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Die internationale Kulturplattform

29. AUGUST 2025 – Freitag

29.08.2025 | Tageskommentar

 

 

Notiere das Datum: Österreichischer Musiktheaterpreis – Verleihung am 17. September 2025

Die Jury

Jury 2025
Folgende Persönlichkeiten haben ehrenamtlich die Jurytätigkeit übernommen:

  Heinz Sichrovsky News, ORF | Vorsitz
Joachim Leitner Tiroler Tageszeitung | Vorsitz
Miriam Damev Standard, Falter
Boris Priebe Verlag Felix Bloch Erben Berlin
Stefan Musil Kronen Zeitung
Jörn Florian Fuchs Deutschlandradio, Salzburger Nachrichten
 Daniel Lohninger NÖN
Michael Wruss OÖ Nachrichten
Susanne Zobl Kurier
Walter Weidringer Die Presse

Österreichischer Musiktheaterpreis zeichnet Klangforum Wien mit Sonderpreis „Orchester“ aus 
Das Klangforum Wien erfindet mit jedem Projekt Musiktheater neu. Für seine künstlerische Radikalität und internationale Strahlkraft erhält das Ensemble bei der Gala des Österreichischen Musiktheaterpreises 2025 in Kooperation mit Johann Strauss 2025 Wien den Sonderpreis „Orchester“.

 Wenn am 17. September 2025 die glanzvolle Gala des Österreichischen Musiktheaterpreises in Kooperation mit Johann Strauss 2025 Wien über die Bühne geht, steht neben 15 regulären Jurypreisen auch wieder die Verleihung von sieben Sonderpreisen im Mittelpunkt – darunter die begehrte Auszeichnung in der Kategorie „Orchester“.

Nachdem im vergangenen Jahr das ORF Radio-Symphonieorchester Wien prämiert wurde, geht der Preis heuer an das Klangforum Wien. Das international gefeierte Ensemble gilt als treibende Kraft der zeitgenössischen Musik und prägt seit fast vier Jahrzehnten die Verbindung von Musiktheater und Avantgarde auf unverwechselbare Weise.

„Die Verleihung des Sonderpreises ‚Orchester‘ an das Klangforum Wien ist eine Auszeichnung für künstlerische Exzellenz, Innovationsgeist und die unermüdliche Arbeit an der Schnittstelle von Musik, Theater und Gegenwartskunst. Nicht nur prägt das Ensemble seit Jahrzehnten die österreichische Kulturlandschaft, sondern genießt zudem international höchstes Renommee – und das mehr als zu Recht!“, betont Präsident Karl-Michael Ebner.

OPER darf ein Event sein!
Ich frage mich allen Ernstes, wieso darf eine Oper kein Event sein? Wieso darf man keinen Spaß haben, wenn man Oper hört und erlebt? Ist diese „Kunstform“ nur für einen kleinen Kreis Interessierter gedacht, der sie auch versteht und der die Höhen und Tiefen der Sänger beurteilen kann? Anfang des Jahres erlebte ich in der Staatsoper Unter den Linden das erste Mal in meinem Leben den Rosenkavalier. Ich hatte mich vorbereitet, hatte die Handlung inhaliert, die Alltagskleidung abgelegt und im Foyer an der Theaterbrezel geknabbert. Was dann folgte war ein großartiger Opernabend mit entzückender Musik, wunderschönen Kostümen und Kulissen.
Von den Sängerinnen kannte ich nur Diana Damrau. Sie hatte vor einiger Zeit eine CD mit Operettenliedern veröffentlicht, die mir gut gefiel. Aber es war mir völlig egal, wer dort vorne sang. Was zählte war das Gesamtpaket: Ein Opernspektakel, ein Event, dass mich gut gelaunt in den nächsten Tag geleitete.
 von Ralf Krüger
Klassik-begeistert.de

Innsbruck
Festwochen Alter Musik in Innsbruck: Traetta-Oper „Ifigenia in Tauride“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,28 Minuten
Deutschlandfunk.de.audio

Salzburg
Widersprüchlicher Abend mit Currentzis
Peter Sellars halbszenische Aufführung von Rameaus „Castor et Pollux“ in Salzburg hat visuell enttäuscht und musikalisch nicht durchgehend überzeugt. Teodor Currentzis dirigierte, doch die Spannung blieb vielfach auf der Strecke.
BR-Klassik.de

