Opernball-Streit: „Mit einem Schwein herumschlagen“ – 1. Posting von Bogdan Roščić als Seitenhieb auf Mucha?
Der Streit zwischen Christian Mucha und Bogdan Roščić eskaliert immer weiter. In einem Schreiben ließ der Staatsopern-Direktor wissen, dass er die Kritik annimmt, dann sorgt er mit einem Posting für Schmunzeln
…Bisher hielt sich der Hausherr der Oper in sozialen Netzwerken vornehm zurück. Doch die jüngsten Giftpfeile aus dem Hause Mucha scheinen die dicke Haut des Direktors nun doch durchdrungen zu haben. Roščić wählte für seine Instagram-Premiere ein Sujet, das wenig Spielraum für Fehlinterpretationen lässt. Er postete das Zitat: „Ich habe vor langer Zeit gelernt, dass man sich nicht mit einem Schwein herumschlägt. Man wird dreckig und das Schwein genießt es obendrein.“
Opernball-Streit: So reagiert Staatsoperndirektor Bogdan Roščić
Der 68. Opernball ist zwar längst Geschichte, die Gemüter aber anscheinend immer noch erhitzt. Und wie das halt so ist, gefallen Änderungen nicht jedem. Einer, der sich besonders getriggert fühlt, ist Verleger Christian W. Mucha. Er kritisierte den Opernball und auch den Staatsoperndirekter per Newsletter, TV-Interviews und Facebook-Postings.
Kurier.at.opernballstreit
TTT Kommentar zu Opernball-Streit: „Mit einem Schwein herumschlagen“ – Posting von Bogdan Rošči
Mit dieser Entgleisung durch die Titulierung „Schwein“ weiß jeder wer im Kontext gemeint ist. Dass der Staatsoperndirektor soweit die Hochkultur der Wiener Staatsoper untergräbt, erschüttert:.
- Frontal-Attacke gegen Mucha „ Andere verstehen nix von Oper!“
„Sich nicht mit einem Schwein herumschlagen“ wird zum restringierten Sprachcode gezählt, ist eine umgangssprachliche Variante von „Ich habe vor langer Zeit gelernt, nie mit einem Schwein zu ringen. Du wirst dreckig, und außerdem mag es das Schwein.“ Dieses Zitat wird George Bernard Shaw zugeschrieben, ist damit aber kein Kulturerbe sondern Ausrutscher im Gassenjargon restringierter Prägung. Neues WSTO Niveau zu Kritik?
Obwohl der Satz nicht direkt „Du bist ein Schwein“ sagt, wird angesprochener Person indirekt unterstellt, unsauber, dreckig oder unmoralisch zu sein – Attribute, die mit dem Schimpfwort „Schwein“ assoziiert werden. Das reicht als indirekte Herabwürdigung, um eine Beleidigung zu begründen.
Komplex betrachtet agiert das Aushängeschild weltbedeutender Wiener Staatsoper auf Plebs – Niveau: er reagiert in primitiver Dreistigkeit / Anstößigkeit, ordinär, plump, unanständig, schamlos, proletenhaft, prollig, rüpelhaft, ungehobelt, ungesittet, ungehörig, primitiv, niveaulos.
Elaborierter oder restringierter Code sind Sprachformen: hochentwickelt, formal, differenziert die eine, die andere das Gegenteil:
vom Dr. phil. Bogdan Roščić, Direktor Wiener Staatsoper genutzt.
Kernunterschied: Der elaborierte Code ermöglicht abstraktes, analytisches Denken und Kommunikation in neuen Kontexten. Restringierter Code das Gegenteil, in sozialer Unterschicht angesiedelt mit geringer formaler Bildung.
Wir vom Online Merker sind elaboriert unterwegs. :
KI zu Online Merker Kulturplattform: Inhalte und Sprachstil: Der Online Merker verwendet einen elaborierten, kritischen Sprachstil, der sich durch präzise, stilistisch anspruchsvolle und fachkundige Formulierungen auszeichnet. Die Texte richten sich an ein gebildetes Publikum mit tieferem Interesse an klassischer Musik und darstellenden Künsten.
Dieser hochsprachliche, analytische Ton kann als „elaborierter Sprachcode“ beschrieben werden – er setzt kulturelles und bildungsmäßiges Vorwissen voraus. Der elaborierte Sprachstil fördert dabei nicht nur die ästhetische Wahrnehmung, sondern trägt auch zur kulturellen Distinktion bei – ein zentrales Merkmal der Wiener Musikszene.
