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24. NOVEMBER 2025 – Montag

24.11.2025 | Tageskommentar

„Salome in Berlin“. Foto: Jan Windszus

Berlin/ Komische Oper
Diese Salome zeigt kein Gesicht, dafür großes Format
Die Komische Oper Berlin hatte im Jahr 2011 zuletzt eine Salome-Inszenierung herausgebracht, die von Kritik und Publikum gleichermaßen abgelehnt wurde, und bald vom Spielplan verschwand. Ganz anders verlief diesmal das Ende des Premierenabends: einhelliger Beifall für Regie und Ensemble, ein Erfolg auf der ganzen Linie! Der Regisseur Evgeny Titov ließ sich vom Bühnenbildner Rufus Didwiszus einen geschlossenen, kahlen Raum bauen, der lediglich den Abgang zur Zisterne, eine schmale Eingangstür und eine große Kugellampe, die für den Mond steht, enthält. Auf solche Art gefangen sind die Protagonisten einander wechselseitig ausgeliefert, womit bereits eine Grundspannung erreicht ist.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Berlin
Komische Oper im Schillertheater: „Salome“ – Triumph mit falschem Gold und Alien-Maske
Diese Inszenierung packt den Zuschauer förmlich an der Gurgel: An der Komischen Oper im Schillertheater feierte Richard Strauss‘ „Salome“ Premiere, Regisseur Evgeny Titov setzt der Titelheldin dabei eine weiße Alien-Maske auf, ein erstaunlicher, aber bezwingender Bühnen-Trick. Denn die biblische Verführerin, die für einen Tanz den Kopf Johannes des Täufers vom König fordert, wird praktisch von den anderen gespielt. Der geifernde Herodes (köstlich: Matthias Wohlbrecht), der seine Stieftochter Salome (Nicole Chevalier) begehrt, die eifersüchtige Mutter Herodias (Karolina Gumos), der verliebte Narraboth (Augustín Gómez): Jeder überträgt seine unerfüllten Wünsche auf die Prinzessin.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/salome-triumph-mit-alien-maske

Berlin: „Salome“, Richard Strauss
The winner is: Komische Oper Berlin
Wer als Berliner Opernfreund keine Lust mehr auf Neuenfels‘ Riesenphallus und ca. 42 abgeschlagene Gipsköpfe mit den Zügen des Jochanaan und auch nicht auf Guths Inszenierung mit vielen Salomes aller Altersstufen (aber sämtlich missbraucht) hat, wer also die Salome sowohl der Staatsoper wie der Deutschen Oper meiden muss, der kann sich jetzt in der Komischen Oper mit der Strauss-Oper in der Regie von Evgeny Titov auseinandersetzen. Der Regisseur, der an der Komischen Oper bereits mit Enescus Oedipe einen großen Erfolg feiern konnte, sieht in Salome weder eine Femme fatale noch eine Lolita, sondern eine Suchende, ein Prinzip, eine „Ungeformte“, die in der Liebe zu Jochanaan die „Offenbarung des eigenen Ich“ zu finden hofft. Nicht im Erleben einer harmonischen Liebesbeziehung findet man nach Meinung von Titov zum „wirklichen Ich“. So wie Medea seiner Meinung nach erst nach Jasons Untreue das Geheimnis der Liebe erfährt, geschieht das für Salome mit der Zurückweisung durch Jochanaan.
Von Ingrid Wanja
https://deropernfreund.de/komische-oper-berlin/berlin-salome-richard-strauss-2/

Salome-Premiere: Ein blutiger Traum zwischen Liebe und Wahnsinn (Bezahlartikel)
Blut, Masken und Wahnsinn: Die neue „Salome“-Inszenierung an der Komischen Oper konfrontiert das Publikum mit radikalen Bildern
BerlinerMorgenpost.de

Hat nichts mit Liebe zu tun: Die „Salome“ der Komischen Oper (Bezahlartikel)
Evgeny Titov inszeniert die „Salome“ von Oscar Wilde und Richard Strauss. Es ist das auf der Opernbühne nach „Carmen“ wichtigste Porträt einer Frau, die sexuell begehrt. Die Kritik.
BerlinerZeitung.de.salome

