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13. OKTOBER 2025 – Montag

13.10.2025 | Tageskommentar

 

Foto: Staatsoper Berlin
Staatsoper Berlin: Premiere für den „Social run“

Mit dem Social Run startet die Staatsoper ein neues, außergewöhnliches Format, das Sport und Musikgeschichte verbindet. Auf einer rund 8,5 Kilometer langen Laufstrecke von der Staatsoper Unter den Linden durch den Tiergarten erleben Sie Berlins Musik- und Operngeschichte aus einer neuen Perspektive.

An ausgewählten Stationen – vom Konzerthaus am Gendarmenmarkt über das Wagner-Denkmal bis zum Brandenburger Tor – erzählen kurze Stopps von den kulturellen Verbindungen zwischen der Stadt und der Staatsoper. Begleitet wird der Lauf von Mitarbeitenden der Staatsoper, die Einblicke und Geschichten teilen.

Premiere: Samstag, 18. Oktober 2025, 11 Uhr I weitere Termine tba
Treffpunkt: direkt vor der Staatsoper Unter den Linden
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Anmeldung: socialrun@staatsoper-berlin.de | Teilnahme: kostenlos

Route: Strava 
 Voraussetzungen: der Jahreszeit angemessene Laufbekleidung und -schuhe, ausreichende läuferische Fitness, um eine Strecke von ca. 8,5 Kilometern in einer mittleren Laufgeschwindigkeit von 8 bis 9 Kilometern pro Stunde (das entspricht einer Zeit von ca. 6:30/6:45 Minuten pro Kilometer) bewältigen zu können. 
 Jede:r läuft dabei auf eigene Verantwortung; ein medizinisches Notfallset wird mitgeführt. Eine Haftung für Gesundheits-,  Sach- und Vermögensschäden ist ausgeschlossen. 

Ob Musikliebhaber:in oder Laufbegeisterte:r – machen Sie mit beim ersten Social Run der Staatsoper und entdecken Sie Berlin in Bewegung!

Anmeldung

 

Wiener Staatsoper-NEST: „Dances for the Future“ – Johann Strauss 2225, stimmt es so?                     12.10.2025

Zwölf  junge TänzerInnen der Jugendkompanie der Wiener Staatsoper sind im NEST, der Operndependance für Kinder und Jugendliche angetreten, um für die Events der „Johann Strauss 2025 Wien“-Reihe einen Blick in die Zukunft zu werfen. In eine allzu ferne Zeit? ’Strauss 2225’ steht über einem vierteiligen Programm, welches der kanadische Choreograph Robert Binet für diese Nachwuchstänzern entworfen hat. Doch, in 200 Jahren …. wie können wir ahnen, ob und welche Kultur es dann geben könnte? Wenn wir selbst vor zwanzig, dreissig Jahren wirklich nicht gedacht hätten, dass in Wien jetzt solch eine Musical-Magermusik wie für „Maria Theresia“ zu hören sein sollte. Ja, das heutige Kulturschaffen hat seine Probleme. Der Vergänglichkeit (wie allen Kriegern) ist nicht zu entkommen.

‚Johann Strauss‘ steht hier über diesem mit großer Balletteleganz präsentierten Future-Stündchen. Doch schade, kein Ton, kein Walzertakt ist vom Walzerkönig zu hören. Vier jüngere international KomponistInnen haben dazu Musik abgeliefert. Dreimal für Streichquintett, einmal für Computersound. Doch hier wie für die Musicalschreiber Vater und Sohn Dieter & Martin Falk im Ronacher: Ohne Überlebenschancen in künftigen Tagen. Auch Choreograph Binet dürfte seine Schwierigkeiten beim Hören gehabt haben. Nicht von den Kompositionen inspirierte vier Charakterpiecen hat er zu den Klängen entworfen, sondern sehr feine, durchaus ästhetische Studien im klassisch-modernen Stil. Kompliment für die hingebungsvolle Eleven: Alle präsentierten sich mit Bühnenreife, wohl auch mit Zukunft in diesem so harten wie unsicheren Beruf. Keine wahren Tschaikowski- oder spritzige Polkafreuden oder ein träumerischer Genuss sind für die Kinder im Saal im Saal gegeben … und doch ist aus lächelndem Mädchenmund zu hören gewesen: „Schön.“

Meinhard Rüdenauer

Genug, genug! Johann Strauss Sohn kann sich der Huldigungen nicht mehr erwehren. Vor allem, wenn er für Dinge herhalten muss, mit denen er nichts zu tun hat!

