
Salzburg. Blick über die Salzach auf die Altstadt mit dem Dom und der Festung Hohensalzburg.
Salzburg ist das Herz vom Herzen Europas. Es liegt in der Mitte zwischen Süd und Nord, zwischen Berg und Ebene, zwischen der Schweiz und den slawischen Ländern. (Hugo von Hofmannsthal, 1920) © Thomas Prochazka
Illusionisten. Ortsgruppe Salzburg
Von Thomas Prochazka
Markus Hinterhäuser ist als Intendant der Salzburger Festspiele Geschichte. Das Projekt » Festspielbezirk 2030 « hat bereits ein Jahr Verspätung. Und dann wären da noch jene Fragen, die nicht gestellt werden.
Eine Spurensuche.
Wir erinnern uns: Am 29. Jänner berichtete die Kronenzeitung, Markus Hinterhäuser habe nach erfolgter Ausschreibung und den Anhörungen für die Leitung der Sparte » Schauspiel « von Karin Bergmann als liebe Freundin
gesprochen, die sich immer wieder sehr entscheidend zu Theaterfragen geäußert hat
. Auch stand zu lesen, daß die ehemalige Burgtheaterdirektorin an den Anhörungen teilgenommen hat. Allerdings hatte sich Karin Bergmann nicht beworben. Die Folge: eine eilig einberufene Sitzung des Festspiel-Kuratoriums, nach der die aktuelle Vorsitzende, Salzburgs Landeshauptmann Karoline Edtstadler, dem Intendanten die gelbe Karte
zeigte. (Man kennt sich aus beim Fußball in der Mozartstadt.) Und: Der (dienstlich) abwesende Intendant solle sich erklären.
Einen Monat später war davon nur mehr am Rande die Rede. Dafür waren jetzt Vorwürfe im Umgang mit Mitarbeitern aufgetaucht, und das Wort » Wohlverhaltensklausel « begehrte dringend Berücksichtigung um das Wort des Jahres…
…Salzburg ist dann gut, wenn es den Anspruchsvollsten genügt
, postulierte Oscar Fritz Schuh einst. Davon ist man heute weit entfernt. Allerdings nicht nur bei den Sommerfestspielen. Und nicht nur in Salzburg.
Thomas Prochazka
Leserin W.B. zu Thomas Pochazkas Analyse: Erstens ist die korrekte Bezeichung nicht „Salzburgs Landeshauptmann Karoline Edtstadler, sondern-so kurios es klingen mag- „Landeshauptfrau“!Zweitens: „Der (dienstlich) abwesende Intendant “ war keineswegs unabkömmlich, sondern hielt es für nicht nötig, anzutanzen. Drittens: Verschiebungen derartiger Bauprojekte sind üblich, was halt branchenfremde Leute nicht wissen und sich dennoch aufmandeln.
Zutreffend allerdings: Die Festspiele florieren, aber sie treten auf der Stelle. ….. wenn man das Klingeln in der Kasse als „florieren“ bezeichnet. Die Erwähnung von Vorgangsweisen aus einer längst vergangenen Zeit, Produktionen jahrelang zu spielen oder später wieder aufzunehmen, ist müßig, denn H. hat das schon längst zu seinem Usus gemacht, dazu noch eine Reihe von konzertanten Opernaufführungen. Gegen diese Präsentationsform ist an sich nichts zu sagen, denn sie erspart nicht nur Geld (das man vielleicht für Lieblingsdirigenten etc. braucht), sondern auch den Ärger über unliebsame Inszenierungen.Orchesterkonzerte sind oft „Stationen von Tourneen“, Mozartmatineen kann man das ganze Jahr haben. Wo bleibt die Einzigartigkeit der Salzburger Festspiele? Zitat Ende
„Merkerfreund“ Franz Mayer zum Thema: Das mit epochalen Wortschöpfungen bewaffnete, gegen das „intellektuell überforderte und von Inkompetenz strotzende Kuratorium“ (Auszug aus NEWS) heftig austeilende, kulturbeladene Rumpelstilzchen (bitte als wahrhaftige Liebkosung verstehen) wird den höchst erfolgreich(en) Beurlaubten (wo hat(d)er seine Manieren gelernt?) nicht zurückbomben können, denn die vollmundigsten, saftigsten, wütendsten Tiraden ertrinken unerhört in der Salzach, vermutet fassungslos und zutiefst besorgt der alte Merkerfreund Franz Mayer.
