stimme. Die rhythmisch und intonations- technisch anspruchsvollen Stücke werden in ihren unterschiedlichen Farben vom Hindemith-Quartett sofort erfasst und je nach Stimmung expressiv,  dunkel verhangen bis heiter gewitzt in Klang geformt.

Im kurzen Gespräch mit der Initiatorin Aline Oswald vom Institut Francais konnte man den Komponisten und Sänger Kränzle näher kennenlernen. Die Besetzung Stimme und Streichquartett, so verriet er, sei eher selten in der Kammermusik. Seine Lieder beweisen jedoch, dass diese Formation ideal kongruiert, denn die menschliche Stimme geht im warmen Bett des Streicherklangs  herrlich auf und kann sich entfalten…

Zum Bericht von Renate Schroth


Wie im Traum und doch so gegenwärtig/ 18. Barockfest auf Schloss Friedenstein Gotha (25. und 26.8.2018


Copyright: Thomas Janda

 

 Wenn man vor einer prachtvollen Kirche oder einem prunkvollen Schloss steht, ist das wahrscheinlich eine Barockkirche oder ein Barockschloss. Mit allen Verzierungen kann dieser Stil auch ziemlich überladen wirken, doch Schloss Friedenstein in Gotha steht stilgeschichtlich noch am Beginn der Barock-Zeit. Außerdem war der Bauherr „Ernst der Fromme“ ein bescheidener Protestant und wollte dies auch zeigen. Die ersten Arbeiten für das Schloss haben 1640 begonnen. Das geschah also noch mitten im Dreißigjährigen Krieg. Die damals neue Residenz sollte auch ein Ort und Hort des Friedens werden, darum wählte „Ernst der Fromme“ den Namen „Friedenstein“.

Das hinderte ihn natürlich nicht einige Kleinodien aus der Münchner Schatzkammer mitzunehmen, als man mit den protestantischen Truppen die Residenz des damaligen Bayern-Herzogs geplündert hat. Das ist jetzt Schnee von gestern und über 400 Jahre her, denn in diesem Jahr begehen wir den Beginn und die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Seitdem hat das Gothaer Schloss eine große Blütezeit und eine wechselvolle Geschichte erlebt. Während einer Schlossführung, die auch im Preis enthalten war, konnten die Besucher auch einige Münchner Stücke sehen.

Diese große Blütezeit haben die Besucher des 18. Barockfestes auf Schloss Friedenstein in Gotha gleich an drei Tagen miterleben können. Jeder Veranstaltungstag lud sozusagen zu einem Tag am Hof ein. Es begann mit einem Rundgang des Fürsten durch den Innenhof und seiner huldvollen Erkundigung bei den Handwerker- und Kulinaria-Ständen. Zu sehen waren Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1732-1772) und seine Gemahlin Luise Dorothee.

Natürlich gab es Bratwurst, aber auch viele andere Spezereien, die den Gaumen kitzelten. Denn man ist ja sinnenfroh und den Genüssen des Lebens nicht abhold.


Copyright: Thomas Janda

Gemeinsam mit dem residierenden Fürsten und seinem Hofgefolge kann der Besucher eintauchen in die barocke Welt von Gothas Schloss Friedenstein. Geboten haben die Ausrichter des Festes viel: Tanz zu Zeiten Herzog Friedrichs III., Die Abenteuer des Baron Münchhausen – nacherzählt und mit Musik von Telemann, Barockmusik aus Irland, Ball- und Bühnentänze des 18. Jahrhunderts und vieles mehr. Selbstverständlich hat auch das Herzogspaar ausgewählte Gäste zur privaten Audienz empfangen. „Oh, irdisches Glück, wem dies geschieht!“, natürlich immer mit ein bisschen historischem Augenzwinkern.