Stuttgart: Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis „Rigoletto“ am 12.10.2025 in der Staatsoper/Stuttgart

Packende Wucht und Feuer

Claudia Muschio, Martin Gantner. Foto: Martin Sigmund

In der Regie und Dramaturgie von Jossi Wieler und Sergio Morabito gibt es den berühmten Vorhang hinter dem Vorhang – also das Theater im Theater. Die Bühne von Bert Neumann macht die Sicht auf eine imposante und bewegliche Häuserfassade frei, im Hintergrund sieht man eine gespenstische Feuerkulisse. Rigoletto will seine Tochter mit allen Mitteln vor den Nachstellungen des übergriffigen Herzogs schützen. Doch am Ende erkennt er, dass seine Rache gescheitert ist: Statt des Herzogs ist ihm die eigene Tochter zum Opfer gefallen. Rigoletto ist hier tatsächlich ein Revolutionär, der das bestehende System abschaffen will…

Zum Bericht von Alexander Walther

WIEN/ Konzerthaus: „Resonanzen 2026“ – 17. bis 25.1.2026

 

»Les femmes«: Unter diesem Motto stellen die Resonanzen 2026 ganz verschiedene Frauenfiguren und -bilder ins Rampenlicht. Die Reise in die Welt der Alten Musik führt von den venezianischen Waisenmädchen, unterrichtet von Antonio Vivaldi, über die der Gottesmutter geweihte Kirche Notre Dame in Paris, der Wiege der Mehrstimmigkeit, bis hin zur biblischen Salome. Weitere Konzerte kreisen um eine Kindermörderin der Barockzeit, um die Frauenzimmer am Hof König Henry VIII und die Sängerin und Komponistin Barbara Strozzi. Neben barockem Verwirrspiel um Geschlechteridentitäten mit dem Sopran Bruno de Sá und anschließendem Buffet steht Baldassare Galuppis Oper »L’uomo femmina« auf dem Programm.

Für barocke Klangpracht sorgen Les Musiciennes du Concert de Nations, ein Frauenorchester unter der Leitung von Jordi Savall, Le Poème Harmonique unter Vincent Dumestre und das Ensemble 1700, geleitet von Dorothee Oberlinger und Werken u. a. von Alessandro Scarlatti, Arcangelo Corelli und Georg Friedrich Händel. Erlesene A-cappella-Klänge mit dem Huelgas Ensemble unter Paul Van Nevel erwarten Sie ebenso wie Gesang und Gambenmusik mit dem Ensemble Intesa und dem Hathor Consort und den Sopranistinnen Hana Blažíková und Dorothee Mields. Erstmals im Wiener Konzerthaus können Sie das feine Musikkollektiv The Fine Hand und Emmanuelle Dauvin – an Orgelpedal und Geige gleichzeitig – hören.

Wie gewohnt ergänzen eine ganze Reihe attraktiver Begleitveranstaltungen das Programm: die Ausstellung Historischer Instrumentenbau, themenbezogene Filme, musikalische Vorspiele, ein Barocktanzkurs, Führungen, Konzertformate für Kinder, ein barocker Brunch im Café Weidinger sowie erstmals eine Pop-up Stage mit jungen Ensembles der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Sichern Sie sich jetzt Ihr Abonnement!

