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11. APRIL 2026 – Samstag

11.04.2026 | Tageskommentar

Fotos: Marco Sommer

WIEN / MusikTheater an der Wien:
ALESSANDRO NELL‘ INDIE von Leonardo Vinci
Eine Produktion von Bayreuth Baroque (2020)
Wiener Premiere: 10. April 2026

Spektakel müssen sein!

Das MusikTheater an der Wien hat mit dem Sparen schon begonnen, bevor man sich nächste Saison aus diesen Gründen von der Kammeroper trennt: Es ist jedenfalls billiger, eine Inszenierung einzukaufen, statt sie selbst zu produzieren. Das tat man jüngst mit großem Erfolg mit „L’opera seria“ aus der Mailänder Scala. Und nun hat man vom Festivel Bayreuth Baroque  eine Produktion nach Wien geholt, die ihre Lorbeeren schon vielfach geerntet hat – und in Wien einen Triumph feierte: „Alessandro nell’Indie“, 1730 in Rom uraufgeführt, von jenem Leonardo Vinci, der kein „da“ im Namen hat und nicht die Mona Lisa malte, sondern mit seinen Werken einer der wichtigsten Vertreter der Neapolitanischen Schule war. Und diese klingt besonders schön…

Wie geht man mit Barockopern um? Max Emanuel Cencic, früher selbst oft als Countertenor auf der Bühne, hat seit 2020 mit dem Festival „Bayreuth Baroque“, das im barocken Opernhaus der Markgräfin Wilhelmine stattfindet, eine wahre „Marke“ geschaffen, zu der Barock-Fans bereits pilgern. Und als er sich Vincis Alexander-Version vornahm, dürfte er an Maria Theresias „Spektakel müssen sein“ gedacht haben. Tatsächlich hat er ein flirrendes, glitzerndes Spektakel (von satten viereinhalb Stunden Länge), das dem Metastasio-Libretto (das immerhin als Opera seria figuriert und das man möglicherweise auch ernst nehmen könnte) mit unwiderstehlicher Frechheit und Heiterkeit begegnet. Dabei hat Cencic, als er das Indien-Abenteuer von Alexander dem Großen umsetzte (dass selbst den harten makedonischen Soldaten angesichts der Kriegselefanten schwummrig wurde, spielt hier keine Rolle), an – Indien gedacht. Und zwar an Bollywood…

 

…Am Ende brach dann ein wahrer Beifallsorkan über den Abend herein, und Regisseur Max Emanuel Cencic kroch aus einer seiner „Wunderkisten“, um ihn inmitten des Ensembles auch entgegen zu nehmen.

Zum Bericht von Renate Wagner

Zur gestigen Premiere im MusikTheater an der Wien ein Video aus Bayreuth

Leonardo Vinci – Alessandro nell‘ Indie | Bayreuther Barockfestspiele 2022

 

 Die gesamte Aufführung (etwa 3,5 Stunden)

https://www.youtube.com/watch?v=xfkOXvZ6kPU

Wiener Staatsoper, 9.4. 2026: WOZZECK – So sieht Armut nicht aus

Foto: Youtube

So sieht Armut nicht aus

Wir arme Leut’“ – eines der zentralen Topoi von Büchners/Bergs Wozzeck: Bei Simon Stone in die Wiener Gegenwart versetzt: So findet sich zwar ein ambulanter Teil der Bevölkerung an der U3-Endstation Simmering zur Nächtigung ein, aber das darüber hinaus gehende Setting (Bühne: Bob Cousins, Kostüme: Alice Babidge & Fauve Ryckebusch) hat mit prekären Verhältnissen wenig zu tun: So verfügen Wozzeck und Marie über eine nette Mehrzimmerwohnung, in der eine große Badewanne und eine eigene Waschmaschine nicht fehlen dürfen. Auch die Schlafstatt, die sich in Wozzecks Phantasie mit seiner kopulierenden Lebensgefährtin und dem Tambourmajor vervielfacht, gemahnt nicht an eine ärmliche Behausung, das Kind ist adrett gekleidet und Marie dürfte schon mehrfach wohlhabende Gönner gefunden haben angesichts der modischen Stiefel, dem eleganten Kleid und dem aus Satin gefertigten Morgenmantel, die sie trägt. Wozzeck wirkt in Outfit und Auftreten auch eher wie ein gut situierter Mann aus dem mittleren Beamtentum. Eine gequälte, von allen ausgenützte und missbrauchte Kreatur ist er nicht. Stone schafft es allerdings grundsätzlich, Personen miteinander in Beziehung zu setzen. Ein Atout, das nicht alle von der derzeitigen Staatsopernintendanz engagierten Regisseure mitbringen. So entspinnt sich jedenfalls dort, wo Sänger als überzeugende Darsteller agieren, ein durchaus beklemmendes Kammerspiel…

Zum Bericht von Sabine Längle

Wiener Staatsoper. Das stellt uns Dr. Roscic morgen vor (deshalb gehen wir erst morgen näher daraus ein)

 

Wenig Aufregendes, aber die Hauptkundschaft, die Touristen, werden zufrieden sein! 

