Aus für Salzburger Festspiel-Intendant Hinterhäuser: Ein unverdienter Abgang
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (3,04 Minuten)
deutschlandfunk.de.salzburgerfinale
Salzburger Festspiele: Paukenschlag: Nach Konflikt: Hinterhäuser verlässt Salzburger Festspiele sofort
Wie die „Krone“ erfahren hat, soll Hinterhäuser die Festspiele sofort verlassen. Das ist das Ergebnis von vertraulichen Gesprächen zwischen den Anwälten des Kuratoriums und des langjährigen Intendanten. Über die Hintergründe und die Details und die Höhe einer etwaigen Abfertigung ist zwischen den Konfliktparteien absolutes Stillschweigen vereinbart worden.
https://www.krone.at/4089854
Des Rätsels Lösung?
»Was grinst du mich so verächtlich an?«
Der Intendant der Salzburger Festspiele steht vor der Ablösung, weil er gegen eine »Wohlverhaltensklausel« verstoßen haben soll. Dem SPIEGEL liegen Aussagen vor, laut denen er Mitarbeiterinnen schikaniert habe. In der Lobby des Hamburger Hotels Vier Jahreszeiten sitzt Mitte März ein Mann in einem dunklen Jackett. Es hat kein Revers, sondern einen Stehkragen. Eine jener Jacken, mit denen man zeigt, dass man nicht ganz dazugehört zur Liga der Anzugträger. Eine Jacke, mit der man seine Individualität auf dezente Weise betont. Der Mann ist in sich zusammengesunken, als sich schräg hinter ihm eine Frau an den Hotelflügel setzt. Sie spielt »Memory«, den Hit aus dem Musical »Cats«. Barpianist, das wäre vielleicht auch noch etwas für ihn, meint der Mann trocken: »Das kann ich auch.« Wahrscheinlich braucht er tatsächlich bald einen neuen Job.‘
DerSpiegel.de
Beurlaubung: Salzburger Festspiele: Markus Hinterhäuser geht mit sofortiger Wirkung
Der Intendant sah sich einer monatelangen Debatte um seinen Führungsstil und Vertrauensverlust konfrontiert. Nun zieht er sich mit sofortiger Wirkung zurück
DerStandard.at.story.hinterhaeusergeht
Hinterhäuser „ab sofort beurlaubt“‘
Das kam nun wirklich unerwartet: Die Anwälte von Festspielkuratorium und Intendant Markus Hinterhäuser haben sich besprochen – und Hinterhäuser ist „ab sofort beurlaubt“.‘
DrehpunktKultur.at.beurlaubung
Herr Hinterhäuser scheint ein Choleriker zu sein – und hat sich bislang recht gut verstellt. Wenn man bedenkt, wie schmeichelfaserweich er seinerzeit seine Kandidatur betrieben hat und eigentlich unter starker Mithilfe der Presse Intendant wurde, so scheint er nun seinem Nervenkostüm zum Opfer gefallen zu sein. Sorgen braucht man sich um ihn aber auch nicht machen, es stehen voraussichtlich Millionen ins Haus. Erfahren werden wir das Trostpflaster nie, der Finanzminister wird schon etwas Steuerliches erfinden, um Herrn Hinterhäuser auszuzahlen.
Leserin W.B. zu Der Tiefstpunkt in Salzburg war dieser Pianist als Festivalmanager.. Wäre er bloß bei seinem Klavier geblieben, er hätte dieses traktieren können, ohne dass es sich hätte beschweren können. So hat er sich aber übernommen und die Festspiele seit Jahren (genauer: seit der Pensionierung seiner Aufpasserin) in sein privates Spielzimmer verwandelt, Warnungen vor einzelnen seiner Favoriten mit schnippischen Bemerkungen abgetan, Künstler unter Vertrag genommen und dann auf Festspielkosten gefeuert, usw. usw. Das Publikum kam trotzdem, weil es immer kommt, ganz egal was auf dem Spielplan steht; Salzburg gehört zum Sommer-Event-Muss wie der Aperol. Unzufriedenheit war allenthalben zu bemerken, aber man muss ja hin, die „Maiers“ und „Müllers“ sind ja auch da……
EIN Gutes hat der Knall aber: auch andere „Herrscher“ werden als solche entlarvt und müssen mit Konsequenzen rechnen. Vor wenigen Jahren konnte schlechtes Benehmen gegenüber Abhängigen noch weggebüget werden, damit ist es jetzt vorbei!. Zitat Ende
Neues aus der Bayerischen Staatsoper: Heute Start Onlineverkauf Münchner Opernfestspiele
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Copyright: Bayerische Staatsoper
die kommenden Wochen im Nationaltheater laden dazu ein, den Frühling auch kulturell zu genießen: An den Osterfeiertagen stehen zwei Klassiker auf dem Spielplan: Richard Wagners Parsifal und Giacomo Puccins Tosca. Zum 80. Geburtstag von Herbert Wernicke erinnert die Kostümbildnerin Eva-Mareike Uhlig in einer Würdigung an sein Schaffen. Diese Woche haben Sie noch einmal die Gelegenheit, seine Inszenierung von Richard Straussʼ Elektra zu erleben.
