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19 CD-Box JOHANN SEBASTIAN BACH: SÄMTLICHE CHORALKANTATEN – limitierte Deluxe-Ausgabe mit zwei Begleitbüchern; aparte

25.02.2026 | cd

19 CD-Box JOHANN SEBASTIAN BACH: SÄMTLICHE CHORALKANTATEN – limitierte Deluxe-Ausgabe mit zwei Begleitbüchern; aparte

Bach-Fans aufgepasst: Tripeljubiläum – Die aktuell glorioseste Kantatenedition kommt vom Vokal- und Instrumentalensemble Gli Angeli Genève unter Stephan MacLeod

bach

„Es ist evident, dass diesem musikalischen und theologischen Projekt die Bedeutung eines Glaubensbekenntnisses zukommt. Und dass es zugleich eine Art Monument darstellt, das Bach zum Ruhm des Luthertums errichtete, das sich hier im Choral verkörpert.“ Philippe Albéra

Dreifachjubiläum: 2024 war es genau 500 Jahre her, dass Martin Luther seine Liedersammlung veröffentlichte. Genau 200 Jahre später begann Bach mit seinem Jahrgang an Choralkantaten. Und das schweizerische Kantaten-Spezialistenensemble Gli Angeli Genève feierte 2025 sein 20-jähriges Bestehen.

56 aller Bach-Kantaten beruhen auf lutherischen Chorälen=Liedern, die sich durch Text, Eingangschor, Schlussteil, fallweise auch durch Rezitative und Arien ziehen. Bach schrieb die ersten 43 Choralkantaten in Leipzig, beginnend mit der Kantate BWV 20 für den ersten Sonntag nach Dreifaltigkeit am 1.6.1724 und sie enden mit der Kantate BWV 68, die am 21.5., dem Pfingstmontag 1725, zur Aufführung kam. In den folgenden neun Jahren erweiterte Bach seinen Zyklus um 13 Kantaten, mit dem Ziel, das gesamte Kirchenjahr abzudecken. Die Auswahl an Kirchenliedern war jedenfalls reichlich: Bach konnte aus einer mehrbändigen Sammlung von mehr als 5000 Chorälen wählen.

Ins Rampenlicht der Herzen: Mit der erstmaligen vollständigen Kompilation dieser 56 Kantaten als geschlossener Zyklus wollen Gli Angeli Genève und Stephan MacLeod auf die Bedeutung und Singularität dieses besonderen Werks – theologisch, musikalisch und historisch – aufmerksam machen. Was ihnen in einzigartiger Art und Weise und unangestrengter Intensität gelungen ist.

Die luxuriöse Edition des 2005 von Stephan MacLeod gegründeten Schweizer Ensembles Gli Angeli Genève ist über einen Zeitraum von fast sechs Jahren als Live-Takes von 18 Konzerten in Genf entstanden. Sie wurde 2025 aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens publiziert.

Wir hören jede Kantate, ihren originalen Choral und ein darauf basierendes Orgelstück in der Reihenfolge des Kirchenjahres. Ein wahrlich gigantisches musikalisches Unterfangen in unanfechtbarer künstlerischer Qualität und spiritueller Tiefe. Mit einer sofort einnehmenden kammermusikalischen Natürlichkeit musiziert, historisch informiert, erschließt sich im Ausdruck die volle Innigkeit und der Animo mit den puren Stimmen von Alex Potter, Hana Blažíková, Aleksandra Lewandowska, Marie-Hélène Essade, Vanessa Beck-Hurst, Valerio Contaldo, David Hernandez, Gaston Sister, Thomas Hobbs, Nicolas Savoy, Christelle Monney, Marine Fribourg, Aleksandra Tutalska, Frederic Sjollema, Damien Guillot, Raphael Höhn und Stephan MacLeod, um nur einige zu nennen. Zudem adeln prominente Instrumentalisten, wie etwa Alexis Kossenko (Flöte), die Exzellenz der Box.

Die 56 Orgelstücke stammen außer von J. S. Bach von so unterschiedlichen Komponisten wie Johann Ludwig Krebs, Gottfried Kirchhoff, Johann Christian Kittel, Friedrich Ernst Richter, Georg Böhm, Gottfried August Homilius, Johann Pachelbel, Johann Gottfried Walther, Johann Christoph Oley, Johann Bernhard Bach, Georg Friedrich Kauffmann, Johannes Brahms, Johann Gottfried Müthel, Johann Nikolaus Hanff, Friedrich Wilhelm Zachow, Dietrich Buxtehude, Johann Peter Kellner sowie dem Zeitgenossen Gaël Liardon. Sie wurden vom französischen Cembalisten und Organisten Francis Jacob 2024 auf der Arp Schnitger Orgel in der Martinikerk/Groningen in sensationellem klanglichen Glanz und stupender räumlicher Tontechnik eingespielt.

