Simone Schneider als Sieglinde © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
WIENER STAATSOPER: SIMONE SCHNEIDER UND KRASSIMIRA STOYANOVA SPRINGEN FÜR LISE DAVIDSEN EIN
Lise Davidsen, in der Staatsoper soeben in Ariadne auf Naxos zu erleben, hat öffentlich bekanntgegeben, dass sie Zwillinge erwartet. Die Wiener Staatsoper gratuliert herzlich! Aus diesem Grund muss Lise Davidsen ihre Engagements ab der zweiten März-Hälfte zurücklegen. Davon betroffen sind auch zwei im Juni mit ihr geplante Vorstellungsserien im Haus am Ring.
Anstelle von Lise Davidsen übernimmt Simone Schneider die Partie der Sieglinde in Die Walküre (2. und 22. Juni 2025). Die Marschallin im Rosenkavalier wird KS Krassimira Stoyanova singen (9., 12., 14. und 17. Juni 2025).
Krassimira Stoyanova als Marschallin © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Wien
Interview Philippe Jordan: „Es gibt eine europäische Kultur des Musizierens“
Seit der Spielzeit 2020/2021 ist der Schweizer Dirigent Philippe Jordan Musikdirektor der Wiener Staatsoper.
https://www.concerti.de/interviews/philippe-jordan-2025/
Wien/ Zentralfriedhof
Hunderte Menschen bei Begräbnis von Otto Schenk
Letzte Ehre für den Schauspieler, der in einem Ehrengrab in Reichweite von Mozart, Qualtinger und Falco ruht. Am Zentralfriedhof is’ Stimmung, wia’s sei Lebtoch no net wor.“ Das behauptete Wolfgang Ambros 1975 zum 100. Geburtstag von Wiens größter, letzter Ruhestätte. Nun ja, aus heutiger Sicht kann man sagen: Woiferl, ein bisserl mehr geht schon noch. Wie etwa beim Begräbnis von Schauspiellegende Otto Schenk. Bei Sonnenschein unter blauem Himmel wurde der im Alter von 94 Jahren verstorbene Wiener am Donnerstagnachmittag zur letzten Ruhe gebettet, begleitet von einem Trauerzug aus hunderten Menschen, darunter auch Prominenz wie der scheidende Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) oder die Schauspieler Petra Morzé und Christian Spatzek.
KleineZeitung.at
SO 2. 2. 2025: ORF III EHRT EINE OPERN-IKONE!
20.15 Uhr
MARIA CALLAS – UNVERGESSLICHE DIVA DES 20. JAHRHUNDERTS
Regie Lyndy Saville, Dokumentation 2018
Aufgrund des Kinostarts der Filmbiografie „Maria“ im Februar widmen wir der Opernlegende einen Abend mit zwei spannenden, sehr unterschiedlichen Dokus!
Die „Cenerentola“ aus der Oper Graz folgt im März – wir informieren Sie selbstverständlich im nächsten Newsletter!
Auf wesentliche Schlüsselmomente der Karriere der Callas fokussiert die Doku von Lindy Saville. Wie etwa ihren Durchbruch mit nur 23 Jahren, als sie bei einem Vorsingen in New York direttissimo für Ponchiellis „La Gioconda“ engagiert wird. Ein weiterer Meilenstein war ihr Einspringen in Bellinis „I Puritani“ in Venedig 1949, mit dem sie als Belcanto-Diva stimmlich wie darstellerisch neue Maßstäbe setzte …
21.00 Uhr
MARIA BY CALLAS
Regie Tom Volf, Dokumentation 2017
Durch ihre Stimme, ihr schauspielerisches Talent, ihre Ausdruckskraft, aber auch ihr glamouröses Leben wurde Maria Callas zum Inbegriff der Operndiva. Hinter der großen „Callas“ verbarg sich aber auch „Maria“, eine verletzliche, sensible
Frau, die allem Ruhm zum Trotz, ein schwieriges persönliches Leben lebte. Der französische Regisseur und Fotograf Tom Volf beschäftigte sich jahrelang mit ihr – das Ergebnis ist ein Porträt der besonderen Art
MAILAND: Die ersten Fotos zur Neuinszenierung „Die Walküre“ (Premiere 5.2, Serie bis 23.2.