Teodor Currentzis triumphiert mit „Castor et Pollux“ bei den Salzburger Festspielen (Bezahlartikel)
Sänger- und Orchesterbesetzung der Rameau-Oper wurden aus Paris übernommen. In der Felsenreitschule entsteht daraus ein mehr als nur konzertanter Abend, der bei der Premiere am Mittwoch stürmisch bejubelt wurde.
SalzburgerNachrichten.at

Salzburg: Currentzis greift bei Rameau nach den Sternen (Bezahlartikel)
In „Castor et Pollux“ beweist der politisch umstrittene Dirigent Teodor Currentzis erneut seine Affinität zur Musik von Jean-Philippe Rameau. Jeanine De Bique führt eine hervorragende Besetzung an, die Peter Sellars halbszenisch im Hier und Heute agieren lässt: stürmischer Jubel.
https://www.diepresse.com/20037959/salzburg-currentzis-greift-bei-rameau-nach-den-sternen

Runter vom hohen Ross
Festspiele / Castor et Pollux.Gerungen wird um Frieden, der nur erreicht werden kann, wenn Götter, Könige und Menschen von ihrem hohen Ross herunter steigen. Castor et Pollux unter Teodor Currentzis – „nur“ halbszenisch eingerichtet von Peter Sellars – ist der Opernhöhepunkt der Salzburger Festspiele 2025. Kernthema ist die Selbstlosigkeit zweier Brüder.
DrehpunktKultur.at

Currentzis-Oper als Mahnung gegen Krieg
Seit Russlands Überfall auf die Ukraine polarisiert der russisch-griechische Dirigent Teodor Currentzis. Die Salzburger Festspiele boten ihm stets eine künstlerische Heimat. Mit der selten gezeigten Oper „Castor et Pollux“ setzt er nun in der Felsenreitschule ein Zeichen gegen den Krieg.
https://salzburg.orf.at/stories/3319287/

 

Wiener Volksoper: Vor der Premiee „Die Zauberflöte“

 

 Die Zauberflöte
Eine große Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere am 14. September 2025

Seit 1906 in neun verschiedenen Inszenierungen an der Volksoper gezeigt, lädt Die Zauberflöte immer wieder zu neuen Deutungen ein. In der Regie von Volksoperndirektorin Lotte de Beer entfaltet sich Mozarts und Schikaneders berühmte Oper am 14. September 2025 nun als fantasievolle Reise durch die Gedankenwelt eines jungen Menschen – eine ebenso poetische wie kraftvolle Neuinterpretation. Die musikalische Leitung liegt dabei in den Händen von Tobias Wögerer. In den Hauptrollen zu erleben sind: Stefan Cerny als Sarastro, Anna Simińska als Königin der Nacht, David Kerber als Tamino und Rebecca Nelsen als Pamina. Daniel Schmutzhard und Jaye Simmons verkörpern Papageno und Papagena.

Lotte de Beer beim Konzeptionsgespräch. Foto: Barbara Palffy

EIN ZAUBERHAFTES MÄRCHEN ZWISCHEN FANTASIE & WIRKLICHKEIT

Die Geschichte beginnt ganz einfach: Ein junger Prinz wird von einer Königin ausgeschickt, deren Tochter, eine wunderschöne Prinzessin, aus den Fängen eines bösartigen Herrschers zu retten. An der Seite des Prinzen: ein seltsamer Vogelfänger, und rundherum wilde Tiere, zu bestehende Prüfungen, Feuer- und Wasserproben. Doch es wären nicht Schikaneder und Mozart, würde nicht bald deutlich, dass die Geschichte ganz so simpel nicht ist. Denn Gut und Böse sind bald nicht mehr einfach voneinander zu trennen. Und die Bande zwischen Eltern und Kindern komplizierter, als es zunächst den Anschein hat. 

