INFOS ES TAGES (FREITAG, 12. DEZEMBER 2025)
BÜHNE BADEN: „Wir sind die Rebellion…“ Heute Premiere MATILDA. Musical aus der Feder von Tim Minchin (Musik und Liedtexte) und Dennis Kelly (Buch)

Boris Pfeifer, Beppo Binder, Maria Koreneva, Ekaterina Polster, Timotheus Hollweg, Konstantin Pichler, Ann Mandrella. Foto: Lalo Jodlbauer
Die Kinder proben den Aufstand, wenn am Freitag das nächste Musical an der Bühne Baden Premiere feiert – und was für eines: Das Musical MATILDA aus der Feder von Tim Minchin (Musik und Liedtexte) und Dennis Kelly (Buch) nach dem gleichnamigen Kinderroman von Roald Dahl hat nicht nur das Publikum im West End, am Broadway und auf der ganzen Welt begeistert, sondern auch sieben Laurence Olivier Awards und vier Tony Awards eingeheimst. Die Bühne Baden bringt das Stück, das auch als Netflix-Musicalverfilmung für Furore gesorgt hat, nun zum ersten Mal in deutscher Sprache zur Aufführung – und zwar in einer spektakulären Neuinszenierung.
Regie führt niemand Geringerer als Andreas Gergen, künstlerischer Leiter des Hauses, der erst im Oktober mit WICKED für Begeisterungsstürme gesorgt hat. MATILDA ist für ihn ein absolutes Highlight der aktuellen Spielzeit. Mit Witz, Charme und rebellischem Geist bringt er die Geschichte des hochbegabten Mädchens, das in einem lieblosen Elternhaus aufwachsen und sich gegen eine tyrannische Schulleiterin behaupten muss, auf die Bühne – als Erlebnis für Groß und Klein.

Miah-Leigh Botha. Foto: Robert Eipeldauer
In der Titelrolle kämpfen Mia-Leigh Botha, Liv Perman und Tamaki Uchida tapfer und mit einer Prise Magie gegen Ungerechtigkeiten; unterstützt werden sie dabei von einem starken Ensemble aus jungen und erwachsenen Darsteller*innen. Ann Mandrella und Boris Pfeifer geben die herrlich schrägen, zugleich aber bitter ignoranten Eltern des klugen Mädchens. Unterstützung findet Matilda bei ihrer liebevollen Lehrerin Fräulein Honig (Anna Rosa Döller). Andreas Lichtenberger macht als kinderhassende Direktorin Agathe Knüppelkuh die Schule zu einem Ort des Schreckens, hat aber bei ihren grausamen Plänen nicht mit dem hartnäckigen Widerstand der kleinen Matilda gerechnet.
Die musikalische Leitung des voll besetzten Orchesters liegt in den Händen von Christian Frank, sowohl das dynamische Bühnenbild von Stephan Prattes als auch die farbenfrohen Kostüme von Aleksandra Kica halten so manche Überraschung bereit. Die schwungvollen Choreografien stammen von Francesc Abós.
Premiere ist am 12. Dezember um 19.30 Uhr im Stadttheater.

Branimir Agovi, Liliana Degen. Foto: Lalo Jodlbauer
Weitere Vorstellungstermine: 13., 19., 20., 26. & 27. Dezember 2025
10., 16., 17., 23., 24., 30. & 31. Jänner 2026
13. & 14. Februar 2026
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NEAPEL: Eröffnung mit MEDEA Radvanovsky Anita Rachvelishvili, Demuro

ZU FACEBOOK mit mehreren Videos
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Haydnregion Niederösterreich – Vorschauf auf 2026
Haydnregion Niederösterreich 2026. Von 15. März bis 13. Dezember 2026 gastiert die durch das geniale Brüderpaar Joseph und Michael Haydn geprägte Klassik-Konzertreihe in den schönsten Orten ihrer Geburtsregion.
