9.1.2026 – Wiener Staatsoper MANON
Ein Musterbeispiel tenoraler Perfektion
1884 wurde Massenets 5-aktige opéra comique in Paris uraufgeführt und stellt seit geraumer Zeit einen fixen Bestandteil im internationalen Opernrepertoire dar, obwohl sie musikalisch die Höhen seines Werther nicht (durchgängig) erreicht. Sind die Solostücke und die Duette der beiden Hauptdarsteller zumeist von großer dramatischer Dichte und reich an eingängigen Melodien, präsentieren sich die schier nicht enden wollenden Genreszenen vornehmlich in musikalischer Beliebigkeit. Diese etwas sperrige Struktur des Werkes macht eine einheitliche Interpretation und das Finden einer durchgehenden Linie schwierig, gleiten die Ensemble- und Chorszenen doch nicht selten in revue-, fast parodienhafte musikalische Nummern ab.
Die nunmehrige Aufführungsserie ist dem Alleskönner Bertrand de Billy anvertraut, der selbstverständlich und insbesondere im französischen Repertoire für seine – je nach Bedarf – luftigen oder dramatischen Interpretationen bekannt ist. Er behält dabei – wie auch an diesem Abend – das Werk in seiner Gesamtheit im Auge bzw im Taktstock, ohne sich allzu sehr in Details zu verlieren oder sich dem Herausstreichen einzelner Solostellen oder Instrumentengruppen zu verschreiben. Auch der hervorragend disponierte Staatsopernchor wird von de Billy friktionsfrei gelenkt…
…Dort, wo es nichts zu kritisieren gibt, ist der Kritiker seiner Aufgabe entledigt: Dies gilt für Benjamin Bernheims Des Grieux. Stimmschönheit, Technik, Perfektion, Ausdruckskraft, Piani, Höhen, Attacke, Leidenschaft: Alles da. Kein Aber. ..
Zum Bericht von Sabine Längle
Wiener Staatsoper: 8.1.2026 RUSALKA
Romantisches Traumpaar im Eiswald
2014 hatte Sven-Eric Bechtolfs Produktion um das traurige Schicksal der Wassernixe, die Mensch sein wollte, Premiere an der Staatsoper und ist seither in einigen Serien an das Haus zurückgekehrt. Sie versteht sich zweifelsohne als durchaus konventionell, wenn sie auch die musikalisch vorgegebenen Wasserspiele in eine nicht näher definierte Eislandschaft verlegt und mit einigen etwas befremdlich anmutenden Regiemätzchen garniert, wie beispielsweise der grausam zur Schau getragenen Ermordung des Küchenjungen durch die Hexe Ježibaba samt der nachfolgenden Ausweidung durch die Elfen, die sich an dessen Blut zu ergötzen scheinen. Die Poesie des ewigen Wasserwesenmärchens, in dem Sterbliche durch allzu verliebte Kontaktnahme mit allzu betörenden Nixen in ihr Unglück geführt werden, geht bei dieser Inszenierung gänzlich verloren…
Zum Bericht von Sabine Längle
Wiener Staatsoper: 08.01.2026 „Rusalka“
Die 26. Vorstellung dieser Inszenierung (seit 2014) von Dvoraks Meisterwerk bot viel Energie, zum Teil leider auch zu viel davon bei den Ausführenden. Sven Eric Bechtolfs Regie hat sich eingespielt, die karge Bühne im Verein mit ebensolchen Kostümen (Rolf und Alexandra Glittenberg) stört kaum noch jemanden, dazu ist die alte Produktion Otto Schenks schon zu lange in Vergessenheit geraten. Das Märchen mit dem Un-Happy-End berührt wenig. Wäre da nicht Dvoraks wunderbare Musik, die den Zuhörer fesselt, man würde dieses Werk endgültig im Nirvana verräumen. Und gerade da stört es empfindlich, wenn das Orchester unter der Leitung eines für dieses Werk eigentlich prädestinierten Dirigenten (Robert Jindra) zum Teil mit dem Holzhammer arbeitet. Gute lyrische Passagen wechselten mit orkanartigen Ausbrüchen, die nicht notwendig gewesen wären…
Zum Bericht von Johannes Marksteiner
Wien/Staatsoper Diese Märchenoper bezaubert nur in den Stimmen
