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3. NOVEMBER 2025 – Montag

03.11.2025 | Tageskommentar

TRISTAN UND ISOLDE, Premiere am 1.11.2025 in der Deutschen Oper Berlin © Bernd Uhlig

„Tristan“ an der Deutschen Oper Berlin: 260 Lampen sind noch keine Inszenierung
Am Ende werden Runnicles und die Sänger frenetisch gefeiert, lediglich das Regieteam wurde für hässliche Kostüme, ein ödes Bühnenbild und im Grunde fehlende Regie mit deutlichen Buh-Rufen abgestraft. 260 Lampen sind nun wirklich keine Inszenierung! Der Tristan-Inszenierung von Graham Vick trauert an der Bismarckstraße niemand ernsthaft nach, die Erwartungen an die Neuinszenierung von Michael Thalheimer waren entsprechend hoch. Kannte man Schauspielinszenierungen von ihm, so war klar, dass er seinen reduzierten Regiestil sicher auch in der Oper einsetzen würde. Die extrem nüchterne und bewegungsarme Realisierung dieses von Leidenschaft geprägten Werkes war dann aber doch eine große Enttäuschung.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Berlin: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner: Repertoiretauglich
Nicht besonders alt werden musste man, wenn man als Zuschauer nicht weniger als drei unterschiedliche Inszenierungen von Wagners Tristan und Isolde an der Deutschen Oper Berlin erleben wollte. 1980 vergönnte Götz Friedrich dem berühmten Liebespaar ein hölzernes Schiff, eine Blumenbank, die von gnädiger Dunkelheit umhüllt wurde, und für den dritten Akt war eine mächtige Felsenlandschaft auf die Bühne getürmt worden. Gut dreißig Jahre später verbannte Graham Vick Peter Seiffert und Eva-Maria Schnitzler in eine Optik, die sich nicht zwischen Symbolismus mit Sarg, Nackten, Umhergeisternden und krassem Naturalismus mit debilem Dritten-Akt-Tristan entscheiden konnte, so dass die weitaus kürzere Verfallsdauer im Vergleich zum Vorgänger kaum Bedauern auslösen dürfte.
Von Ingrid Wanja
Berlin: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner – Der Opernfreund

Tristan“-Premiere an der Deutschen Oper
5 Stunden „Tristan und Isolde“! Buh-Rufe für den Regisseur, Bravo für die Sänger. Dafür, dass die Inszenierung so kahl aussah, ging sie verdammt schnell vorbei. Denn langweilig geriet die fünfstündige Neuproduktion von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper nicht. Dennoch wurde Regisseur Michael Thalheimer am Ende ausgebuht, die Sänger dagegen frenetisch gefeiert. Das Haus bringt reichlich Bayreuth-Stars für die Geschichte um eine große verbotene Liebe auf die Bühne. Clay Hilley gibt einen fast kindlich anmutenden Tristan mit gewaltiger Stimme, Elisabeth Teige eine walkürenhafte Isolde mit herbem Furor.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/buh-und-bravo-tristan-und-isolde