Kostenlose Programmbroschüre 2026 verfügbar unter: https://www.haydnregion-noe.at/presse.html (Download) sowie Bestellung per E-Mail: tickets@haydnregion-noe.at,
sowie telefonisch: +43 (0)2164/2268.
Infos: www.haydnregion-noe.at

Fotos (v.l.): Bruno Meichsner, Ildikó Raimondi © Fabian Sorger; Haydn Geburtshaus Rohrau © Niklas Schnaubelt; Mitra Kotte © Andrej Grlic; Christian
Altenburger © Nancy Horowitz; Barucco/Schloss Petronell Carnuntum © Niklas Schnaubelt; Dr. Michael Linsbauer, Joseph-Haydn-Büste, KS Angelika
Kirchschlager © Niklas Schnaubelt; Konzert/Kirche Bruck/Leitha © Niklas Schnaubelt; Duo Fuss-Leichtfried © Georg Buxhofer; Agnes Palmisano Trio ©
Stephan Mussil
Nach der außerordentlich erfolgreichen Saison 2025 mit vielen ausverkauften Veranstaltungen, hervorragender Auslastung und zahlreichen Zusatzkonzerten präsentiert die Klassik-Konzertreihe „Haydnregion Niederösterreich“ — ein Projekt der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ in Kooperation mit dem Regionalentwicklungsverein Römerland Carnuntum — unter dem Motto „Grenzenlos klassisch‟ vom 15. März bis 13. Dezember 2026 ein durch Joseph und Michael Haydn inspiriertes Programm mit knapp 30 Veranstaltungen an 14 Standorten in 12 Gemeinden rund um das Haydn Geburtshaus Rohrau. Der Konzertzyklus zeichnet sich durch höchsten künstlerischen Anspruch und den besonderen Charme seiner Spielorte aus. Letztere reichen von historischen Schlössern und Sakralbauten über die antike Römertherme in Carnuntum bis zum Heurigen in Göttlesbrunn.
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau Niederösterreich: „Die ‚Haydnregion Niederosterreich‘ geht mit ihrem neuen Jahresprogramm in eine weitere spannende Saison. Das Haydn Geburtshaus in Rohrau ist dabei ein kulturelles Herzstück. Seit seiner Wiedereröffnung nach der umfassenden Renovierung 2017 hat es sich zu einem überregionalen Anziehungspunkt entwickelt. Die besondere Atmosphäre, das historische Ambiente und die feinsinnig gestalteten Details machen diesen Ort zu einem einzigartigen Kulturjuwel, das zur Neuentdeckung der Ursprünge der Wiener Klassik einlädt.“
Dr. Michael Linsbauer, künstlerischer Leiter der Konzertreihe, erläutert das Programm 2026: „Auch 2026 widmen wir uns in der Haydnregion Niederösterreich besonderen Aspekten der Wiener Klassik, deren Reichtum schon beim Saisonauftakt im Haydn Geburtshaus Rohrau gefeiert wird. Dabei stehen die künstlerischen Beziehungen zwischen Mozart sowie Joseph und Michael Haydn musikalisch und diskursiv im Mittelpunkt. Bis Dezember darf sich das Publikum außerdem auf kammermusikalische Juwelen, symphonische Schlüsselwerke, Solokonzerte und geistliche Monumentalwerke freuen: Die beiden ‚Te Deum‘-Vertonungen von Joseph Haydn werden in hochkarätiger Besetzung Mozarts monumentalem ‚Requiem‘ und Händels ‚Alexanderfest‘ gegenübergestellt. Hinzu kommen außergewöhnliche Konzertformate, die historische und unkonventionelle Räume der Region mit musikalischem Leben erfüllen. Die musikalische Nachwuchsförderung manifestiert sich sowohl in Form von Kinderkonzerten und Schul-Workshops als auch in der Durchführung des ‚Internationalen Haydn Gesangswettbewerbs‘ — ein zentraler Höhepunkt der Konzertsaison.“
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Programm-Höhepunkte 2026
Inoffizieller Festival-Auftakt und zugleich Benefizkonzert zugunsten des Vereins „START-Stipendium“ ist das erstmalige Preisträgerkonzert „Haydn meets Mozart“ am 30. Januar 2026 im Mozarthaus Vienna: Das Publikum darf sich auf einen Streifzug durch das facettenreiche Lied- und Arienschaffen der Wiener Klassik mit Star-vokalistin Ildikó Raimondi, Bariton Bruno Meichsner, Hauptgewinner des Internationalen Haydn-Gesangswettbewerbs 2025, und Pantelis Polychronidis am Klavier freuen.
