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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. AUGUST 2026)

09.08.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 9. AUGUST 2026)

Bühne Baden bei Wien: Heute Premiere einer Hommage an eine exzentrische Ikone: GLORIOSUS

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Maya Hakvoort. Foto: Christian Husar

Kindlicher Übermut, grenzenlose Begeisterungsfähigkeit, ungebremstes Selbstbewusstsein und eine große Portion Exzentrik: GLORIOUS! ist nicht einfach nur eine musikalische Komödie, sondern die berührende wahre Lebensgeschichte einer ganz besonderen Frau. Im Mittelpunkt von Peter Quilters Stück steht Florence Foster Jenkins, eine wohlhabende Dame mit einem großen Traum: Sie will Opernsängerin werden. Dass ihr jegliches musikalisches Talent fehlt, interessiert sie nicht. Unbeirrbar folgt sie ihrem Herzen, singt Arien, organisiert Wohltätigkeitskonzerte und nimmt Schallplatten auf – mit einer Leidenschaft, die so anrührend wie urkomisch ist. Seit seiner Uraufführung 2005 im Birmingham Repertory Theatre begeisterte das Stück weltweit das Publikum und wurde für den Laurence Olivier Award als Beste neue Komödie nominiert. 2016 eroberte die Geschichte mit Meryl Streep in der Hauptrolle auch die Kinoleinwand. Florence Foster Jenkins’ Lebensmotto bleibt unvergessen: „Die Leute können vielleicht sagen, dass ich nicht singen kann – aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.

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Alexander Lutz, Maya Hakvoort. Foto: Christian Husar

Ab Sonntag ist GLORIOUS! nun auch an der Bühne Baden zu sehen – und das in absoluter Starbesetzung.

Andreas Gergen, der künstlerische Leiter des Hauses, inszeniert diese hinreißende Komödie mit liebevollem Humor und feiner Ironie, vor allem aber auch mit tiefem Respekt für eine Frau, die das Unmögliche wagte. Er präsentiert dem Publikum im intimen Rahmen der Vorbühne all die vielschichtigen Facetten dieser schillernden Person – ihren anrührenden Eifer ebenso wie die mitschwingende Komik, ihre geradezu kindliche Traumwelt, ihre unerschütterliche Lebensfreude und ihr konsequentes Festhalten an ihrem Lebenstraum.

Musicalstar Maya Hakvoort zeigt Florence Foster Jenkins als unbeirrbare Träumerin, in deren Welt Enthusiasmus und Lebensfreude mehr zählen als Perfektion. Doch sie zeigt auch all die anderen Seiten dieser Frau, die von manchen belächelt, von vielen aber auch bewundert wurde: Ihre Begeisterungsfähigkeit, ihre Großzügigkeit, ihre Empathie. Alexander Lutz gibt den Pianisten Cosmé McMoon, dessen Leben durch die Zusammenarbeit mit seiner exzentrischen Chefin ebenfalls eine ungeahnte Wendung nimmt. Shlomit Butbul ist als Dorothy, Maria bzw. Mrs. Verindah-Gedge zu sehen.

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Shlomit Butbul. Foto: Christian Husar

Für Bühnenbild und Modellbau zeichnet Petra Schnakenberg verantwortlich, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Alexander Lutz.

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Alexander Lutz. Foto: Christian Husar

Premiere ist am 9. August 2026 um 19.30 Uhr im Stadttheater (Vorbühne)

Weitere Vorstellungstermine:
19., 20., 23. & 27. August 2026

31. März 2027
27. April 2027

Mehr Infos: https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=pLNiBHOWux1E

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Begeisterung für die „Tosca“ im Steinbruch St. Margarethen: Die Erfolgsbilanz zur Halbzeit

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Tosca in St. Margarethen. Copyright: wearegiving.jpg

Die Oper im Steinbruch hat mit Puccinis „Tosca“ die Halbzeit der diesjährigen Spielsaison erreicht und zieht eine äußerst positive Zwischenbilanz. Die Produktion liegt bereits über dem vergleichbaren Besucherergebnis des Vorjahres und begeistert das Publikum mit eindrucksvollen Opernabenden auf der größten Freiluftbühne Europas. Künstlerinnen und Künstler aus 15 Nationen tragen zum internationalen Charakter der Produktion bei und machen „Tosca“ zu einem Opernerlebnis von besonderer Strahlkraft. Die Erfolgsproduktion ist noch bis 22. August im Steinbruch St. Margarethen zu erleben.

„Die Begeisterung unseres Publikums ist für uns die schönste Bestätigung unserer Arbeit. Dass wir bereits zur Halbzeit mehr Besucherinnen und Besucher begrüßen durften als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, freut uns sehr. Gleichzeitig laden wir alle Opernbegeisterten ein, die verbleibenden Vorstellungen zu nutzen und dieses besondere Opernerlebnis im Steinbruch St. Margarethen noch selbst zu erleben“, so Daniel Serafin, Intendant der Oper im Steinbruch.