Auf Staatsoper.tv steht eine Aufzeichnung der Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni aus dem Jahr 2025 als Video-On-Demand zur Verfügung und Sie können neue Folgen der Reihe Hinter dem Vorhang entdecken.
Notieren Sie sich außerdem Freitag, den 27. März 2026, im Kalender und stimmen Sie sich schon jetzt auf Ihren Kultursommer ein: An diesem Tag gehen alle verbleibenden Karten für die Münchner Opernfestspiele in den Onlineverkauf.
Herzliche Grüße
Ihr Team der Bayerischen Staatsoper
Tiroler Landestheater Innsbruck: Premiere „Madama Butterfly“ am 28.3.2026
Musiktheater | Tragedia giapponese in drei Akten von Giacomo Puccini | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Copyright: Tiroler Landestheater
Liebe, Verrat und ein Zusammenprall der Kulturen: Mit Madama Butterfly schuf Giacomo Puccini eine der intensivsten Opern des Repertoires. Sie erzählt die herzzerreißende Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, die sich – entgegen allen Warnungen – an die Hoffnung auf die Rückkehr ihres amerikanischen Mannes Pinkerton klammert.
Doch das Werk beleuchtet nicht nur die tragische Liebesgeschichte, sondern auch das Unvermögen der Hauptfiguren, ihre unterschiedlichen kulturellen Realitäten miteinander zu verbinden. So wird aus Madama Butterfly ein Sozialdrama, das sichtbar und hörbar macht, wie westliche kapitalistische und gesellschaftliche Prinzipien auf das bis Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Shogune isolierte Japan übergreifen.
Mehr darüber in den „Infos des Tages“
Im NEST der Staatsoper: Im NEST der Wiener Staatsoper: „Mein erster Nussknacker“ (25.3.2026)
Kinder, ein Zuschauerrraum voller Kinder. Geordnete Schulklassen. Im NEST, der Dependance der Staatsoper für junge Menschen, steht über dieser Vorstellung am Vormittag: „Mein erster Nussknacker“. Geeignet ab sechs Jahren ist ebenfalls zu lesen. Es rumort rundum herum, gedämpfter Lärm und die Stimmung ist gespannt und durchaus in Ordnung. Und gut hört sich der kräftige Schlussbeifall an. Tschaikowskis tolle Musik zu seinem „Nussknacker“-Ballett ist auch das Beste, was den Kleinen und Größeren, welche hier in die klassische Tanzkunst eingeführt werden sollen, geboten werden kann.
Eno Peci. Foto: Ashley Taylor/Staatsballett
Die Eleven der Ballettakademie der Bundestheater sind angetreten, um dieses phantasievolle Spiel rund um den romantischen „Nussknacker“ so ähnlich wie es sein soll, doch ganz, ganz kindergerecht auf kleiner Bühne ein erstes Mal näher zu bringen. Die Erzählung nun: Heutig, vor einem Nuss- und Schokoladengenschäft lenkt dessen dominanter Chef die mit kleinen Nüssen und auch einer Großen bedachten wechselnden Kinderscharen. Verführerisch erklingen dazu die Blumenwalzer- oder Kosakentanz-Melodien aus den Lautsprechern. Und getanzt wird echt gut von der voll mitgestaltenden Ballett-Jungschar. Eno Peci, gestandener Charakter- und Solotänzer des Opernballetts, hat das so gelenkige Aufgebot mit einer intensiv durchgezogenen Choreographie zu einer echt richtigen Leistung geführt. Mit seiner zeitgemäßen Tanzsprache auf Tempo, auf Abwechslung, auf Harmonie in den wirbeligen Gruppentänzen bedacht. Viel Brio, nicht so viel Poesie. Ja, nochmals, das so voll ambitionierte Mitgehen der Jungtänzer hat Vergnügen bereitet.