Noch spannender wird es, wenn man die wahrscheinlich nur einem kleinen Kreis an Wissenden bekannten Tonsetzer der Choräle in Betracht zieht. Bach stützte sich u.a. auf teils heute noch bekannte Inventionen von Johann Crüger (O Ewigkeit, du Donnerwort), Gottfried Vopelius (Christ unser Herr zum Jordan kam), Cyriakus Schneegass (Ach Herr, mich armen Sünder), Johann Agricola (Ich ruf zu dir, Jesu Christ), Georg Neumark (Wer nur den lieben Gott läßt walten), Paul Speratus (Es ist das Heil uns kommen her), Anasverus Fritsch (Was frag ich nach der Welt), Samuel Scheidt (Herr Jesu Christ, du höchstes Gut), Sethus Calvisius (Allein zu dir, Herr Jesu Christ), Johann Rist (Jesu, der du meine Seele), Caspar Neumann (Liebster Gott, wann werd ich sterben), Kaspar von Stieler (Wo soll ich fliehen hin), Martin Luther (Eine feste Burg ist unser Gott; Nun komm der Heiden Heiland), Johann Hermann Schein (Wohl dem, der sich auf seinen Gott), Martin Möller (Ach Gott, wie manches Herzeleid), Philipp Nicolai (Wie schön leuchtet der Morgenstern) und eine erkleckliche Zahl anonymer Kollegen.

Die zahlreichen Orgel-Improvisationen auf der Box rühren vom 1971 geborenen französischen Organisten François Saint-Yves, Schüler des Kenneth Gilbert am Pariser Konservatorium.

All die musikalischen Höhepunkte und Überraschungen zu entdecken, die sich aus dieser Box wie aus einem prall gefüllten Füllhorn der christlichen liturgischen Traditionen und eines der reichsten Kapitel der Musikgeschichte ergießen, ist eine der Wonnen, die sich aus dem konzentrierten Hören ergeben. Das Wunderbare an der Interpretation der Genfer ist, dass mit einem tollen Sänger an der Spitze des Ensembles alle vokale Geschmeidigkeit, ihr eingeschworenes Aufeinander-Hören und ihre wie aus einem meditativen Fluss geborene Harmonie sich balsamisch auf den Zuhörer übertragen. Der Streicherklang und erst recht die sagenhaft vollmundig ‚singenden‘ Holzbläser scheinen anders als bei vielen anderen „Originalklangensembles“ direkt aus der religiösen Erzählung von Lied und Wort zu erwachsen. Kaum je habe ich bei Bach eine engere Durchdringung von Vokalisten und Instrumentalbegleitung in Phrasierung, feinsten artikulatorischen Nuancen und atmosphärischer Farbmikroabschattierung erlebt. Da ist ein Ensemble dank intensiver Beschäftigung und überragender musikalischer Talente über die Jahre hinweg zu einer höheren Einheit verschmolzen.

Auf der kognitiven Ebene gesellt sich ein generöses Angebot an Information dazu: Ein umfassender Kommentar von Philippe Albéra in Französisch, Englisch und Deutsch, der sich teils wiederum auf die Publikation von Gilles Cantagrel „Les Cantates de Bach“; Paris, Fayard, 2010 beruft, bietet nach einer Einleitung ausführliche, wissenschaftliche fundierte Kommentare, mit einer Unmenge an historischen und musikalischen Details zu jeder der vorgestellten Kantaten

Buch 1 (484 Seiten, dreisprachig in Deutsch, Englisch und Französisch dokumentiert) enthält ausführliche Beschreibungen zu jeder Kantate des Schweizer Musikwissenschaftlers Philippe Albèra

Buch 2 (200 Seiten, deutsch, englisch, französisch) enthält die Tracks, die Kantatentexte, zahlreiche Fotos sowie die Registrierungen und Erläuterungen der eingespielten Orgelwerke durch Francis Jacob.