Zitat Ende
Ich möchte mich dazu nicht äußern. Mein Vater, Gott hab ihn selig, hätte mir den Umgang in diesem Kreis verboten, selbst wenn G.B. Shaw bemüht wird. Und er hat meist recht gehabt!
WIEN/ Staatsoper 22.2.2026- „Ariadne auf Naxos“ „Musik ist eine heilige Kunst“
Angelica Kauffmann: Ariadne, abandonend by Theseus on Naxos. 1774 Foto: Meisterdrucke
Die 42.Aufführung in der Inszenierung von Sven-Eric Bechtholf der Oper in einem Akt „Ariadne auf Naxos“ nebst einem Vorspiel, ein weiteres, herausragendes Meisterwerk von Richard Strauss, mit dem Text von Hugo von Hofmannsthal, war im Haus am Ring zu erleben.
Bechtholfs detaillierte Personenregie gepaart mit tänzerischer Beweglichkeit und pointierter Komik in traditioneller „Commedia d‘ell arte“ Manier und im speziellen Fall eine Vermengung von „Operia seria“ und „Opera buffa“ wusste durchaus gekonnt zu fesseln. Radfahrende und kokett über ein quer liegendes Klavier hinunter rutschende Komödianten mit etwas überkandidelten Charakteren auf der einen Seite und die tiefsinnige, ernste Liebe zur Musik und das Streben nach deren bestmöglicher Verwirklichung und Vollendung auf der anderen Seite, schaffen sowohl ein enormes inszenatorisches als auch musikalisches Spannungsfeld. Die Intentionen des Regisseurs wurden maßgeblich unterstützt von Rolf Glittenberg (Bühne), Marianne Glittenberg (Kostüme) und Jürgen Hoffmann (Licht).
Zum Bericht von Marisa Altmann-Althausen
WIEN/ Staatsoper 21.2.2026 „Carmen“ in der Staatsoper
Foto: Wikipedia
Dem Wetter nach hätte es eigentlich „La Wally“ spielen müssen: Auf das Schneechaos am Freitag folgte bei Tauwetter am Samstag ein Tag der Dachlawinen. Weil aber die Staatsoper ihre Saisonen sinnvoller Weise nicht nach den meteorologischen Vorhersagen des hundertjährigen Kalenders plant, stand „Carmen“ auf dem Programm.
Die Aufführung entwickelte sich allerdings nicht ganz nach dem „Motto“, das der Titel der Oper vorgibt. Die als Carmen noch sehr „schablonenhaft“ wirkende Hausdebütantin musste Don José den Vortritt lassen: Denn Piotr Beczała ist wieder als Don José in Wien zu Gast. Beczałas Sergeant ist ein naiver Kerl, der sehr gut zu Micaëla passen würde, wäre da nicht, ja wäre da nicht … Carmen. Das Auskosten von lyrischen Momenten (Blumenarie mit stärkstem Szenenapplaus des Abends) gelang ihm ebenso überzeugend wie die mit bronzenem Metall unterlegte, schon ins leicht heldische spielende tenorale Attacke, wenn Don José von Eifersucht und Liebe in Rage gerät.
Aber Beczała ist kein Sänger, bei dem das Publikum im Finale Angst haben müsste, er könnte Carmen jetzt „wirklich“ etwas antun. Solche überhitzte Leidenschaft ist ihm dann doch fremd. Das Ausloten der emotionalen Ausnahmesituation bleibt im Rahmen, wird sich bei ihm immer seriös dem Gesang unterordnen. Im Normalfall würde sich die Bühnenwirkung ohnehin durch die Anwesenheit Carmens „multiplizieren“, doch gerade das war an diesem Abend nicht der Fall. Beczałas Tenorfeuer brachte die Carmen der Victoria Karkacheva den ganzen Abend lang nicht zum „Schmelzen“.
Diese Carmen war ein „besonderer“ Fall. Wann ward es erlebt, dass der Sängerin der Titelpartie beim Solovorhang kaum ein Bravoruf zu Teil wurde? Im Nachhinein betrachtet handelte es sich um ein ehrliches Statement eines wieder stark von Touristen durchmengten Auditoriums.
http://www.operinwien.at/werkverz/bizet/acarmen19.htm
Dominik Troger/ www.operinwien.at
Klassik-Woche: Machtkämpfe und Medienspiele
Willkommen in der neuen Klassik-Woche, heute mit fehlenden Unterschriften, einer Vision für das musikalische Bewegtbild, der Frage, wie man mit US-Gastspielen umgehen sollte und zwei traurigen Nachrufen.