Zitat Ende
Salzburg
Die Karin wird’s schon richten
Nach Markus Hinterhäusers Aus bei den Salzburger Festspielen wird die Kulturmanagerin Karin Bergmann interimistisch zur ersten Intendantin des Festivals. Was als schönes kulturpolitisches Signal anmutet, ist am Ende aber vor allem Krisenmanagement. Ein Kommentar.
BR.Klassik.de.kainwirdesrichten
Die Intendantin der Salzburger Festspiele und ein „Denunziantentum“ in der „ZiB 2“
Karin Bergmann sprach bedacht und professionell über Markus Hinterhäuser und dessen Abbestellung, die auch ihr ein Rätsel ist. Die anonymen Vorwürfe gegen ihn sieht sie kritisch.
DiePresse.com.salzburg
Wiener Staatsoper: Kartenkontingnent für »WOZZECK« am Samstag, den 11.04.2026
Für »WOZZECK« am Samstag, den 11.04.2026 steht ein Kontingent von 120 Karten für Kurzentschlossene zum Preis von 55€ je Ticket zur Verfügung.
Dieses Angebot kann ab Freitag, den 10.04.2026, 10 Uhr nur an den Tageskassen (nicht im online Ticketshop) & nur nach Vorlage der BundestheaterCard eingelöst werden. Pro Person sind max. 2 Tickets buchbar.
Wien/ MusikTheater an der Wien/ Heute

Barocker Opernspaß: Frauen sind nicht erlaubt!
Zwei Sopranisten und drei Countertenöre mischen für Leonardo Vincis „Alessandro nell’Indie“ ab Freitag, 10. April, das Theater an der Wien auf. Wir haben das Quintett vor der Premiere zum Interview getroffen!
https://www.krone.at/4102722
https://www.theater-wien.at/de/spielplan/saison2025-26/1513/Alessandro-nellIndie
Dazu versammelt sich ein spektakuläres Ensemble aus gleich fünf der besten Countertenöre der jüngeren Generation: Bruno de Sá, Dennis Orellana, Maayan Licht, Jake Arditti und Nicholas Tamagna werden zu erleben sein, sowie der Tenor Stefan Sbonnik.
Höchste Ehren für Dirigent Currentzis? Kulturministerium will Begründung nicht herausgeben „

Beeinträchtigung außenpolitischer Beziehungen“ befürchtet, Herausgabe verweigert. Mehr als acht Monate nach Übermittlung des Vorschlags, den griechisch-russischen Dirigenten Teodor Currentzis mit dem österreichischen Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kultur auszuzeichnen, hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen noch keine Entscheidung getroffen. Gleichzeitig wollen weder Hofburg noch Kulturministerium Details zum Vorschlag öffentlich machen. Letzteres befürchtet bei Veröffentlichung sogar die „Beeinträchtigung außenpolitischer Beziehungen“.
Kurier.at.currentzis
Was soll man dazu sagen? „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Fremdschämen für unsere mutigen Entscheidungsträger bringt auch nichts!
Die Oper Zürich hat ihren Spielplan für 2026/27 bekanntgegeben und bietet eine Dichte an Sängerstars an, mit der Zürich in der kommenden Saison die Nase wohl ziemlich weit vorne hat.
Stark die Puccini-Besetzungen: Sonya Yoncheva singt Manon Lescaut als auch Tosca, Jonas Kaufmann ist Dick Johnson in La fanciulla del west, Benjamin Bernheim übernimmt abermals den Ruggero in der Puccini-Rarität La rondine und Anna Netrebko kehrt nach längerer Abwesenheit wieder zur Mimi in La bohème zurück. Zudem singt Juan Diego Florez den Romeo in Gounods Romeo et Juliette, Cecilia Bartoli den Sesto in Mozarts La clemenza di Tito, Lise Davidsen die Elisabetta in Don Carlo, und Elina Garanca kehrt mit einem Liederabend nach Zürich zurück.