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Tosca in St. Margarethen. Copyright: wearegiving.jpg

15 Nationen, eine künstlerische Vision

Puccinis „Tosca“ vereint die psychologische Dichte eines Kammerspiels mit der überwältigenden Wirkung großer Oper. Für die diesjährige Produktion setzt die Oper im Steinbruch erneut auf international renommiertes Leading Team rund um Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger, Kostümbildner Giuseppe Palella und Dirigent Valerio Galli als musikalische Leitung. Als ausgewiesener Puccini-Spezialist hat sich Galli mit Interpretationen der Werke des Komponisten an den großen Opernhäusern Europas einen Namen gemacht. Seine besondere künstlerische Verbundenheit mit Puccinis Musik prägt auch die Produktion in St. Margarethen. Gemeinsam mit dem Piedra Festivalorchester, dem Philharmonia Chor Wien und dem Kinderchorensemble der Gumpoldskirchner Spatzen formt er ein eindrucksvolles Klangbild, das die emotionale Kraft und dramatische Intensität von „Tosca“ eindrucksvoll zur Geltung bringt.

Zusammen mit einem Ensemble aus Künstlerinnen und Künstlern aus 15 Nationen entsteht so ein Opernerlebnis von internationalem Format. Von Kanada über China, Norwegen, Ungarn und Armenien bis nach Südkorea und Italien reicht die Herkunft der Solistinnen und Solisten, die in St. Margarethen gemeinsam auf der Bühne stehen. Die Vielfalt der künstlerischen Handschriften und kulturellen Hintergründe verleiht der Produktion ihre besondere Dynamik und unterstreicht die internationale Strahlkraft der Oper im Steinbruch weit über die Grenzen Österreichs hinaus.

„Die internationale Besetzung gehört seit vielen Jahren zum Markenzeichen der Oper im Steinbruch. Besonders bewegt mich jedoch, dass in diesem Sommer Künstlerinnen und Künstler aus Ländern wie dem Libanon, Israel, der Ukraine, Russland, den USA, China und zahlreichen europäischen Staaten gemeinsam auf unserer Bühne stehen. In einer Zeit, in der Konflikte und politische Spannungen vielerorts den Alltag prägen, arbeiten sie hier mit einem gemeinsamen Ziel an einem Kunstwerk. Die Musik Puccinis schafft einen Raum der Begegnung, des Respekts und des Miteinanders. Genau das spürt auch unser Publikum – und wenn diese internationale Gemeinschaft am Ende des Abends den Applaus entgegennimmt, ist das jedes Mal ein sehr berührender Moment. Für mich ist das ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass Kunst Menschen über Grenzen, Kulturen und Konflikte hinweg verbinden kann“, bringt es Intendant Daniel Serafin auf den Punkt. 

Zu sehen ist die Produktion noch bis zum 22. August 2026. Karten für die verbleibenden Vorstellungen sind im Ticketbüro pan.event erhältlich unter: T +43 2682 65 0 65, per E-Mail: tickets@panevent.at oder unter www.operimsteinbruch.at sowie an der Abendkassa.
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BASTAD RAVINEN KULTURHAUS Birgit Nilsson Hall – Liederabend mit der Sopranistin MATILDA STERBY und MATTI HIRVONEN am Klavier; 6.8.2026

BIRGIT NILSSON FESTIVAL 2026

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Matti Hirvonen, Matilda Sterby. Foto: Ingo Waltenberger

Birgit Nilsson war nicht nur die unvergleichlichste hochdramatische Wagner- und Strauss Sängerin sowie eine der beeindruckendsten Verdi- und Puccini Heroinen der 60-er und 70-er Jahre, sie kümmerte sich schon auf dem Höhepunkt ihrer Laufbahn aktiv um den sängerischen Nachwuchs.

Seit 1973 stützte die Heroine mit dem Birgit Nilsson Stipendium junge Talente. Ins Leben gerufen wurde das Stipendium bereits 1969 in Memoriam von Nilssons Gesangslehrer Ragnar Blennov. Darunter darf man sich aber kein herkömmliches Stipendium für mittellose Studierende mit außerordentlichem Talent vorstellen, sondern eine Anerkennung für vielversprechende junge Sängerinnen und Sänger auf dem Weg in ihre internationalen Engagements. Mit dem Ziel der materiellen Stütze der Entwicklung im Sinne von, nicht auf jedes Angebot angewiesen zu sein, das ev. der stimmlichen Entwicklung schaden könnte. Heute wird die Institution als Teil der Birgit Nilsson Foundation verwaltet, wie auch der Birgit Nilsson Preis, das Museum, die Masterclasses und das jährlich im Sommer stattfindende Festival.

Immerhin waren so fixe Durchstarter wie Nina Stemme oder Daniel Johansson unter den Stipendiaten. Nina Stemme ist mit dem Wechsel zur Amme im Charakterfach angelangt, aber wer weiß? Vielleicht ist ja wieder einmal eine dramatische Sopranistin unter den geförderten Studentinnen, die das deutsche und italienische Fach gleichermaßen beherrscht wie es Birgit Nilsson tat.

