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THE RETURN OF THE FIRST AVENGER

25.03.2014 | FILM/TV

Avenger 2 x

Ab 28. März 2014 in den österreichischen Kinos
THE RETURN OF THE FIRST AVENGER  
Captain America: The Winter Soldier /  USA  /   2014
Regie: Anthony Russo, Joe Russo
Mit: Chris Evans, Scarlett Johansson, Robert Redford, Samuel L. Jackson, Anthony Mackie, Sebastian Stan u.a.

Comics sind eine Welt für sich, auch aufgrund ihrer Ästhetik, da die einzelnen Figuren und ihre Welten ja oft von hoch begabten und hoch kreativen Zeichnern geschaffen wurden. „Marvel“ hat sich ein Imperium von berühmten „Helden“ geschaffen (X-Men, Spider Man, Hulk, Iron Man, The Fantastic Four, The Avengers, Daredevil, Blade oder Ghost Rider, alle schon auf der Leinwand gelandet), die sich als Begriff so verselbständigt haben, dass man sie schließlich „real“ in die Kinos brachte. Und es war so gut wie immer ein Erfolg. Was ist die Folge des Erfolgs? Die Fortsetzung…

„Captain America“ ist ein Marvel-Klassiker, entstanden als Comic in den vierziger Jahren, der entschlossene Jüngling aus dem Volke, der sich den Nazis entgegenstellt. Das war in Teil 1. und als solcher 2011 im Kino. Nun katapultiert man ihn, unverändert jung (ein bisschen einfrieren, was sind dann schon ein paar Jahrzehnte) in die Gegenwart. Übrigens wieder in Gestalt von Chris Evans, der das Alltagsgesicht eines „Steve Rogers“ hat, sich aber nicht lächerlich macht, wenn man ihm sein „Schild“ in die Hand drückt: Wie erinnerlich, kann man sich damit gut verteidigen und auch gut angreifen (wie ein Bumerang geworfen, vermag es ganz schönen Schaden anzurichten) – na also.

Den Spagat, den diese Filme machen – und sie tun es nun schon seit Jahrzeiten, und das Publikum geht willig, oft gläubig mit -, ist die Verbindung der realen Welt mit den irrealen Superkräften, die nötigenfalls von unseren Helden entfesselt werden (und dann noch Action jenseits des Normalen ergeben). Da gibt es neben dem Steve / Captain zum Beispiel einen scheinbar ganz normalen Zeitgenossen, dem er erst beim Joggen durch Washington (das die meiste Zeit einen recht pittoresken und sehr amerikanisch-patriotischen Hintergrund abgibt) begegnet. Und sieht da – wenn dieser bescheiden unauffällige „Sam Wilson“ seine metallenen Flügel ausbreitet, dann ist er „der Falke“ und mischt ganz schön mit (Anthony Mackie): Nicht vergessen, wir sind im Comic…

In der obligaten Schlichtheit dieser Geschichten geht es für Steve / Captain jetzt darum, jenen Feind finden, der es auf seinen „Chef“ abgesehen hat. Samuel L. Jackson als Nick Fury, Direktor der Geheimorganisation S.H.I.E.L.D., hat mächtige Feinde: Die Szene, wie er in seinem 4-Wheel-Drive von allen Seiten gejagt wird, hat es in sich… Und die andere Action, von dem Regiepaar Anthony Russo & Joe Russo nach allen Regeln der heutigen Kinokünste entfesselt, auch.

Die Neuverfilmung geht großzügig mit Stars um: Natasha Romanoff ist wieder da, in Gestalt von Scarlett Johansson diesmal rothaarig und glatthaarig, wobei man den Eindruck gewinnt, dass ihre üblichen blonden Löckchen ja doch auch zu ihrem persönlichen weiblichen Reiz beitragen… Diesmal muss sie halt vor allem „tough“ sein,  die gefährliche, undurchsichtige Kämpferin, aber dass unser Titelheld ein Auge auf sie wirft, das versteht sich – und versteht man.

Und ob kein Geringerer als Robert Redford in der zentralen Rolle eines sehr mächtigen Chefs, gealtert, aber elegant, der gute oder der böse Amerikaner ist… das stellt sich im Laufe der Handlung schon heraus.

Der Originaltitel dieses Films lautet „Captain America: The Winter Soldier“, und dieser ist der eigentliche Gegner des Helden, gespielt von Sebastian Stan, ein Freund und Gefährte der Vergangenheit, von den „Bösen“ umgedreht, der Psycho-Probleme und Kampfeskräfte gleicherweise zu bieten hat.

Solcherart wird es Captain America solo an den Kinokassen wieder einmal schaffen, bevor ihn die Produzenten demnächst erneut mit den Marvel-Kollegen Iron Man und Thor in den nächsten kollektiven Film werfen…

Renate Wagner

 

 

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