Der komplette Spielplan ist online: https://www.opernhaus.ch/spielplan/oper-2627/
Lukas Link
Opernhaus Zürich stellt Saison 2026/27 vor

Oper Zürich. Foto: Andrin Fretz
Die Saison 2026/27 des Opernhauses Zürich steht im Zeichen dreier Leitmotive: Magie – als Transformation des Unsichtbaren. Abgründe – als Ausdruck existenzieller und gesellschaftlicher Konflikte. Sowie Ungesehenes – in neuen ästhetischen Zugriffen auf das Repertoire. Das Opernhaus Zürich unter seinem Intendanten Matthias Schulz begreift Oper und Ballett als verdichtete Gesamtkunstwerke, in denen Musik und Text, Bild und Narration zu einer intensiven ästhetischen Erfahrung verschmelzen. In der besonderen Intimität des Opernhauses mit seinen 1.100 Plätzen entsteht ein Raum, in dem sich künstlerische Intensität und gesellschaftliche Reflexion unmittelbar begegnen. Zugleich öffnet sich das Opernhaus konsequent nach aussen und spricht mit neuen Formaten und Spielorten gezielt ein vielfältiges Publikum an.
Dieses programmatische Profil manifestiert sich in 18 Premieren in Oper und Ballett sowie 20 Wiederaufnahmen, im zehntägigen Festival «Zürich Barock», in Konzertzyklen mit dem Orchester der Oper Zürich und dem Orchestra La Scintilla sowie Festkonzerten mit internationalen Solist:innen und Kooperationen mit anderen Zürcher Institutionen. Hinzu kommt ein breites Angebot an Kammerkonzerten und Vermittlungsformaten, eine neue Spielstätte sowie gross angelegte Veranstaltungen für ein breites Publikum.
Ein Höhepunkt der Saison 2026/27 ist der Abend «Rachmaninow – Die drei Open»: Das Programm vereint mit «Aleko», «Der geizige Ritter» und «Francesca da Rimini» die drei einzigen vollendeten Opern Sergei Rachmaninows. Zwei der Werke werden erstmals in der Schweiz aufgeführt. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda, Regie führt Dmitri Tcherniakov.
Thematischer Fokus: Amerika
Ein programmatischer Schwerpunkt richtet den Blick auf zentrale Momente der US-amerikanischen Geschichte und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart: «Doctor Atomic» thematisiert das Manhattan-Projekt und den Beginn des Atomzeitalters, «La fanciulla del West» beleuchtet den Mythos des Wilden Westens als Gründungsnarrativ der Vereinigten Staaten, «Angels in America» reflektiert die gesellschaftlichen Brüche der AIDS-Krise in der Reagan-Ära…
Weiterlesen in den „Infos des Tages“
Wien/ Staatsoper
Opernhit der Woche: „Wozzeck“ bringt U3-Station und AMS-Servicestelle an die Staatsoper
„Alban Bergs ‚Wozzeck‘ ist zweifellos ein Wurf. Verpackt in seiner objektiven Kürze wird ungemein dicht, konzis und stringent die Geschichte einer von der Gesellschaft ausgestoßenen, gepeinigten menschlichen Kreatur erzählt.“ Franz Welser-Möst gibt die Direktiven zum Opernhit der Woche. Ab Donnerstag (9 April) startet die Wiederaufnahme von „Wozzeck“ an der Wiener Staatsoper. Das Werk, das seit der Staatsopern–Erstaufführung 1930 als eines der wichtigsten im Repertoire des Hauses am Ring gilt, wird seit 2022 in der Inszenierung von Simon Stone neu zur Diskussion gestellt.
oe24.at.wozzeck
Do., 9. April 2026:(Staatsoper): Alban Berg, Wozzeck
Eine recht „durchschnittliche“ Angelegenheit war der heutige „Wozzeck“, bei welchem es sich um die erste Vorstellung der laufenden Serie handelte. Johannes Martin Kränzle, von seiner Leukämie-Erkrankung erfreulicherweise anscheinend wieder genesen, sang einen passablen Wozzeck…
forumconbrio.com
Berlin
Meinung: Macht die Operntickets endlich teurer!