Die Saisoneröffnung des Haydn Geburtshaus‘ Rohrau am 15. März rückt die künstlerischen Beziehungen zwischen Joseph und Michael Haydn und Wolfgang A. Mozart ins Zentrum — einerseits um 16 Uhr, mit dem Vortrag „Zwischen Verehrung und Inspiration“ von Claus-Christian Schuster, Pianist, Musikdenker und Mitbegründer des berühmten Altenberg Trios, andererseits mit dem um 18.30 Uhr anschließenden Konzert mit Lesung „Mein lieber Papa Haydn…“. Dabei verwebt Petra Morzé, langjähriges Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, Briefe, Gedanken und Zeitzeugnisse zu einem lebendigen Porträt dieser Künstlerbeziehungen und jener Epoche. Für das kongeniale Musikprogramm beider Veranstaltungen sorgen der Geigenvirtuose Christian Altenburger und sein renommiertes Streicher-Ensemble mit Werken von Joseph und Michael Haydn sowie von Wolfgang A. Mozart.
Am 25. April verbinden das preisgekrönte Kandinsky-Quartett und der renommierte Burgschauspieler Markus Meyer in der Therme der Römerstadt Carnuntum die Fragen „Wer ermordete Mozart? Wer enthauptete Haydn?“ mit Klangdramaturgie und pointierter Erzählkunst von E. W. Heine zu einem literarisch-musikalischen Kriminalspiel der außergewöhnlichen Art.
Mit Joseph Haydns festlichem „Te Deum“ und Georg Friedrich Händels prachtvollem Oratorium „Das Alexanderfest“ sowie mit dem Originalklang-Ensemble Barucco und einem erlesenen Solisten-Vokalensemble unter Heinz Ferlesch steht das Festkonzert „The Power of Music“ am 17. Mai in Schloss Petronell-Carnuntum ganz im Zeichen der erhebenden Kraft der Musik.
Von 22. bis 24. Mai ist Schloss Rohrau zum achten Mal Schauplatz des „Internationalen Haydn-Wettbewerbs für Klassisches Lied und Arie‟ unter dem Juryvorsitz von Kammersängerin Angelika Kirchschlager. Der inzwischen international renommierte Wettbewerb dient Nachwuchssängerinnen und -sängern aus allen Teilen der Welt als „Sprungbrett“ zur internationalen Karriere.
Die Beethoven Philharmonie, der Stratus Choir und ein hochkarätiges Solisten-Ensemble mit Mira Alkhovik (Sopran), Maria Hegele (Mezzosopran), Ilker Arcayürek (Tenor) und Rafael Fingerlos (Bariton) unter Dirigent Thomas Rösner garantieren am 12. Juni bei „Vom Requiem zum Lobgesang“ mit sakralen Werken von Wolfgang A. Mozart, Joseph Haydn und Sergej Prokofjew einen Abend voller himmlischer Feierlichkeit und großer Emotionen in der Pfarrkirche Bruck/Leitha.
Nach der Sommerpause kreiert das Instrumental-Duo Fuss-Leichtfried bei „Crossing Borders“ am 9. August im Innenhof des Haydn Geburtshaus Rohrau ein einzigartiges Klanguniversum zwischen Neuer Musik, Jazz und Klassik und präsentiert außerdem die Uraufführung von Jörg Leichtfrieds Paraphrase auf Kompositionsthemen von Joseph Haydn.