Tristan und Isolde: Das Englischhorn weiß mehr von der Liebe zu erzählen als die Regie
Es lebe die Reduktion! Regisseur Michael Thalheimer möchte Tristan und Isolde von allem Überflüssigen und Ablenkendem befreien (teilt er im Programmheft mit). Wobei es sich eigentlich um einen Dreischritt handelt: „Konzentration, Reduktion, Vereinfachung“. Fast alle Requisiten sind getilgt. Für den Liebestrank (oder was auch immer man da zu sich nimmt) bedarf es eines schlichten Trinkglases, das anschließend am Boden zersplittert; eine große Scherbe davon (zum – wirkungslosen – Aufschlitzen der Pulsadern), weiterhin Messer für Tristan und Melot – das muss reichen. Ein langes Seil, mit dem sich Isolde im ersten, Tristan im zweiten Aufzug abmüht, kommt hinzu, aber das betrifft dann bereits eine symbolische Ebene. Man zieht eben eine große seelische Last mit sich. Im Bühnenbild von Henrik Ahr gibt es keinen realen Raum, sondern eine gewaltige Matrix aus Lampen, die meist mildes, dämmriges Licht aussenden (und damit ganz hübsch mit der gediegenen holzgetäfelten Nachkriegsmoderne im Inneren der Deutschen Oper korrespondieren, aber das ist wohl Zufall, denn die Produktion wurde am koproduzierenden Theater in Genf entwickelt). Das Licht, der Gegensatz von Tag und Nacht, das ist ja ein durchgängiges Motiv der Oper. Tristan und Isolde im Zeichen völliger Abstraktion: Thalheimer stülpt dem Werk keinen Interpretationsansatz über, sondern er lässt dem Publikum maximale Denkfreiheit. Womit, den Buh-Rufen nach zu urteilen, nicht jeder etwas anfangen wollte. Bei aller Liebe zur Reduktion will ja hier auch eine Geschichte plausibel erzählt sein. 
https://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20252026/B-DO-tristan-und-isolde.html

Deutsche Oper: An sämtliche Schmerzen der Welt ist Isolde gekettet (Bezahlartikel) Berlin.
Donald Runnicles dirigiert seine vorletzte Premiere an der Deutschen Oper. Elisabeth Teige erzeugt als Isolde eine wahre Masseneuphorie.
BerlinerMorgenpost.de.Tristan

Michael Thalheimer inszeniert Wagners „Tristan und Isolde“: Strahlende Verdunkelung (Bezahlartikel)
Die Inszenierung an der Deutschen Oper schafft besondere Bilder. Donald Runnicles dirigiert sehr genau, das Orchester leistet oft Großartiges. Die Kritik.
Berliner.Zeitung.de.tristanundisolde

240 Lichter, trotzdem ziemlich dunkel und hinzu etwas Theaterblut
Sir Donald Runnicles (seit 2009 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin) streicht ein Jahr vorher als geplant die Segel; er hat bereits sein Amt als neuer Chefdirigent der Dresdner Philharmonie (in direkter Nachfolge Marek Janowskis) angetreten und wickelt nunmehr – bis zum Ende der begonnenen Saison – die letzten Dirigate seiner Wahl im ersten Hause in der Bismarckstraße ab; neben der gestern Abend seine Deutschlandpremiere gefeiert habenden Tristan und Isolde-Inszenierung aus Genf sind das Wagners RING und Der fliegende Holländer, Puccinis Tosca sowie Korngolds Violanta (Premiere: 25.01.), auch die Gurrelieder von Schönberg wird er musikalisch leiten.
https://www.kultura-extra.de/musik/premierenkritiken/premierenkritik_TristanUndIsolde_DOB2025.php

Wagners „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper: Theater der Stimmen und durchschnittenen Kehlen (Bezahlartikel)
Michael Thalheimer trägt seine Genfer „Tristan“-Inszenierung an die Deutsche Oper Berlin. Am beeindruckendsten: Die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Donald Runnicles.
Tagesspiegel.de.stimmen

Oper Zürich: Gestern war „FORZA-Premiere in prominenter Besetzung

we open with a NEW ✅ production of LA FORZA DEL DESTINO at Opernhaus Zürich🩷, performing on November 2,7,12,15,18 ✅
Signed by Valentina Carrasco with superstar cast:
Gianandrea Noseda
Anna Netrebko
George Petean
Annalisa Stroppa
Roberto Frantali
Michele Pertusi
Tomislav Jukic
Riccardo Massi Tenore will follow with 5 other performances (from November 21)👍🤗✅
Toi toi toi, guys 😍 La Forza! ❣️🩸⚔️🪓 🎭
📸 by Monika Rittershaus
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ZU FACEBOOK