…Geigerin Carolin Widmann hat die Lufthansa zum Einlenken gebracht. Nachdem Widmann auf Insta postete, dass sie ihre Geige ohne Kasten in der Hand mit an Bord nehmen musste, hat die Airline nun ihre Handgepäck-Bestimmungen gelockert. Das Kranich-Handgepäck wird neuerdings nach der »Widmann-Formel« bemessen: die Addition von Länge, Höhe und Tiefe darf 125 Zentimeter nicht überschreiten. Es dürfen nun also auch Ukulele, Querflöte und ein Mini-Akkordeon transportiert werden – oder eben maximal 72.300 Kubikzentimeter guter Ton (wenn er in einem quadratischen Behältnis mit 41,7 Zentimeter Seitenlänge verstaut ist) +++ Der Regisseur und Autor Armin Petras übernimmt zur Spielzeit 2027/2028 die Intendanz des Theaters Bremen. Er folgt auf Michael Börgerding, der im vergangenen Jahr überraschend verstorben war. +++ Der Chef der Bundestheater in Österreich, Christian Kircher, tritt nach 10 Jahren ab – freiwillig. Vielleicht auch, weil er die Ego-Trips seiner Intendanten satt hat? Wie auch immer: Er ist ein Mann mit Kompass, der gezeigt hat, dass Machtpolitik in der Kultur auch mit Menschlichkeit funktioniert. +++ Peter Gelb, Intendant der Metropolitan Opera in New York, erklärte auf einer Pressekonferenz, dass er seinen Vertrag, der 2030 ausläuft, nicht verlängern wolle »das ist derzeit mein Plan«, wird er von der Associated Press zitiert.
https://backstageclassical.com/machtkaempfe-und-medienspiele
operklosterneuburg 2026: Große Oper, starke Frauen – „Samson und Dalila“
Mit “Samson und Dalila” von Camille Saint-Saëns präsentiert die operklosterneuburg im Sommer 2026 großes Musiktheater, das von außergewöhnlichen Frauen geprägt wird – auf und hinter der Bühne: Mezzosopranistin Margarita Gritskova verkörpert die vielschichtige Titelheldin Dalila, Kostümbildnerin Anna-Sophie Lienbacher verantwortet die visuelle Gestaltung, und mit Brigitte Wurzer übernimmt erstmals eine junge österreichische Dirigentin die Chorleitung der Festspiele.
(Klosterneuburg, am 23. Februar 2026) Mit Camille Saint-Saëns Oper „Samson et Dalila“ bringt die operklosterneuburg im Sommer 2026 eines der großen Meisterwerke des französischen Repertoires auf die Bühne des Stiftes Klosterneuburg. Im Zentrum steht Dalila – eine faszinierende, verführerische und vielschichtige Frauenfigur, verkörpert von der gefeierten Mezzosopranistin Margarita Gritskova. Doch endet die weibliche Gestaltungskraft nicht auf der Bühne: Mit Kostümbildnerin Anna-Sophie Lienbacher und der neuen Chorleiterin Brigitte Wurzer verantworten in der Produktion 2026 zwei weitere herausragende Frauenpersönlichkeiten entscheidende künstlerische Bereiche hinter der Bühne…
Weiterlesen in den „Infos des Tages“
Wien/ MusikTheater an der Wien
„Holle!“ in der Hölle des Musik Theaters an der Wien: Burnout einer Wettermacherin (Bezahlartikel)
Das Musik Theater an der Wien zeigt ein liebevoll inszeniertes Familienstück mit Musik. Für alle ab 6 Jahren.