Antonín Dvořáks Oper „Rusalka“ ist derzeit mit vielen Debüts, sängerisch herausragend besetzt, zumindest akkurat dirigiert und fragwürdig inszeniert an der Wiener Staatsoper zu sehen. Die aktuelle Spielserie von Antonín Dvořáks „Rusalka“ an der Staatsoper ist eine durchwachsene Sache. Erfreulich ist die sängerische Besetzung. Die australische Sopranistin Nicole Car sang ihre erste Rusalka in Wien mit einer feinen Balance aus dramatischen Bögen und lyrischen Linien. Auch als leichtfüßige Darstellerin überzeugt sie als liebende Nixe, die ihre Unsterblichkeit für eine vergängliche menschliche Liebe opfert
https://www.krone.at/4009214
Dvořáks „Rusalka“ an der Staatsoper als Menschentraum einer Nixe
In der Aufführungsserie stehen Nicole Car und Startenor Piotr Beczala auf der Bühne. Die aktuelle Spielserie von Antonín Dvořáks „Rusalka“ an der Staatsoper ist eine durchwachsene Sache. Erfreulich ist die sängerische Besetzung. Die australische Sopranistin Nicole Car sang ihre erste Rusalka in Wien mit einer feinen Balance aus dramatischen Bögen und lyrischen Linien. Auch als leichtfüßige Darstellerin überzeugt sie als liebende Nixe, die ihre Unsterblichkeit für eine vergängliche menschliche Liebe opfert
DerStandard.at.story.3000000.rusalka
Barcelona: TRISTAN UND ISOLDE
In der Neuinszenierung von Bárbara Lluch sind Tristan und Isolde zwei Menschen, die mit unerfülltem Verlangen versuchen, den ihnen zugewiesenen Rollen zu entkommen und den alltäglichen Lügen zu entfliehen. Sie sind zwei Menschen, die leiden und in der Liebe die Wiederherstellung ihres Lebens finden. Sie erheben sich und stellen den Status quo in Frage, doch da sie den Bezug zur Realität verlieren, scheitern sie letztendlich. Weitere informationen finden sie auf der offiziellen Webseite der Opernhaus.
Donnerstag, 15. Januar 2026, 18:30 Uhr
Montag, 19. Januar 2026, 18:30 Uhr
Freitag, 23. Januar 2026, 18:30 Uhr
Sonntag, 25. Januar 2026, 17:00 Uhr
Dienstag, 27. Januar 2026, 18:30 Uhr
Samstag, 31. Januar 2026, 19:00 Uhr
ZU INSTAGRAM mit mehreren Szenenfotos
Dirigentin: Susanna Mälkki
Tristan: Clay Hilley/ Brian Register
Isolde: Lise Davidsen
Brangäne: Ekaterina Gubanova
König Marke: Brindlay Sheratt
Kurwenal: Tomasz Konieczny
Melot: Roger Padulles
GRAZ: Erinnerungen an Intendant Carl Nemeth (1926 – 2002) Sonntag 11.1. oe 1 orf.at (15.05 hDie „Nemeth-Ära“ an der Grazer Oper | SO | 11 01 2026 | 15:05
oe1.orf.at
Dr. Carl Nemeth. Foto: Oper Graz
Fast zwei Jahrzehnte lang – von 1972 bis 1990 – hat der 2002 verstorbene Wiener Dr. Carl Nemeth die Geschicke der Grazer Oper gelenkt und dem Haus eine bis heute unvergessene Blüteperiode beschert.
In diesem Monat jährt sich der Geburtstag des Musikwissenschafters und Germanisten zum 100. Mal. Aus diesem Anlass präsentiert Ö1 unveröffentlichte Tonbeispiele, die an Höhepunkte seiner Ära als Grazer Opernintendant erinnern.
Apropos Oper mit Michael Blees
OPER ABSEITS DER ROUTINE: DIE ÄRA CARL NEMETH
Wenn in Österreich von Oper die Rede ist, dann meistens von der Wiener Staatsoper, eventuell noch von den Salzburger Festspielen und sozusagen außer Programm spricht man in diesen Tagen auch noch vom Theater an der Wien. Aber es gibt und gab selbstverständlich auch außer diesen Zentren wichtige und interessante Stätten in Österreich, wo gut, ja teilweise hervorragend und weit über die Grenzen unseren Landes anerkannt, höchst erfolgreich Oper bzw. Musiktheater gepflegt wurde und auch weiterhin wird. Eine jener Institutionen, die in dieser Beziehung einen ganz besonderen Platz einnimmt, ist die Grazer Oper.