Zürich
Umstritten: Anna Netrebko mit Maschinengewehr in Züricher Verdi-Inszenierung
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (7,37 Minuten)
deutschlandfunk.de.audio
Zürich
Kriegsdonner und klingende Zärtlichkeit
Politik rund um die Opernbühne: Anna Netrebkos Auftritt in Zürich wird von Protesten begleitet. Doch als Leonora in Verdis „La Forza del Destino“ gewinnt sie das Publikum für sich. Überzeugend auch das Orchester und die kleinen Partien. Dafür verzettelt sich die Regie.
BR.Klassik.de

Berlin/ Staatsoper
Lisette Oropesa begeistert als Juliette an der Staatsoper Berlin
Dass nicht jede Oper sich problemlos in eine andere Epoche versetzen lässt, zeigt sich an der Produktion der Oper “Roméo et Juliette” an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Die Regisseurin Mariame Clément scheitert bei ihrem Versuch, die Handlung der Liebesgeschichte nach Shakespeare in die heutige Zeit zu verlegen. Die Rettung des Abends erfolgt wieder einmal durch die musikalische Seite, auch wenn hier nicht alles perfekt ist. Lisette Oropesa begeistert allerdings das Publikum mit ihrer Interpretation der Juliette.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Wien/ Staatsoper
„Don Giovanni“ an der Wiener Staatsoper: Christoph Koncz setzt zum Höhenflug an
Christoph Koncz is back. Früher war er 2. Geiger bei den Wiener Philharmonikern, ebenfalls im Staatsopernorchester. Stimmführer noch dazu. Nun fühlt er sich zu Höherem berufen – und animiert seine Ex-Kollegen zu einer Mozart-Sternstunde. „Bombastisch“, „sensationell“. Attribute, mit denen an der Wiener Staatsoper gestern Abend nicht gespart wird. Dabei soll es nicht von Anfang an geklappt haben. Die erste Vorstellung der aktuellen Don-Giovanni-Serie – „Das war nichts“, hört man. Viele Substitute sollen es gewesen sein, bei der ersten von vier Vorstellungen. Alleine an den Celli – vermutlich kein einziger aus den Reihen der Wiener Philharmoniker.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

OPER FRANKFURT: Fotos aus der Premiere „Boris Godunow“ am Sonntag, 2. November 2025)

Interview als „Gebrauchsanweisung“

 

ZUM VIDEO

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Inszenierung: Keith Warner
Regiemitarbeit: Katharina Kastening
Bühnenbild und Kostüme: Kaspar Glarner

 Alexander Tsymbalyuk (Boris Godunow) und Ensemble. Foto: Barbara Aumüller

Boris Godunow: Alexander Tsymbalyuk
Fjodor: Karolina Makuła
Xenia: Anna Nekhames
Xenias Amme: Judita Nagyová
Fürst Schuiski / Bojar Chruschtschow: AJ Glueckert
Pimen: Andreas Bauer Kanabas
Grigori Otrepjew: Dmitry Golovnin
Marina Mnischek: Sofija Petrović
Rangoni: Thomas Faulkner
Warlaam: Inho Jeong
Missail: Peter Marsh
Schankwirtin: Claudia Mahnke
Gottesnarr / Leibbojar: Michael McCown

Mehr Fotos in den „Infos des Tages“

Buenos Aires7 „SALOME“ : Norbert Ernst zeichnete einen Herodes voller Abscheu und Pathos, ebenso grotesk wie tragisch

Norbert Ernst ist nach seinem Engagement an der Wiener Staatsoper nun wieder vermehrt international tätig.. Am 28.11. folgt schon die nächste Premiere als Herodes an der Oper in Wroclaw

 

https://www.clarin.com/espectaculos/salome-colon-fascismo-poder-corrupcion-deseo-puesta-excelsa_0_nksT0ReFx1.html

Norbert Ernst gibt Herodes als smarten Gentleman in der Palastgesellschaft, der seine dunkle Seite im Tanz der Schleier zeigt.

https://www.opera-online.com/de/columns/helmutpitsch/kindesmissbrauch-im-grellen-rampenlicht-neuinszenierung-salome-am-teatro-colon

Die Vorstellung am 04.11. wird live im kostenlosen stream gezeigt:

 

https://www.youtube.com/watch?v=tVKr53JRU9o

 

„PASTA DIVA“ — The Glory of Belcanto“ am Montag, 1. Dezember 2025, um 18:30h im Bösendorfer-Salon (Musikverein, Eingang Canovagasse 4). 

