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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. NOVEMBER 2025)

09.11.2025 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. NOVEMBER 2025)

BERLIN/Staatsoper Les Contes d’Hoffmann: Ein Dichter am Abgrund seiner Träume . Premiere am 16. November

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Foto: Staatsoper Berlin

Erleben Sie die erste Neuproduktion dieser Spielzeit in einer bildgewaltigen Inszenierung von Lydia Steier mit inspirierten Klängen, eindrucksvollen Arien und großartigen Ensemble- und Chorszenen: Jacques Offenbachs Les Contes d’Hoffmann, dirigiert von Bertrand de Billy.

In der Titelpartie ist der international gefeierte Tenor Pene Pati zu erleben, an seiner Seite Nina Minasyan, Julia Kleiter, Sonja Herranen, Ema Nikolovska und Roberto Tagliavini – ein Ensemble der Extraklasse, das alle Facetten dieser phantastischen Oper hör- und sichtbar macht.

Lydia Steier versetzt die Geschichte ins New York der frühen 1980er-Jahre und inszeniert die Oper als neoromantischen Rückblick auf ein Künstlerleben. Freuen Sie sich auf ein großes Spektakel mit vielen bekannten musikalischen Nummern und aufwändiger Szenerie! 

Premiere 16. November 2025
Weitere Vorstellungen 19. 21. 26. 28. November | 4. Dezember 2025 
sowie 5. 8. 12. 14. 22. März 2026  | Staatsoper Unter den Linden
Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

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Wien/ Der Ehrbar-Saal freut sich auf ihren Besuch

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Ahh tut das gut!

Liebes Publikum, liebe Leserinnen und Leser, liebe Musikhörerinnen und -hörer, liebe Architekturinteressierte! Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

Endlich!

Schreibt es jemand.

Ich, der Ehrbar Saal: eine „versteckte Perle“.

Und das, obwohl Wien gar keine Muschel ist und das Haus, in dem ich wohne, kein Dekolleté, ich meine, es trägt keinen Schal, nichts wird verdeckt, also eigentlich, ganz offen liege ich da –

Wissen Sie, Anerkennung tut auch einem Konzertsaal gut, auch wenn wenn er schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. (Hat er natürlich keinen.)

– Aber wie heißt’s nochmal in dem schönen Austro-Pop-Song? „Viel schöner ist das G’fühl, wenn ich ein Lied spür’, in mir“, ja, richtig, Reinhard Fendrich. Er kommt zwar nicht zu mir, aber in mir zu spüren gibt’s schon sehr sehr Schönes, viele Lieder zum Beispiel bei Die Poesie der Natur – Ohne Korsett bitte! (Mi, 12.11., 19:00 Uhr) oder die Jungen Stimmen im Ehrbar Saal, diesmal mit Studierenden von Florian Boesch (Di, 11.11., 19:00 Uhr) oder in der Reihe Echo des Unerhörten Musik von und Fakten über Éduouard Rosario Van Cleeff (Do, 13.11., 19:00 Uhr). 

Wie nahe ist Fendrich Ernst Krenek? Krenek hat ein Gedicht des Schweizer Dichters Hans Reinhart vertont, da heißt es: Ich bin mir selbst Gesang, / Bin selbst mir ewig Lied, / Gleich wie der Sturm. / Er braust schon ewigkeitenlang / Und wird es nimmer müd: / „Sei Fels! Sei Turm!“ Das und mehr von Ernst Krenek können Sie zur Feier seines 125. Geburtstag hören (Fr, 14.11., 19:00 Uhr).

Alles noch nicht romantisch genug? Dann müssten Sie den Saal wechseln. „Zwei Idole der romantischen Musik“, nämlich Einaudi und Yiruma, dargebracht vom Freie Kunst Ensemble, das gibt es am selben Freitag (14.11., 19:30 Uhr).

Eine andere Art von Feuer ist Ihnen lieber? 
Latin Tropical 2025 startet sehr bald! (Sa., 15.11., und So, 16.11., jeweils 19:30 Uhr)

Und am Sonntag, 16.11. (11:00 Uhr): Peter und der Wolf. Ehrbares Kinderkonzert. Für die ganze Familie, wenn Sie wollen!

Auch am Sonntag: Rina Yokoyama & Nagomi Suganuma geben ihr jährliches Treffpunkt-Wien-Konzert (16.11., 17:00 Uhr).

Merken Sie was? Ich bin richtig ausgebucht!