Liederabend Michael Spyres an der Opéra de Lausanne vom 8. Januar 2026
Michael Spyres. Foto: Andie Bottrell
Mit seinem Liederabend an der Opéra de Lausanne stellt Michael Spyres eindrucksvoll unter Beweis, weshalb er zu den vielseitigsten und interessantesten Sängern seiner Generation zählt. Der amerikanische Tenor, oft als „Baritenor“ bezeichnet, verfügt über einen aussergewöhnlich grossen Stimmumfang und verbindet technische Sicherheit mit stilistischer Offenheit. Nach einem Arienabend beim Gstaad New Year Music Festival wenige Tage zuvor präsentiert er sich hier in einem reinen Liedprogramm, begleitet vom Pianisten Mathieu Pordoy.
Zum Bericht von Marcel Emil Burkhardt
Spitzentöne: Heinz Sichrovsky trotzt einem herausfordernden Jahr
…Es hieße jetzt also zusammenhalten, notfalls in der Gestalt einer Konzentrationsregierung aller, die wissen, was sie nicht wollen. Das ist zugegeben eine Utopie, aber sind nicht alle großen Entwürfe aus Utopien entstanden? Einfach wird es nicht. Beim Nachbarn hat die AfD in der CDU wenigstens ein gleich starkes Gegengewicht. Und auch bei uns schien die ÖVP halbwegs stabil, bevor sie mit operettenhaften Nichtigkeiten ausgehebelt wurde: Was Wöginger begangen hat, ist parteienübergreifendes Tagesprogramm, und Mahrers übermenschliche Verfügbarkeit war jahrelanger Gegenstand von Kabarettprogrammen, ehe sie auch in bescheidener ausgestattete Köpfe gehämmert wurde.
https://www.news.at/menschen/kulturpolitik-ausblick-2026
Heinz Sichrovsky wird auf seine alten Tage zunehmend politisch – im Gegensatz zu mir. Was soll das bringen? Sein bereits auffallender Missionarseifer wird seiner favorisierten Partei auch nicht helfen, eher das Gegenteil bewirken. Oder nicht einmal das!
Cleveland
The Cleveland Orchestra presents Beethoven’s “Fidelio” in three concert performances, led by Franz Welser-Möst.
The cast includes Malin Byström as Leonore, David Butt Philip as Florestan, Tomasz Konieczny as Don Pizarro, Dashon Burton as Don Fernando, and the Cleveland Orchestra Chorus.
Performance Date: May 16 – 24, 2026.
operawire.com.TerreceBlanchard
Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“
Oulu und Trenčín sind die neuen Kulturhauptstädte Europas: Auf der Suche nach mehr Kultur trotzt die slowakische Kleinstadt der restriktiven Politik, die finnische Grossstadt den Schattenseiten der Technologie.
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«Die Leute hier haben nichts mehr zu verlieren»: Warum immer mehr Iraner auf die Strasse gehen: Seit Tagen gibt es überall in Iran Demonstrationen. Was als Protest gegen die schlechte Wirtschaftslage begonnen habe, sei längst ein Aufstand gegen die Mächtigen im Land, sagen zwei Beteiligte.
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Eskalation in der Ukraine: Moskau setzt erneut eine atomar bestückbare Oreschnik-Rakete ein: Mit dem Einsatz der als Wunderwaffe beschriebenen Rakete preist der Kreml seine militärischen Fähigkeiten. Die Zerstörung der zivilen Infrastruktur in der Ukraine hält derweil an. Bei strengem Frost sind Hunderttausende Haushalte ohne Heizung und Warmwasser.
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Trumps Grönland-Poker: ein Risiko ohne grosse Gewinnaussichten: Donald Trump will Amerika grösser machen. Um Grönland zu erobern, schliesst er auch militärische Gewalt nicht aus. Sein Ziel dürfte aber zunächst eine Verhandlungslösung sein. Dabei könnten die USA auch Europas grösstes Problem ausnutzen: den Krieg in der Ukraine.
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«Es ist wie in einer Irrenanstalt»: Nach dem Sturz Maduros macht das Regime in Venezuela Jagd auf die eigene Bevölkerung: Während Maduro in den USA in Haft sitzt, hat das Regime die Schraube der Repression angezogen. In Caracas terrorisieren bewaffnete Milizen die Anwohner. Diese fürchten sich – und haben ihre Zuversicht schon wieder verloren.