Die Geschichte der Zauberflöte  wurde vielfach gedeutet und interpretiert. Doch einer der Gründe, warum sie bis heute fasziniert, sind ihre Charaktere, die so vielfältig, schillernd und kompliziert gezeigt werden, wie echte Menschen eben sind. In Lotte de Beers Inszenierung bleibt die Oper ein schönes, zauberhaftes Märchen. Doch gleichzeitig sucht sie für diese Geschichte einen emotionalen Anker. Jemanden, der das Publikum mit hinein nimmt in die Erzählung. „Animierte Videos werden uns einen Weg in diese Welt eröffnen.“ Aus Imagination entstehen in der mit Spannung erwarteten Neuproduktion märchenhafte, eindrucksvolle, beunruhigende, faszinierende Räume, in denen Mozarts und Schikaneders Fabel in all ihrer Vielschichtigkeit erzählt wird.

Für Dirigent Tobias Wögerer „lebt Die Zauberflöte von ihren starken Kontrasten – ein Merkmal vieler Bühnenwerke Mozarts, das er hier in eine neue Dimension führt. Er stellt einfache, fast volkstümliche Strophenlieder dramatischen, tiefgründigen Arien gegenüber und verbindet Elemente der opera seria mit jenen des Singspiels.“ Doch was dieses Werk für Wögerer besonders auszeichnet, ist dass die Musik die eigentliche Hauptfigur der Oper ist. „Sie ist nicht nur Begleiterin, sondern Motor der Handlung. Nur mit ihrer Hilfe bestehen Tamino, Pamina und Papageno ihre Prüfungen – sie gibt Orientierung, Hoffnung und Kraft. Eine Botschaft, die aktueller kaum sein könnte: Musik hilft uns, auch durch die dunkelsten Zeiten hindurchzugehen.“

Mehr daüber in den „Infos des Tages“

Staatstheater Wiesbaden: Wiederaufnahme „Turandot“ von Giacomo Puccini am 31.August
Beliebte „Turandot“-Inszenierung von Regisseurin Daniela Kerck kehrt mit Annemarie Kremer und Kyungho Kim in den Hauptrollen zurück

Am 31. August 2025 um 18.00 Uhr kehrt die von Publikum und Presse gefeierte Inszenierung von Puccinis „Turandot“ zurück auf die Bühne im Großen Haus. Das Team aus Regisseurin und Bühnenbildnerin Daniela Kerck, der Kostümbildnerin Andrea Schmidt-
Futterer und der Videokünstlerin Astrid Steiner begeisterte vor „Turandot“ bereits mit den Produktionen „Babylon“, „Rusalka“ und „Oryx and Crake“ das Wiesbadener Publikum.

Mit Annemarie Kremer und Kyungho Kim sind in der Wiederaufnahme zwei hochkarätige Künstler in den Hauptrollen zu hören, die damit ihr Debüt am Staatstheater Wiesbaden geben. Annemarie Kremer gilt als herausragende Puccini-Interpretin und steht als Turandotmit einer ihrer Paraderollen auf der Wiesbadener Bühne. Mit dem südkoreanischen Tenor Kyungho Kim als Calaf konnte ein weiterer Sänger mit ausgewiesener Puccini-Erfahrung fürdie Wiederaufnahme gewonnen werden. Ensemblemitglied Galina Benevich feiert als Liù ihr Rollendebüt. Young Doo Park, der bereits bei der Premiere 2023/2024 als Timur besetzt war, wird auch in dieser Spielzeit wieder in dieser Rolle zu hören sein. Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme liegt bei Marco Alibrando, der jüngst Opernvorstellungen an renommierten Häusern in ganz Europa wie dem Teatro alla Scala di Milano, der Dutch National Opera oder der Deutschen Oper am Rhein leitete. Sein breitgefächertes Repertoire reicht von Bach bis Bernstein, wobei seine Vorliebe dem
Repertoire des frühen 20. Jahrhunderts gilt. Auch Marco Alibrando ist zum ersten Mal am Staatstheater Wiesbaden zu erleben.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Der traditionsreiche Concours de Genève eröffnet seine 79. Ausgabe des Viola-Wettbewerbs: Die erste Runde findet als Online-Rezital vom 8. bis 14. September 2025 statt und ist weltweit frei zugänglich.

Alle Informationen finden Sie hier in der Pressemitteilung.

36 Bratschistinnen und Bratschisten präsentieren in eigens produzierten Rezitalvideos ein spannendes Programm:

  • einen Abschnitt aus J. N. Hummels Sonate op. 5/3,
  • ein oder zwei Solowerke zeitgenössischer Komponisten wie Arad, Berio, Ligeti oder Holliger (mindestens acht Minuten),
  • sowie ein romantisches Werk aus einer kuratierten Auswahl (u. a. Sitt, Fuchs, Clara oder Robert Schumann).