Meinhard Rüdenauer
Wien/ Konzerthaus: Giuseppe Verdi MESSA DA REQUIEM
Orchester und Chor der Oper Zürich, Gianandrea Noseda, Dirigent, Marina Rebeka, Sopran, Agnieszka Rehlis, Mezzosopran, Joseph Calleja, Tenor, Alexander Vinogradov, Bass
Der GMD der Zürcher Oper ist mit „seinem“ Chor (Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger) und „seinem“ Orchester auf Europatournee, die ihn auch nach Wien führt. Am Programm „Verdis beste Oper“, das für den Schriftsteller Alessandro Manzoni komponierte und 1874 in Mailand uraufgeführte Requiem, das vornehmlich in Konzerthäusern und nicht in Kirchen erklingt.
Zum Bericht von Sabine Längle
Baden-Baden/Festspiele
28.3. – 6.4.26 Osterfestspiele Baden-Baden
Die Osterfestspiele Baden-Baden heißen 2026 das Royal Concertgebouw Orchestra aus Amsterdam, das Mahler Chamber Orchestra und das Bundesjugendorchester sehr herzlich willkommen. Baden-Baden steht in langer Tradition für „Musik von Welt“ und für die immer wissbegierige Pflege des kulturellen Erbes. Mit Richard Wagners „Lohengrin“, Bachs „Matthäus-Passion“ und Brittens „War Requiem“ interpretiert eine neue Generation von bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern Meisterwerke der europäischen Musikgeschichte. Freuen Sie sich auf die Dirgentin Joana Mallwitz, den Dirigenten Klaus Mäkelä sowie auf die Solisten Hélène Grimaud (Klavier), Sopranistin Asmik Grigorian, Piotr Beczała als Lohengrin, Rachel Willis-Sørensen als Elsa und den jungen Violin-Virtuosen Daniel Lozakovich. Wenn der Frühling in Baden-Baden erwacht und die Ostertage Festlichkeit und Genuss versprechen, trifft sich die Musikwelt zwischen heißen Quellen und Festspielhaus bei Oper, Oratorium, bei erlesener Kammermusik und vor Monumenten der Sinfonik. Seien Sie uns willkommen! Wir setzen wieder auf Weltklasse und die Zukunft der Klassik!“
https://www.festspielhaus.de/festivals/osterfestspiele/
Baden-Baden: Richard Wagner: Lohengrin
Neuinszenierung – Joana Mallwitz, Mahler Chamber Orchestra. Richard Wagners Erlösungsopern laden immer wieder zu neuen Lesarten ein. Joana Mallwitz beschäftigte sich bereits in ihrer Zeit als Generalmusikdirektorin in Nürnberg intensiv mit dem Werk des Komponisten. Johannes Erath, ein Regisseur und Musiker, wird den Baden-Badener „Lohengrin“ inszenieren. Er begann seine Regie-Laufbahn als Assistent von Willy Decker, arbeitete unter anderem an der Semperoper in Dresden und wurde mit dem Götz-Friedrich-Preis und dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet.‘
https://www.festspielhaus.de/veranstaltungen/richard-wagner-lohengrin/
ZÜRICH: Johann Sebastian Bach: Johannes-Passion • Opernhaus Zürich • Konzert: 24.03.2026
Im Rahmen von Zürich Barock

In Kooperation mit der Zürcher Sing-Akademie
Vom Privilegium die Tränen auszupressen
Das Festival «Zürich Barock» (https://www.opernhaus.ch/spielplan/zuerich-barock/) bietet im Rahmen seiner ersten Ausgabe die Möglichkeit, die beiden Passionen Bachs innerhalb zweier Tage auf der Bühne des Opernhaus zu erleben. Den Anfang macht Bachs erstes grosses Werk als Thomas-Kantor.