DIE SPIELZEIT 2026/27

IPG:Pleyel-Gesellschaft Ruppersthal/NÖ: Absage für Sonntag, 12.4.

ABSAGE! des Konzerts am kommenden Sonntag, 12. April 2026
 Aufgrund von mangelnden Voranmeldungen für das Konzert am kommenden Sonntag, dem 12. April 2026 mit Eva Maria Neubauer müssen wir die Veranstaltung leider absagen!

Salzburg: Brünhilde und Antigone
Osterfestspiele: Bilanz und Ausblick. Klar, dass die drei Aufführungen von Wagners Ring-Vorabend Das Rheingold in der Felsenreitschule bei den Montag (6.4.) zu Ende gegangenen Osterfestspielen ein Renner war: Über 99 Prozent Auslastung meldet man in einer Presseaussendung zum Abschluss.
DrehpunktKultur.de.bruennhilde

Zürich: Anna Netrebko soll zurückkehren, Repertoire und Ungewohntes bewusst nebeneinander stehen:
Das Opernhaus Zürich eröffnet die neue Saison (Bezahlartikel) Das Opernhaus Zürich setzt in der Spielzeit 2026/27 auf amerikanische Themen. Bei den drei einschlägigen Neuproduktionen wird es aber nicht um Trump gehen.
NeueZuercherZeitung.ch.operzuerich

Bayerische Staatsoper: Uraufführung auf der Bühne de Bayerischen Staatsoper: Brett Deans Oper“ Of One Blood“ (10. Mai 2026)

Foto: Bayerische Staatsoper

wollten Sie schon immer erleben, wenn im Nationaltheater zum ersten Mal eine neu komponierte Oper erklingt? Am Sonntag, 10. Mai 2026, bietet sich Ihnen diese seltene Gelegenheit: Die kommenden Wochen an der Bayerischen Staatsoper stehen ganz im Zeichen der Uraufführung von Brett Deans Oper Of One Blood, in deren Zentrum der folgenreiche Konflikt der beiden Herrscherinnen Elizabeth Tudor und Mary Stuart steht. Zusätzliche Formate greifen den thematischen Leitfaden auf und führen ihn weiter: das Stelldichein! im Literaturhaus mit Musik von Brett Dean und Techno Queen in der Brainlab Firmenzentrale – ein Electro-(Melo)Drama, das Auszüge aus Opern Gaetano Donizettis mit Techno-Musik verbindet.

Weiterlesen in den „Infos des Tages“ 

Abendrobe oder Sneaker? – Die Oper: zwischen Hochkultur und Hoodie
Die Scala mags elegant, in der Tonhalle Zürich sind alle willkommen: Die Kleideretikette im klassischen Konzert- und Opernbetrieb unterscheidet sich von Ort zu Ort. Unsere Autorin ist sich sicher: «Im Jahr 2026 komme ich mit Turnschuhen in fast jedes Opernhaus.»
https://share.google/i0yQvMipQaCR0a1kr

Bremen/ Konzerthaus „Die Glocke“
Erwin Schrott und sein Ensemble präsentieren teuflisch guten Tango-Sound
Es dauert einige Zeit, bis Erwin Schrott im stark abgedunkelten Saal anhebt zu singen. Der Bassbariton, ein charmanter Plauderer und lockerer Conférencier, ergeht sich nach seiner Begrüßung zunächst einmal in unterschiedlichsten Themen, angefangen von seinen kölnischen Wurzeln bis hin zur Programmidee von „Tango Diablo“.
Einmal alles Belastende für zwei Stunden vergessen zu lassen, das sei es, was er mit seiner Auswahl aus Opern- und Tangomusik für die Zuhörer anstrebt.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

Bayerische Staatsoper: Umbesetzung L’elisir d’amore am 19., 21. und 24. April 
 hiermit möchten wir Sie über folgende Umbesetzung informieren:
In den Vorstellungen von L’elisir d’amore am 19., 21. und 24. April 2026 übernimmt Levy Sekgapane die Partie des Nemorino anstelle von Bekhzod Davronov.