Wobei offenbar ein Unterschied in der Gage bestand oder besteht, wenn man sich Nilssons berühmt gewordenen Spruch „Wagner machte mich berühmt, Puccini reich“ genüsslich auf der Zunge zergehen lässt. Noch typischer für die Nilsson war allerdings ihre Antwort auf die Frage „Was denn das wichtigste für eine Götterdämmerungs-Brünnhilde sei?“ und darauf lapidar erwiderte „Gute Schuhe.“

Wer Birgit Nilsson live erlebt hat, etwa im berühmten „Kipferl“ des Parterre Stehplatzes der Wiener Staatsoper, der spürte im Rücken bei den hohen, wie Blitz einfahrenden höchsten Tönen die Wand vibrieren. Ein Phänomen, das niemand sonst auslöste. Klarerweise ohne Mikro oder sonstigen Schwindel. Ob Nilsson tatsächlich einmal mit ihrer Stimme ein Kirchenfenster zum Springen brachte, kann man zumindest im Nilsson Museum erfahren.

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Foto: Ingo Waltenberger

Heute soll die Haupt-Aufmerksamkeit aber der schwedischen Sopranistin Matilda Sterby gelten. Sie erhielt das mit 250.000 SEK dotierte Nilsson-Stipendium 2024. Die Opernhochschule Stockholm hatte sie 2019 abgeschlossen. Die Sängerin mit der Stimme wie eine erfrischende Gischt an einer Steilküste verfügt über ein enormes Stimmvolumen. Unverwechselbar sind insbesondere die untere Mittellage in Apricot-Ockerfarben und die tiefen Register timbriert. Sterbys Fach ist anhand ihrer Rollen am besten als lyrisch-dramatischer Sopran zu charakterisieren. Aktuell reüssiert sie mit Rollen wie Donna Anna, Agathe, Mimi, Fiordiligi (Wiener Volksoper), der Figaro-Gräfin oder jüngst mit der Marschallin im „Rosenkavalier“ in Garsington.

Im Ravinen Kulturhaus nahm sie sich Lieder von Franz Schubert, Edvard Grieg, Jean Sibelius und Gösta Nystroem vor. Ein nicht untypisches Programm für skandinavische Sängerinnen, würde ich meinen. Begleitet vom aufmerksam und anschlagssensitiv aufspielenden schwedischen Pianisten Matti Hirvonen, der schon mit Elisabeth Söderström arbeitete, gab es nach der Pause die Höhepunkte des Konzerts. Schon ab den ersten großdimensionierten Tönen war klar, dass hier nicht eine geborene Liedersängerin die Bühne beherrscht, sondern eine genuine Opernsängerin, die sich gerne dem Liedgesang widmet. Mit viel Temperament und Engagement stürzte sich Sterby theatralisch expressiv auf die lyrischen Miniaturen.

Textlich und gestalterisch beeindruckend gelangen die Kostproben aus dem Schaffen Edvard Griegs und von Jean Sibelius. Als echte Entdeckung für mich entpuppten sich die drei Lieder von Gösta Nystroem. Der nordische Klangimpressionist, Maler, Musikkritiker und Kunstkenner schrieb in den 40-er Jahren des 20. Jahrhunderts harmonisch komplexe Lieder, die dem Zauber der Natur, des Meeres, des Windes als Gleichnis für zarte seelische Empfindungen huldigen. Besonders gefiel der eigenständige Klavierpart, der goldfädendurchwirkt in diaphaner Stofflichkeit gleißt und schimmerte.

Bei den Franz Schubert Liedern wiederum gelangen am besten diejenigen, die wie „Die junge Nonne“ oder „Rastlose Liebe“ Elementargewalten des Gefühlslebens durchmessen oder wie die Ballade „Der Zwerg“ eine ausgesprochen erzählerische Kraft erfordern. Bei rein poetisch stillen Nummern wie „Nacht und Träume“ fehlte aber doch ein gerüttelt Maß an Piani, Pianissimi in korrespondierend weit gedachten Legatobögen.

Am Ende hatte ich den Eindruck, einer gefühlvoll eingesetzten, riesig dimensionierten dramatischen Sopranstimme von singulärer Qualität auf dem Weg in jugendlich dramatische Gefilde begegnet zu sein. Die elegant auftretende Künstlerin wird bei entsprechend gutem Ressourcenumgang und konsequenter Fortführung ihres Wegs ohne Zweifel eine große Karriere hinlegen.

Fotos:Ingo Waltenberger

Dr. Ingobert Waltenberger

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Renate Cupakmit Enkel Raffael  auf Landeshauptstädte-Tour

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Renate Cupak. Foto:Raffael Cupak. 

Nicht nur der Bundeskanzler tourt durch die Landeshauptstädte, auch meine Frau mit Enkel Raffael – beide allerdings auf eigene Kosten (und ohne teure Entourage)

Dieses Foto stammt aus Linz. Dort gibt es keine Festspiele, zumindest sind solche noch nicht an mein Ohr gedrungen! 

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Wunsch an eine Fee: 

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