Foto © Orchestra La Scintilla
Die Johannes-Passion von 1724 (Erstfassung) ist die ältere der beiden Passionen Bachs und die erste grosse Komposition in seinem neuen Amt als Thomas-Kantor. Beim Stellenantritt 1723 musste er sich unter Anderem verpflichten, in seinen Kompositionen den «Theater-Styl» zu meiden. Dieser Verpflichtung fügte sich Bach, der, so sein Biograph Johann Nikolaus Forkel 1802, ein begeisterter Operngänger war, nur vordergründig. Auch Bachs Söhne schildern im «Nekrolog», der vier Jahre nach Bachs Tod in Lorenz Christoph Mizlers Musikalischer Bibliothek erschienenen Hauptquelle der Bach-Biographik, dass ihr Vater die Gattung an sich schätzte, häufig in Dresden und an der dortigen Hofoper zu Besuch und gut vernetzt war. So sind mehrere Klagen bekannt, das Schaffen des Thomas-Kantors habe sich zu sehr dem «Theater-Styl» angenähert. Die gegenteilige Position ist aber ebenfalls überliefert. So fragt Bachs Zeitgenosse Gottfried Ephraim Scheibel in seiner 1721 in Frankfurt/m und Leipzig Abhandlung «Zufällige Gedancken von der Kirchenmusic, wie sie heutiges Tages beschaffen ist»: «Ich weiss nicht, woher die Opern allein das Privilegium haben, dass sie uns die Tränen auspressen sollen. Warum geht das nicht in den Kirchen an?»
Zum Bericht von Jan Krobot
Zürich: Jeanine De Bique & Concerto Köln • Opernhaus Zürich • Rezital: 22.03.2026
Im Rahmen von Zürich Barock
Starke Heldinnen
Das erste Wochenende des Festivals «Zürich Barock» endet mit dem begeistert akklamierten Gastspiel von Concerto Köln und Jeanine De Bique. Wie alle Liederabende am Opernhaus Zürich findet auch dieser vor dem prächtigen, original erhaltenen Eisernen Vorhang statt.
Foto © Gaetan Bally
Die aus Trinidad und Tobago stammende Sopranistin Jeanine De Bique stellt an diesem Abend dem Zürcher Publikum ihr Debut-Album «Mirrors» vor. In ihrem Album, wie auch im leicht veränderten Programm für diesen Abend, lässt sie sich von starken Frauenfiguren inspirieren und stellt einer Arie aus dem Schaffen Georg Friedrich Händels eine Arie über dieselbe Figur, aber aus dem Schaffen eines anderen Komponisten gegenüber (daher der Albumtitel «Mirrors»: «Spiegel»). Sie spiegelt die Figuren und macht verschiedene Seiten des Charakters erfahrbar. «In diesen Arien begegnen wir Heldinnen, die für ihre Beharrlichkeit, ihre Stärke, ihre Fähigkeit zu vergeben, und ihre bedingungslose Liebe letztlich belohnt werden» äussert sich de Bique im Booklet ihres Albums…
Zum Bericht von Jan Krobot
WIEN / Akademietheater des Burgtheaters: GLAUBE LIEBE HOFFNUNG von Ödön von Horvath
Premiere: 26.März 2026
Horvath in der Unterwelt
Foto: Tommy Hetzel
„Glaube Liebe Hoffnung“ ist ein viel gespieltes Stück von Ödön von Horvath. Weniger aufwendig als andere, aber wieder einmal so typisch für „seine“ Thematik, in der er die unruhevollen dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts spiegelte: Der Untergang des hilflosen Einzelnen (meist eine junge Frau) in den politischen Wirren und an der Lieb- und Gnadenlosigkeit der Umwelt. So wie Elisabeth, die am Anfang ihre spätere Leiche verkaufen will, um mit ein bißchen Geld noch ein bißchen Leben zu erzwingen, und die am Ende des Stücks die Leiche ist…
Eine bei Horvath ganz reale Geschichte, und wenn von wirtschaftlichem Zusammenbruch die Rede ist (demnächst verlieren Angestellte der Vereinigten Bühnen ihre Jobs, und wo sind die neuen?), von politischen Unruhen (aus denen unsere derzeitige Welt wohl nicht so bald herausfinden wird), könnte man aufhorchen, ob das, was Horvath vor 90 Jahren schilderte, für uns nicht auch gilt. Aber wir haben ja den Sozialstaat… so lange er finanzierbar ist.