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Kambodscha hat einen mutmasslichen Milliarden-Betrüger an China ausgeliefert. Betrugszentren florieren aber weiter – wohl auch mit Billigung der Regierung
Chen Zhi wird verdächtigt, mit weltweitem Online-Betrug Milliarden Dollar erwirtschaftet zu haben. Auch die USA suchten ihn.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Aus für wichtige US-Medienförderungen – laut Trump „Verschwendung“
Einsparungen führen zur Auflösung der Förderstelle CPB. Sie verwaltete auch Gelder für PBS, den Sender der „Sesamstraße“. Nach rund sechs Jahrzehnten steht die Hüterin von Fördergeldern für öffentlich-rechtliche Medien in den USA vor ihrer Auflösung. Die bundesstaatlich anerkannte Corporation for Public Broadcasting (CPB) hat am Montag selbst ihr Aus beschlossen, nachdem US-Präsident Donald Trump im Vorjahr drastische Kürzungen der Steuergelder anordnete. Das Weiße Haus wirft nichtkommerziellen Radio- und Fernsehnetzwerken wie NPR und PBS Parteilichkeit vor.
Kurier.at.medienfoerderung
Politik Iran Angst vor Massaker. Iran will Freiheit: Flüchtet Ober-Mullah zu Putin?
Die Bevölkerung im Iran will sich den errichteten Schreckensstaat mit den horrenden Lebenshaltungskosten und der miesen Wirtschaftslage nicht länger gefallen lassen, Hunderttausende protestieren. Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi warnt unterdessen vor einem „Massaker im Schutz einer umfassenden Kommunikationssperre“.
https://www.krone.at/4010102
Empörung in Berlin: Bürgermeister spielte während Blackout Tennis
Während sich die technischen Turbulenzen langsam legen und die elektrische Versorgung nach dem tagelangen Blackout im Südwesten Berlins weitgehend wiederhergestellt ist, herrscht helle Aufregung über das Krisenmanagement des Regierenden Bürgermeisters. Denn während über 40.000 Haushalte bei klirrender Kälte ausharren mussten, spielte Kai Wegner mit seiner Lebensgefährtin Tennis.
https://www.krone.at/4007864
Wien
Privatflüge, Kettensägen, Nobeldinner: Fördermissstände in Wiens Kindergärten Bezahlartikel
Nach mutmaßlichem Förderbetrug vor drei Jahren schaltete die ÖVP den Stadtrechnungshof ein. Der neue Bericht zeichnet ein desaströses Bild.
Kurier.at.stadtrechnungshof
Wien
Fördermittelbetrug in privaten Kindergärten
Der Stadtrechnungshof hat auf Verlangen der Wiener ÖVP mehrere private Kindergärten überprüft. Dabei wurden in einigen Fällen schwere Missstände, was die Verwendung der Mittel betrifft, festgestellt. Die zuständige MA10 wird aufgefordert, strenger zu prüfen.
https://wien.orf.at/stories/3336932/
Wien: Stadtrechnungshof bestätigt massives Versagen der SPÖ-Neos-Stadtregierung bei der Grundversorgung
Prüfbericht offenbart massive Kontrolllücken, explodierende Kosten und fehlende Zielsteuerung in der Wiener Grundversorgung
OTS-Presseaussendung
Niederösterreich „Keine Kreuzerltests“- Nur zwei Geschlechter: Gender-Reduktion an Schulen
„Inter“, „divers“ oder „offen“ sollen künftig von den Anmeldebögen für die Volksschulen verschwinden. Die Bildungsdirektion Niederösterreich hat nun eine entsprechende Empfehlung abgegeben.
https://www.krone.at/4009549
Wichtiger Lostag: Laut Bauernregel: So geht es mit Winter-Wetter weiter
Der 9. Jänner steht im bäuerlichen Kalender ganz im Zeichen des heiligen Julian und ist vor allem durch zwei bekannte Bauernregeln überliefert, die sich beide mit Frost und Eis beschäftigen. Sie lauten: „Sankt Julian bricht das Eis; bricht er es nicht, umarmt er es.“ sowie „Sankt Julian bricht das Eis, oder er bringt’s mit von seiner Reis’.“ Beide Sprüche greifen auf bildhafte Weise die Unsicherheit des winterlichen Wetters zu Beginn des Jahres auf.
oe24.at.wetter
Kennen Sie sich aus? Ich nicht! Ich weiß nur, dass es sehr kalt ist und ich mich auf dem Weg in die Redaktion sehr vorsehen muss, damit ich keine „Brezen“ reisse!
Ein schöner Tag sei Ihnen beschieden!
A.C.