Unter dem Titel „Himmel, Haydn, Heuriger“ spannen das Agnes Palmisano Trio und Aliosha Biz am 23. August beim Heurigen 20er Schulz in Göttlesbrunn einen faszinierenden Bogen vom Wiener Dudler bis zu Haydns Kunstlied.
Das Orchesterkonzert „Feuer & Fantasie“ mit Sebastian Breit, seit 2019 Solo-Oboist der Wiener Philharmoniker, und der Haydn Philharmonie unter Meesun Hong-Coleman lädt am 11. September zu einer eindrucksvollen Reise durch dramatische Klangwelten zwischen Sturmbildern und lyrischer Empfindsamkeit ins Schloss Margarethen am Moos — mit feurigen Werken von Joseph und Michael Haydn sowie von Johann Nepomuk Hummel.
Mit „Pathétique“ gastiert die Haydnregion Niederösterreich erstmals im benachbarten Burgenland, im prächtigen Barockschloss von Kittsee, wo das Originalklang-Ensemble Barucco am 21. November auf ausgewählten Blasinstrumenten ‚Harmoniemusik‘ zur Aufführung bringt — mit Auszügen aus Haydns „Jahreszeiten“ und Beethovens „Pathétique“ sowie Werken von Paul Anton Wranitzky und Paul Resch, die mit Esprit die Tradition ihres Vorbildes Haydn fortführten.
Bei den „Rohrauer Gesprächen“ im Haydn Geburtshaus Rohrau spricht Winzerin und Unternehmerin Dorli Muhr am 22. März mit Maria Rauch-Kallat, Unternehmerin und Frauen- und Familienministerin a.D.; am 19. April mit Ilija Trojanow, Autor und Weinphilosoph, sowie am 11. Oktober mit Jürgen Sutterlüty, Vorarlberger Unternehmer sowie Vordenker und Wegbereiter des regionalen Lebensmittelhandels.
Im Haydn Geburtshaus Rohrau laden die Musikvermittlungsprogramme „Mäuschen Max verschenkt die Welt“ (für Kinder von 0-7Jahren) am 11. April und „Ein Koffer voller Wunderklänge“ (für Kinder von 6 bis 12 Jahren) am
6. Dezember zu spannenden Begegnungen mit den musikalischen Welten der Brüder Haydn ein.
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Exzellente Mitwirkende 2026
Unter den renommierten Vokal-Solistinnen und -Solisten sind 2026 u.a. Publikumsliebling Ildikó Raimondi, die international bekannten Sopranistinnen Mira Alkhovik und Maria Ladurner, Mezzosopranistin Maria Hegele, die Tenöre Ilker Arcayürek und Jan Petryka sowie die Bass-Baritone Rafael Fingerlos und Stefan Zenkl. Außerdem werden ausgezeichnete junge Sänger wie der deutsche Bariton Bruno Meichsner, Hauptpreisträger des 7. Internationalen Haydn Gesangswettbewerbs 2025, und der deutsch-britische Tenor und „Rising Star“ Kieran Carrel auftreten.
Hervorragende Instrumentalistinnen und Instrumentalisten sind 2026 u.a. Star-Cellistin Harriet Krijgh, die Geigenvirtuosen Christian Altenburger und Rémy Ballot, Klarinettistin und Wiener Philharmonikerin Andrea Götsch, der junge niederösterreichische Ausnahme-Klarinettist Samuel Neubauer, Oboist und Wiener Philharmoniker Sebastian Breit, die Klaviervirtuosinnen Eloïse Bella Kohn und Mitra Kotte sowie der gefragte israelische Pianist und Liedbegleiter Ammiel Bushakievitz.