Oper von Giacomo Puccini
In Magdas Salon provoziert der Dichter Prunier die Anwesenden mit seinen Ideen über die Liebe. Magda, die finanziell von ihrem reichen Liebhaber Rambaldo abhängig ist, glaubt an die romantische Liebe. Inkognito besucht sie einen Tanzsaal, wo sie sich in den jungen Studenten Ruggero verliebt. Sie verbringen eine sorglose Zeit an der Côte d‘Azur, bis Ruggero sie heiraten will. Unter dem Druck des Dichters Prunier bleibt Magda nichts anderes übrig, als Ruggero ihre „unmoralische“ Vergangenheit zu gestehen und ihn zu verlassen.
Das Wiener Carltheater gab Puccini den Auftrag, eine Wiener Operette zu dem Libretto von Alfred M. Willner und Heinz Reichert zu komponieren. Puccini wollte keine Nummern-Operette mit gesprochenen Texten, sondern ein durchkomponiertes Stück schreiben. Der Form nach ist es eine Oper geworden, doch ist das Stück vom Aroma der Wiener Operette durchdrungen.
Lotte de Beer setzt sich in ihrer Inszenierung mit dem Frauenbild Puccinis und dem Konzept von romantischer Liebe auseinander und stellt die Frage: Wer schreibt eigentlich die Geschichte eines Lebens?
Herbert hört 2: Das hohe Niveau des Wiener Opernorchesters sollte wieder erreicht werden!
Die „Opernzwillinge“ in der phantastischen Regie Jean Pierre Ponnelles (Cavalleria rusticana/Pagliacci, Wiener Staatsoper, 22. Jänner 2025 – Klassik begeistert) wurden offenbar ganz ohne Proben aufgeführt bzw. mangelhaft einstudiert. In dieser letzten Aufführung der Serie gaben es viel zu viele Unsauberkeiten; ja fast „Schmisse“, die dann doch einige Fragen aufwerfen. Wien rühmt sich nicht zu Unrecht, das „beste Opernorchester der Welt“ zu haben. Nun ist das Wiener Opernorchester so quasi die Urmutter der Wiener Philharmoniker. Und damit hat das Orchester einen gewaltigen Ruf zu verteidigen. Die Musiker sind (oder waren) es gewohnt, mit den besten und berühmtesten Dirigenten zusammen zu arbeiten. Am Abend des 22. Jänner 2025 jedoch hatte man das Gefühl, bei den Damen und Herren Musikern eine unstudierte „Substitutenpartie“ (Anm.: Substituten ist in der Musikersprache sozusagen Ersatzpersonal) zu hören.
Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Berlin
Berliner Philharmoniker: Frank Peter Zimmermann mit Elgars Violinkonzert
In der Berliner Philharmonie interpretiert F. P. Zimmermann das süffige Violinkonzert von Edward Elgar erfrischend anders als alle anderen. Dima Slobodenjuk, der für Petrenko einspringt, hellt danach am Pult der Philharmoniker die Lemminkäinen-Suite von Sibelius fast zu sehr auf.
konzertkritik.opernkritik.berlin.de.blog
Bayreuth
Extra-Million Euro: So „freundlich“ lehnen Bayreuther Festspiele ab
Von wegen unfreundlich, wie die Mäzene Freunde von Bayreuth sagen. Einen sehr freundlichen Brief schrieb die Festspielleitung an den Förderverein, mit dem sie die Extra-Spende von einer Million Euro nicht ablehnte, sondern erklärte, warum deren „Wunsch“, zwei ganz besondere Opern im Jubiläumsjahr aufzuführen, nicht mehr möglich sei.
Nordbayerischer Kurier
Opern-Reigen in Hamburg und Berlin: Wie man Richard Strauss die Zähne zieht
Sechsmal Richard Strauss auf der Opernbühne: Dmitri Tcherniakov und Tobias Kratzer haben in Hamburg und Berlin in nur drei Jahren je drei Strauss-Klassiker inszeniert. Am Ende beider Projekte stellt sich vor allem eine Frage: Gibt es nicht mehr als unsere kleine Gegenwart?
Die Welt.de
BERLIN/Deutsche Oper: DIE FRAU OHNE SCHATTEN, Premiere am 28. Januar 2025
Völlige Entzauberung des Märchens
Daniela Köhler(Kaiserin). Foto: Matthias Baus
Lange und mit einiger Spannung war die Neuinszenierung der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss in der Regie von Tobias Kratzer an der Deutschen Oper Berlin erwartet worden. Folgerichtig schien das Haus auch bis auf den letzten Platz besetzt zu sein, was durchaus nicht der Normalfall in der letzten Zeit an der DOB ist. Dieses Mammutwerk des Garmischer Meisters hat es aber auch in sich und ist in der Tat ein großes Meisterwerk des Klassizismus, gerade auch aufgrund der kongenialen Zusammenarbeit zwischen dem Komponisten und dem Librettisten Hugo von Hofmannsthal.
