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Neue Oper Wien: Auf neuem Weg – und auf die Jugend geschaut

25.02.2026 | Reflexionen

Neue Oper Wien: Auf neuem Weg – und auf die Jugend geschaut (24.2.2026)

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Neu aufgestellt: die Neue Oper Wien. Logo: NOW. 1991 vom dirigierenden Geiger Walter Kobéra ambitioniert für die zeitgenössische Wiener Musikszene gegründet, nun von Allroundmusikerin Anna Sushon als Intendantin und Sänger und Gesangspädagogen Alexander Kaimbacher als Geschäftsführer übernommen. Und auf ganz andere Füße gestellt. Diese Neuaufstellung imponiert: Vorläufig noch eher weg von größeren Opernproduktionen, hin zu einem vielfältigen Spektrum an Musiktheaterperformances in kleineren Formaten.

Mit einer Reihe von Programmpunkten und gut vorbereitet stellen sich die beiden neuen Leiter der Neue Oper Wien vor. An der Spitze notiert: „Das neue Führungsduo setzt auf künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz – innovative Formate und niederschwellige Zugänge sollen neue Publikumsschichten erschließen.“ Und es wird auf den heimischen Nachwuchs geschaut (rundum fehlt solch eine Liebe längst schon in Wien): „Die NOW bietet jungen aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler eine ideale Plattform, um auf hohem Niveau in eine professionelle Sängerkarriere einsteigen zu können.“ Sushon und Kaimbacher haben sich viel überlegt, viel vorgenommen, viel formuliert – also, das Erreichen ihrer angepeilten Ziele im Wiener kulturellen Leben ist ihnen nur zu wünschen.

Und NOW ist auf Kooperationen angewiesen. Da verblüfft schon sehr, wie viele Institutionen bereits zur Mitgestaltung angeworben worden sind. Von Volkshochschulen über das Arnold Schönberg Center, das Radio Kulturhaus, Theater an der Wien, Bundesgymnasien, WUK, Theater Spielberg und, und ….. Der Neustart erfolgt am 16.September im Vortragssaal des Museums für Angewandte Kunst. Betitelt „GESCHICHTE von Oscar Strasnoy – a-capella-Operette“ …. Zu rätselhaft? Sollten wir schon noch kennen lernen. Und darauf folgt am 31.Oktober für Wien Modern „Tree of Codes“ / ‚cut outs in time‘ an Opera“ von Liz Lim im Reaktor. Und „Les Deux“, „Hot Spots Now 2026“, „Future Is Not“ und das interdisziplinäre Projekte „Same New Story“ passen noch ins heurige Jahr. Also, bei dieser breiten Streuung an Spielstätten wird man wohl noch einige Reste der deutschen Sprache finden können.

Info: office@neueoperwien.at

www.neueoperwien.at

Meinhard Rüdenauer

 

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