Resonanzen 2026 »Les femmes«
17–25/01/26

BADEN/ Bühne Baden / Stadttheater
SAISONERÖFFNUNGSKONZERT

  1. Oktober 2025

Nina Bezu, Mark Seibert © Lalo Jodlbauer

Musikalische Leitung: Michael Zehetner
Moderation: Andreas Gergen
Mit Nina Bezu, Mark Seibert
Mit Orchester, Chor und Young Artists der Bühne Baden

„There’s No Business Like Show Business“

Unter diesem Motto hat die Bühne Baden am 12.Oktober 2025 ihr musikalisches Programm für die Spielzeit 2025/26 vorgestellt. Gleich am Beginn seiner Begrüßung freut sich der neue künstlerische Leiter der Bühne Baden Andreas Gergen, dass die Saison am 3. Oktober höchst erfolgreich mit der Premiere von Wicked, einer österreichischen Erstaufführung, begonnen hat – passend zu seinem Motto TRADITION & INNOVATION. Sein Ziel ist ein Mix aus klassischen Operetten und Musicals mit einem Schwerpunkt auf österreichischen oder deutschen Erstaufführungen und sogar Uraufführungen…

Zum Bericht von Elisabeth Dietrich-Schulz

Linz – eine neue Symphonie in der Friedenskirche

Die Konzertreihe 2025/26 Sinfonia Christkönig in der Friedenskirche Linz-Urfahr unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker startete ihre Saison 2025/26 mit einer Uraufführung der Symphonie Nr. 2 op. 20 von Ingo Ingensand und wurde mit großem Erfolg aufgenommen. Das ist nicht selbstverständlich für ein zeitgenössisches Werk sinfonischen Genres. Umso mehr als Ingensand in den drei Sätzen mit seiner persönlichen Sprache bewies, dass seine stilistisch, formal und kontrapunktisch souverän beherrschte Novität keinem Vergleich in der Symphonik aller Zeiten standhalten könnte…

Zum Bericht von Georgina Szeless

BERLIN OPUS KLASSIK 2025: Konzert St. Elisabeth Kirche Berlin, 11.10.2025

Der Preisverleihung Erster Teil u.a. mit Pene Pati, Antje Weithaas, Pascal Schumacher/Danae Dörken, Hayato Sumino und dem TrioColores

Foto: Dr. Waltenberger

Berlin zeigte sich wieder einmal von seiner schlechtesten Seite: Demos, Polizeikolonnen und stockender Verkehr allerorts, besonders in Mitte. Die Staulage erwischte auch den samoanischen Tenor Pene Pati, der sich verspätete und dessen umjubelter Auftritt, von ihm selbst auf der Gitarre begleitet, erst nach der Pause stattfinden konnte. In der St. Elisabeth Kirche selbst begann das Konzert mit einer Viertelstunde Verspätung…

Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger

Hamburg
Es nimmt einem den Atem: „Salome“ unter Omer Meir Wellber mit Asmik Grigorian


Schlussapplaus „Salome“. Foto: Ralf Wegner

So etwas haben wir lange nicht erlebt, ein Orchesterspiel wie im Rausch und eine Salome, deren darstellerisches Spiel verbunden mit grandioser Sangeskunst einem den Atem nimmt. Man möchte die Luft anhalten, um nicht den geringsten Klangeindruck zu verpassen. Wellber hat das Orchester dermaßen im Griff, dass ich mich weit zurückerinnern muss, um so eine grandiose Klanginterpretation erlebt zu haben. Spontan kommt mir nur Karl Böhm in den Sinn, der im Hamburger Haus 1973 eine ähnlich erregende Elektra-Serie dirigierte. Was Wellber an dynamischen Abstufungen, an expressiver Dramatik und ebenso lyrischem Schönklang aus dem Orchester herausholte, war einfach fabelhaft.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Und dann ein Hamburger Tiefpunkt