Berlin ist eine Kultur-Metropole und Spitzen-Kultur ist nicht für lau zu haben. In diesem Punkt sind sich vermutlich alle einig. Aber: Wer soll was und wie viel beitragen? Es ist ein Verteilungskampf: Wenn die Hauptstadt sparen muss, dann auch die Kultur? Möglichst nicht, fordern Opern, Theater und Museen. SPD, Grüne und Linke sehen bei jedem gesparten Kultur-Euro die Demokratie in Gefahr. Was vergessen wird: Der Berliner Kultur-Etat beträgt allein für 2026 eine Milliarde Euro! Das sind Steuergelder, bezahlt von allen. Da muss die Frage erlaubt sein: Muss jedes Ticket in der Staatsoper mit 251 Euro bezuschusst werden?
https://www.bz-berlin.de/meinung/macht-die-operntickets-endlich-teurer
So lange Berlin seine Opernkarten teurer macht, stört es uns Wiener nicht. Aber grundsätzlich ist das Argument nicht gar so abwegig. Ich komme aus der Privatwirtschaft, verzeihen Sie bitte diese ketzerischen Gedanken. Sparen muss man dort, wo es teuer ist!
Las Palmas: Acis and Galatea: Die Mythologie ins Heute übertragen
Internationales Bach Festival Las Palmas
Händel: ACIS AND GALATEA
Serenata in tre parti (2nd Version), HWV 49b

Roman Bordon als „Polyfemo“ im Teatro Perez Galdos, Las Palmas. Foto: Sabrina Ceballos , Auditiorio Alfredo Kraus
Christian Gil Borrelli, Ana Marqués, Román Bordón, Jennibel Hernández, Carla Sampedro, Julián Hernao.
Musikalische Leitung: Beni Csillag
Inszenierung: Bruno Berger-Gorski
Bühne: Carlos Santos
Kostüme: Carmen Alzate
Teatro Pérez Galdós, 2. und 4. April 2026
Das seit 2015 erfolgreich stattfindende Internationale Bach Festival findet unter der Leitung von Tilman Kuttenkeuler, Adriana Illieva und Michael Gieler statt und setzt sich aus Musikern des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria und des Royal Concertgebouw Orchester Amsterdam zusammen.
Zum Bericht von Gunhild Kranz/ Herdecke
Hamburg
Auf den Punkt 87: Über Aprilscherze und Pausen-Nervenkitzel an der Hamburgischen Staatsoper
Stellen sie sich vor, Sie wollen mit dem IC 709 Clara Schumann von Berlin nach München reisen. Abfahrt laut Fahrplan 10:33 Uhr. Weil Sie gerne in Ruhe daheim frühstücken, statt sich am Bahnhof ein Franzbrötchen mit schlechtem Kaffee hinunterzuspülen, sind Sie wie immer auf den letzten Drücker am richtigen Gleis. Sagen wir 10:27 Uhr. Doch der Zug ist bereits um 10:15 Uhr abgefahren. Begründung der Bahn: So gewährleisten wir eine pünktliche Ankunft am Zielbahnhof wie im Fahrplan ausgewiesen. Das wäre doch mal einen Aprilscherz wert …Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de
Kommentar zum Opernspielplan 2026/27 der Hamburgischen Staatsoper
Es hat sich bewahrheitet, die Staatsoper zieht um in ein Zirkuszelt, zumindest für mehrere Monate. Euphemistisch wird die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr erwähnt: Die Haltestelle Luruper Chaussee befinde sich direkt vor der „Kuppel“. Vergessen wird, dass dieser irgendwo im Hamburger Nordwesten liegende, im allgemeinen wohl völlig unbekannte Veranstaltungsort über keinen U- oder S-Bahnanschluss, sondern nur über eine Bushaltestelle verfügt. Nun gut, für John Neumeiers Sommernachtstraum werden wir dieses Manko in Kauf nehmen.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik.begeistert.de