Salome“ an der Komischen Oper Berlin: Tödliches Begehren
Es war ein Wunsch von Generalmusikdirektor James Gaffigan, im Schillertheater „Salome“ aufzuführen. Die Wände erzittern unter der Orchesterwucht – und auf der Bühne sorgt Evgeny Titov für Verwirrung.
Tagesspiegel.de.salome

WIEN/ Staatsoper: Wien/ Staatsoper: 22.11.25 „Lucia di Lammermoor“, Staatsoper

Adela Zaharia. Foto: Metopera

Die Wiener Staatsoper spielt aktuell „Lucia di Lammermoor“ in durchwegs neuer Besetzung. Dergleichen weckt großes Interesse und Erwartungen. An der Szene hat sich allerdings nichts geändert: Der Frost hält Schottland nach wie vor in eisigem Griff.

Mit Adela Zaharia hat sich eine neue Lucia dem Wiener Publikum vorgestellt. Eine leichte Kühle umwehte diese schottische Hochlandbraut, ein emotionales Ringen, das ihr von leicht dunkler Beimischung abschattiertes Sopranklagen klar und präzise auf den Punkt brachte – und vor allem auch durchsetzungstark.

Wenn man zur Beschreibung ihrer Stimme die verschneite Landschaft zur Hilfe nehmen müsste, die das Bühnenbild mehr schemenhaft umreißt, dann war es kein lasziv zerschmelzender Flockenschnee, den die Sängerin dem Publikum wohlig ausgebreitet hat, sondern dieses fühlte die unter Liebes- und Frühlingshoffnung aufgefirnte Kante einer unter schwierigen Familienverhältnissen zugeeisten, aber empfindungsfähigen Seele. So richtig „romantisch“ war das womöglich nicht, aber effektvoll, und wahrscheinlich hat schon seit vielen Jahren keine Sängerin an der Wiener Staatsoper auch die virtuose Seite dieser Partie insgesamt so durchgängig ausgewogen, raumfüllend und mühelos zur Geltung gebracht…

…Der Schlussapplaus erreichte eine Länge von rund sieben Minuten. Dass er ganz besonders auch der Lucia galt, wird nicht überraschen. (Obige Anmerkungen beziehen sich auf die dritte Vorstellung der laufenden Aufführungsserie.)

http://www.operinwien.at/werkverz/donizett/alucia14.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at

Wien/ Staatsoper. So., 23. November 2025: Francis Poulenc, Gespräche der Karmelitinnen / Dialogues des Carmélites
Von überraschend hoher Qualität ist die aktuelle Serie der „Gespräche der Karmelitinnen“, wobei die heutige zweite Aufführung laut zuverlässiger Quelle besser als die erste war. (Wen wundert’s?) Die Qualitätssteigerung im Vergleich zu den bisherigen Serien (2023 und 2024) schreibe ich vor allem drei Mitwirkenden zu: Olga Kulchynska, die mit einer wunderbaren Stimme die Premierenbesetzung der Blanche deutlich übertraf;
forumconbrio.com

Wien/ Staatsoper: Wiener Staatsoper, mon amour 1: Zwischen Bomben und Berlioz – sie lebe hoch!
Regelmäßig würdige ich sie, diese stolze Braut aus Stein, Geschichte und Herz. Die Beziehung zu ihr ist eine besondere. Das beweisen nicht nur die regelmäßigen Streicheleinheiten. Früher führte mein Weg in die Arbeit direkt an ihr vorbei. Durch den Arkadengang, vor dem Herbert-von-Karajan-Platz. Die „Stadtseite“, wie Insider den Blick vom Haus in diese Himmelsrichtung bezeichnen. Über mir das Büro des Direktors, darunter die Laterne, schief – seit Direktor Bogdan Roščić die Räumlichkeiten bezogen hat. Vielleicht auch schon früher, aber die Fantasie spielt einem manchmal solche Streiche.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wiener Staatsoper, mon amour 2: „Wohnst Du eigentlich schon in der Oper?“
Frauen und Männer gibt es viele. Wiener Staatsoper nur eine. Erbaut von Eduard van der Nüll und August Sicard von Sicardsburg, thront sie seit 150 Jahren am Wiener Ring, der Prachtstraße der k.u.k. Monarchie.  Vor 70 Jahren hat man sie wieder eröffnet, am 5. November 1955. Mit „Fidelio“ – eh klar, was würde besser passen als Beethovens „Freiheitsoper“ nach Jahren des Kriegs und der Zerstörung. Doch selbst US-Bomber konnten sie nicht dahinraffen. Am 18. März 1945, unabsichtlich soll es gewesen sein, der Bombenabwurf direkt über der Wiener Staatsoper. Bis auf die Grundmauern brannte sie nieder. Nur der Fronttrakt, die Feststiege, der Teesalon des Kaisers blieben erhalten. Klassik-begeistert-Autoren berichten über ihre Liebe zum Haus am Ring.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