Die Videos werden auf dem YouTube-Kanal des Wettbewerbs, sowie auf amadeus.tv und theviolinchannel.com ausgestrahlt. Die Reihenfolge der Auftritte, die per Losentscheid festgelegt wurde, bleibt auch für das Halbfinale maßgeblich.

Am 16. September werden die Halbfinalistinnen bekanntgegeben. Halbfinale und Finale folgen vom 6. bis 12. November 2025 in Genf – live übertragen u. a. auf medici.tvMEZZO und RTS Espace 2. Die drei Finalistinnen treten mit dem Orchestre de la Suisse Romande auf und interpretieren neben dem Pflichtstück Nouvel Élan von L. Albisetti ein Konzert eigener Wahl.

Mehr darüber in en „Infos des Tages“

Bremen/ Konzerthaus „Die Glocke“
Mozarts „Zauberflöte“ überzeugt mit packender Darbietung
Sie ist geradezu verwirrend vielschichtig, changiert zwischen ausgelassen Komödiantischem und zutiefst ernsten, tragischen Partien. Liebe und Hass in heftiger Ausprägung, dazu ein erbitterter Kampf zwischen Gut und Böse finden sich ebenso wie tiefsinnige Lebensweisheiten in diesem genialen Werk.
Kurz gesagt: Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, zweifellos ein grandioses Meisterwerk, lässt sich schwerlich einem spezifischen Operngenre zuordnen. Und dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – ist sie das wohl beliebteste, mutmaßlich am häufigsten aufgeführte Bühnenwerk Mozarts.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

Wiesbaden
Thomas Quasthoff im Kurhaus Wiesbaden – Dieser besondere Schmelz
„Und mein Name ist Frank Sinatra“: Thomas Quasthoff im Kurhaus Wiesbaden, wo er zudem eine Auszeichnung erhielt.
FrankfurterRundschau.de

Luzern
Straffe Zügel: Mirga Gražinytė-Tyla dirigiert am Lucerne Festival
bachtrack.com.de

Verona
Als Statist in „Carmen“
Große Oper in Verona – und ich war mittendrin Mit der jungen Veronica Ferres habe ich im Badezuber gesessen, in einer Bolschoi-Produktion mit echten KGB-Agenten gespielt. Denn bevor ich Musikkritiker wurde, habe ich als Statist in der Oper gejobbt. Jetzt bin ich ein letztes Mal auf die Bühne zurückgekehrt.
DieWelt.de.Kultur

Feuilleton
Pianist Alexander Lonquich: Elegant wie Michelangelos David
Sein Beethoven sucht die Ekstase, sein Schubert den Tiefsinn im Detail, aber er spielt auch Rihm und Holliger packend: Alexander Lonquich ist einer der großen Pianisten unserer Zeit und bleibt doch oft im Verborgenen. Ein Porträt.
FrankfurterAllgemeine.net

Jubiläum
Gustav Kuhn zum 80. Geburtstag

https://www.tiroler-festspiele.at/news/2025-08-28/gustav-kuhn-zum-80-geburtstag

CD-Neuerscheinung bei SONY: „DOPPELGÄNGER“ – Jonas Kaufmann/ Helmut Deutsch

Die CD erscheint am 5.9.2025, ist aber ab heute vorbestellbar

Robert Schumanns „Dichterliebe“ und Kerner-Lieder auf CD sowie eine spektakuläre Inszenierung von Franz Schuberts „Schwanengesang“ auf DVD – mit seinem Album präsentiert Jonas Kaufmann zentrale Werke des deutschen Lied-Repertoires, gemeinsam mit seinem Partner am Klavier, Helmut Deutsch.
Ab 5. September im Handel!

 

WIEN / Altes Rathaus Mauer;
LIEBESGESCHICHTEN UND HEIRATSSACHEN von Johann Nestroy
Eine Produktion des Theatersommers Parndorf 2025
Premiere in Mauer: 28. August 2025

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Foto: Theatersommer Parndorf 

Nestroy vom Blatt 

Johann Nestroy hat vier brillante Stücke von Ewigkeitswert geschrieben, den „Talisman“, den „Zerrissenen“, „Lumpazi“ und den „Jux“. Und daneben sehr viele sehr gute. „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ ist eines davon und wird entsprechend oft gespielt.