Foto: Facebook
 
Levy Sekgapane
Levy Sekgapane, geboren in Kroonstad (Südafrika), studierte Gesang am South African College of Music der Universität Kapstadt. Während des Studiums wirkte er an verschiedenen Opernaufführungen in Südafrika mit, u. a. in La bohème, The Rake’s Progress und Les Contes d’Hoffmann. In der Spielzeit 2015/16 war er Mitglied im Jungen Ensemble der Semperoper Dresden. Nachdem er 2017 den Operalia-Wettbewerb gewann, führten ihn Gastengagements an die Hamburgische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich, das Gran Teatre del Liceu in Barcelona, die Opéra national de Paris und die Los Angeles Opera sowie zum Rossini Opera Festival in Pesaro, zum Donizetti Festival Bergamo, zum Glyndebourne Festival und zu den Salzburger Festspielen. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Graf Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Conte di Libenskof (Il viaggio a Reims), Ernesto (Don Pasquale), Albazar/Don Narciso (Il turco in Italia) und Nemorino (L’elisir d’amore). An der Bayerischen Staatsoper debütierte er in der Spielzeit 2019/20 als Don Ramiro in einer Vorstellungsserie von La Cenerentola. Außerdem wirkte er an Axel Ranischs Opernfilm Orphea in Love mit. 2026 kehrt er als Nemorino zurück an die Bayerische Staatsoper, in der Spielzeit 2026/27 wird er hier als Graf Almaviva zu erleben sein.
 
ZU DEN VORSTELLUNGEN

LONDON/Royal Opera House Covent Garden – SIEGFRIED Neuinszenierung am 31. März 2026

Andreas Schager in der Titelrolle. Foto: Monika Rittershaus

Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner in der Regie von Barry Kosky ging mit dem Siegfried weiter. Oft fällt den Regisseuren nach Rheingold und Walküre zum Siegfried und seinen vermeintlichen Längen nicht mehr allzu viel ein. Wie er in einem Interview mit A. J. Goldmann aus München im Programmheft kundtut, wirkt Kosky dem mit folgender Ansicht und auch an diesem Abend wieder zu erlebenden Stilmitteln entgegen. Statt durch wenige große Orchesterzwischenstücke wie dem Einzug der Götter nach Walhall, dem Walkürenritt oder dem Finale der Götterdämmerung setzt sich der Ring seiner Meinung nach vielmehr zusammen aus langen komplexen Dialogen zwischen zwei oder drei Figuren. Und diese Szenen muss man im Hinblick auf ihre dramatische und psychologische Komplexität inszenieren. Sonst kann es schnell schiefgehen und sich Langeweile einstellen.

Kosky legt also großen Wert auf eine Vermenschlichung des Ring, was bei allen Figuren des Siegfried an Covent Garden zu erleben war. Es gibt keine Helden! Siegfried ist kein Held, sondern ein Anti-Held, denn alles geht bei ihm am Ende „unglaublich schief“. Wotan hält er für den Wanderer aus Schuberts Winterreise, der durch sein Leben wandert und nicht begreift, was er alles falsch gemacht hat. Im Kostüm von Victoria Behr wirkt er wie ein abgehalfterter Landstreicher, der aber Konflikte mit Alberich, Siegfried und Erda beherzt angeht, immer noch auf seinen alten Ruhm vertrauend. Christopher Maltmann spielt diese dramaturgisch stark aufgewertete Rolle sehr beeindruckend mit einem kraftvoller gewordenen Bass-Bariton…

Zum Bericht von Dr. Klaus Billand 

WIEN/ Burgtheater: HEUTE „TAG DER OFFENEN TÜRE“. PROGRAMM & 250 Jahre HIGHLIGHTS April

Das Programm für den TAG DER OFFENEN BURG diesen Samstag, den 11. April, steht fest – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren!

Im Rahmen seines 250-jährigen Bestehens als Nationaltheater öffnet das Burgtheater am 11.April von 11:00 bis 15:00 Uhr seine Türen und lädt das Publikum ein, das Haus und all seine bekannten und weniger bekannten Orte zu entdecken. Von der Probebühne unter dem Dach bis hinunter in den Keller – überall können Besucher:innen etwas erleben.

Das vielfältige Programm richtet sich an alle Generationen: Besucher:innen können Ensemblemitgliedern persönlich begegnen und die zahlreichen Gewerke des Theaters kennenlernen. Besondere Highlights sind unter anderem die Technik-Show, Einzelgespräche mit Ensemblemitgliedern und Mitarbeiter:innen, bei denen Raum für alle Fragen geboten wird, sowie Einblicke in die Kunst der Verwandlung durch die Maskenabteilung des Hauses. Darüber hinaus gewährt die Requisite spannende Einblicke in ihre Arbeit, während verschiedene Workshops zum Mitmachen einladen. Exklusive Führungen führen durch den Lufttunnel in den Keller des Hauses bis hin zur Begehung der berühmten Klimtgemälde eröffnen neue Perspektiven auf das traditionsreiche Theater.