DiePresse.com.holle.in der hoelle
„Es hat sich ausgeschneit!“: Frau Holle hat genug
Das Theater an der Wien verpackt das Thema Klimawandel mit Märchenfiguren in eine kurzweilige Kinderoper – durchaus effektvoll und mit Humor, aber auch mit dramaturgischen Schwächen. Frau Holle will nicht mehr. Ständig beschweren sich die Menschen über das Wetter. Nichts ist ihnen recht. Und dann greifen sie auch noch selbst ein in die Wettermaschine, heizen fleißig den Klimawandel an und bringen die fein abgestimmte Dramaturgie der Natur durcheinander. Frau Holle schmeißt hin, ihre Assistenten, der Pech-Andi und der Gold-Andi, übernehmen – und bringen noch einmal ordentlich Chaos ins Wettergeschehen.
https://www.krone.at/4056258
Brief von Brüggi: Liebe Waltraud B.,*Sie schreiben mir fast nach jedem Newsletter – und meckern, und nörgeln und verbessern. So viel Rage ist eine wahre Freude. Ich muss gestehen, in der Regel lösche ich Ihre Mails ungelesen. Aber manchmal – so wie gestern – schaue ich trotzdem rein. Und heute möchte ich Ihnen, der fleißigsten Leserbriefschreiberin bei BackstageClassical, ein kleines Denkmal setzen. Erst einmal möchte ich Jonas Kaufmann auf Sie aufmerksam machen: Lieber Herr Kaufmann, es gibt kaum jemanden, der sich so für Sie ins Zeug legt wie Waltraud B.! Wenn ich mich über Sie lustig mache (und das passiert nicht selten), bekomme ich es sofort doppelt und dreifach von Waltraud zurück! Lieber Herr Kaufmann, schenken Sie ihrem Mega-Fan Waltraud B. doch mal ein hohes C (wenn es nicht mehr klappt: ein H reicht auch) – Waltraud B. hat es verdient!
backstage.classical
Antwort von W.B an den „Neidhammel und Selbstdarsteller“: Es freut mich, dass Sie den Gegenwind in einigen Punkten, den ich zu entfachen beabsichtige, auch merken. Wenn Sie aber sinnerfassendes Lesen anwenden würden, dann hätten Sie längst bemerkt, dass Jonas Kaufmann nur einen kleinen Themenbereich einnimmt. Vielmehr melde ich mich zu besserwisserischen und fehlerbehafteten Rundumschlägen! Wo Sie recht haben, haben Sie recht, aber in einem unvertretbar hohen Prozentsatz werden die Zeilen mit dünn argumentierten Schlagzeilen gefüllt, meist auf Kosten anderer. Das kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen. Übrigens brauchen Sie JK nicht zu animieren, mir ein hohes C zu schenken. Ich stehe nicht auf solche Protzreien und genau deshalb gehe ich lieber in Vorstellungen mit JK als in die anderer, meist medial hochgejubelter Tenöre mit absehbarer Halbwertszeit, hohes C hin oder her.
Hochachtungsvoll Waltraud B.
Zitat Ende
In den Kinos: Fortsetzung von Barrie Koskys „Ring“: Siegfried aus dem Royal Opera House. Live in den deutschsprachigen Kinos am 31. März
Nach dem großen Erfolg von Das Rheingold und Die Walküre setzen Ehrendirigent Antonio Pappano und Regisseur Barrie Kosky ihre vielbeachtete Zusammenarbeit mit dem dritten Teil von Wagners monumentalem „Ring“-Zyklus fort. Siegfried wird am Dienstag, den 31. März, live aus dem Royal Opera House in London in Kinos weltweit übertragen.
Mit Andreas Schager übernimmt einer der vielbeachteten Heldentenöre unserer Zeit die Titelrolle und gibt damit sein lang erwartetes Debüt an der Royal Opera. Zum hochkarätigen Ensemble zählen zahlreiche Künstler:innen, die Kritik und Publikum bereits in Die Walküre begeistert haben, darunter Christopher Maltman (Der Wanderer), Elisabet Strid (Brünnhilde) und Soloman Howard (Fafner).
Neu zur Besetzung stoßen Peter Hoare als Mime, Christopher Purves als Alberich, Wiebke Lehmkuhl als Erda sowie Sarah Dufresne (ehem. Jette Parker Artist) als Waldvogel. Für die visuelle Gestaltung zeichnen sich erneut Bühnenbildner Rufus Didwiszus, Kostümbildnerin Victoria Behr und Lichtdesigner Alessandro Carletti verantwortlich.