Huch! Dass ich’s nicht vergess’. Das mit der Perle Wiens, das kommt von Amadeus Concerts Vienna. Entführen in die „goldene Ära der Wiener Musik“. Akustisch natürlich nur. (Mo, 10.11., 19:30 Uhr; Di, 11. & Mi, 12.11., jeweils 18:30 Uhr)

Wenn Sie jetzt nicht FOMO* bekommen, wenn Sie nicht vorhaben, zu mir zu kommen, dann weiß ich auch nicht! 

Aber – Sie kommen doch?!
Ich freu mich!
Ihr Ehrbar-Saal

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Künstlernachricht: Der polnische Bass Jakub Szmidt kehrt heute an die Opera Bałtycka w Gdańsku (Baltische Oper in Danzig) zurück

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Jakub Szmidt: Copyright: Paulina Rudzka

Der junge polnische Bass Jakub Szmidt kehrt an die Opera Bałtycka w Gdańsku (Baltische Oper in Danzig) zurück, um in einer Neuinszenierung von Stanisław Moniuszkos „Straszny dwór“ (Das Spukschloss) die Rolle des Skołuba zu singen. Die zweite Aufführung dieser Neuproduktion findet am 9. November 2025 statt. Die musikalische Leitung hat Yaroslav Shemet.

„Das Spukschloss“, das weithin als Moniuszkos Meisterwerk und bedeutendste polnische Oper des 19. Jahrhunderts gilt, vereint Lyrik, Humor und Patriotismus in einer Geschichte, die polnische Traditionen feiert. In dieser Neuinszenierung übernimmt Jakub Szmidt die farbenfrohe Bassrolle des Skołuba – einer Figur, die für ihren Witz, ihr theatralisches Talent und die beliebte Arie „Ten zegar stary“ („Die alte Uhr“) bekannt ist.

https://operabaltycka.pl/en/event/the-haunted-manor-1

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Wussten Sie, wieso es  „Teebutter“ heißt? 

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Jetzt wissen Sie es!

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WIEN/Marx-Halle: DIE LEGENDE DER TITANIC 

Immersive Schau

1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 19, 1. Oktober bis Jänner 2026

https://titanic-immersiv.com/wien/

Besuch am 05.11.2025

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https://titanic-immersiv.com/wien/

Die Facts

Die RMS Titanic war ein britischer Passagierdampfer der White Star Line und bei ihrer Indienststellung am 2. April 1912 – neben ihrem Schwesterschiff Olympic – das größte Schiff der Welt. Sie wurde für den Einsatz im Transatlantik-Liniendienst zwischen Southampton und New York entworfen und startete am 10. April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt. In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912 stieß sie im Nordatlantik mit einem Eisberg zusammen. Aufgrund der dabei entstandenen Schäden versank sie zwei Stunden und vierzig Minuten später. Von den über 2.220 an Bord befindlichen Menschen kamen 1.514 Personen ums Leben, weshalb der Untergang zu den größten Unglücken der Seefahrt zählt. (Wikipedia, 07.11.2025)

Die Aufbereitung

Die Ausstellung „Die Legende der Titanic“ in der Marx-Halle in Wien bietet Sammelstücke, Schautafeln, ein 360-Grad-Erlebnis, Virtual Reality und – als Höhepunkt – das Metaverse (mit Zusatzticket; für Menschen, die leicht schwindlig werden, leider nicht zu empfehlen). Mit der Brille wandelt man durch einen Raum, virtuell quer durch die Titanic. So authentisch wie möglich erlebt der Besucher die Situation an Deck, die Liegestühle, die große Treppe, die Einrichtung, den Kapitän, aber auch die Maschinenräume und Kabinen – bis hin zur Konversation einer Lady mit ihrer Zofe über die passende Ballgarderobe. Interessante Schaustücke wie Kostüme, Servierteller oder Butterdosen beleben die Texte an den Wänden. Ein Raum ist den Musikern auf der Titanic gewidmet. Sie haben heldenhaft bis zuletzt gespielt, um Panik und Horror abzumildern.

Die Geschichte der Titanic und ihrer Passagiere faszinierte die Menschen seit dem Untergang des Dampfers nach dem Zusammenstoß mit einem Eisberg in der Nacht auf den 15. April 1912. Es macht die Schau sympathisch, dass sie sich nicht nur auf die Passagiere der 1. Klasse konzentriert, sondern auch die Situation der Passagiere der 2. und 3. Klasse beleuchtet. Das günstigste Ticket für die 1. Klasse kostete nach heutigem Wert rund 12.000 Euro, für eine winzige Kabine in der 3. Klasse musste man bis zu 700 Euro zahlen.