Inhalt der Box

  1. Sonntag nach Trinitatis (11.6.1724) – Kantate BWV 20 „O Ewigkeit, du Donnerwort“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „O Ewigkeit, du Donnerwort“, Johann Crüger: O Ewigkeit, du Donnerwort
  2. Sonntag nach Trinitatis (18.6.1724) – Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“; Orgelchoral BWV 741 „Ach Gott vom Himmel sieh darein“, Anonymus (1524): Aria „Ach Gott vom Himmel sieh darein“
  3. Hochfest der Geburt Johannes‘ des Täufers (24.6.1724) – Kantate BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“; Orgelchoral BWV 684 „Christ unser Herr zum Jordan kam“ / Gottfried Vulpius: Christ unser Herr zum Jordan kam

4.. Sonntag nach Trinitatis (25.6.1724) – Kantate BWV 135 „Ach Herr, mich armen Sünder“, Gottfried Kirchhoff „Ciaconna sopra „Ach Herr, mich armen Sünder“, Cyriakus Schneegass: „Ach Herr, mich armen Sünder“

  1. Fest Mariä Heimsuchung (2.7.1724) – Kantate BWV 10 „Meine Seel erhebt den Herren“; Fuga sopra II Magnificat BWV 733, Choral (Anonymus Frankreich, 17. Jahrhundert) „Meine Seel erhebt den Herren“

6.. Sonntag nach Trinitatis (6.7.1732) – Kantate BWV 177 „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ„; Orgelchoral BWV 639 „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“, Johann Agricola: „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“

7.. Sonntag nach Trinitatis (9.7.1724) – Kantate BWV 93 „Wer nur den lieben Gott läßt walten“, Johann Ludwig Krebs: Fantasia sopra „Wer nur den lieben Gott läßt walten“, Georg Neumark: „Wer nur den lieben Gott läßt walten“

  1. Sonntag nach Trinitatis (1.8.1734) – Kantate BWV 9 „Es ist das Heil uns kommen her“; Orgelchoral BWV 638 „Es ist das Heil uns kommen her“, Paul Speratus: „Es ist das Heil uns kommen her“
  2. Sonntag nach Trinitatis (23.7.1724) – Kantate BWV 107 „Was willst du dich betrüben“; Orgelchoral BWV 658 „Von Gott will ich nicht lassen“, Jehan Chardevoine: Une jeune fillette, Anonymus (Frankreich, 17. Jahrhundert): Choral „Was willst du dich betrüben“
  3. Sonntag nach Trinitatis (30.7.1724) – Kantate BWV 178 „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“, Johann Christian Kittel: Orgelchoral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“, Anonymus (Frankreich, 17. Jahrhundert), Choral „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“
  4. Sonntag nach Trinitatis (6.8.1724) – Kantate BWV 94 „Was frag ich nach der Welt“, Friedrich Ernst Richter: Orgelchoral „O Gott, du frommer Gott“, Ahasverus Fritsch: „Was frag ich nach der Welt“

12.. Sonntag nach Trinitatis (13.8.1724) – Kantate BWV 101 „Nimm von uns, Herr, du treuer Gott“, Georg Böhm: Choralvorspiel „Vater unser im Himmelreich“, Anonymus (ca. 1750): „Nimm von uns, Herr, du treuer Gott“

  1. Sonntag nach Trinitatis (20.8.1724) – Kantate BWV 113 „Herr Jesu Christ, du höchstes Gut“, Gottfried August Homilius: Choralvorspiel „Herr Jesu Christ, du höchstes Gut“, Samuel Scheidt: „Herr Jesu Christ, du höchstes Gut“
  2. Sonntag nach Trinitatis (19.8.1725) – Kantate BWV 137 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“, Johann Gottfried Walther: Choralvorspiel „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“, Ahasverus Fritsch: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“
  3. Sonntag nach Trinitatis (3.9.1724) – Kantate BWV 33 „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“, Johann Pachelbel: Choralvorspiel „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“, Sethus Calvisius: „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“
  4. Sonntag nach Trinitatis (10.9.1724) – Kantate BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „Jesu, der du meine Seele“, Johann Rist: „Jesu, der du meine Seele“

17.. Sonntag nach Trinitatis (17.9.1724) – Kantate BWV 99 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, Severus Gastorius: „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

18.. Sonntag nach Trinitatis (24.9.1724) – Kantate BWV 8 „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“, Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“, Caspar Neumann: „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“ (Bach: Schemelli Gesangbuch Nr. 61)