Wer allerdings gedacht hat, aber das war wohl eh niemand, dass hier die Märchenhaftigkeit der „Frau ohne Schatten“ in Bezug auf den tatsächlichen Märchencharakter des Stücks erzählt und interpretiert würde, sollte sich bei Kratzer und seinem Dramaturgen Jörg Königsdorf natürlich grundlegend täuschen. Der Regisseur bricht in seiner bekannten Manier alles mythisch Märchenhafte, und sei es auch noch so meisterhaft dargestellt wie in der „Frau ohne Schatten“ – allein der Begriff Schatten für Schwangerschaft sagt es ja schon – fast gewaltsam auf einen Mikrokosmos herunter. Damit will er in jedem Falle „aktuell“ und „relevant“ sein, die Oper und ihre gar nicht immer gegenwartsnahen Stoffe in den Alltag eben dieser Gegenwart zu stellen, in unseren Alltag, und das immer wieder auch mal mit einem Wink des berühmten Zaunpfahls.
Das ist ja ohnehin der Trend des heutigen Regisseurs-Theaters. Ob es auch im Sinne zumindest eines großen Teils des Publikums ist, das nach einem langen Tag der Arbeit nun auch noch am Abend 4,5 Stunden minutiös und detailverliebt über die Kunstform Oper auf seine tatsächlichen oder vermeintlichen Probleme hingewiesen wird, spielt bei diesen Regisseuren keine Rolle…
Zum Bericht von Klaus Billand
Berlin/ Deutsche Oper
„Die Frau ohne Schatten“ – aus bedrückender Finsternis geht strahlende Menschlichkeit hervor
„Sie sehen aus, als kämen Sie aus Teneriffa!“ sagt meine Pausennachbarin, als ich aufgewühlt aus dem Saal an den Tisch komme: Bei Bedarf lässt sich also durch einen Opernbesuch auch ein Sonnenbrand simulieren. Dabei führt Richard Strauss’ „Frau ohne Schatten“ erst ganz am Ende aus bedrückender Finsternis in strahlende Menschlichkeit.
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de
Berlin
Scheidung ist auch eine gute Versöhnung – „Die Frau ohne Schatten“ an der Deutschen Oper Berlin
opernmagazin.de
Lüttich
„Tristan und Isolde“: Richard Wagners Rückkehr an die Lütticher Oper
https://brf.be/topnews/1939006/
Paris
„Das Rheingold“ in Paris: Alberichs Cyber-Kabinett (Bezahlartikel)
Regisseur Calixto Bieito, Regisseur der umstrittenen Wiener „Tristan“-Inszenierung, assoziiert im lang erwarteten Pariser „Ring“ frei zum Thema KI.
DiePresse.com
Paris: Oper und Revolution: „Die Unsterblichen müssen menschlich werden“ (Bezahlartikel)
Regisseur Peter Sellars triumphiert an der Pariser Oper mit „Castor et Pollux“ von Jean-Philippe Rameau. Und erklärt im Gespräch, warum das Stück revolutionär und, klar, ein Meisterwerk ist.
Sueddeutsche.de
Hamburg
Neue Oper in Hamburg: Verhandlungen offenbar kurz vor Abschluss
NDR.de.Kultur
Stuttgart
Nicholas Carter: Der neue Stuttgarter Generalmusikdirektor (Podcast)
https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/der-neue-stuttgarter-gmd-nicholas-carter-100.html
Heidelberg
Helmut Lachenmann: Ich kann Ihnen das Cellostück auch vorsingen (Bezahlartikel)
Der Komponist Helmut Lachenmann, der einst als Hörerschreck galt, wird in Heidelberg verehrungsvoll gefeiert. Er macht seine Witze dazu. Emmanuel Macron aber verleiht ihm einen Verdienstorden.
FrankfurteAllgemeine.net
Rock/Pop
Kein Wien-Gig!: Europa-Tour der Rolling Stones fällt ins Wasser
So sehr haben die Fans darauf gehofft, doch auch 2025 wird es kein Wien-Comeback der Rolling Stones geben. Denn eine geplante Europa-Tour der Rocker soll Gerüchten zufolge ins Wasser fallen.
https://www.krone.at/3672183
In memoriam Marianne Faithfull
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Die Ballade von Marianne Faithfull (1946-2025). Nachruf auf eine Künstlerin, nicht Muse. Das strapazierte Wort Ikone trifft zu. Marianne Faithfull verkörperte das Swinging London der 1960er Jahre – und das unheilvolle Ende der Epoche. Nicht nur in ihrem Fall war es der Absturz in lange Heroinabhängigkeit.
https://oe1.orf.at/programm/20250131/783000/In-memoriam-Marianne-Faithfull
Aktuelles aus „Neue Zürcher Zeitung“
Wo bleibt die Familie Bibas? In Israel wächst die Angst um die jüngsten Geiseln in den Händen der Hamas: Am Donnerstag hat die Terrororganisation drei Israeli und fünf thailändische Gastarbeiter freigelassen. Dabei ist es zu chaotischen Szenen gekommen. Gleichzeitig bangt Israel um jene Familie, die zu einem Symbol für das Geiseldrama geworden ist.