Es konzertieren namhafte Instrumental-Ensembles wie das Kandinsky-Quartett, das Pandolfis Consort, das Duo Fuss-Leichtfried, das Originalklangensemble Barucco unter Dirigent Heinz Ferlesch, die Beethoven Philharmonie unter Thomas Rösner und die Haydn Philharmonie unter Meesun Hong-Coleman. Hinzu kommt das Agnes Palmisano Trio – mit Agnes Palmisano, Wiener Dudlerin mit klassischer Gesangsausbildung, Andreas Teufel an der Schrammelharmonika, Daniel Fuchsberger an der Kontragitarre und Ausnahmegeiger Aliosha Biz als Special Guest.
Von Theater, Film und Fernsehen bekannte Publikumslieblinge wie Petra Morzé, Julian Loidl und Markus Mayer sowie Klassik-Expertin und Ö1-Gestalterin Ulla Pilz und Pianist, Musikdenker und Mitbegründer des berühmten Altenberg Trios Claus-Christian Schuster komplettieren das Musikprogramm als Rezitatoren und Vortragende.
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Dresden: Die Semperoper Dresden präsentiert Ende Januar 2026 die Premiere von „Dialogues des Carmélites“
Die Semperoper Dresden präsentiert Ende Januar 2026 die Premiere von „Dialogues des Carmélites“, einem der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts. In der Inszenierung von Jetske Mijnssen und unter der musikalischen Leitung von Marie Jacquot kommt Francis Poulencs Oper erstmals auf die Dresdner Opernbühne.
Als ein Musiktheaterwerk von zeitloser spiritueller Kraft und großer emotionaler Intensität ist am Samstag, den 31. Januar 2026 Dialogues des Carmélites von Francis Poulenc erstmals in der Semperoper zu erleben. Basierend auf Gertrud von Le Forts Novelle Die letzte am Schafott sowie dem vom Komponisten nach Georges Bernanos’ Drama verfassten Libretto erzählt die Oper die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des Karmel von Compiègne. Aus Angst vor der Welt sucht die junge Adelige Blanche de la Force Zuflucht in einem Karmelitinnenkloster, das in den Wirren der Französischen Revolution die Gemeinschaft zunehmend unter politischen Druck gerät. Als die Nonnen zum Tode verurteilt werden, findet Blanche den Mut, sich ihnen auf dem Gang zum Schafott anzuschließen und so ihren Lebensweg mit neu gewonnener innerer Stärke zu vollenden.
Poulenc gelingt in der musikalischen Verarbeitung der historischen Ereignisse um die Hinrichtung der geistlichen Gemeinschaft ein Werk von bemerkenswerter Tiefgründigkeit. Seine nuancenreiche, empfindsame Tonsprache zeichnet die inneren Konflikte, Ängste und Glaubenszweifel der Figuren mit außergewöhnlicher Sensibilität nach. Die farbige und zugleich transparente Orchestrierung schafft eine eindringliche Atmosphäre, die die psychischen Zustände der Protagonist*innen unmittelbar erfahrbar macht. Nicht allein deshalb zählt Dialogues des Carmélites zu den emotional bewegendsten Opernwerken des 20. Jahrhunderts.
Unter der musikalischen Leitung von Marie Jacquot ist eine Interpretation des Werks zu erwarten, die durch klare dramaturgische Struktur und sorgfältige klangliche Gestaltung geprägt ist. Die international gefragte Dirigentin ist für ihre musikalische Handschrift bekannt, die Transparenz und Präzision miteinander verbindet. Mit Dialogues des Carmélites kehrt die Französin an die Semperoper zurück, an der sie bereits 2022 und 2025 wesentliche künstlerische Akzente setzte. Die zentralen Partien sind mit internationalen Künstler*innen aus dem Ensemble sowie namhaften Gästen exzellent besetzt – darunter Evelyn Herlitzius, Marjukka Tepponen, Rosalia Cid, Nicole Chirka, Michael Kraus sowie Sinéad Campbell Wallace, Julie Boulianne und Julien Dran in ihren Hausdebüts.