Univ. Prof. Dr. Peter Reichl und Marena Balinova  am Grab von Giuditta Pasta in Blevio am Comer See.

Passend zum Bellini-Symposium an der Staatsoper (31.10. -bis 2.11-) hier noch eine herzliche Einladung zu „PASTA DIVA – The Glory of Belcanto“ am Montag, 1. Dezember 2025, um 18:30h im Bösendorfer-Salon (Musikverein, Eingang Canovagasse 4). Dieser ganz besondere Opernabend ist der Sängerin Giuditta Pasta gewidmet, einem der Superstars des Belcanto, die seinerzeit so berühmt war, dass sich die Komponisten darum rissen, für sie Opern schreiben zu dürfen. Nicht zuletzt war sie eng mit Bellini befreundet, der ihr bei der Uraufführung seiner Meisterwerke „Norma“,  „La Sonnambula“ und „Beatrice di Tenda“ jeweils die Titelrolle anvertraute. Während die Sopranistin Marena Balinova die wichtigsten Arien aus dem Repertoire der Pasta erklingen lässt, begibt sich Peter Reichl am Flügel auf die Spuren dieser Diva und berichtet anhand von Originaldokumenten über Triumphe, Tragödien und Skandale eines einzigartigen Künstlerlebens.

Nähere Infos hier: https://www.boesendorfer.com/de/wien/konzerte-und-veranstaltungen/salonkonzert-pasta.

Der Eintritt ist frei (Spenden erbeten), Zählkarten bitte unter

https://www.eventbrite.at/e/bosendorfer-salonkonzert-marena-balinova-und-peter-reichl-tickets-1932660031179  Bitte reservieren

Nachruf
Wiesbadener Kammersänger Eike Wilm Schulte gestorben (Bezahlartikel)
wiesbadener.kurier.de.kammersänger

TTT: Künstliche Intelligenz (KI) – Fluch oder Segen im Theater und Rest der Welten! Teil 1

 Einstimmung, was sind Algorithmen usw..? Zentrale Charaktere, Archetypen?

 

KI mit individualisierten Funktionen für Politik, Wirtschaft, Medizin, Wissenschaft, breiter Öffentlichkeit, Kunst usw. als Fluch oder Segen zu befragen, scheint zunächst unergiebig. Potenzial ist unübersehbar, Forschung steht erst am Anfang.

 Diese Inhalte haben keine natürlich gewachsene vitale Lebenskraft (Flora / Fauna), sondern sind künstliches Menschenwerk, wie alle Innovationen in über 100 Jahren industrieller Revolutionen, Wegbereiter weltändernder neuer Kosmen, weitergehend als alles Bisherige.

 KI ist auf menschliche Impulse und Bewertungen angewiesen, basiert auf Mustererkennung und Datenverarbeitung, während menschliche Kreativität durch Emotionen, Erfahrungen und kulturellen Kontext geprägt ist.

 Neben natürlicher kognitiver oder emotionaler Intelligenz, entsteht eine weniger komplexe synthetische Intelligenz, der wesentliche humane Eigenschaften fehlen, die daher rein analytisch gem. Algorithmen – Fütterung eigenständige Schlussfolgerungen aus Daten schafft, während humane Intelligenz mit dem Mantel des Lebens, der Kreativität eine tiefgreifende Verbindung zwischen kreativem Handeln, Gestaltung sinnvollen, erfüllten Lebens spiegelt.