BERLIN / Staatsoper Unter den Linden: FALSTAFF – 2. Aufführung der Serie; 22.11.2025

Volle, Schuen, Scherer und Kissjudit in einer umjubelten, allseits gelungenen Repertoireaufführung

Foto: Matthias Baus

Es kommt ja nicht allzu oft vor, dass alte Opernhasen wie ich (immerhin seit 1974 dabei) in eine Aufführung eines sehr geliebten Stücks gehen und ihren langjährigen Erfahrungsschatz übertroffen sehen. Gestern war so ein Abend zu erleben.

Michael Volle als Falstaff ist eine darstellerisch wie sängerisch schlicht und einfach gigantische Nummer. Er könnte diesen Shakespearschen, genussvoll das Leben als Restlessen ausschöpfenden, abgetakelten Phäaken sicher auch an jedem Sprechtheater Kontur und pralles Leben abgewinnen. Aber nun einmal mit einem Heldenbariton der Spitzenklasse gesegnet, mit dieser ausladenden, zu großer Raffinesse fähigen Wotansstimme und einem zwingenden Bühnencharisma schöpft Volle wahrhaftig aus dem Vollen, erwartet den Zuschauer ein unvergessliches Gesamtkunstwerk. Mit einem Wort: Mein bester Falstaffinterpret seit und künstlerisch gleichauf mit Giuseppe Taddei…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Verona / Teatro Filarmonico IL TURCO IN ITALIA“ 19.11. 2025- Regie-Unklarheiten als Humor-Bremse

 

Auch außerhalb des weltberühmten Festivals in der Arena von Verona kann die bezaubernde Stadt an der Etsch mit einem regen Opernbetrieb aufwarten. Während in der kolossalen Arena römischen Ursprungs weitestgehend die Dauerbrenner (wie z. B. „Aida“, „Nabucco“, „Turandot“, „Carmen“) aufgeführt werden, wird im nahe gelegenen hübschen „Teatro Filarmonico“ mit seinen 1200 Plätzen auch Ausgefalleneres angeboten. Die Saison 2025 brachte in den Monaten Jänner – März so Schmankerln wie Salieris „Falstaff“, Catalanis „La Wally“, Straussens „Elektra“ (!) und ab Oktober Puccinis „Le Villi“ und nun Rossinis „Il Turco in Italia“. Mitte Dezember kommt noch Verdis „Ernani“ heraus. In der Regel wird jede Produktion nur 4 x gespielt. Eigenproduktionen gibt es selten, zumeist wird mit anderen Bühnen kooperiert wie im konkreten Fall beim „Turco“, der in Rovigo Premiere hatte und danach auf Wanderschaft nach Ravenna, Jesi, Pisa, Novara und Rimini ging bzw. gehen wird…

Zum Bericht von Dietmar Plattner

Märchenhaftes Jubiläum: 70 Jahre Viennese Opera Ball New York 

Silvia Frieser, Daniel Serafin. Foto: Leisure

Der Termin steht fest: Österreichs elegante Visitenkarte in den Vereinigten Staaten feiert am 8. Mai 2026 das runde Jubiläum. Unter dem Motto „A Magical Night“ verwandelt sich das „Cipriani 42nd Street“ zum glanzvollen Ballsaal.

New York City/Wien (LCG) – Gerade neigt sich das Johann-Strauss-Jubiläum, das auch Thema des diesjährigen Viennese Opera Ball New York war, seinem Ende, steht das nächste vor der Türe. Der glanzvolle Ball – seit Jahren schon traditionell unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Alexander Van der Bellen –, der im Big Apple Kunst, Kultur und Kontinente zusammenbringt, feiert sein 70-jähriges Jubiläum. Die renommierte „The New York Times“ titulierte ihn bereits im Jahr 2012 als „eine der größten und bekanntesten Charity-Veranstaltungen in New York City“…