Auch für Familien gibt es ein abwechslungsreiches Angebot: Kinderschminken und Lesungen von Kindergeschichten durch Ensemblemitglieder warten auf die jüngsten Besucher:innen. Der Eintritt zu allen Programmpunkten ist frei. Einen detaillierten Ablaufplan finden Sie im Anhang.

TAG DER OFFENEN BURG
11. April, 11:00–15:00 Uhr
Burgtheater
Eintritt frei
https://www.burgtheater.at/veranstaltungen/tag-der-offenen-burg/2026-04-11

Noch mehr darüber in den „Infos des Tages“ 

Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“

  Piraten und Kolonialherren: Wie die Strasse von Hormuz zu einem Nadelöhr der Weltwirtschaft wurdeSchon die Portugiesen erkannten die strategische Bedeutung der Meerenge im Persischen Golf. Heute verdeutlicht Irans Blockade der Handelsroute die Relevanz der Golfregion für die Weltwirtschaft. Teheran wird sich diese «Waffe» nicht so einfach nehmen lassen.
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Der ultimative Test: J. D. Vance soll für Donald Trump einen Ausweg aus dem Iran-Krieg finden: Der amerikanische Vizepräsident riet vom Krieg gegen Iran ab. Nun soll Vance die Verhandlungen mit dem iranischen Regime in Islamabad leiten. Sein Erfolg oder Misserfolg könnte über seine Chancen auf die Präsidentschaft 2028 entscheiden.
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Kein Schiff in Sicht: Die Strasse von Hormuz bleibt faktisch geschlossen: Kaum eine Reederei wagt die Fahrt – denn Iran garantiert weiterhin kein freies Geleit. Teherans Blockade könnte indirekt dazu geführt haben, dass Israel Verhandlungen mit der libanesischen Regierung aufnimmt. Was bedeutet das für die Waffenruhe?
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Trump trifft sich mit dem Nato-Generalsekretär – und dieser versteht, warum der US-Präsident von den Allianzpartnern enttäuscht ist: Mark Rutte hat mehr als zwei Stunden lang mit Donald Trump gesprochen. Dabei bekam er wohl den Zorn Trumps zu spüren. Angeblich plant Trump, die europäischen Nato-Mitglieder zu bestrafen, die den Iran-Krieg nicht unterstützen wollten.
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 Mehr Autonomie für das Elsass? Eine gute Idee, sagen ausgerechnet Frankreichs Nationalisten: Die Pariser Nationalversammlung hat den Weg für mehr Autonomie des Elsasses frei gemacht. Der Vorstoss soll die umstrittene Gebietsreform von 2015 korrigieren – möglich wurde er nur, weil auch das Rassemblement national von Marine Le Pen dafür stimmte.
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Russische U-Boote spionieren wochenlang britische Unterseekabel und Pipelines aus: Das Verteidigungsministerium in London hat publik gemacht, wie Moskau Infrastruktur im Nordatlantik sabotieren wollte. Die geplanten Aktionen wurden jedoch rechtzeitig entdeckt, und der Schaden konnte verhindert werden.
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«Jalisco ist ein Massengrab»: In dem mexikanischen Gliedstaat hat das organisierte Verbrechen Tausende von Leichen verscharrt: Nirgendwo in Mexiko verschwinden so viele Menschen wie im Gliedstaat Jalisco. Dahinter steckt Mexikos mächtigstes Kartell, aber auch korrupte Beamte. Die Angehörigen der Opfer müssen auch um ihr eigenes Leben fürchten.
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Peru wählt einen neuen Präsidenten. Das hat geopolitische Bedeutung: Am Sonntag findet der erste Wahlgang statt. Das Volk ist desillusioniert von der Demokratie. Kommt die Familie des verstorbenen Autokraten Fujimori zurück an die Macht?
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Sag zum Abschied gar nicht mal so leise Servus: Die zwei Münchner «Tatort»-Urgesteine gehen an Ostern in den Ruhestand: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl nehmen ihre letzte Ermittlung in Angriff, die verschlingt gleich eine Doppelepisode. Mit hundert Fällen sind die Kommissare Rekordhalter beim «Tatort» – vermissen wird man sie wegen ihrer stimmigen Mischung aus Granteln und Gelassenheit.
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Er konnte nicht böse dreinschauen, aber keiner spielte die miesen Schurken so wie er: Mario Adorf ist gestorben: Er war ein Gentleman von altem Schlag und ein unermüdlicher Arbeiter: Der Schauspieler Mario Adorf drehte alles, vom Spaghetti-Western bis zum Studiofilm. Nun ist er 95-jährig gestorben.
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 «Ich stellte erstaunt fest: Einen Sohn, der zu Hause Hochdeutsch spricht, ertrage ich nicht» – der Autor Charles Lewinsky im grossen Gespräch
Der Schweizer Autor blickt zurück auf seine Kindheit in einer jüdisch-orthodoxen Familie. Seine grossen Erfolge – ob in der TV-Unterhaltung oder als Schriftsteller – hätten viel mit Disziplin und Zuverlässigkeit zu tun, sagt er.
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Dieser Text ist für Frieda – meine Grossmutter, die in einem russischen Arbeitslager schuftete und in der Geschichte des Landes keinen Platz haben darf: Ich war fast 30 Jahre alt, als ich Friedas Namen fand: auf den zahlreichen Listen der Bürgerrechtler von Memorial, der Menschenrechtsorganisation, die Russland nun als «extremistisch» eingestuft hat. Damit ist ihre Geschichts- und Erinnerungsarbeit im Land nun endgültig verboten.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“