Genaueres in den „Infos des Tagen“
Leser Matthias Rademacher zum Thema: Liebe Onlinemerker, Wagners Siegfried aus Covent Garden ist insgesamt an 10 verschiedenen Tagen in Kinos zu sehen. Auf der von Ihnen verlinkten Adresse www.rbokino.com kann man nach Selektion von „Siegfried“ im oberen Bereich die Daten sehen. Ich finde dort noch einige Termine in für mich erreichbaren Kinos an verschiedenen Daten. Zitat Ende
War das Zubin Mehtas Abschied? Nicht, wenn es nach ihm geht
Beim Auftritt des sichtlich geschwächten Dirigenten mit dem West-Eastern Divan Orchestra im Musikverein blieb die Interpretation zweitrangig
DerStandard.at.story.zubinmehta
Zubin Mehta blüht an seinem Lebensabend voll auf
So traurig der Titel klingt – wenn man jedoch den Auf- und Abtritt des geschätzten Maestros Zubin Mehta, bald 90 Jahre alt, am Sonntag in Wien beobachten konnte, leidete man unwillkürlich an den Qualen mit, denen der liebenswürdige Stardirigent ausgesetzt ist. Dieser Konzertabend war ungleich berührend, zumal das Orchester locker mit den sogenannten Meisterorchestern mithalten kann.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
TTT Kulturkommentar + Theaterdenken: Stabilisiert „Regietheater“ heute politische Tyrannei? Ja!!!
„Autokraten – Internationale“! Augsburger Puppenkiste! Achtung + Ächtung?
Barack Obama und aktuelle TTT – Doktrin beklagen Verlust von „Scham, Anstand“ durch Autokraten. Solch zunehmende globale Phänomene werden im Musiktheater stabilisiert: „Einbuße von Fundamenten menschenwürdigen Seins, Welt spaltender Rückzug toleranter Normen, Verrohung humaner Ideale“ weisen zu Inszenierungen der Autokraten.
Quellen: TTT Musiktheater Doktrin: Weisheit in Geist, Seele, Fleisch und Blut
Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/ttt-kulturkommentar-theaterdenken-stabilisiert-regietheater-heute-politische-tyrannei-ja/
Brilliant aktualisiert: „Tamerlano“ bei den Händel-Festspielen Karlsruhe
1924 erlebte Georg Friedrich Händels Oper „Tamerlano“ zweihundert Jahre nach ihrer Londoner Uraufführung in Karlsruhe ihre erste Wiederaufführung in der Neuzeit. Nach weiteren hundert Jahren eröffnet sie die 48. Internationalen Händelfestspiele in Karlsruhe in der Regie des medienaffinen, ehemaligen Sängers Kobie van Rensburg. René Jacobs hat mit dem Freiburger Barockorchester die musikalische Leitung übernommen und in der Titelpartie gastiert der bei den Salzburger Festspielen im vergangenen Jahr hoch gelobte Countertenor Christophe Dumeaux. Die historische Begebenheit um den Gewaltherrscher Tamerlan und seinen gefangenen Gegner, den osmanischen Sultan Bajazet, den er in einen politisch motivierten Selbstmord treibt, könnte in Zeiten der Autokratie kaum aktueller sein.
https://www.swr.de/kultur/buehne/tamerlano-oper-haendel-festspiele-karlsruhe-100.html
Vom Innenleben der Figuren – Eröffnung der 48. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe mit „Tamerlano“
Barockoper heißt immer auch Bühnenzauber. Im 18. Jahrhundert wollte man im Theater nicht nur spektakuläre Stimmen hören, sondern auch die neuesten Bühneneffekte sehen. Bei der Eröffnung der 48. Internationalen Händel-Festspiele Karlsruhe lässt Regisseur Kobie van Rensburg in „Tamerlano“ Teppiche fliegen und Elefanten über die Bühne schreiten. Die Leinwand wird zum Bühnenbild, das Bluescreen-Verfahren zum Zauberkasten. Aber auf Dauer ermüden die digitalen Kunststückchen.
NeueMusikzeitung.de.tamerlano
Braunschweig: „Peter Grimes“, Benjamin Britten
Nach fast 28 Jahren ist mit Benjamin Brittens PeterGrimes eine der bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts wieder im Staatstheater zu erleben. Die 1945 in London uraufgeführte Oper beruht auf der Verserzählung „The Borough“ des englischen Dichters George Crabbe, der wie Britten aus einem ostenglischen Fischerstädtchen stammte. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten kriminellen Energie des Fischers Peter Grimes wird in dem Libretto von Montagu Slater vorwiegend auf dessen Außenseiterstellung verwiesen, der selber nie Liebe erfahren hat und sie daher auch nicht weitergeben kann
Von Gerhard Eckels
DerOpernfreund.de.petergrimes
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Nach der Tötung des Drogenbosses «El Mencho» durch Mexikos Militär kommt es landesweit zu Terroraktionen und Dutzenden Toten. Eine neue amerikanische Spezialeinheit soll Mexikos Militär bei der Ausschaltung des Kartellchefs unterstützt haben. Dessen Bande überzieht das Land derzeit mit Racheaktionen.