 KI fehlen grundlegende menschliche Eigenschaften, Fähigkeit echter Intelligenz, menschliche Interaktion einschränkend: Bewusstsein, emotionales Verständnis, kreative Intuition, moralisches Urteilsvermögen. Somit besteht keine subjektive existenzielle Erfahrung, keine echte Emotion. Komplexe soziale Interaktionen, kreative Problemlösung und ethische Entscheidungen sind bisher einer KI nicht gegeben…

Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/ttt-kuenstliche-intelligenz-ki-fluch-oder-segen-im-theater-und-rest-der-welten-teil-1/

KRIMI-AUTORIN: Mina Albich: Neues aus meiner Werkstatt. Minas Mord und Musenküsse

Mina Albich

Liebe Krimifans,

Heute startet bei LovelyBooks der Aufruf zur Leserunde (einfach auf den Link klicken), bei dem es zum einen ein Exemplar von „Wienerberg“ zu gewinnen gibt. (Deadline: 6.11.) Das Besondere an diesen Leserunden ist aber nicht nur die Möglichkeit für ein Gratisexemplar, sondern ab ca. Mitte November stelle ich mich auf der Plattform den Fragen der Leser – und da kann man auch mit dem eigenen Exemplar teilnehmen! Voraussetzung: Ein Konto bei LovelyBooks – das natürlich nix kostet.

Die Lesungen in Gloggnitz (kulinarische Lesung im Stadtsaal, „Nussdorfer Wehr“) als auch in der Kriminacht im Cafe daskardinal waren ein voller Erfolg – ein phantastisches Publikum, tolle Stimmung und jede Menge gute Gespräche. Ein herzliches Danke an alle, die dabei waren! 💛

Mehr darüber in den“Infos des Tages“ 

WIEN / Burgtheater / Zweites Pausenfoyer:  250 JAHRE BURG
Ein Gastspiel des Theatermuseums
vom 4.November 2025 bis 30. Juni 2026
Spaziergang durch ein Viertel-Jahrtausend

Foto: KMH

Das Theatermuseum selbst ist geschlossen, im Palais Lobkowitz wird heftig renoviert, die Räumlichkeiten der hoch geschätzten Buchhandlung Wolfrum, die ausgezogen ist (man wird sie mit ihrem Angebot von Kunstkatalogen aus aller Welt sehr vermissen), werden ins Haus einbezogen und neugestaltet. Die Baustelle ist unbespielbar, aber das Theater kennt ja auch Auswärtsgastspiele. Und wenn sich das Burgtheater als Thema und Raum anbietet, dann wird die Gelegenheit benützt. Zwar ein bisschen zu früh – das 250-Jahr-Jubiläum jährt sich erst 2026, aber das macht nichts. Die Ausstellung umfasst das ganze zweite Pausenfoyer des Hauses und ist für Theaterbesucher kostenlos zu besichtigen.

Zuerst ging es um „Deutsch“    Die deutsche Sprache war im 18. Jahrhundert vor allem beim „Volk“ verbreitet, Hof und Adel pflegten das Französische, die Oper war vordringlich Italienisch, und auch gastierende Truppen spielten selten auf Deutsch. Nur der Hanswurst ließ seine Hose zu schlimmem Salzburger Dialekt herunter. Und weil Kaiser Joseph II. in vielen Dingen Ordnung schaffen wollte, hat er das Ballhaus am Michaalerplatz 1776 zum „Teutschen Nationaltheater“ erhoben. Das Haus selbst, von  alten Stichen bekannt, nannte sich nun „Theater nächst der Burg“. Was ja damals, quasi als Teil der Hofburg, noch stimmte…

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Die Schau ist eine Kooperation des Theatermuseums mit dem Burgtheater und kann vom 4. November 2025 bis zum 30. Juni 2026 im 2. Pausenfoyer des Burgtheaters mit einem gültigen Aufführungsticket ab 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn und in den Pausen besichtigt werden. Zusätzliche Führungen während des Tages können gebucht werden und  gewähren vertiefende Einblicke hinter dieKulissen der 250-jährigen Geschichte der Burg

Salzburg
Die Salzburger Festspiele und das Schauspiel – früher war mehr Erregung (Bezahlartikel)
An jenem Tag, an dem die Position des Schauspielchefs ausgeschrieben wurde, attackierte die Ex-Chefin den Intendanten. Aber was hat sie eigentlich künstlerisch geleistet? Eine Anfrage an das (fiktive) Kulturamt.
Kurier.at.festspiele