WIEN / Kammerspiele der Josefstadt: LEONCE UND LENA von Georg Büchner
Frei bearbeitet von Torsten Fischer
Premiere 09. April 2026,
besucht wurde die Generalprobe

Foto: Theater in der Josefstadt
Die Absurdität zur Potenz
In Georg Büchners Stück von 1836 sind Leonce und Lena ein Prinz und eine Prinzessin jeweils aus einem kleinen deutschen Fürstentum, zwei sehr junge Geschöpfe mit eigenen Vorstellungen von der Welt und dem Leben, phantasievoll und störrisch. Keinesfalls bereit, sich den Zwängen ihres Standes zu opfern, laufen sie ihrem Schicksal scheinbar davon – und sich in die Arme. Hier entfaltet sich der Zauber eines Stücks, nicht nur in dieser Geschichte des Jugendprotests, sondern auch in Büchners überironischer Schilderung eines Kleinstaats mit einem ebenso allmächtigen wie dummen Herrscher. Man kann sich in diese Welt eines jungen Dichters (Büchner war 23. als er das Stück schrieb, und er starb im Jahr darauf…) nur so liebe- und lustvoll vergraben, wie es gemeint war.
In den Josefstädter Kammerspielen freilich ist Büchner samt seinen Figuren im Altersheim gelandet. Eine Notlösung, da die Hauptdarsteller ja nun auch nicht mehr jung sind, sondern in der langen Ära Föttinger an der Josefstadt – na, sagen wir: gereift? Um das zu rechtfertigen, wird von Regisseur Torsten Fischer in einer – am Programmzettel zugegebenen – „freien Bearbeitung“ (gibt es dafür eigentlich noch Extra-Gage bzw. Tantiemen?) …
...An diesem Abend geht Georg Büchners Absurditäts-Tiefsinn über in den Unsinn einer willkürlichen Inszenierung, da wir in einer Welt leben, wo jedermann nur nach dem Regisseur fragt und nicht nach dem Dichter. Dabei hat sich so gut wie immer herausgestellt, dass diese Dichter viel klüger und weiser sind als alle, die sich blind tapsend an ihnen vergreifen.
BERLIN / Schaubühne: DER GEIZIGE mit Lars Eidinger als Harpagon in einer Fassung von Maja Zade und Thomas Ostermeier, 8.4.2026

Foto: © Gianmarco Bresadola
Die Handlung der fünfaktigen Komödie Molières „L’Avare“ aus dem Jahr 1668 um einen berechnenden Pariser Geizhals, der seine konsumfreudigen und schwer verliebten Kinder drangsaliert und schindet, wird in der Regie von Thomas Ostermeier, auf pausenlose 110 Minuten verknappt, in ein prolliges Berlin-Reinickendorfer Autohaus (Bühne: Magda Willi) verlegt. Da türmen sich rot-weiß-rote Luftballons und magere Wimpelketten im kalten Verkaufsraum. Der motoramputierte Jaguar schlummert unter einer Schutzhaube.
Zum Bericht von Dr. Ingobert Waltenberger
Medien/ ORF: Geht um Ehre und Geld. Weißmann gegen ORF: Diese Summe klagt Ex-General ein
„Dagegen ist die Luxuspension von Wohltätigkeitschef Pius Strobl ein Kindergeburtstag“ – so bringt ein ORF-Insider die drohende Klage von Generaldirektor Roland Weißmann wegen Verdienstentgangs und Rufschädigung nach seinem Rauswurf auf den Punkt. Im „Krone“-Gespräch gibt eine Arbeitsrechtsexpertin dem gefallenen Ex-Chefs im juristischen Tauziehen gegen den Medienkonzern gute Chancen. Draufzahlen würden dann wir alle mit unseren Zwangsgebühren.