Jetzt lesen
Syriens neue Machthaber fordern angeblich die Auslieferung von Asad – und setzen damit Russland unter Druck. Moskau war eine der Stützen des Asad-Regimes. Jetzt versucht der Kreml, mit der neuen syrischen Führung ein Einvernehmen zu finden. Dabei prallen völlig unterschiedliche Erwartungen aufeinander.
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Mehrheit der Deutschen für zwölfmonatigen Wehrdienst und höhere Militärausgaben: Laut einer neuen Umfrage wächst die Bereitschaft der Bürger, mehr für die eigene Sicherheit zu tun. Bei der Frage nach einem schnellen Frieden in der Ukraine zeigt sich indes eine tiefe Spaltung in der deutschen Gesellschaft.
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Norwegische Regierungskoalition zerbricht wegen Zwist über Umsetzung von EU-Verordnungen: Die Sozialdemokraten um Regierungspräsident Jonas Gahr Störe regieren nun alleine weiter. Bis nächste Woche will Störe die Lücken in der Regierung schliessen.
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Ahmed al-Sharaa festigt seine Macht: Der Rebellenführer lässt sich zum Übergangspräsidenten Syriens ernennen: In einer Neun-Punkte-Deklaration hat die syrische Rebellenkoalition offiziell das Ende der alten Ordnung von Bashar al-Asad verkündet. Doch von Stabilität ist das Land noch weit entfernt.
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Mit Strafmassnahmen gegen Rechtspopulisten wollten die EU-Staaten Österreich auf Kurs bringen – und schadeten damit sich selbst: Wegen der Regierungsbeteiligung der FPÖ wurde Österreich vor 25 Jahren isoliert. Der Eklat war perfekt, doch die Sanktionen erwiesen sich als kontraproduktiv. Die Folgen wirken bis heute nach.
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«Wir haben einen Krieg verhindert» – der neue, von der EU ausgegrenzte Präsident Georgiens verteidigt sich: Micheil Kawelaschwili ist überzeugt, dass die von der Opposition nicht anerkannte Regierung das Land vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Für die politische Krise macht er äussere Einflüsse verantwortlich. Er sieht Georgien weiter auf EU-Kurs.
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Europa muss mehr fürs Militär ausgeben, aber wie viel? Der Kontinent blickt gebannt auf Russland – und Trump: Zwei, drei oder gar fünf Prozent? Wie auf einem Basar nennen Politiker immer neue Ausgabenziele. Entscheidend ist aber, welche Mittel nötig sind, um sich gegen Russland zu verteidigen. Dafür entwickelt die Nato nun erstmals seit Jahrzehnten einen Massstab.‘
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Zitat Ende „Neue Zürcher Zeitung“
Österreich
„Er muss weg“: Pilnacek hatte nicht nur Freunde
Journalist und Autor Gernot Rohrhofer skizziert in seinem Buch „Er muss weg“ den jahrelangen Streit zwischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft und dem verstorbenen ehemaligen Sektionschef Christian Pilnacek. „Er hatte natürlich nicht nur Freunde.“ Im Buch gehe es aber auch darum, ein persönliches Bild von Pilnacek zu zeichnen und die letzten Stunden seines Lebens zu rekonstruieren, erklärt Journalist und Autor Gernot Rohrhofer im krone.tv-Talk. „Und natürlich gehe ich der Frage nach, woran Christian Pilnacek letztendlich gestorben ist.“
https://www.krone.at/3673973
„Der Fall Pilnacek“ ist ein Verschlussakt – und interessiert demnach ganz besonders. Nun werden sogar Bücher darüber geschrieben. Herr Pilnacek war eine der schillerndsten Figuren, zynisch bis zum „Geht nicht mehr“ und höchstintelligent – dadurch vielen grauen Mäusen in der Politik im Weg! Die näheren Umstände seines Todes werden wir vermutlich nie erfahren – und vielleicht ist das sogar besser!
Ich wünsche einen schönen Tag!
A.C

