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TTT  – Kommentar: Berichte zur Auslastung der Bay. Staatsoper + unbedarfte, aber reale Feststellung von Timothée Chalamet zur weltweiten Musiktheaterbedeutung: „diese Kunstformen „interessieren niemanden mehr“! 

17.03.2026 | Reflexionen

TTT  – Kommentar: Berichte zur Auslastung der Bay. Staatsoper + unbedarfte, aber reale Feststellung von Timothée Chalamet zur weltweiten Musiktheaterbedeutung: „diese Kunstformen „interessieren niemanden mehr“! 

innt ? oder doch nicht

Meine aktuellen Texte werden von der Realität eingeholt: „Warnungen vor Blindheit in Raum und Zeit zeigen, wie leicht Menschen die Zeichen der Zeit übersehen!“

Realitätsfern, beratungsresistent lassen sich etablierte und sonstige Medienmenschen in eine verirrte Gemeinschaft einordnen, deren Bekundungen kaum Fakten standhalten. So läuft das Ganze gem. Metaphern schon lange aus den Rudern:

  1. – Anton aus Tirol – Syndrom: „Wir sind so schön, wie sind so toll!!!

„Anton aus Tirol-Syndrom“ bezeichnet eine kritische Metapher für narzisstisches, selbstüberschätzendes Verhalten von  Personen, die sich als herausragend darstellen, ohne  Beweise vorzulegen. Das Syndrom steht symbolisch für eine Kultur der Selbstdarstellung, in der Eitelkeit und mediale Präsenz fachliche Tiefe ersetzen – besonders problematisch in verantwortungsvollen Positionen. 

  1. – Selbstbestätigungskreislauf: „Revolvierende Autogamie“ –

Revolvierende Autogamie ist metaphorischer Begriff  in kritischer Auseinandersetzung mit Systemen der Kulturindustrie, beschreibt geschlossenen, sich selbst reproduzierenden Kreislauf, in dem Akteure – wie, Intendanten, Regisseure und Medien – sich gegenseitig bestätigen und legitimieren, ohne Innovation oder externe Kritik zuzulassen.

https://onlinemerker.com/ttt-revolvierende-autogamie-wird-gefluegeltes-wort/

Reaktion der Opernwelt „diese Kunstformen „interessieren niemanden mehr“! S. Anhang

Diese unbekümmerte Aussage ist gemessen an über 99 % der Weltbevölkerung Volkesstimme: eine Aussage oder Meinung, die als repräsentativ für die breite Bevölkerung gilt – also die gemeinsame Stimme / Meinung vieler Menschen.

Kritikfähige könnten sich nun berufen fühlen, durch Wandel antiquierter Strukturen in Organisation und Ergebnissen, solchen Einwürfen zu begegnen. Opernmacher sehen da offensichtlich keine Notwendigkeit. „Wir sind so toll, …“

„Theater-Relevanz von fast 7,9 Milliarden Menschen auf der Erde“,

… statt einmal den Elfenbeinturm zu verlassen, um sein Theatertun zu hinterfragen.

Zum 30. Juni 2021 lebten 83,1 Millionen Menschen in Deutschland. (rd. 1 % der Weltbevölkerung). 2,78 Millionen, also nur ca. 3,5 % (oder 0.035 % der Weltbevölkerung) interessieren sich für öffentlich-rechtliche Theater, dafür werden jährlich an die 10 Milliarden Euro in der BRD ausgegeben.

https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-kommentar-zur-theater-relevanz-von-fast-79-milliarden-menschen-auf-der-erde/

Zu den Auslastungszahlen der Bay. Staatsoper:

Bayerische Staatsoper bringt sich in Fokus kritischer Diskussionen hinsichtlich ihrer Auslastung:  Oper läge bei 99 Prozent, Staatsballett sogar bei 100 Prozent.

Auffällig ist dabei, dass die Oper keine transparenten Verkaufszahlen veröffentlicht, was Spekulationen und Kritik befeuert.  Da die Zahlen ohnehin überreizt wirken, wird Misstrauen von vornherein geweckt.

Erschreckend bleiben dabei die Berichte langgedienter Kulturschreiber, die kaltblütig Kartenverkäufe unterschlagen, sich stattdessen  nur auf  behauptete  Sitzplatz – Auslastung reduzieren. Durch fehlen offizieller, transparenter Verkaufsdaten ist Kritik an der Datenlage gerechtfertigt.

Besonders kritisch ist anzumerken, dass keine offiziellen Verkaufsdaten veröffentlicht werden. Dies führt zu  Transparenz – Mangel, der es Beobachtern unmöglich macht, die tatsächliche Lage objektiv einzuschätzen, weckt auch den Eindruck mglw. getäuschter Öffentlichkeit und finanzierender Arbeitgeber. Der Mangel an Transparenz stellt die Angaben in Frage.

Ohne diese bleibt jede Diskussion spekulativ. Wie will  man seine Position als führende Opernbühne langfristig noch substantiiert darstellen, neben der Wiener Staatsoper, die ja auch schon ehrbare Verhältnisse aufgibt?

Tatsächlich sind also solche „Besucherzahlen“ nicht transparent, könnten glatt erfunden sein … und Theater finden oft Wege, die Zahlen „schönzurechnen“. 

Tim Theo Tinn 17. März 2026

Anhang:  Reaktion der Opernwelt  „diese Kunstformen „interessieren niemanden mehr“!

  • New York City Opera: Postete ein TikTok-Video mit Mitarbeitern, Musikern und einem vollen Opernsaal mit der Nachricht: „Das hier ist für dich, Timothée Chalamet“.
  • Los Angeles Opera: Scherzte auf Instagram: „Wir würden dir Freikarten für die Oper ‚Akhnaten‘ geben, aber die Vorstellung ist fast ausverkauf
  • Wiener Staatsoper: Startete eine Straßenumfrage mit der Frage: „Sind Oper und Ballett den Leuten wirklich egal?“ und lud Chalamet persönlich ein.
  • Opernhaus Zürich: Postete einen Clip mit einem Dinosaurier, der Chalamets Aussage schaut und mit einem Teufelshörner- und Bart-Bild auf sein Foto kritzelt, um ihn humorvoll einzuladen.
  • Hamburgische Staatsoper: Lässt Bilder sprechen – ein Video mit spektakulären Aufnahmen aus Oper und Ballett endet mit jubelndem Publikum.
  • Bayerische Staatsoper & Royal Opera London: Zeigten Bilder von ausverkauften Häusern und tosendem Applaus, um die hohe Relevanz der Kunstformen zu unterstreichen.

 

 

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