Hamburg
Auf den Punkt 73: Nur 400 Zuschauer in der Hamburgischen Staatsoper bei „Falstaff“
Sind wirklich nur 400 Zuschauer bei Verdis „Falstaff“ in der Hamburgischen Staatsoper, habe ich meine Begleitperson am Abend des 8. Oktober gefragt. Ja! Und sieht man das auch? Wieder ein knappes Ja. Guck’ doch selber, hat sie hinzugesetzt. Was war passiert? In der Hamburgischen Staatsoper sitze ich gerne in Reihe 1. Das liegt vielleicht daran, dass ich auf einer kleinen Insel lebe. Und jeden Abend zum Sonnenuntergang an den Strand gehe. Dort kann ich herrlich in die Ferne gucken, nichts stört den Blick. Und man sieht nicht, was hinter einem so los ist. So das ich immer sagen muss, dass ich keine Ahnung hätte. Wenn Andreas Schmidt, der Herausgeber von klassik-begeistert, mich fragt, ob die Hamburgische Staatsoper ausverkauft gewesen sei. Diesmal habe ich aufgepasst. Rund 400 Personen waren im Saal. Auf dem Weg zum Platz habe ich meine Begleiterin gebeten, zu bestätigen. Und zeigte mit großer Geste  in den Saal.
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de

Jetzt kenne ich mich nicht mehr aus! Erlebt die Hamburgische Staatsoper unter Tobias Kratzer nun einen Höhenflug oder nicht! 400 Zuschauer – und diese nicht einmal bei einem zeitgenössischen Werk, sondern bei Verdis „Falstaff“, sind geradezu unfassbar. 

Wien/ Ronacher
„Maria Theresia“ im Ronacher: So ungeniert opulent darf nur ein Musical sein
Etwas eingekürzt könnte „Maria Theresia“ durchaus zum Erfolgsmusical werden. Welthit hat man keinen gehört, aber die Premiere wurde bejubelt. Schon im Foyer des schönen Ronacher-Theaters deutete sich eine Nacht der großen Ornamente an. Freunde des Dekorativen wetteiferten in grellen Gehröcken und auffällig gemusterten Sakkos um die Blicke. Zahlreiche Diven und Zirkusdirektoren kraft eigener Imagination schlichteten sich nach dem erfolgreich absolvierten Seitenblicke-Parcours pünktlich im Saal ein. Und dann ging es auch schon los.
DiePresse.com

Bühne Baden: Der Moment, der alles entscheidet…

Timotheus Hollweg © Lalo Jodlbauer/YAY Creative

Mit berührenden Geschichten und atemberaubender Musik geht es weiter im Programm der Bühne Baden: Am 31. Oktober feiert SONGS FOR A NEW WORLD Premiere im Max-Reinhardt-Foyer des Stadttheaters: Ein Liederzyklus des preisgekrönten Musicalkomponisten und -autors Jason Robert Brown aus dem Jahr 1995, ein farbenreiches musikalisches Mosaik verschiedenster Stilrichtungen, ein Kaleidoskop aus 17 eindrucksvollen Charakteren, die Einblicke in ihre innersten Gedanken und Gefühle gewähren. So verschieden diese Figuren auch sein mögen, eines eint sie alle: Sie befinden sich in Momenten großer Unsicherheit, Bedrohung oder Entscheidung. Sie vereint die Suche nach Hoffnung an einem Wendepunkt ihres Lebens.

Inszenierung und Raum stammen von Dominik Hees, für die musikalische Leitung zeichnet Victor Petrov verantwortlich. Zur Aufführung gelangt eine von Brown überarbeitete Version aus dem Jahr 2018 mit neuen Arrangements für ein neunköpfiges Orchester.

Mehr darüber in den „Infos des Tages“

Linz
Reise vom Rokoko in die Gegenwart mit Richard Strauss
Am Landestheater Linz wird Strauss‘ „Rosenkavalier“ auf eine Zeitreise geschickt. Die Vorstellung wurde vom exzellenten Dirigenten Ingmar Beck geleitet
DerStandard.at.story

Berlin
Einfach fulminant!
Die Deutsche Oper Berlin zeigt Detlev Glanerts 2003 uraufgeführte Kinder-Oper „Die drei Rätsel“. Eigentlich ist die Party im Publikum vorprogrammiert bei einer Opern-Premiere, wo dutzende Kinder- und Jugendliche als Chor und Solisten besetzt sind und sich sogar das Orchester aus Profis und jungen Laien zusammensetzt. „Die drei Rätsel“ sind schon kompositorisch als Partizipation angelegt: Musiktheater von Kindern für Kinder, ganz so, wie Detlev Glanert sich das bei der Entstehung des Werkes in Montepulciano vorgestellt hatte.
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/berlin-glanert-drei-raetsel-dethier/