Die zur Premiere gezeigte Produktion des Opernhauses Zürich entstand unter der Regie von Jetske Mijnssen, die für ihre psychologisch feinfühligen und klar erzählten Inszenierungen bekannt ist. Mijnssen arbeitet mit tiefgehenden Figurenanalysen und einer reduzierten, atmosphärisch dichten Bildsprache, die die inneren Konflikte der Charaktere in besonderer Schärfe konturiert. In ihrer Interpretation von Dialogues des Carmélites entwickelt sie eine konzentrierte, zutiefst berührende Sicht auf die spirituelle wie emotionale Reise der Karmelitinnen, die angesichts des zu erwartenden Märtyrertodes mit ihren Überzeugungen ringen.
Auch die Neuproduktion der Semperoper Dresden legt den Fokus auf die fragile Balance zwischen Angst und Glauben, Zweifel und Entschlossenheit. Die Inszenierung eröffnet Momente intensiver Stille ebenso wie verdichtete dramatische Höhepunkte und verdankt ihr besonderes Profil einer Atmosphäre, die die spirituelle Wucht des Werkes eindrucksvoll hervortreten lässt. „Dialogues des Carmélites ist ein Werk von außergewöhnlicher Kraft. Es stellt existenzielle Fragen, die über Zeit und historische Kontexte hinausreichen. Mit der musikalischen Sensibilität von Marie Jacquot, der hohen Ensemblequalität und der tiefgründigen Regiearbeit von Jetske Mijnssen wird die Aufführung an der Semperoper zu einem intensiven Erlebnis, das unser Publikum spätestens beim letzten Erklingen des Salve Regina der Glaubensschwestern mitten ins Herz treffen wird“, so Nora Schmid, Intendantin der Sächsischen Staatsoper.
Begleitend zur Vorstellung bietet die Semperoper eine kostenlose Werkeinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller an. Darüber hinaus findet am 24. Januar 2026 eine Kostprobe statt, die Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Probenarbeit, das Regiekonzept und die musikalische Interpretation ermöglicht.
Dialogues des Carmélites Francis Poulenc
Inszenierung: Jetske Mijnssen
Eine Produktion des Opernhauses Zürich
Premiere am Samstag, 31. Januar 2026, 18 Uhr, in der Semperoper
Weitere Vorstellungen im Februar 2026
Mit Evelyn Herlitzius, Marjukka Tepponen, Rosalia Cid, Sinéad Campbell Wallace, Nicole Chirka, Michal Doron, Julie Boulianne sowie Michael Kraus, Julien Dran, Simeon Esper, Yu He, Anton Beliaev, Vladyslav Buialskyi, Martin-Jan Nijhof und Jürgen Müller
Die Sächsische Staatskapelle Dresden spielt unter der Musikalischen Leitung von Marie Jacquot.
Es singt der Sächsische Staatsopernchor Dresden.
Karten für die Veranstaltungen der Semperoper Dresden sind in der Schinkelwache am Theaterplatz
(T +49 (0)351 4911 705) erhältlich. Für die Online-Karten- und Platzreservierung steht der 3D-Saalplan der Semperoper im Online-Ticket-Shop zur Verfügung.