Auch das Ekhof-Theater hatte seine Türen geöffnet. Es ist eines der ältesten Barocktheater mit einer funktionstüchtigen Bühnenmaschinerie aus dem 17. Jahrhundert, die bis heute manuell bedient werden kann. Das barocke Theater befindet sich im Westturm von Schloss Friedenstein. Hier haben viele Musiker und Schauspieler „Ergötzliches“ präsentiert und die Zuschauer sind eingetaucht in diese ferne und doch irgendwie auch nahe Zeit. Nah ist uns diese Zeit wohl, weil sie so viel grundsätzlich Menschliches bietet. Musikalisch vermittelte das Rosentaler Barock Ensemble einen Blick in die Klangwelt Luigi Boccherinis und seiner lasziven Sonate. Mit Cembalo und einer nachgebauten venezianischen Geige präsentierte Chris Berensen aus Australien zunächst das italienische Cembalo (Nachbau) und sein Kollege Violinist Leopold Nicolaus seine mit Darmseiten bespannte Geige. Im eigentlichen Konzert fühlte man sich ganz zurückversetzt in die barocke Klangwelt. Der Theaterraum umhüllte den Besucher nicht nur mit der Atmosphäre sondern auch mit den Klängen des Barock. Diese musikalische Zeitreise wäre noch vollkommener gewesen, wenn sich die beiden Akteure in barockes Gewand gehüllt hätten. An so einem Ort ist diese Angemessenheit unausweichlich. Nicht alle Violine-Töne haben sich perfekt angehört, aber es ist ja auch nur die Begleitung zum Cembalo gewesen. So war das eben früher. Die heutigen Zuschauer hatten viel Freude daran und applaudierten nach jedem einzelnen Satz. Das gemischte Publikum bestand übrigens aus Barock-Gekleideten und Normalos.


Copyright: Thomas Janda

Wer zwischendurch auch einmal in eine andere Kleiderwelt schlüpfen wollte, für den standen Kostüme a la Mode des 18. Jahrhunderts bereit, nebst einer idyllischen Kulisse und einem Hof-Photographen. Diese Bilder barocker Pracht werden dann in Zukunft so manche moderne Schrankwand zieren und daran erinnern, dass auch im kommenden Jahr die barocke Welt in Gotha auf Schloss Friedenstein wieder lebendig werden wird, dann mit dem 19. Barockfest.

Herzog Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg und seine Gemahlin Luise Dorothee freuen sich schon jetzt auf ihr Erscheinen. Sie können das Schloss auch wieder mit Kutsche bereisen und das zu erschwinglichen Preisen. Auch „Schäferstündchen“ in der barocken Orangerie sind möglich und allerlei mehr. Wohlan, dies Schmausen und Feiern sollte man sich nie entgehen lassen!

 Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

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DOMSTUFENFESTSPIELE ERFURT: Riesen Erfolg für „Schrottplatz-Carmen“ –  Bilanz nach 21 Vorstellungen: 98,62 Prozent Auslastung

Mit insgesamt 46.277 Besuchern sind gestern Abend die 25. DomStufen-Festspiele in Erfurt zu Ende gegangen. Das anhaltende fast durchgehend warme, sommerliche Wetter bis weit in den Abend hinein sorgte an den meisten der 21 Vorstellungstage für eine ausverkaufte Zuschauertribüne.


Das war „Carmen“ 2018. Foto: Lutz Edelhoff

Die Gesamtauslastung der 21! Abendvorstellungen lag bei 98,62 Prozent.

42 100 Menschen wollen die Carmen-Inszenierung von Guy Montavon sehen, die wegen ihres Bühnenbildes (Hank Irwin Kittel) bereits vor der Premiere nicht nur regional für Aufsehen und Schlagzeilen sorgte. Montavon und Kittel ließen einen riesigen Autoschrottplatz auf den Domstufen errichten. Ein Setting, das Carmen mehr als deutlich als eine an den Rand der Gesellschaft abgeschobenen Frau zeigt und weit weg ist von klischeehafter Zigeunerromantik.

Generalintendant und Regisseur Guy Montavon: „Die Aufregung darum war mit bereits mit der ersten Idee klar. Umso erfreuter bin ich nun, dass so viele Menschen gekommen sind und wir am Ende überzeugen konnten mit unserer Inszenierung. Wir haben sehr viel Feedback bekommen, das in der Hauptsache positiv ausfiel – auch in den Rezensionen. Die Bilanz bestätigt uns zudem in der Entscheidung, die Festspiele von zwei auf drei Wochen verlängert zu haben. Damit leisten wir für den Tourismus und die Wirtschaft in Thüringen erneut einen wichtigen Beitrag.“

Die 12 Vorstellungen des Kinderstücks An der Arche um Acht im Rahmen von DOMINO, den DomStufen-Festspielen für die Kleinen, besuchten 4177 Zuschauer.

Im nächsten Jahr zeigt das Theater Erfurt bei den DomStufen-Festspielen das Musical Der Name der Rose nach dem Weltbestseller von Umberto Eco und die Kinderoper Petterson und Findus und der Hahn im Korb.

Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Bis Ende September gibt es 10 Prozent Rabatt auf alle DSF-Karten 2019!

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MÖDLING (bei Wien): „MALMEILE“ AM 15. SEPTEMBER


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