Berlin/ Komische Oper
Uraufführung an der Komischen Oper: Diese Kids sind der Hit
(Bezahlartikel)
Lebe wild und gefährlich: „Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse“ an der Komischen Oper ist eine herrlich verrückte Adaption des Kinderbuch-Klassikers.
Tagesspiegel.de.Kultur

Berlin/ Deutsche Oper
Premiere mit 100 Kindern
Zum Piepen! „Die drei Rätsel“ an der Deutschen Oper. Hier bauscht sich der Tüll, dass die Kostüme wackeln! An der Deutschen Oper feierte Detlev Glanerts „Die drei Rätsel“ Premiere, ein knallbunter Reigen, der bei den vielen Familien im Publikum sehr gut ankam. Beteiligt waren in der Inszenierung von Brigitte Dethier auch rund 100 Kinder und Jugendliche.
https://www.bz-berlin.de/unterhaltung/zum-piepen-die-drei-raetsel

München/Gärtnerplatztheater:  Verfall deutlich, Revolution undeutlich –
Uraufführung von Doderer-Turrinis „Der tollste Tag“ am Münchner Gärtnerplatztheater (Bezahlartikel). „Als Beaumarchais‘ „Figaro“ gespielt wurde, war die Revolution auf dem Marsch“ – so ähnlich soll Napoleon die Rolle des Stoffes charakterisiert haben. Mozart und Rossini haben die Figuren musikdramatisch unsterblich gemacht. Legendäre Filme wie von Marcel Bluwal und Schauspiel-Interpretationen füllen seitenlange Aufzählungen. 1971 hat der kantige Autor Peter Turrini (*1944) eine Fortspinnung des Stoffes geschrieben, deren Vertonung durch Johanna Doderer (*1969) jetzt erstmals gespielt wurde.
NeueMusikzeitung.nmz.de

„Der tollste Tag“ in München: Wenn man Turrini singt, geht der Wortwitz flöten (Bezahlartikel)
Alter Stoff, neue Oper: Johanna Doderer hat für das Gärtnerplatztheater ein Turrini-Stück vertont. Womit Mozarts „Figaro“ ein radikaleres, aber eindeutig kleineres Schwesterchen bekommt. Figaro hier, Figaro da: Der gewitzte Friseur, später Kammerdiener des lüsternen Grafen Almaviva, geistert in diversen Gestalten durch die Literatur- und Musikgeschichte, seit ihn Beaumarchais erfunden hat, nicht zufällig wenige Jahre vor der Französischen Revolution. Nun auch durchs Münchner Gärtnerplatztheater, in einer neuen Oper der Komponistin Johanna Doderer.
DiePresse.com.202510tollstetag

Leipzig: Falstaff: Die Menschen sind nun mal (waren zu allen Zeiten) Narren
Warum ausgerechnet Falstaff zum Einstand? Weil es ein Ensemblestück sei, antwortet Ivan Repušić, der mit dieser Premiere sein Amt als Generalmusikdirektor der Leipziger Oper antritt, im Programmheft. Man hört, dass es ihm damit ernst ist. Mit dem in allen Instrumentengruppen sehr konzentrierten Gewandhausorchester dirigiert er einen agilen, kleinteiligen, sehr schnell auf die jeweilige Situation reagierenden Falstaff, den er als Konversationsstück interpretiert, bei dem das Orchester eine ganze Menge mitzureden hat. Da darf das Fagott auch einmal einen Takt ziemlich vorlaut hervortreten, um das Geschehen zu kommentieren, oder das ganze Orchester sich zu Beginn des dritten Aktes instrumental schütteln vor Lachen über Falstaffs vorangegangenes Debakel mit Sturz in die Themse. Auch wenn die Frauen-gegen-Männer-Ensembles im zweiten Bild ein klein wenig wackeln: Die virtuose Schlussfuge mit dem Solistenensemble einschließlich Chor (bestens vorbereitet von Thomas Eitler de Lint) sitzt perfekt wie fast alles Vorangegangene auch.
https://www.omm.de/veranstaltungen/musiktheater20252026/L-falstaff.html