Mehr darüber in den“ Infos des Tages“

Aus nach 200 Jahren – Wiener Institution Doblinger: Musikhaus vor Standortverlust
Seit 1817 pilgert die Wiener Musikszene, besonders aus dem Bereich der Klassik, zum Musikhaus Doblinger. Doch nun droht der Institution der unverschuldete Verlust des geschichtsträchtigen Standorts in der Dorotheergasse im ersten Bezirk.
https://www.krone.at/3965574

New York
Carmen’ Performance at the Metropolitan Opera Interrupted by Protests
On Friday, Nov. 21, the Metropolitan Opera experienced a protest during the first Act of “Carmen” that interrupted the performance. According to the New York Times, three demonstrators were arrested by the New York City police, and removed from the hall. The report did not make clear what they were protesting. Still, it noted that eyewitnesses said one of them had denounced David H. Koch, who has poured some of his fortune into right-wing causes and a campaign to discredit the idea of climate change. Gale A. Brewer, a member of the New York City Council, took to X and said, “I am at the Met Opera experiencing ‘Carmen.’ A great production but there is some disturbance/protest, so the opera has been temporarily suspended.”
https://operawire.com/carmen-performance-at-the-metropolitan-opera-interrupted-by-protests/

CD-Besprechung
J.M. Kränzles „Winterreise“ ist ein Dokument künstlerischer und menschlicher Reife
Mehrfach hatte der international gefeierte Bariton Johannes Martin Kränzle Schuberts berühmten Liederzyklus auf dem Konzertpodium und der Bühne bereits gesungen. Als der Sänger 2024 zum zweiten Mal mit einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert war, entschloss er sich zu der Plattenaufnahme, die sein Vermächtnis hätte werden können. Inzwischen ist Kränzle wieder auf dem Weg zur Genesung, die Einspielung stellt gottlob nicht den Endpunkt seiner großen Karriere dar. Bemerkenswert ist sie aber in jedem Fall. Dem Sänger gelingt eine Textverständlichkeit, die den Abdruck der Liedtexte im Booklet unnötig macht, und sich in der klaren, schlackenlosen Gesangslinie fortsetzt.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Halle: Achtung: Baustelle
Ben Baur verlegt Emmerich Kálmáns „Die Csárdásfürstin“ an der Oper Halle ins Hier und Heute – so ungefähr jedenfalls. Musikalisch hat das Haus die besseren Karten – dank Andreas Wolf am Pult der Staatskapelle Halle und einem starken Ensemble.
https://www.concerti.de/oper/opern-kritiken/buehnen-halle-die-csardasfuerstin-21-11-2025/

Nachdenkliches in üppigen Kostümen – Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ in Halle an der Saale (Bezahlartikel)
Ben Baur verlegt die „Csárdásfürstin“ von Emmerich Kálmán ins Hier und Heute – so ungefähr jedenfalls.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Wien
Richard III im Akademietheater: Das Böse ist ein joviales Riesenbaby
Wolfgang Menardis Richard III im Akademietheater: Ein mal weinerlicher, mal verblödeter und umso heimtückischerer Mörder. Bühnenbild und Besetzung sind toll, sie machen das bisschen Verwirrung wett
Kurier.at.akademietheater

WIEN / Wien Museum: FLEISCH
Vom 2. Oktober 2025 bis zum 22. Februar 2026

 

Der lange Weg zum Wiener Schnitzel

Fleisch, in frühen Zeiten  ein Nahrungsmittel für Reiche, für viele auch ein Genuss, dann längere Zeit erschwinglich für die meisten, ist heute zum Kampfbegriff geworden. Wenn das Wien Museum dem „Fleisch“ unter diesem schlicht-lapidaren Titel eine bemerkenswerte Großausstellung widmet, wo bekommt man am Ende ein Glossar darüber, wie viele differenzierte Möglichkeiten es gibt, den Fleischkonsum zu verweigern – das geht über „vegetarisch“ und „vegan“ weit hinaus. Doch trotz des jüngsten Kampfes der Klimaschützer, die Fleischverzicht für klima-notwendig halten, ist Fleisch (noch) ein Fixum im Leben sehr viele Österreicher – und war es im Lauf der Menschheitsgeschichte immer. Die „Omnivor“, jene Menschen, die sich fleischlich und pflanzlich keine Restriktionen auferlegen, sind vermutlich immer noch in der Mehrheit.

