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OULU 2026: DIE REGIONEN KAINUU UND ROKUA

26.09.2026 | REISE und KULTUR

OULU 2026: DIE REGIONEN KAINUU UND ROKUA

 Das Besondere an Oulu 2026 ist, dass die Events nicht nur in Oulu stattfinden, sondern auch in nicht weniger als 39 Städten und Gemeinden im Umland (das sind 16 mehr als bei Bad Ischl/Salzkammergut, das bisher den Rekord hielt).

Die am einfachsten zu erreichenden befinden sich in den Regionen Kainuu und Rokua.

Hauptattraktion dieser Regionen ist klarerweise die Natur: diese typisch finnischen endlosen Birken-,Tannen-, Fichten- und Kiefernwälder, in dieser Jahreszeit auch noch wunderschön gelblich verfärbt.

Aber es gibt aber auch viele besondere, spezielle, mutige Kulturintiativen.

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Die Mustarinda, Foto: Robert Quitta

Das ist z.B. Mustarinda, eine in einer alten Volksschule untergebrachte Kommune im Stile von Künstler-WGs, wie sie bei uns ja auch in den 70er Jahren z.B. im Waldviertel üblich waren. Man lädt aber auch Wissenschafter ein und arbeitet daran, die Umgebung zum Nationalpark erklären zu lassen.

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Haus des Pessimisten. Foto: Robert Quitta

In Poulanka hingegen steht der Pessimistitalo (das Haus der Pessimisten). Poulanka ist nämlich das am schnellsten sterbende Dorf Finnlands, weshalb man hier eigentlich nur Pessimist sein kann. Die Pessimisten im Italo hingegen sind entgegen ihres selbstgewählten Namens mit großer Einsatzfreude – sozusagen optimistischerweise – darum bemüht, mit vielfältigen Kulturinitiativen (sogar ein hausgemachtes Musical pro Jahr) die Attraktivität des Ortes so zu steigern, dass vielleicht wieder Leute herziehen – bzw. vielleicht zumindest niemand mehr wegzieht…

Vielleicht kommt die Veränderung aber auch aus einer ganz anderen Ecke: denn während unseres Aufenthalts wurde bekannt, dass Google in unmittelbarer Nähe (70 km – keine Distanz für Finnland) zwei riesige Datacenter plant. Wenn es dann einmal so weit ist, wird es dann wahrscheinlich keine Häuser mit vier Schlafzimmern und einem Indoor-Pool um 25 000 € mehr geben…

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Cabina. Foto: Robert Quitta

Im umliegenden Nationalpark haben Teemu und Mischa und ihre Familie eine aufgelassene „Sample Bank“ in ein bezauberndes Retreat namens „Arctic Nest“ verwandelt. Man wohnt in Cabins (Hütten), die aber mit allem modernen Komfort ausgestattet sind, man bekommt regionales Essen (Rentiersalami, Lachs, Beeren etc.) und nächtens im Wald am Lagerfeuer bekommt man von Teemu & Mischa sogar finnische Lieder vorgesungen und finnische Sagas erzählt. Ein außergewöhnliches Erlebnis.

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Mannamasalon. Foto: Robert Quitta

Ganz in der Natur ist man dann wieder auf Manamansalon, der größten Insel im Oulujärvi-See, einem beliebten Naherholungsgebiet.

Besonders beeindruckend ein Besuch bei der Freiluftkirche am Seeufer. Dieser Ort war seit Tausenden Jahren schon den Ureinwohnern heilig, und man spürt das ohne weitere Erklärungen, eine so starke, meditative und heilsame Kraft geht von ihm aus. Tut wirklich gut.

Gut gehen lassen kann man es sich auch im benachbarten Restaurant Portti, in dem einen die rührend um das Wohl ihrer Gäste bemühte liebenswürdige Wirtin mit frischen Fischen aus dem See versorgt. An den Wänden ihre beachtliche Kunstsammlung (sie ist auch Kunsterzieherin). Auch ein Kraftort, diesmal der weltlichen Art…

Zum Ausklang einer Kainuu/Rokua-Rundreise bietet sich das im Geopark gelegene Rokua Health & Spa Resort an: Sauna, Spa, Indoor-Pool, Massagen…

Ganz entspannt kann man dann am nächsten Tag vom angenehm kleinen Flughafen Oulu den Rückflug nach Wien antreten…

 Robert Quitta, Kainuu & Rokua

 

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