https://www.krone.at/4101994
ORF
Keine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn“, aber „unangemessenes Verhalten“: ORF kündigt Ex-Generaldirektor Weißmann
Der ORF hat die Ergebnisse der Ermittlungen in der Causa um Roland Weißmann veröffentlicht. Diese bringen für den früheren Generaldirektor ein Aus seines Dienstverhältnisses, wenngleich „eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn nicht vorliegt“. Mittlerweile hat auch der Anwalt Weißmanns auf die Ergebnisse reagiert. Roland Weißmann ist nicht mehr ORF-Mitarbeiter. Dies sei die unmittelbare Folge der Ermittlungen in der Causa um seine Person, gab der ORF Mittwochmittag bekannt. Konkret hätten sowohl die hauseigene Compliance-Stelle als auch externe Compliance-Expertinnen und -experten den Fall geprüft – und seien zu folgendem Ergebnis gekommen: Auf Basis der Befragungen und der Unterlagen habe man zwar festgestellt, „dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorliegt“. Aber: „Der ORF verlangt von seinen Führungskräften nicht bloß die Einhaltung zwingenden Rechts, sondern ein sehr hohes Maß an Integrität und Unterlassung jeglichen Verhaltens, das geeignet ist, dem Unternehmen zu schaden.“
SalzburgerNachrichten.at.Orf
ORF beendet Dienstverhältnis mit Roland Weißmann
Der ORF hat nun endgültig das Dienstverhältnis mit seinem einstigen Generaldirektor Roland Weißmann beendet. Dieser war am 8. März von seinem Posten zurückgetreten, nachdem eine Mitarbeiterin Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte. Die von Weißmanns interimistischer Nachfolgerin Ingrid Thurnher angestoßene Untersuchung habe nun zwar ergeben, dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorgelegen habe. Es gelte jedoch, jeden Anschein eines unangemessenen Verhaltens durch eine Führungskraft zu vermeiden, machte der ORF in einer Aussendung deutlich
News.at.weißmann
Film: Mit 95 Jahren gestorben: Schauspieler Mario Adorf ist tot
Die deutsche Schauspiellegende Mario Adorf ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das berichtet die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf das Management des Schauspielers sowie die Filmagentur Rheinholz. Dem Bericht zufolge ist Adorf bereits am Mittwoch in seiner Pariser Wohnung gestorben. Adorf sei nach kurzer Krankheit eingeschlafen. Seinem langjährigen Manager Michael Stark habe Adorf mit auf den Weg gegeben, dass er sich bei seinem Publikum für die jahrzehntelange Treue bedanke, heißt es in einer Mitteilung.
ntv.de.mario.adorf
Wissenswertes aus „Neue Zürcher Zeitung“
Die Eisenbahn ist in der Ukraine seit Kriegsbeginn mehr als nur das wichtigste Verkehrsmittel des Landes: ein Symbol des Widerstandsgeistes: Die Ukraine war immer ein Zugland. Seit Kriegsbeginn ist die Eisenbahn aber viel mehr als nur ein Verkehrsmittel. Eine Reise auf Schienen durch das Land.
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Ein Stützpunkt mitten in Iran: wie die USA einen vermissten Offizier aus Feindesgebiet herausholten: Der Abschuss eines F-15-Kampfflugzeugs in Iran löste eine der aufwendigsten Rettungsaktionen der amerikanischen Militärgeschichte aus. Allmählich werden dazu immer mehr Details bekannt.
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Teherans Kehrtwende: Warum Iran jetzt doch mit den USA sprechen will: In den vergangenen Wochen hatte das iranische Regime Verhandlungen mit den USA immer wieder abgelehnt. Kurz vor Ablauf von Trumps Ultimatum stimmte es einer Waffenruhe und Verhandlungen zu – und stellt nun umfangreiche Forderungen.
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Trump feiert brüchige Waffenruhe als Sieg gegen Iran: Donald Trump und sein Verteidigungsminister versuchen, den Waffenstillstand mit Teheran schönzureden. Bei der Rückkehr an den Verhandlungstisch werden die USA aber schwächer dastehen als vor dem Krieg. Und Israel unterläuft die Kampfpause.