  1. Michaelis (29.9.1724) – Kantate BWV 130 „Herr Gott, dich loben alle wir“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „Herr Gott, dich loben alle wir“, Anonymus (ca. 1600): „Herr Gott, dich loben alle wir“
  2. Sonntag nach Trinitatis (1.10.1724) – Kantate BWV 114 „Ach, lieben Christen, seid getrost“; Fantasia sopra il Chorale „Wo Gott der Herr nicht bey uns hält“ BWV 1128 / Anonymus (Choralsammlung 17. Jahrhundert): „Ach, lieben Christen, seid getrost“
  3. Sonntag nach Trinitatis (8.10.1724) – Kantate BWV 96 „Herr Christ, der einge Gottes Sohn“; Orgelchoral BWV Anh. 55 „Herr Christ der einge Gottes Sohn“, Anonymus (spätes 16. Jahrhundert): „Herr Christ der einge Gottes Sohn“
  4. Sonntag nach Trinitatis (15.10.1724) – Kantate BWV 5 „Wo soll ich fliehen hin“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „Wo soll ich fliehen hin“, Kaspar von Stieler: „Wo soll ich fliehen hin“
  5. Sonntag nach Trinitatis (22.10.1724) – Kantate BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“; Orgelchoral BWV 654 „Schmücke dich, o liebe Seele“, Johann Crüger: „Schmücke dich, o liebe Seele“
  6. Sonntag nach Trinitatis (29.10.1724) – Kantate BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“; Orgelchoral BWV 686 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“, Gottfried Vopelius:“ Aus tiefer Not schrei ich zu dir“
  7. Reformationstag (31.10.1728-31) – Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“; Orgelchoral BWV 720 „Ein feste Burg ist unser Gott“, Martin Luther: „Ein feste Burg ist unser Gott“
  8. Sonntag nach Trinitatis (5.11.1724) – Kantate BWV 115 „Mache dich, mein Geist, bereit“, Gottfried August Homilius: Orgelchoral „Mache dich, mein Geist, bereit“, Anonymus (ca. 1700): „Mache dich, mein Geist, bereit“
  9. Sonntag nach Trinitatis (12.11.1724) – Kantate BWV 139 „Wohl dem, der sich auf seinen Gott“, Johann Christoph Oley: Orgelchoral „Mach’s mit mir, Gott, nach deiner Güt“, Johann Hermann Schein: „Wohl dem, der sich auf seinen Gott“
  10. Sonntag nach Trinitatis (19.11.1724) – Kantate BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“, Georg Böhm: Partita „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“, Johann Crüger: „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“
  11. Sonntag nach Trinitatis (26.11.1724) – Kantate BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“, Johann Bernhard Bach: Partita „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“, Anonymus (Choralsammlung 17. Jahrhundert): „Du Friedefürst. Herr Jesu Christ“
  12. Sonntag nach Trinitatis (25.11.1731) – Kantate BWV 140 „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, Gottfried August Homilius: Choralvorspiel „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, Philipp Nicolai: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“
  13. Advent (3.12.1724) – Kantate BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“; Orgelchoral BWV 659 „Nun komm, der Heiden Heiland“, Martin Luther: „Nun komm, der Heiden Heiland“
  14. Weihnachtstag (25.12.1724) – Kantate BWV 91 „Gelobet seist du, Jesu Christ“; Orgelchoral BWV 604 „Gelobet seist du, Jesu Christ“, Martin Luther: „Gelobet seist du, Jesu Christ“
  15. Weihnachtstag (26.12.1724) – Kantate BWV 121 „Christum wir sollen loben schon“; Orgelchoral BWV 611 „Christum wir sollen loben schon“, Martin Luther: „Christum wir sollen loben schon“
  16. Weihnachtstag (27.12.1724) – Kantate BWV 133 „Ich freue mich in dir“ , Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Ich freue mich in dir“, Ahasverus Fritsch: „Ich freue mich in dir“
  17. Sonntag nach Weihnachten (31.12.1724) – Kantate BWV 122 „Das neugeborne Kindelein“, Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Das neugeborne Kindelein“, Melchior Vulpius: „Das neugeborne Kindelein“
  18. Neujahrstag (1.1.1725) – Kantate BWV 41 „Jesu, nun sei gepreiset“, Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Jesu, nun sei gepreiset“, Anonymus: „Jesu, nun sei gepreiset“
  19. Sonntag nach Neujahr (5.1.1727) – Kantate BWV 58 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“, Georg Friedrich Kauffmann: Orgelchoral „Herr Jesu Christ, mein’s Lebens Licht“ (Harmonische Seelenlust, Anonymus: „Ach Gott, wie manches Herzeleid“
  20. Epiphanias (6.1.1725) – Kantate BWV 123 „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“, Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“, Anonymus (Choralsammlung Darmstadt, 1698): „Schönster Immanuel, Herzog der Frommen“
  21. Sonntag nach Epiphanias (7.1.1725) – Kantate BWV 124 „Meinen Jesum laß ich nicht“, Johann Ludwig Krebs: Choralvorspiel „Meinen Jesum laß ich nicht“, Anonymus: „Meinen Jesum laß ich nicht“