Für Realismus, von Horvath vorgegeben, und Aktualität (durchaus stückimmanent) interessiert sich die derzeitige Aufführung des Burgtheaters im Akademietheater nicht eine Sekunde lang. Regisseurin Lucia Bihler, noch keine 40 und schon lange im im deutschen Sprachraum unterwegs, hat in Wien einst am Schauspielhaus begonnen, ist aber schon längst ins Burgtheater gesprungen. Nach Bernhards Jagdgesellschaft, den Eingeborenen von Maria Blut und Kafkas Verwandlung ist dies ihre vierte Inszenierung an der Burg, wieder stilistisch mehr als eigenwillig, aber zumindest mit einem Konzept, über das man diskutieren kann – wenn Horvath natürlich (wie andere Autoren sonst auch) mit dem, was er ziemlich klar und eindringlich erzählen wollte, auf der Strecke bleibt…
Zum Premierenbericht von Renate Wagner
Filme der Woche
Filmstart: 20. März 2026 : THE CHRONOLOGY OF WATER
USA / 2025
Regie: Kristen Stewart
Mit: Imogen Poots, Thora Birch, Jim Belushi u.s.
Wasser als Befreiung
Berühmt wurde Kristen Stewart in ihren Teenager-Jahren in den Twilight-Vampirfilmen, doch es waren zwei biographische Streifen, wo sie als Jean Seberg und (noch nachdrücklicher) als Prinzessin Diana den Erwachsenen-Ruhm erntete. Nun ist sie Mitte 30, und nach einigen Kurzfilmen und Musikvideos legt sie ihren ersten Spielfilm als Regisseurin vor. Gewählt hat sie ein seltsames Thema, und sie gibt ihm auch eine entsprechende Form.
Erzählt wird das Schicksal der 1963 geborene Lidia Yuknavitch, wie diese selbst es 2011 in dem autobiographischen Roman „The Chronology of Water“ niedergelegt hat. Wasser als Befreiungselement aus einem fraglos tragischen Schicksal, viel Entschlossenheit, der Gewalt der anderen und den eigenen Süchten zu entgehen, was Yuknavitch gelungen ist. Da ist man auch schnell mit den übergeordneten Begriffen der „feministischen Selbstermächtigung“ bei der Hand.
Der fragmentarische Charakter, den Kristen Stewart ihrem Film gibt, ist angeblich durch die Form des Romans vorgegeben. Vieles wird nur angedeutet. Groß im Bild das verschreckte Gesicht eines kleinen Mädchens. Blut, Dusche, Schmerzen, Der Vater. Damals schon schreibt das Kind, das junge Mädchen, in sein Tagebuch. Man muss den Mißbrauch nicht aussprechen, er schreit einem entgegen…
Zur Filmbesprechung von Renate Wagner
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Russland und die Ukraine weiten ihren Luftkrieg aus: Die Kreml-Truppen haben ihren grössten Drohnenangriff seit Kriegsbeginn ausgeführt. Dabei wurde auch die unter Unesco-Schutz stehende Altstadt von Lwiw getroffen. Zugleich lösten die Ukrainer ein Inferno in russischen Ostseehäfen aus und lähmen so den Erdölexport.
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Die Philippinen rufen den Notstand aus – der Iran-Krieg trifft Asien hart: Die Philippinen kündigen den Energienotstand an. Aber auch andere Länder Asiens leiden unter dem Andauern des Krieges.
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Chaos an amerikanischen Flughäfen: Trump schickt seine gefürchtete Einwanderungspolizei nun bis an die Gates: Auch nach den tödlichen Einsätzen in Minneapolis lässt es sich Donald Trump nicht nehmen, ICE-Beamte zu mobilisieren. Ein Augenschein am Flughafen in Chicago.
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Vergewaltigung in einem Berliner Jugendklub: Neue Erkenntnisse belasten die Behörden: Ein 16 Jahre altes Mädchen wird in Neukölln Opfer sexueller Übergriffe. Die mutmasslichen Täter haben Migrationshintergrund. Statt sie anzuzeigen, sorgte sich das Jugendamt offenbar mehr um eine mögliche «Marginalisierung».
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Das steht in der Anklageschrift gegen Maduro und Co.: Venezuelas Diktator und fünf Mitstreiter müssen sich am 26. März erneut vor einem New Yorker Gericht verantworten. Es geht um staatlichen Kokainhandel, Waffenschmuggel und Terror.
Jetzt lesen
Fundament der Nation oder undemokratische «Infantilisierungsmaschine»? Die Briten streiten über ihr Königshaus
Seit langem wird im Vereinigten Königreich über Vor- und Nachteile der Monarchie gestritten. Die einen beklagen den Kult um Geburt und Privilegien. Die andern sehen im Hof einen Garanten der Stabilität.