Bielefeld
Er war es! War er es? – „Peter Grimes“ in Bielefeld geht unter die Haut!
Was war da am gestrigen Abend im Theater Bielefeld zu erleben? Um es in zwei Worten zu beschreiben: eine Sternstunde! Eine Sternstunde für dieses Ostwestfälische Opernhaus, für die Oper und auch für die szenische Umsetzung der 1945 uraufgeführten Oper PETER GRIMES von Benjamin Britten. Ein Opernabend auf internationalem Niveau, der einmal mehr beweist, dass es nicht immer großer Metropolen bedarf, um bedeutende Werke der Opernliteratur eindrucksvoll auf die Bühne zu bringen.
https://opernmagazin.de/er-war-es-war-er-es-peter-grimes-in-bielefeld-geht-unter-die-haut/

Dessau: Im Schatten des Vulkans
Am Anhaltischen Theater Dessau inszeniert Hausherr Johannes Weigand Mozarts „Così fan tutte“ mit großer handwerklicher Sorgfalt und Feinsinn für die Botschaften der Musik.
Concerti.de

Die 9. „Nacht Der Gitarren“ kommt nach Wien – am 19.10. im „Porgy & Bess“
Vier internationale Meistergitarristen auf Tour durch Deutschland, Österreich und die Niederlande

Foto: Boris Borm

Bereits zum neunten Mal bringt die „Nacht Der Gitarren“ vier der weltbesten Gitarristen zusammen, die auf einer Festivaltour durch Deutschland, Österreich und die Niederlande mit Abstecher nach Südtirol (Steinegg) ihre neuesten Eigenkompositionen und Coverversionen vorstellen.

Zu jeder Tour präsentiert die „Nacht der Gitarren“ alljährlich vier Virtuosen der hohen Kunst des Gitarrenspiels, die das Publikum mal als Solo-Künstler begeistern, mal in wechselnder Besetzung – zu zweit, zu dritt, zu viert. Das Besondere an der „Nacht Der Gitarren“: Hier treffen nicht nur verschiedene Kulturen aufeinander, sondern auch jüngere Künstler auf erfahrenere Musiker – stets getragen von größter gegenseitiger Wertschätzung. Was alle verbindet, ist die Leidenschaft für die Gitarre…

Mehr darüber sowie sämtliche Tourneetermine in den „Infos des Tages“

Neue Info: Jubel in Israel: Alle lebenden Geiseln nach 738 Tagen wieder frei

https://www.krone.at/3926198

Der Deal scheint zu halten. Das ist die wohl beste Nachricht des Tages. Auch mit Terroristen ist – so scheint es – ein Abkommen möglich! 

Literatur

Literaten erteilen Palästina-Aufruf von Festwochen-Chef Milo Rau Absage
Elfriede Jelinek, Robert Schindel, Karl Markus Gauß und andere kritisieren den „Aufruf zum Widerstand“ des Indendanten heftig. Am 4. Oktober hatte sich der Intendant der Wiener Festwochen, Milo Rau, in einem „Brief an meine Freunde“ zur Parteinahme für die palästinensische Seite im Krieg zwischen Israel und der Hamas aufgerufen. Der Text, der sich vorderhand an Akteurinnen und Akteure der Kulturwelt richtete und auf der Website des städtischen Kulturfestivals nachzulesen ist, hat nun scharfen Widerspruch provoziert: In einer „Absage an einen Aufruf von Milo Rau“ formulierten prominente Literatinnen und Literaten, darunter Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek und Bestsellerautor Michael Köhlmeier, Kritik an der Parteinahme Raus, die sie als sensationalistisch und einseitig geißeln.
Kurier.at

Politik Österreich: NEOS-Politikerin kritisiert den Wöginger-Deal
Mit einem blauen Auge ist der schwarze Klubobmann August Wöginger in seinem Prozess wegen Missbrauchs der Amtsgewalt davongekommen. Zunächst gaben sich die Koalitionspartner der ÖVP äußerst zurückhaltend – jetzt wagt sich NEOS-Nationalrätin Sophie Wotschke aber aus der Deckung und kritisiert die ÖVP sowie die Diversion scharf.
https://www.krone.at/3925812