 

Was kann man essen?    Heute besteht die Übereinkunft, dass in zivilisierten Gesellschaften Schwein, Rind (bzw. Kalb) gegessen wird, das Lamm ist eng mit der muslimischen Esskultur verbunden, Ziegen ißt man selten, Pferde fast gar nicht mehr, Esel sind hierzulande nicht üblich, im übrigen sind Geflügel und Fisch (plus Meeresfrüchte) „salonfähig“. Wenn man den Chinesen nachsagt, Hunde und Schlagen zu essen, ist es hierzulande mit einer Haltung der Missbilligung verbunden. In Wien (und die Ausstellung des Wien Museums ist sehr stark auf die Stadt konzentriert) gab es in der ärmsten Unterschicht die „Katzenfresser“ (weil man so ein Tier schnell von der Straße wegschnappen konnte) – ein Gemälde von  Elena Luksch-Makowsky aus dem Jahr 1900 dokumentiert diese Art von sozialem Elend.

Im Stall und auf der Weide     Der lange Weg der Tiere, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, beginnt im Stall oder auf der Weide. Wenn die Ausstellung nun den langen Weg verfolgt, bis ein Wiener Schnitzel oder ein Stück Tafelspitz am Teller der Menschen landet, wird klar, wie viele Bereiche hier zu beachten sind. Um Zucht und Haltung der Tiere geht es hier, und der Tierschutz war dabei immer ein Thema, früher allerdings gewissermaßen am Rande, während er heute ins Zentrum gerückt ist. Das Thema, vor am sich jeder Fleischesser drücken will (und wo viele Menschen ihren Fleischverzicht herrühren), ist der Schlachthof, und man geht mit Unbehagen an den vielen Geräten aller Art vorbei, mit denen der Tod aus dem lebendigen Tier die tote Ware Fleisch macht, die dann zerlegt und für die Verarbeitung und Weiterleitung fertig gemacht werden musste. (Empfindlichen Gemütern wird davon abgeraten, sich in dieser Abteilung die Videos anzusehen.)

Zum Ausstellungsbericht von Renate Wagner

Literatur: Zum 125.Todestag: Zuerst gefeiert, dann fallengelassen: Das Martyrium des Oscar Wilde
DerStandard.at.story3000000.2025.oscarwilde

Austellungen/Kunst

Akte »Vitrine XIII«: So wurde die Welt über das Los der Habsburger Juwelen getäuscht
Die mysteriösen »Sondheimer-Memoiren« blendeten die Nachwelt bis heute. Doch wer steckte dahinter? Ein erstaunlicher Fund der „Presse“ führt zu drei berühmten Autoren – einer davon: Stefan Zweig.
DiePresse.com

Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“

 Bis zum letzten Augenblick hielt sich Franco an der Macht fest. Und führte Spanien durch seine Nachfolgeregelung wider Willen zur Demokratie: Der spanische Caudillo regierte länger als jeder andere faschistische Herrscher. Am 20. November 1975 starb Francisco Franco. Noch immer hat Spanien die faschistische Vergangenheit nicht aufgearbeitet.
Jetzt lesen
Ein Frauenbildnis ist das teuerste Kunstwerk der Moderne: Gustav Klimt stellt neuen Rekord auf: 236,4 Millionen Dollar erzielte Klimts Frauenporträt auf einer Auktion in New York. Einst sorgte Klimt für Skandale. Heute ist er so zugänglich wie die Impressionisten.
Jetzt lesen
Bach-Funde: Neues vom Godfather der europäischen Musik: In Leipzig werden zwei unbekannte Werke vorgestellt, die aller Wahrscheinlichkeit nach von Johann Sebastian Bach stammen. Die beiden Orgelstücke aus dessen früher Zeit in Arnstadt begeistern nicht nur die Organisten.
Jetzt lesen
Der Zoll-Deal hinter den Kulissen – Goldbarren, Waffen und milliardenschwere Versprechen: Wirtschaftsminister Guy Parmelin kann eine Einigung mit Washington präsentieren. Dafür ist der Bundesrat ein brisantes Joint Venture mit schwerreichen Unternehmern eingegangen. Wie der Zoll-Deal mit Trump wirklich zustande kam.
Zum Bericht
Die unbekannten Stolpersteine im Zollstreit: Trump pocht auf Deregulierung, besseren Zugang zu Schweizer Daten und US-Standards bei der Fahrzeugsicherheit.
Zum Bericht
Vertrauensverlust in den USA: Die Menschen in Amerika leiden unter Donald Trumps «schönen Zöllen». Und das merkt nun auch der Präsident.
Zum Bericht
Das Gesicht des Krieges: Als Sprecher der israelischen Armee erklärte Daniel Hagari der Welt den Gaza-Krieg. Wegen Differenzen mit der Regierung musste er abtreten. An seiner Sicht auf den Krieg hat das nichts geändert.
Zum Interview
Herr Willy Michel, wofür braucht ein Mensch mehr als 50 Millionen Franken? Willy Michel ist Milliardär, Unternehmer und baut mit 78 Jahren noch eine Firma auf. Wenn die Juso-Erbschaftssteuer kommt, will er gehen. Ein Gespräch über Reichtum, seinen Sohn und die Vorteile der EU.
Jetzt lesen

Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Politik Österreich. Familieninterne Spannungen: Staatssekretär Schellhorn weist Vorwürfe zurück
Ein öffentlich ausgetragener Konflikt innerhalb der Familie Schellhorn hat am Wochenende politische Wellen geschlagen. Auslöser war ein Instagram-Posting von Felix Schellhorn, Sohn von Staatssekretär Josef „Sepp“ Schellhorn (Neos). Darin erklärte er seinen Rückzug aus dem Familienbetrieb „Seehof“ in Goldegg und kritisierte, dass eine geplante Betriebsübergabe „leider nicht stattgefunden“ habe. Gegenüber der „Presse“ sagte er zudem, dass er im Frühjahr „noch immer nur Küchenchef“ gewesen sei – obwohl die Übergabe längst angekündigt worden war.
meinBezirk.at.schellhorn

Pröll, Häupl, Niessl: „Gehe nicht zum Fürst, wenn du nicht gerufen wirst“ – Bezahlartikel
Michael Häupl, Erwin Pröll und Hans Niessl über ihre politische Zurückhaltung, die aktuelle Stimmung und authentische Politiker.
Kurier.at.altpolitiker

Formel 1/Autorennsport

Verstappen großer Gewinner in Las Vegas: Die Formel 1 hat ihren WM-Showdown
Max Verstappen gewann das Flutlichtrennen in Las Vegas nicht nur, sondern sah seine McLaren-Rivalen Lando Norris und Oscar Piastri wegen zu dünner Bodenplatten disqualifiziert. Der Titel-Dreikampf ist längst auch eine Nervenschlacht.
DiePresse.com

WM-Kampf wieder offen: „Frustrierend!“ McLaren erklärt Disqualifikation
Frust pur bei McLaren! Lando Norris und Oscar Piastri sind beim Grand Prix in Las Vegas nachträglich disqualifiziert worden. Teamchef Andrea Stella erklärt, wie es dazu kommen konnte. Der Italiener erklärte den erhöhten Abrieb – an beiden Boliden waren die Bodenplatten dünner als die erforderlichen neun Millimeter – mit einem unerwarteten „Porpoising“ (dt. Springen) der Boliden auf dem Stadtkurs. Stella zeigte sich deshalb „extrem enttäuscht“ und entschuldigte sich bei seinen Fahrern.
https://www.krone.at/3966511

Obwohl meine Sympathien in der WM-Entscheidung eindeutig bei Verstappen liegen, halte ich diese Entscheidung gegen Lando Norris für einen Gewaltakt. So nicht, bitte!

Wien
SOS-Kinderdorf:Missbrauchsvorwürfe: Gmeiner-Denkmal abmontiert
Das Denkmal des Gründers von SOS-Kinderdorf, Hermann Gmeiner, im gleichnamigen Park in der Inneren Stadt wurde nach den publik gewordenen Missbrauchsvorwürfen um Gmeiner abmontiert. Auch der Park soll in einem nächsten Schritt umbenannt werden.
https://www.krone.at/3965985

Österreich Fußball: Rapid hat gestern gegen den Tabellenletzten GAK 1:2 verloren, was wiederum kein großes Unglück ist, weil auch Salzburg und Sturm Graz keinen Punkt machen konnten. Aber trotzdem, der Anspruch von Rapid muss die Tabellenführung sein. Ich bin gespannt, wie lange sich Trainer Peter Stöger noch halten kann!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C.

 

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