Wien/ Volkstheater
Am Volkstheater soll jetzt sogar Schnitzlers „Traumnovelle“ eine Komödie sein
Erotik, das Unbewusste, der Ausbruch aus bürgerlicher Konvention? Davon bleibt in Johanna Wehners inkonsequenter Inszenierung wenig übrig. Die weit hergeholte Komik ist hier aber noch gar nicht das Schlimmste.
DiePresse.com.komoedie

Ausstellungen/Kunst

Wien/Kunsthistorisches Museum: Überraschung! Nackt und betrunken: Brisante Enthüllung um Skandal-Kunstwerk
Nackt und betrunken: „Triumph des Bacchus“ gilt als eines der provokantesten Barock-Gemälde. Jahrhunderte später, finden Experten heraus, wer wirklich hinter dem damals skandalösen Kunstwerk steckt! Die Person hat sich nämlich selbst gemalt. Große Überraschung vorprogrammiert …Bis 22. Februar zeigt das Kunsthistorische Museum Wien die wiederentdeckte Barock-Künstlerin Michaelina Wautier – und stellt damit ein spektakuläres Werk ins Zentrum, das lange Männern zugeschrieben wurde.
oe24.at

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

IsDie Revolutionen der Mode zeigen: Im guten Geschmack lauert immer auch sein Gegenteil: Er ist nicht fassbar und nährt sich aus unterschiedlichsten Quellen: Der Historiker Ulrich Raulff hat eine Kulturgeschichte des Geschmacks geschrieben.
Jetzt lesen
 1933 verlässt Thomas Mann Deutschland und verbringt die ersten Monate des Exils an der Côte d’Azur. Florian Illies ist dabei und berichtet live. Im Sommer 1933 findet sich eine illustre Schar exilierter deutscher Schriftsteller in Sanary-sur-Mer. Florian Illies erzählt in seinem neuen Buch hautnah von diesem gespenstisch schönen Sommer.
Jetzt lesen
 «Ich muss also der Islamischen Republik danken»: Der iranische Regisseur Jafar Panahi liess sich im Gefängnis zu seinem neuen Film inspirieren: Eine Begegnung mit dem Filmemacher, der in «It Was Just an Accident» einstige Gefangene auf ihren Peiniger treffen lässt.
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Am Ende seines Lebens entpuppte sich Rilke als Bewunderer Mussolinis und der Diktatoren
In Briefen aus den 1920er Jahren plädierte der Dichter für den Gehorsam gegenüber einem autoritären Diktat, wie er es in Italien unter dem Duce heraufziehen sah.
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Er galt als «der schönste Junge der Welt»: Der Schauspieler Björn Andrésen ist gestorben: Als Tadzio in Luchino Viscontis «Death in Venice» wurde Björn Andrésen weltberühmt. Später sagte er, der Film habe sein Leben zerstört. Nun ist Andrésen siebzigjährig gestorben.
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Kunstwerke im Wert von mehr als 500 000 Franken weggeworfen: Christian Herdeg zählt zu den bedeutenderen Lichtkünstlern. Zwei staatsnahe Betriebe in Zürich haben Arbeiten von ihm entsorgt, die sie zuvor teuer gekauft hatten. Nun wehrt er sich.
Jetzt lesen
Endlich werden auch die Kühe wieder glücklich: kein Leistungsdruck mehr im «Euterbereich».: Sibylle Berg träumt von der RevolutionIn ihrem Roman «La Bella Vita» zeichnet die Zürcher Autorin, was der Titel verheisst: Nach dem grossen Umbruch beginnt das schöne neue Leben.
Jetzt lesen
Politischer lslam im Kaufrausch: Eine Erdogan-nahe Stiftung erwirbt in der Schweiz eine Immobilie nach der anderen, in Zürich plant sie einen millionenschweren Neubau. Wie weit reicht der Einfluss der Türkei?
Zum Bericht
Rechte Frauen debattieren über den Feminismus: Sie treten in Podcasts auf und bewirtschaften Tiktok-Kanäle. Junge rechte Frauen sprechen plötzlich über Frauenrechte. Sie wollen so junge Frauen für die SVP gewinnen. Kann das funktionieren?
Zum Bericht
Der geplatzte chinesische Traum: Der Minen-Firma von Michael Wurmser springen die letzten Geldgeber ab.
Zum Bericht
Hollywood in die Schweiz: Marc Forster, der 55-jährige Schweizer Filmemacher, fordert im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag», dass die Schweiz Filmproduktionen mit Steuererleichterungen ins Land lockt.
Zum Bericht