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Die grosse Entfremdung: wie Friedrich Merz im Iran-Krieg Donald Trumps Vertrauen verspielte: Noch vor kurzem war der amerikanische Präsident voll des Lobes für den deutschen Kanzler. Dann fiel er in Washington in Ungnade. Das könnte langfristige Folgen haben.
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Neues Buch über Pipeline-Sprengung: Ukrainische Verwicklung kam Deutschland womöglich gelegen: Das Berliner Kanzleramt war offenbar schon früh darüber informiert, dass mutmasslich ukrainische Täter hinter dem Anschlag auf Nord Stream stecken. Hat das Kanzleramt diese Erkenntnisse für eigene Interessen genutzt?
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Wahlen in Ungarn: Viktor Orban muss kämpfen – doch er bleibt schwer zu schlagen: Laut den Umfragen droht Ungarns Regierungschef am Sonntag eine schwere Niederlage. Die Hürde für Peter Magyar ist wegen der unfairen Bedingungen und eines auf den Fidesz zugeschnittenen Wahlrechts aber hoch.
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Im Sudan ist sexuelle Gewalt eine Kriegswaffe – die Opfer erhalten nur selten Hilfe: Millionen Frauen und Mädchen im Sudan wurden Opfer sexueller Gewalt. Besonders Frauen aus nichtarabischen Volksgruppen sind betroffen. Die RSF-Milizen führen gegen sie eine Kampagne der Entmenschlichung.
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Der Ex-Chefredaktor des «Spiegels» sieht die USA am Abgrund des Faschismus: Er erzählt die Geschichten, die die deutsche Leserschaft hören will- Sie erzählen von Amerika, aber reden eigentlich von Deutschland: Der Markt wird überschwemmt mit Büchern, die das Ende der USA voraussagen. Auch der ehemalige «Spiegel»-Chefredaktor Klaus Brinkbäumer macht mit.
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«Ich habe von der ersten Bombe an nicht geglaubt, dass das Regime stürzt», sagt Navid Kermani: Wie hält man es aus, am Lago Maggiore zu sitzen, während in Teheran Bomben einschlagen? «Gar nicht», sagt Navid Kermani, Schriftsteller und einer der bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands.
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«Fearless Girl» – wie das furchtlose Mädchen das Fürchten lernte: Das Werk der amerikanischen Bildhauerin Kristen Visbal in New York ist zur Ikone weiblicher Selbstbehauptung geworden.
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Ungarn: Umfrage-Knaller: Orbáns Rivale steuert auf Zweidrittelmerheit zu
Der langjährige nationalistische Ministerpräsident Viktor Orbán und seine Fidesz-Partei stehen vor der größten Herausforderung ihrer 16-jährigen Regierungszeit. Abgerechnet wird zwar erst am Sonntag, doch die jüngsten Umfrageergebnisse deuten bereits einen Erdrutschsieg der Oppositionspartei Tisza von Herausforderer Péter Magyar an.
https://www.krone.at/4101524
Österreich: Sprit erstmals billiger: Erste Tankstellen bieten Diesel unter 2 Euro an
Die ersten Tankstellen in Niederösterreich senken ihre Spritpreise – zwei Tage nach dem der Öl-Preis durch den Waffenstillstand im Iran-Konflikt zurück ging. Mit dem Absturz der Ölpreise am Mittwoch sind nach kurzfristigen einem Anstieg am Dienstag nun auch bei uns in Österreich an einigen Tankstellen die Spritpreise nach unten gegangen. Wie Fotos einer Shell-Tankstelle sowie einer Jet-Tankstelle in Maria Enzersdorf zeigen, kostet der Diesel dort „nur“ mehr 1,93 Cent. Super-Benzin liegt bei 1,68 Euro.
oe24.at.business
Abschliend weise ich darauf hin, dass morgen, Samstag, der „Tag der offenen Türe“ im Wiener Burgtheater stattfindet. Näheres erfahren Sie morgen unter Aktuelles.
Sonntag veröffentlicht die Wiener Staatsoper ihr Saisonprogramm 2026/2027. Sie können via Stream dabei sein!
Für heute wünsche ich einen schönen Tag!
A.C.