Jetzt lesen
Millennials in China wollen Hunde und Katzen, aber keine Kinder. Was sagt das über das Land? Haustiere sind für viele Chinesen wie Familienmitglieder. Es ist das Symptom einer jungen Generation, die sich neu erfindet.
Jetzt lesen
Streit um Öllieferungen: Ungarn und die Slowakei drohen der Ukraine – Kiew spricht von Erpressung: Seit einem Drohnenangriff fliesst kein russisches Erdöl mehr durch die Ukraine in die EU. Die Regierungen in Budapest und Bratislava beschuldigen Wolodimir Selenski statt Wladimir Putin.
Jetzt lesen
Trump, Putin und die vielen Zwerge: Warum Europa nicht erwachsen wird: Selbst in der Schicksalsfrage der Ukraine-Hilfe ist Europa gespalten. Der Norden zahlt, der Süden schaut zu. Es herrscht Egoismus statt Geschlossenheit.
Jetzt lesen
Epstein-Akten: die kolossale Stinkbombe aus einer elitären Parallelwelt: Die Epstein-Files zeichnen das Bild einer moralisch verirrten Elite. Donald Trump, der bekannteste Sexist des Landes, geht bizarrerweise gestärkt aus der Publikation hervor. Eine Zwischenbilanz.
Jetzt lesen
Muss er immer dieser «Scheiss-Faber» sein, fragt Rosa Herzog. Mit ihr verliert der Dortmunder «Tatort» sein Herz: Nur eine ist in der Folge «Schmerz» wichtig, Stefanie Reinsperger als Rosa Herzog. Ihr Abschied ist ein Drama, das an die Nieren geht.
Jetzt lesen
Bangkok erfindet sich neu: Das Dib International Contemporary Art Museum verbindet thailändische Gegenwartskunst und spirituelle Architektur. Das Manifest einer Metropole im Aufbruch.
Jetzt lesen
Der Lieblingsphilosoph der Tech-Milliardäre: was das Denken von Leo Strauss für Peter Thiel und Co. so attraktiv macht: Intellektuelle um Donald Trump berufen sich oft auf einen in Europa fast vergessenen Denker: Leo Strauss. Der Philosophiehistoriker Heinrich Meier hat eine Einführung in sein Werk geschrieben.
Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Österreich/ Lawinenbergung
Vorschlag aus Tirol: „Vielleicht sollte man Einsatzkosten verrechnen!“
Tirols Sicherheits-Landesrätin Astrid Mair (ÖVP) appelliert angesichts der großen Lawinengefahr im „Krone“-Interview an die Vernunft der Einheimischen und Touristen. Aber sie winkt auch mit dem Zaunpfahl.
https://www.krone.at/4055542
Verhalten bei Unfällen: Expertin klärt auf: Nur vorbeizufahren bei Unfällen ist auch verboten
Was man bei Unfällen tun muss und was droht, wenn man Hilfe verwehrt, ist vielen Verkehrsteilnehmern oft nicht klar. Immer wieder kommt es vor, dass niemand stehen bleibt und einfach vorbeifährt. Eine Juristin des ÖAMTC klärt auf, was im Gesetz steht.
https://www.krone.at/4055805
Wien: „Islamische Werte“ – Familie zieht aus Wien weg. Mutter zieht Schlussstrich
Eine junge Familie hat Wien verlassen. Der Grund: Sie fühlen sich durch eine zunehmende Präsenz islamischer Werte verunsichert.
Heute.at.familie
Epstein und der österreichische Professor
Jeffrey Epstein umgab sich gerne mit bekannten Intellektuellen. Unter ihnen ist auch der renommierte österreichischer Mathematiker und Biologe Martin Nowak. News-Recherchen zeigen, dass er sich bei Epstein nach „interessanten Frauen“ erkundigte – und dass er im Tagebuch eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers vorkommt.
News.at.epstein
„Interessante Frauen“ gibt es auch in Wien genug, aber eben keinen Epstein, der koordiniert!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C.