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Diplomatie und Drohgebärden: Trump versucht, Zeit zu gewinnen und seine Position gegenüber Iran zu stärken: Donald Trump will mit Iran über einen 15-Punkte-Plan verhandeln. Teheran aber zeigt ihm bisher – zumindest vordergründig – die kalte Schulter. Um den Druck auf das Regime zu erhöhen, schicken die USA nun mehr Soldaten für eine Bodenoperation in den Nahen Osten.
Jetzt lesen
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Dänemark: Da half auch Trump nicht: Dänemark straft Regierung ab
Das Experiment der Koalition der Mitte steht vor dem Ende. Will Sozialdemokratin Mette Frederiksen als dänische Premierministerin weitermachen, wird sie sich weiter links umschauen müssen. Rechts wurde gewonnen und verloren, die Regierungsfindung im Folketinget wird kompliziert.
DiePresse.com.daenemark
Iran-Krieg: Das will Teherans Regime bei Verhandlungen mit Trump für sich rausholen
Die US-Verhandler sollen dem Iran einen 15-Punkte-Plan für Frieden übermittelt haben, gleichzeitig will Präsident Trump Fallschirmjäger in die Region schicken. Der Iran reagiert darauf – laut einem US-Informanten – mit „lächerlichen“ Forderungen.
DiePresse.com.teheran.will
Österreich: Zur politischen Lage: Trotz Atemlosigkeit kann die Regierung Luft holen
Ja, natürlich ist sie großartig, die österreichische Dreier-Regierung. Kanzler, Vizekanzler, die Minister und Staatssekretäre – allesamt loben sie einander und vor allem sich selbst. Aber wir kennen den millionenfach bewahrheiteten Spruch: „Eigenlob stinkt.“ Je mehr sich jemand selbst lobt, umso stutziger muss man reagieren.
Was andererseits auch alle wissen sollten: Regieren war schon einmal leichter als dieser Tage. Das darf man der ÖVP-SPÖ-Neos-Koalition zu einem gewissen Grad mildernd anrechnen. Wenn man ihr fehlende Weitsicht vorwirft, so mag das schon stimmen. Aber wie weit soll sie auch blicken, wenn in Washington ein Präsident nicht zu wissen scheint, was er gestern getan hat und was er morgen tun wird.
https://www.krone.at/4090459
Wirtschaft: Frank Thelen: „Die nächsten 5 Jahre werden verrückter, als wir denken“
Wo steht Europa in einer Welt, die sich durch Künstliche Intelligenz, Robotik und Datenökonomie rasant neu ordnet? Diese Frage stand nicht explizit auf dem Programm des Open-i-Kongresses in Zürich. Und doch bestimmte sie die Debatten. Die Antworten sind vielschichtig – und ernüchternd.
News.at.thelen
Iran: „Die Straße von Hormus ist die Trumpfkarte des Iran für die Nachkriegsordnung“
In mögliche Verhandlungen mit den USA geht der Iran mit Maximalforderungen. Als „Verlierer“ sieht sich die Mullah-Republik nicht.
DiePresse.at.hormus
Was 6000 Jahre altes Eis aus den Alpen über Klima und Mensch verrät
Jetzt anhören: Hoch oben in den Ötztaler Alpen liegt ein Archiv, das älter ist als viele Zivilisationen – und gerade verschwindet. In den Ötztaler Alpen, an der Grenze zwischen Tirol und Südtirol, liegt ein Gletscher, der für die Forschung besonders wertvoll ist. Auf der Weißseespitze, einem Berg auf knapp 3500 Metern Höhe, haben Wissenschafterinnen und Wissenschafter einen Eisbohrkern untersucht, der rund 6000 Jahre Umweltgeschichte enthält. Die Spuren im Eis öffnen aber nicht nur ein Fenster in die Vergangenheit, sie erlauben auch einen Blick in die Zukunft. Noch. Denn wie bei allen Gletschern der Alpen schwindet auch das Eis der Weißseespitze rapide dahin.
DerStandard.at.story.oetztal
Die Wetterprognose für Wien und Umgebung hat nicht ganz das gehalten, was sie versprochen hat. Kein Schnee in Sicht!
Ich wünsche einen schönen Tag“
A.C.