Der Theatersommer Parndorf, seit Jahren in den Händen von Christian Spatzek, zählt zu den festen Bestandteilen des burgenländischen Kultursommers. Und alle Jahre macht man am Ende der Saison einen Abstecher nach Wien – wenn auch in die äußersten Außenbezirke. „Liebesgeschichten und Heiratssachen“ gastierte (brechend voll) im Hof des Alten Rathauses von Mauer und zeigte Nestroy pur.

Das muss man sich heutzutage trauen –  Nestroy in historischen Biedermeier-Gewändern, in einem schlichten, schnell zu verwandelnden Pawlatschen-Bühnenbild, ohne die geringste „zusätzliche“ Idee, außer der klugen Behandlung der Musik. Keine Couplets, die immer ein retardierendes Moment sind, höchste Brillanz erfordern und die Nestroy-Macher stets in Verzweiflung stürzen, weil sie die vorhandene Musik der Nestroy-Zeit nicht verwenden wollen, jede neue Komposition sich allerdings meist als verheerend erwiesen hat. Hier sitzt Frizz Fischer im Bühnenhintergrund am Klavier, begleitet die Umbauten, singt gelegentlich auch ein Couplet, ohne es besonders in den Vordergrund zu rücken. Eine Lösung, die nicht nur ökonomisch, sondern für Freilicht auch ideal ist.

Von der Grundhandlung her bieten die „Liebesgeschichten“ das Übliche: Drei junge Männer, dazu zwei junge Mädchen und, wie man früher so unbeschwert gesagt hätte, eine alte Schachtel. Da geht es um echte Liebe und um berechnende, denn bei Nestroy, der so viel vom Leben verstand, spielt das Geld natürlich auch eine große Rolle.
Aber nicht, wie man sich hier mit den üblichen Verwechslungen zu einem Zwei-Drittel-Happyend zubewegt, ist an diesem Stück interessant. Nestroy, der – das kann man sagen – hier fast alle Figuren persönlichkeitsstark ziseliert (da haben sogar die jungen Mädchen Charakter und sind nicht nur Dekoration), hat hier drei Meisterfiguren geschaffen: Florian Fett, ein reich gewordener Fleischhauer, der sich als feiner Herr geben möchte und vom Prestige-Wettbewerb getrieben wird. Der Marchese Vincelli, der von Geburt an ein feiner Herr ist, dies aber in Adelsstolz total überzieht. Und Lucia Distel, alt, aber sehr reich, die sich der Illusion hingeben möchte, ihrer Schönheit und Anmut wegen geliebt zu werden und nicht wegen ihres Geldes… Jede dieser Figuren, so schonungslos Nestroy sie auch ausstellt, wird auch von einem Quentchen von lächerlicher Tragik umweht…