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Oper Frankfurt: Sechste Wiederaufnahme CARMEN
Opéra comique in drei Akten von Georges Bizet
Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée (1845)
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Jader Bignamini / Takeshi Moriuchi (16., 18., 24. Januar 2026)

Bianca Andrew (Carmen). Foto: Barbara Aumüller
Inszenierung: Barrie Kosky
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme: Katrin Lea Tag
Choreografie: Otto Pichler
Licht: Joachim Klein
Chor, Extrachor und Kinderchor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Zsolt Horpácsy
Carmen: Bianca Andrew / Zanda Švēde (9., 16., 18., 24., 31. Januar 2026)
Don José: Joseph Calleja / AJ Glueckert (9.,16., 18., 24. Januar 2026) /
Abraham Bretón (31. Januar 2026)
Micaëla: Alyona Rostovskaya / Nombulelo Yende (Januar 2026)
Escamillo: Erik van Heyningen / Kihwan Sim (27. Dezember 2025, 9., 16., 18., 24., 31. Januar 2026)
Moralès / Dancaïro: Taehan Kim / Mikołaj Trąbka (Januar 2026)
Remendado: Andrew Bidlack / Andrew Kim (24., 31. Januar 2026)
Frasquita: Anna Nekhames
Mercédès: Kelsey Lauritano
Zuniga: Aleksander Myrling / Thomas Faulkner (21., 27. Dezember 2025, 16., 18. Januar 2026)
Tänzerinnen und Tänzer; Chor, Extrachor und Kinderchor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Kelsey Lauritano (Mercédès), Andrew Bidlack (Remendado), Bianca Andrew (Carmen), Taehan Kim (Dancaïro) und Anna Nekhames (Frasquita). Foto: Barbara Aumüller
Carmen von Georges Bizet (1838-1875) in der Sicht von Barrie Kosky gehörte zu den Höhepunkten der Spielzeit 2015/16. Kosky, der von 2012 bis 2022 Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin war, ist dort seit Sommer 2022 nur noch in der zuletzt genannten Position sowie als freischaffender Regisseur tätig.
Die Frankfurter Carmen ist in einer von Kosky, dem Dirigenten der Premierenserie Constantinos Carydis sowie dem Herausgeber der kritischen Ausgabe, Michael Rot, eigens erstellten Fassung zu erleben. Diese kombiniert Elemente der „großen Oper“ mit denen des Varieté und der Revue im Geiste Offenbachs und ist zudem mit atemberaubenden Tanzszenen angereichert. Die Inszenierung riss das Publikum förmlich von den Sitzen. Viele, die das populäre Werk gut zu kennen glaubten, sahen es plötzlich in völlig neuem Licht. Auch die Pressevertreter waren begeistert, was sich nach der Premiere am 5. Juni 2016 in Kritiken mit Schlagworten wie „kultverdächtig“ (www.musik-heute.de), „brillant und böse“ (Der Tagesspiegel), „Weltklasseproduktion“ (Rhein- Zeitung) und „Höhepunkt der Saison“ (www.concerti.de) entlud.
Es handelt sich um die bereits sechste Frankfurter Wiederaufnahme dieser Erfolgsproduktion, welche 2018/19 mit großem Publikumszuspruch auch leihweise am Royal Opera House Covent Garden in London zu sehen war. Die Musikalische Leitung übernimmt nun der italienische Dirigent Jader Bignamini. Er leitete zuletzt in Frankfurt die Premierenserie von Verdis La forza del destino, 2022 dirigierte er ein Museumskonzert. Des Weiteren ist Bignamini Musikdirektor des Detroit Symphony Orchestra und stets auch an namhaften Opernhäusern als Gastdirigent im Einsatz, beispielsweise in Paris, Berlin, New York oder São Paulo. In der Titelpartie der Carmen wird das Frankfurter Ensemblemitglied Bianca Andrew debütieren.
Neben zahlreichen Rollen an der Oper Frankfurt führten sie Gastengagements zu den Bregenzer Festspielen und als Fricka (Wagners Ring) zu den Tiroler Festspielen in Erl. An ihrer Seite kehrt Startenor Joseph Calleja (Don José) als Gast zurück nach Frankfurt. In den Januar-Vorstellungen interpretiert Zanda Švēde die Partie der Carmen. Sie ist Mitglied des Ensembles und hat die Rolle bereits am Frankfurter Opernhaus gesungen. Auch in den übrigen Partien sind vorwiegend Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt, die bereits teilweise in der Inszenierung aufgetreten sind.

Joseph Calleja (José), Bianca Andrews (Carmen). Foto: Barbara Aumüller
Wiederaufnahme: Samstag, 13. Dezember 2025, um 19 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 19., 21. (18 Uhr), 27. (18 Uhr) Dezember 2025, 9., 16., 18. (18 Uhr), 24. (18 Uhr), 31. Januar 2026
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19 Uhr.