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Politik: Trump sagt wieder Nein zu Tomahawk-Raketen für die Ukraine
Rund um ein Treffen mit Selenskij im Weißen Haus hatte Trump eine Lieferung der Langstrecken-Marschflugkörper zumindest nicht ganz ausgeschlossen. US-Präsident Donald Trump macht einen Rückzieher und will der Ukraine nun doch keine Langstrecken-Marschflugkörper des Typs Tomahawk liefern. Auf eine entsprechende Frage eines Reporters an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One antwortete Trump am Sonntag: „Nein, nicht wirklich.“ Die Ukraine will dringend ihre Kapazitäten in den Bereichen Luftabwehr und -angriffe im Kampf gegen Russland stärken.
Kurier.at.Trump

Tennis-Sport: Nach Turniersieg in Paris: Sinner ist wieder die Nummer 1 der Welt
Der Italiener Jannik Sinner verdrängt den Spanier Carlos Alcaraz wieder von der Spitze der ATP-Weltrangliste. Nach seiner Final-Niederlage bei den US-Open hatte Jannik Sinner die Führung in der ATP-Weltrangliste an  Carlos Alcaraz abtreten müssen. Nun stieß der Italiener seinen spanischen Dauer-Rivalen wieder vom Thron. Nach seinem 6:4, 7:6-Finalerfolg gegen den Kanadier Felix Auger-Aliassime beim Masters 1000-Turnier in Paris ist Jannik Sinner wieder die Nummer 1 der Welt.
Kurier.at.sinner

Jiujiang
Schade! Tagger verliert ihr erstes WTA-Finale. Blinkowa zu stark
Lilli Tagger hat am Sonntag ihr erstes Finale auf der WTA-Tour verloren. Die erst 17-jährige Osttirolerin musste sich im Endspiel des WTA250-Turniers im chinesischen Jiujiang der Russin Anna Blinkowa nach 100 Minuten 3:6, 3:6 beugen. Die Russin war ganz einfach zu stark. Tagger hatte auf dem Weg ins Finale u.a. Siege über die Top-100-Spielerinnen Elisabetta Cocciaretto (89.) und Viktorija Golubic (53.) gefeiert. Sie ist neben der US-Amerikanerin Iva Jovic, die auf Rang 35 liegt, die einzige U18-Spielerin in den Top 160.
https://www.krone.at/3945253

Dieses Tennismatch habe ich im TV gesehen, es zeigte eine ganz starke Leistung der jungen Österreicherin. Allerdings sollte man man schon die Relation herstellen: Tagger ist nun auf Rang 155 der Tennis-Weltrangliste, die Gewinnerin Anna Blinkowa aktuell die Nummer 95. Allzu stark war das Turnier also nicht besetzt (im Vergleich zur Vormeldung um Sinner & Co.). Mich hat die Russin fasziniert, die retournierte wie eine Gummiwand, alle Bälle kamen wieder zurück, was irr lange Ballwechsel hervorrief. Und irgendwann machte dann Tagger die entscheidenden Fehler! Der Russin kam während des gesamten Spiels kein Lächeln über die Lippen, sie wirkte voll konzentriert. Ich denke, dass wir von beiden Spielerinnen noch viel hören werden!

Somit wünsche ich einen schönen Tag

A.C. 

 

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