Auf einer Tafel zur Person von Kapitän Edward J. Smith findet sich folgender Satz:
„Überfordert von der Flut an Telegrammen der Passagiere verpassten die Funker des Schiffes eine Eisbergwarnung der Mesaba und unterbrachen eine Übertragung der nahegelegenen California.“
Die Kollision mit dem Eisberg war die Ursache der großen Katastrophe, doch das Ausmaß des Unglücks war dem Zusammentreffen vieler widriger Umstände geschuldet – etwa schlechter Sicht, dem Fehlen von Fernrohren, dem Übersehen von Warnungen und der zu geringen Anzahl an Rettungsbooten.

In der Marx-Halle waren schon einige immersive Ausstellungen zu erleben, z. B. über Claude Monet, Vincent van Gogh, Frida Kahlo oder Die letzten Tage von Pompeji. Die Legende der Titanic erzeugt Gänsehaut!

Belfast, wo die Titanic gebaut wurde, hat deren Werbewirkung längst erkannt und ein riesiges Titanic-Museum errichtet. Die Ausstellung in der Marx-Halle ist im Vergleich zwar bescheidener, aber sehr beeindruckend. Bis Jänner 2026 besteht noch die Chance, die immersive Ausstellung über den Untergang der Titanic in Wien zu besuchen. Das Interesse ist groß. Der Veranstalter empfiehlt, ca. 90 Minuten für den Besuch der Ausstellung einzuplanen. Die Rezensentin rät jedoch, sich mehr Zeit für das Erleben des „Untergangs der Titanic“ zu nehmen. Nutzen Sie – nach Möglichkeit – einen Vormittag an einem Werktag für Ihren Besuch.

Elisabeth Dietrich-Schulz

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IDAGIO – Streamingdienst für Klassische Musik – schließt Insolvenzverfahren erfolgreich ab
 
Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu – Arbeitsplätze bleiben erhalten – Übernahme durch neuen Gesellschafter steht bevor –
 
Berlin, 7. November 2025.
 
Die IDAGIO GmbH, Streamingservice für Klassische Musik, hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung nach rund vier Monaten erfolgreich abgeschlossen. Das Amtsgericht Charlottenburg wird das Verfahren in Kürze aufheben, nachdem die Gläubiger dem vom Unternehmen vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt haben. Damit sind sowohl das umfassende Musikangebot der Streamingplattform als auch sämtliche Arbeitsplätze gesichert.
 
„Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Abonnentinnen und Abonnenten sowie für das gesamte Team“, erklärt Geschäftsführer Erwin Stürzer, der das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung leitete. Unterstützt wurde er dabei von Rechtsanwalt Olaf Schubert und dem Sanierungsexperten Dr. Christian Matiebel. Zum Sachwalter wurde durch das Amtsgericht Dr. Sven Kirchner von der Kanzlei Münzel & Böhm bestellt.
 
Trotz der Insolvenz konnte der Geschäftsbetrieb während der gesamten Sanierungsphase ohne Unterbrechung fortgeführt werden. „Alle Beteiligten haben sich klar zum Geschäftsmodell bekannt und die Fortführung ermöglicht. Ich freue mich, dass die IDAGIO GmbH nun mit einem neuen Gesellschafter gestärkt in die Zukunft gehen kann“, so Stürzer weiter.
 
Im Verlauf des Verfahrens wurden zunächst leistungswirtschaftliche Maßnahmen umgesetzt, bevor mit dem Insolvenzplan die finanzwirtschaftliche Neuordnung erfolgte. „Die Gläubiger haben den gemeinsam erarbeiteten Insolvenzplan im Erörterungs- und Abstimmungstermin einstimmig angenommen“, berichtet Dr. Matiebel. Sachwalter Dr. Kirchner ergänzt: „Ich bin zuversichtlich, dass es gelungen ist, Arbeitsplätze zu sichern und die Fortführung des Unternehmens dauerhaft zu gewährleisten.“
 
Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens übernehmen der Berliner Musikunternehmer Ki Soo Lee und sein Geschäftspartner Jim Chang aus Singapur die Gesellschaft. Der Einstieg der neuen Gesellschafter eröffnet IDAGIO neue Perspektiven für die Weiterentwicklung und Internationalisierung des Streamingangebots. Eine drohende Stilllegung und damit der Verlust von Arbeitsplätzen konnte abgewendet werden.

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Eindrücke aus dem Teatro Solis in Montevideo, Uruguay, 1998 renoviert.

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand /Selfie)

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

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Foto: Dr. Klaus Billand

Klaus Billand

 

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