Preise: € 16 bis 132 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.
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Bremer Senat verleiht Nadine Lehner den Ehrentitel Kammersängerin
Nadine Lehner, seit 2004 Ensemblemitglied am Theater Bremen, wird vom Bremer Senat der Ehrentitel Kammersängerin verliehen. Damit würdigt die Stadt die herausragende künstlerische Leistung Lehners in den vergangenen mehr als zwanzig Jahren, in denen sie große Rollen ihres Fachs im Theater am Goetheplatz sang: unter anderem die Titelpartien in der Uraufführung „Anna Karenina“ und in Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“, Marie in „Wozzeck“ und Kundry in „Parsifal“, für deren Interpretation sie für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2017 nominiert war. Lehner war ebenfalls in der Titelpartie von „Fidelio“ und als Marschallin in Strauss’ „Der Rosenkavalier“ zu erleben. Ihren ersten Soloabend gab sie 2020/21 mit Poulencs „Die menschliche Stimme“. Wichtige Partien folgten unter anderem mit Kitty Oppenheimer in Adams’ „Doctor Atomic“ sowie Ortrud in Wagners „Lohengrin“, zuletzt überzeugte sie als Renata in „Der feurige Engel“. Nicht zuletzt diese herausragende gesangliche Leistung möchte der Bremer Senat nun mit der Verleihung würdigen.
„Nadine Lehner hat in den vergangenen zwanzig Jahren mit ihrer großartigen künstlerischen Leistung, Neugier und Vielseitigkeit viele Menschen berührt“, so Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz. „Zugleich hat sie sich dabei als hervorragende Teamplayerin stets in den Dienst des Theaters gestellt und maßgeblich mit dazu beigetragen, insbesondere die Opernsparte weit über Bremen hinaus bei Publikum und Fachleuten bekannt zu machen und auf ein neues Niveau zu heben.“
Die in Franken geborene Sängerin absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Norma Sharp, Wolfram Rieger, Dietrich Fischer-Dieskau und Julia Varady. 2002 debütierte sie an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und arbeitete dort mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Michael Gielen und Sebastian Weigle zusammen. Gastverträge führten sie unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, zu den Salzburger Festspielen sowie nach Kanada und Singapur, bevor sie 2004 fest ans Theater Bremen kam.
„Nadine Lehner ist seit mehr als zwanzig Jahren eine der tragenden Stützen unseres Bremer Musiktheaterensembles“, so Frank Hilbrich, Leitender Regisseur im Musiktheater des Theater Bremen: „Mit ihrer flexiblen, reichen Sopranstimme und ihrem rückhaltlosen, authentischen Spiel begeistert sie das Publikum und uns. Ihr Gesang und ihre Rollen-Interpretationen sind durchlodert von einer glühenden Intensität, die sie stets unverwechselbar und immer wieder zu einer maßstabsetzenden Interpretin machen. Zahlreiche Bremer Musiktheaterproduktionen der letzten Jahrzehnte wurden maßgeblich durch sie geprägt. Und es werden hoffentlich noch viele folgen. Es ist immer wieder großartig mit ihr zusammenzuarbeiten. Wir freuen uns riesig, dass sie nun zur Kammersängerin ernannt wird und feiern sie sowohl als große Künstlerin wie auch als fantastische Kollegin.“
In den vergangenen sechzig Jahren wurde der Kammersänger:innen-Titel in Bremen nur sieben Mal vergeben, an Eva Gilhofer, Maria Sandulescu, Katherine Stone, Karsten Küsters, Hermann Schnok, Mihai Zamfir und zuletzt 2012 an Loren Lang.
Die Auszeichnung wird Nadine Lehner am 18. Dezember von Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz im Anschluss an die Vorstellung „Der feurige Engel“ verliehen.
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