Politik Österreich/ Pilnacek.unterschungsausschuss. Korruptionsexperte Kreutner: Pilnaceks Macht führte zu „programmierten Interessenskonflikten“
Der Chef einer Untersuchungskommission hat die Ermittlungen zu Pilnaceks Tod untersucht – und Unbequemes artikuliert. „Überall da, wo längere Zeit Macht angehäuft ist, kann es zu Machtmissbrauch kommen.“ Was genau hat Martin Kreutner mit diesem Satz gemeint? Und was hat er mit Christian Pilnacek zu tun? Donnerstag war der Korruptionsexperte und Leiter der Untersuchungskommission zu Missständen in der Justiz im U-Ausschuss als Zeuge geladen. Und Kreutner erklärt – einmal mehr – warum der frühere Sektionschef Pilnacek bisweilen ein Distanz-Problem hatte und warum er damit auch zum Opfer wurde. Alle Details im Ticker:
https://kurier.at/politik/inland/pilnacek-u-ausschuss/403148610

Artemis II“-Mission: „Lehrbuch“-Landung der NASA-Astronauten geglückt
Die vier „Artemis II“-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Kanadier Jeremy Hansen sind um den Mond herumgeflogen, haben Rekorde aufgestellt und gesehen, was kein Mensch vor ihnen sah. In der Nacht auf Samstag fand ihre erfolgreiche Rückkehr zurück zur Erde statt. In der besonders heiklen Phase der Mission verlief alles nach Plan.
https://www.krone.at/4103797

Anthropic: Eine KI-Katastrophe rückt näher
Donald Trump wollte entschlossen klingen – und verriet dabei doch unfreiwillig die Ambivalenz, mit der die Welt auf den rasanten Fortschritt der Künstlichen Intelligenz blickt. Am 27. Februar griff der amerikanische Präsident die „linken Spinner“ von Anthropic an, einem US-KI-Labor, das unter anderem mit dem Verteidigungsministerium zusammenarbeitet. „Ich weise ALLE Bundesbehörden der Vereinigten Staaten an, die Nutzung der Technologie von Anthropic SOFORT EINZUSTELLEN. Wir brauchen sie nicht, wir wollen sie nicht und wir werden keine Geschäfte mehr mit ihnen machen!“, schrieb Trump in den sozialen Medien. Doch kaum einen Satz später kündigte er an, „die volle Macht des Präsidentenamts“ einzusetzen, um Anthropic binnen sechs Monaten zur Zusammenarbeit mit der Regierung zu zwingen. Die Botschaft ist widersprüchlich: Die Firma stellt demnach gleichzeitig ein untragbares Risiko dar – und ist doch so unverzichtbar, dass man sie notfalls zur Kooperation zwingen will.
News.at.Kommentar

Die US-Astronauten sind also wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt, das ist wohl die erfreulichste Nachricht des Tages! Hätte ich einen Hut, würde ich diesen vor all jenen ziehen, die an der Aktion beteiligt waren!. Sicher wird sich nun der US-Präsident melden und den Erfolg für sich reklamieren. Was sollen die Astronauten wohl dazu sagen? Besser nichts!

Ich wünsche einen schönen Tag!

A.C. 

 

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