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REISE UND KULTUR: GASTRONOMIE IN BASEL

01.01.2026 | REISE und KULTUR

REISE UND KULTUR: GASTRONOMIE IN BASEL

 Basel ist eine schöne und lebendige Stadt, die man immer wieder gerne besucht.Denn sie hat zahlreichste Weltklasse-Museen, großartige Sonderausstellungen (die nächste über Paul Cézanne beginnt am 25.Januar) und viele Gross-Events (von der Fastnacht bis zum ESC bis zur alljährlichen Art Basel). Und auch das Theater Basel bietet immer wieder außergewöhnliche Produktionen: zuletzt zwei Marthaler-Inszenierungen, einen kompletten Ring, eine ungewöhnliche Mahagonny-Version, eine spanische Zarzuela (inszeniert von Christof Loy) etc.

Das Problem für den sich hier als Armutschkerl fühlenden Österreicher ist nur, dass das Preisniveau in der Schwyz ungefähr dreimal so hoch ist wie bei uns. Wer also hier während seines Aufenthalts nicht verhungern will, ist entweder darauf angewiesen, entweder bei Migros oder Coop einzukaufen oder Lokale zu kennen, die keine Touristenfallen sind und in denen man in angenehmer Atmosphäre nicht nur gut isst, sondern die auch vergleichsweise erschwinglich sind. Hier meine Empfehlungen, vier im Eigenversuch getestete Restaurants, versehen mit dem Quitta-Gütesiegel.

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Zum braunen Mutz. Foto: Robert Quitta

Die Brasserie zum Braunen Mutz (Zum Braunen Bären) auf dem zentralen Barfüsserplatz ist seit 100 Jahren eine Baseler Institution. Eine große Bierhalle (300 Plätze) mit liebevoller Einrichtung (unzählige Bärlis in jeglicher Form), freundlicher Service, fröhliche Atmosphäre. Man kommt natürlich wegen der lokalen Spezialitäten: z.B. Egli-Filet im Bierteig oder Baseler Geschnetzeltes mit selbstgemachten Spätzli (und versehen mit einer kleinen Schweizer Flagge!).

Völlig anders geartet als dieses Traditionsrestaurant ist ein ungewöhnlicher Neuzugang ins der Baseler Gastro-Szene: das Unternehmen Mitte (auch kurz UM genannt).

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„Unternehmen Mitte“. Foto: Robert Quitta

In der ehemaligen Schalterhalle der Schweizerischen Volksbank untergebracht, gilt es als das größte Kaffeehaus der Schweiz. Man kann hier ohne Konsumzwang verweilen, arbeiten (WLAN-Zugang!), sich verabreden, Gespräche führen und dabei die Kinder spielen lassen. Man kann aber auch die wunderbaren hausgemachten Mehlspeisen genießen oder eines der beiden günstigen Bio-Mittagsmenüs. Eine großartige Einrichtung (die man auch gerne in Wien hätte), in die man während des Basel-Besuchs immer wieder gerne zurückkehrt. Das UM ist ein Bezugspunkt, eine Oase – ein zweites Wohnzimmer eben.

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Isaak am Münsterplatz. Foto: Robert Quitta)

Eine Etage höher in jeder Beziehung liegt das Restaurant Zum Isaak am wunderschönen Münsterplatz. Der Name bezieht sich auf den Baseler Geschichtsphilosophen und Philanthropen Isaak Iselin. Das Lokal wird seinem aufklärerischen Geist gerecht: einfache, aber elegante Einrichtung, saisonale, regionale und biologische Küche. Bei Schönwetter kann man draußen, mit Blick auf das rötliche Münster sitzen. Da schmeckt dann der gebackene Geissenkässe (Ziegenkäse) auf Rucola. mit Birnenkompott gleich nochmals so gut.

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„Zum alten Schluuch“. Foto: Robert Quitta

Der gelernte Wiener wird sich vielleicht in der Beiz „Zem alte Schluuch“ auf der Kleinbaseler Seite am wohlsten fühlen. Ein enges Tschocherl (daher der Name „Schlauch“), in dem Personen aller Altersgruppen und aller sozialen Schichten verkehren, und das dazu auch noch bis Mitternacht (keine Selbstverständlichkeit in Basel!) offen hat. Kleinigkeiten, Baseler Spezialitäten (wie Läberli mit Rösti), gute, günstige Weine. Man ist gerettet…

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„Baseler Geschnetzeltes“. Foto: Robert Quitta

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„Gebackener Geissenkäse“. Foto: Robert Quitta

 

Robert Quitta, Basel

 

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