  22. Sonntag nach Epiphanias (14.1.1725) – Kantate BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“, Johannes Brahms: Choralvorspiel „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ (nach Kantate BWV 44), Martin Möller: „Ach Gott, wie manches Herzeleid“
  23. Sonntag nach Epiphanias (21.1.1725) – Kantate BWV 111 „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“, Johann Gottfried Müthel: Orgelchoral „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“, Johann Eccard: „Was mein Gott will, das g’scheh allzeit“
  24. Sonntag nach Epiphanias (30.1.1735) – Kantate BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“, Johann Nikolaus Hanff: Orgelchoral „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit / Johann Walter: „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“
  25. Septuagesimä (28.1.1725) – Kantate BWV 92 „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“, Johann Pachelbel: Orgelchoral „Was mein Gott will, das gescheh‘ allzeit“, Claudin de Sermisy: Il me suffit de tous mes maux / Johann Eccard: „Ich hab in Gottes Herz und Sinn“
  26. Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess, 2.2.1725) – Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“; Orgelchoral BWV 616 „Mit Fried und Freud fahr ich dahin“, Dieterich Buxtehude: „Mit Fried und Freud fahr ich dahin“ BuxWV 76
  27. Sexagesimä (4.2.1725) – Kantate BWV 126 „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“, Georg Böhm: Orgelchoral „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“, Joseph Klug: „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“
  28. Sonntag vor der Passionszeit (Estomihi, 11.2.1725) – Kantate BWV 127 „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“, Friedrich Wilhelm Zachow: Orgelchoral „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“, Anonymus (ca. 1560): „Herr Jesu Christ, wahr‘ Mensch und Gott“
  29. Mariä Verkündigung (23.3.1725) – Kantate BWV 1 „Wie schön leuchtet der Morgenstern“, Dietrich Buxtehude: Orgelchoral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BuxWV 223, Philipp Nicolai: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“
  30. Quasimodogeniti (Sonntag nach Ostern, 8.4.1725) – Kantate BWV 4 „Christ lag in Todes Banden“; Orgelchoral BWV 625 „Christ lag in Todesbanden“, Johann Walter: „Christ lag in Todesbanden“
  31. Misericordias Domini (2. Sonntag nach Ostern, 8.4.1731) – Kantate BWV 112 „Der Herr ist mein getreuer Hirt“; Orgelchoral BWV 663 „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, Nikolaus Decius: „Der Herr ist mein getreuer Hirt“
  32. Christi Himmelfahrt (10.5.1725) – Kantate BWV 128 „Auf Christi Himmelfahrt allein“; Orgelchoral BWV 715 „Allein Gott in der Höh sei Ehr“, Anonymus (Choralsammlung 17. Jahrhundert): „Auf Christi Himmelfahrt allein“
  33. Pfingstmontag (21.5.1725) – Kantate BWV 68 „Also hat Gott die Welt geliebt“ / Francois Saint-Yves: Orgel-Improvisation über „Also hat Gott die Welt geliebt“ / Gottfried Vopelius: „Also hat Gott die Welt geliebt“
  34. Trinitatis (8.6.1727) – Kantate BWV 129 „Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht“, Gaël Liardon: Orgelchoral „Gelobet sei der Herr“, Ahasverus Fritsch: „Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht“
  35. Ohne Angabe des Tages im Kirchenjahr (1728-1731?) – Kantate BWV 117 „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“, Dietrich Buxtehude: Es ist das Heil uns kommen her BuxWV 186, Anonymus (Osterchoral, 15. Jahrhundert): „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“
  36. Ohne Angabe des Tages im Kirchenjahr (1730?) – Kantate BWV 192 „Nun danket alle Gott“; Orgelchoral BWV 657 „Nun danket alle Gott“; Johann Crüger: „Nun danket alle Gott“
  37. Ohne Angabe des Tages im Kirchenjahr (1734?) – Kantate BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, Johann Peter Kellner: Orgelchoral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“, Severus Gastorius: „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ (ca. 1674, Pachelbel-Version)
  38. Ohne Angabe des Tages im Kirchenjahr (25.7.1734?) – Kantate BWV 97 „In allen meinen Taten“, Georg Friedrich Kauffmann: Orgelchoral „Nun ruhen alle Wälder“, Heinrich Isaac: „In allen meinen Taten“

Tipp: Beim Bachfest Leipzig 2026 wird es ebenfalls einen Zyklus „Bach-Chorkantaten“ mit 16 Konzerten vom 7. bis 14. Juni geben.

Fazit: Zugreifen! Eine der spirituell wichtigsten und musikalisch ergiebigsten/klanggenüsslichsten Bach-Kantateneditionen überhaupt.

Dr. Ingobert Waltenberger

 

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