Weltpolitik: Brisante Enthüllung: Trump hilft Selenskyj seit Monaten bei Angriffen
Die USA sind offenbar viel stärker in den Ukraine-Krieg involviert als bisher bekannt. Seit Monaten sollen die Vereinigten Staaten der Ukraine Geheimdaten für Angriffe in Russland geliefert haben – mit dem Ziel, die russische Infrastruktur und Wirtschaft zu schwächen.
https://www.krone.at/3925954

Schwacher Polarwirbel
Meteorologen warnen: Österreich droht arktische Kälte
Ein schwacher Polarwirbel könnte Europa in diesem Winter längere Kältewellen bescheren. Das zeigen erste Wettermodelle. ereits am Samstag herrschte dank Hoch Sieglinde in den Bergen Traumwetter, und auch am Sonntag geht es so weiter. Doch der Winter rückt näher und die ersten vorsichtigen Prognosen stehen bereit: Der Polarwirbel über der Arktis fällt dieses Jahr schwächer aus als üblich. Das zeigen aktuelle Wettermodelle, wie unter anderem „The Weather Channel“ aufzeigt. Dadurch kann arktische Kaltluft häufiger bis nach Mitteleuropa vordringen. Auch in Österreich sind damit längere Kältephasen möglich.
Heute.at

??? Wieder einmal Ratlosigkeit bei mir: Spielt das Wetter „Wünsch Dir was“ – wie es eben jene brauchen, die mit dem Klima Geschäfte machen? 

Fußball
Österreich unterliegt Rumänien in letzter Minute mit 0:1
Bitteres Ende für das ÖFB-Team, das sich schon auf den einen Punkt gefreut hatte. Der Sieg für Rumänien geht aufgrund der besseren Chancen über 90 Minuten am Ende aber in Ordnung.
https://www.krone.at/3925330

Andreas Herzog nach Pleite:: „Mit dem Kontrast konnten wir nie richtig umgehen“
Das war sicher nicht die Leistung, die wir uns erhofft hatten – letztlich war es eine typische 0:0-Partie. Dass man dann mit der letzten Aktion das Gegentor kassiert, mit null Punkten nach Hause fährt, war nicht nötig. Aber es passte irgendwie zum Abend. Speziell in der ersten Hälfte haben wir eine rumänische Mannschaft gesehen, die dank ihres Trainerfuchses an der Linie sehr gut auf unser Spiel eingestellt war, uns mit ihrer intensiven Gangart die Spielfreude genommen hat. Sie waren giftig, im Mittelfeld präsent, gut im Umschaltspiel. Da hat man gesehen, was diese Mannschaft an Qualität hat. Unser Team hat lange gebraucht, um sich auf die Gangart einzustellen. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir drei Tage vorher gegen San Marino ein besseres Freundschaftsspiel gespielt haben.
https://www.krone.at/3926200

Gestern habe ich an dieser Stelle vermutet, dass Österreichs Kicker in Bukarest nicht gewinnen werden – und wurde deswegen von Fußballfans hart als Miesmacher kritisiert.  Nun haben die Kicker sogar verloren – obwohl unsere Außenministerin zur Verstärkung angeflogen kam. Wer bezahlt? Natürlich die Steuerzahler, weil die findige Ministerin am Rande einen Tratsch mit ihrer rumänischen Amtskollegin geführt hat – der Trip also unter Dienstreise fällt! 

Es hat alles nichts geholfen. Zur Weltmeisterschaft fahren wir trotz der Pleite, weil in dieser Qualigruppe eine Nicht-Qualifikation praktisch unmöglich ist.  Ich denke, dass dies ohnehin die letzte Qualifikationsrunde ist, weil die FIFA in ihrer Gigantomanie die WM-Endrunde künftig so aufblasen wird, dass auch die Pizzabäcker aus San Marino und die Messdiener des Vatikans automatisch qualifiziert sind! 

Haben Sie eine schöne Woche!

A.C. 

 

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