Zum Bericht von Renate Wagner

Aktuelles aus Neue Zürcher Zeitung“ 

Es ist höchste Zeit für Sanktionen gegen Iran: In Kürze müssen Deutschland, Frankreich und Grossbritannien eine wichtige Entscheidung treffen: Reaktivieren sie die Uno-Sanktionen gegen Teheran oder nicht? Ein weiteres Zögern wäre falsch, denn von Irans Atomprogramm geht weiterhin Gefahr aus.
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 Trumps neuer «Sheriff in Town»: Die Fox-News-Ikone Jeanine Pirro macht in Washington Jagd auf Kriminelle: Fast zwanzig Jahre lang kommentierte «Judge Jeanine» auf dem konservativen Sender Fox News die Justiz, dann holte Trump sie als Strafverfolgerin nach Washington. Die New Yorkerin packt zu.
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Robert F. Kennedy säubert das Gesundheitsministerium – und entlässt die CDC-Chefin nach nur einem Monat: Susan Monarez hat einen Machtkampf gegen den Gesundheitsminister Robert F. Kennedy verloren, der sich auch um Impfstoffe drehte.
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Trump heisst Studenten aus China wieder willkommen – das ist im Interesse der USA: Pauschale Einreisebeschränkungen für Studenten aus bestimmten Ländern wären ebenso falsch wie eine naive Willkommenskultur. Universitäten müssen Bewerber gezielt prüfen, um sich vor Spionage und Technologiediebstahl zu schützen.
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Russland schottet sich in der Bildung immer mehr vom Ausland ab
Das International Baccalaureate öffnete Schülern in Russland das Tor zu ausländischen Universitäten. Nun wurde es verboten, weil es sich gegen die russischen Werte richte.
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Die neue Rechte setzt auf antisemitischen Schick: Rumänien hatte sich seiner Beteiligung am Holocaust gestellt – jetzt wächst der Revisionismus an: Unter der Herrschaft des faschistischen «Conducators» Ion Antonescu war auch Rumänien stark in den Holocaust verstrickt. Im Zuge der Annäherung an die EU kam es nach 1989 zu einer systematischen Aufarbeitung. Nun hebt der Antisemitismus erneut sein Haupt
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 In der norwegischen Königsfamilie gibt es nun ein schwarzes Schaf: Die norwegische Dynastie ist jung und auf das Wohlwollen des Volkes angewiesen. In absehbarer Zeit wird der greise König sterben. Keine gute Konstellation, den Skandal um den Vergewaltigungsprozess gegen Kronprinzessin Mette-Marits Sohn Marius Høiby aufzufangen
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Woody Allen sorgt mit der Teilnahme an einem russischen Filmfestival für Irritationen: Ein per Video geführtes Interview mit dem amerikanischen Regisseur im Rahmen der Internationalen Filmwoche Moskau ruft empörte Reaktionen der Ukraine hervor.
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Caroline Wahl: «Es sind interessanterweise viele Frauen, die mich doof finden»: Einst war sie Assistentin beim Diogenes-Verlag in Zürich, dann schrieb sie innerhalb von zwei Jahren zwei Bestseller. Nun erscheint mit «Die Assistentin» Wahls dritter Roman. Ein Gespräch über zerschlagene Hoffnungen und überraschende Feinde.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Österreich
Brauerei-Alarm um Pfand-Hammer: Dosenbier-Absatz sackt in den Keller
Der Absatz von Dosenbier ist in Österreich in der ersten Jahreshälfte 2025 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert zurückgegangen, geht aus Zahlen des Verbands der Brauereien Österreich hervor. Die Gesamtproduktion der heimischen Brauer ging im gleichen Zeitraum um fast sieben Prozent auf 390 Millionen Liter zurück. Der Absatz von alkoholfreiem Bier stieg hingegen um über 6 Prozent.
oe24.at

Österreich/ Fußball
Jubel bei den Fans: Der LASK zieht die rosa Trikots aus
Sponsor BWT bleibt den Linzern erhalten. Doch die unbeliebten Dressen sind bald Vergangenheit. Nach langwierigen Fanprotesten wird der LASK ab der kommenden Saison nicht mehr in rosafarbenen Ausweich-Trikots auflaufen. Das gaben der LASK-CEO Siegmund Gruber und Sponsor Andreas Weissenbacher am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. Weissenbachers Firma BWT, deren Hauptfarbe rosa ist, bleibt dem Fußball-Bundesligisten aber als Partner bis 2032 erhalten.
Kurier.at

Rosa ist eine Farbe wie jede andere.  Aber nicht unter Fußball-Fans .Die LASK-Fans haben gegen die rosafarbenen Trikots ihrer Kicker protestiert – und nun hat der Sponsor, dessen „Firmenfarbe“ Rosa ist, nachgegeben. 

Österreich/Fußball: Ticket gelöst
Ligaphase! SK Rapid bleibt auf europäischer Bühne
Der SK Rapid steht wie im Vorjahr in der Ligaphase der Fußball-Conference-League. Im entscheidenden Play-off-Match im ausverkauften Allianz Stadion gegen ETO Györ setzten sich die Wiener am Donnerstag nach einem 1:2 im Hinspiel mit 2:0 (1:0) durch. Matchwinner war Stürmer Claudy Mbuyi, dem im 335. Europacup-Spiel von Rapid ein Doppelpack (7./81.) gelang. Die Ligaphase bringt den Grün-Weißen allein über 3 Millionen Euro Startgeld.
https://www.krone.at/3879984

Die Conferece-League ist ein Trostbewerb, das sollten wir bei all dem grün-weissen Jubel nicht vergessen. Dennoch bringt sie Geld. Deshalb Gratulation an Rapid!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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