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INFOS DES TAGES (SONNTAG, 8. FEBRUAR 2026)

08.02.2026 | Aktuelles

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 8. FEBRUAR 2026)

Wiener Staatsoper: LUISA MILLER-Premiere: Ein Debakel . Quousque tandem abutere, Roscic, patientia nostra? Wie lange wollen Sie uns wirklich noch quälen?

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WIEN / Staatsoper: 
LUISA MILLER von Giuseppe Verdi
Premiere: 7. Februar 2026

Alles aussteigen!

Die schäbige Straßenbahn-Haltstelle, die am rechten Bühnenrand steht, erinnert an Zeiten, als es noch Schaffner gab, die an der Endstation „Alles aussteigen!“ riefen. Was die neue „Luisa Miller“-Produktion der Wiener Staatsoper betrifft, so kann man Opernfreunden nur dringend empfehlen, gar nicht erst einzusteigen. In diesem Fall erfüllt eher eine Radioübertragung alle Bedürfnisse. Denn von „Luisa Millier“ (wir wissen schon, Schillers „Kabale und Liebe“ für Verdi in die Tiroler Berge versetzt, aber noch immer die Geschichte von gesellschaftlichen Brüchen, die Hilflosigkeit der Armen und die perfide Rücksichtslosigkeit der Reichen) keine Spur…

...Quousque tandem abutere, Roscic, patientia nostra?

Zum Premierenbericht von Renate Wagner

Wiener Staatsoper: 7.2. 2026 Premiere LUISA MILLER

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Wenn der Regisseur Opern hasst

Philipp Grigorian, russischer Theaterregisseur, mit Referenzen aus Wuppertal und Gießen, wurde an die Wiener Staatsoper engagiert, um die an diesem Haus zuletzt im Jahre 1990 aufgeführte Luisa Miller nach Schillers „Kabale und Liebe“ neu zu inszenieren. Das Ergebnis: Ein sinnbefreites Augenkrankheiten verursachendes Desaster, natürlich „nur“ zweitplatziert im Ranking der missglückten Inszenierungen dieser Intendanz nach dem unschlagbaren Don Carlo, ähnlich erfreulich wie Tristan und Lohengrin. Er versteht Verdis 1849 uraufgeführtes Melodramma tragico offensichtlich als Parodie und lässt kein Klischee aus,

Zum Premierenbericht von Sabine Längle

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Wiener Staatsoper: 07.02.2026   SO   „Luisa Miller“ – Premiere

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Freddie De Tommaso, Nadine Sierra, George Petean. Foto: Dem Trailer entnommen

Nun also Verdi, dieses Mal hat es seine kostbare, aber sträflich unterschätzte Oper „Luisa Miller“ erwischt. Man ist es eigentlich leid, immer öfter von misslungenen Produktionen zu schreiben, aber wie sonst sollte man die hilflosen Versuche, ein Werk „neu zu interpretieren“ beurteilen? Dass es Eifersucht, Leidenschaft, Ränke und Zwietracht zu allen Zeiten gab und noch gibt, ist unbestritten. Dass man Werktreue nicht achtet, sondern nach Aufmerksamkeit giert, indem man Unsägliches auf der Bühne zeigt, ebenso. 

Zum Premierenbericht von Johannes Marksteiner

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München/ Bayerische Staatsoper: Heute Premiere „Faust“ 

FAUST✨
Verführung, Zweifel, Liebe – und ein Pakt mit dem Teufel. Charles Gounods Opernklassiker in einer Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper: bildstark, emotional und hochaktuell.😈🔥
Mehr Eindrücke in Fausts Welt zwischen Sehnsucht und Abgrund bekommt ihr hier! 👀
✨Premiere: 8.Februar.2026
Weitere Termine: 13., 16., 19., 22., 27.Februar.2026 sowie am 24., 30. Juli. 2026

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Mit Wagners «Ring» nach New York : Orchester der Oper Zürich debütiert in den USA an der Carnegie Hall

 Im März 2027 wird das Opernhaus Zürich sein Debüt in den Vereinigten Staaten feiern und Richard Wagners «Der Ring des Nibelungen» in einen der weltweit renommiertesten Konzertsäle bringen. Der komplette «Ring»-Zyklus wird in konzertanter Form erstmals in der Geschichte der Carnegie Hall aufgeführt.

Vom 18. bis 23. März 2027 debütiert das Orchester der Oper Zürich mit dem vierteiligen «Ring»-Zyklus in New York. Geleitet werden die Aufführungen von Gianandrea Noseda, Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich. Der gebürtige Italiener interpretiert Wagners Tetralogie gemeinsam mit einer hochkarätigen internationalen Besetzung, die eigens für diese Konzertreihe zusammengestellt wurde. Zu den Solistinnen und Solisten zählen unter anderem Michael Volle (Wotan / Der Wanderer), Klaus Florian Vogt (Siegfried und Siegmund) sowie Camilla Nylund (Brünnhilde).

Gianandrea Noseda, seit August 2021 Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, setzte einen international vielbeachteten künstlerischen Meilenstein, als er im Mai 2024 zwei komplette «Ring»-Zyklen in einer Neuinszenierung dirigierte. Ein Ereignis, das von der internationalen Kritik einhellig gefeiert wurde.

Die vier Opern – «Das Rheingold», «Die Walküre», «Siegfried» und «Götterdämmerung» – werden in konzertanter Form über sechs Tage hinweg aufgeführt. Diese Präsentation ermöglicht eine besondere Konzentration auf die musikalische Architektur des Werks sowie auf die klangliche Kraft des Orchesters und die Ausdruckstiefe der Stimmen.

Über mehr als ein Jahrhundert hinweg haben herausragende Wagner-Interpretinnen und -Interpreten die Geschichte der Carnegie Hall geprägt. Zu den historischen Höhepunkten zählen Aufführungen von «Der fliegende Holländer» und «Das Rheingold» unter Sir Georg Solti sowie später «Tristan und Isolde» unter Daniel Barenboim.

Mit der erstmaligen Aufführung des vollständigen «Ring des Nibelungen» schreiben die Carnegie Hall und das Opernhaus Zürich im Frühjahr 2027 gemeinsam ein neues Kapitel ihrer Musikgeschichte.

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With Wagner’s “Ring” to New York

Orchestra of the Zurich Opera House Makes Its U.S. Debut at Carnegie Hall

In March 2027, Zurich Opera House will make its debut in the United States, bringing Richard Wagner’s “Der Ring des Nibelungen” to one of the world’s most prestigious concert halls. The complete “Ring” cycle will be performed in concert form at Carnegie Hall for the first time in the venue’s history.

From 18 to 23 March 2027, the Orchestra of the Zurich Opera House will make its New York debut with the four-part “Ring” cycle. The performances will be conducted by Gianandrea Noseda, General Music Director of Zurich Opera House. The Italian-born conductor leads Wagner’s tetralogy with an outstanding international cast assembled especially for this concert series. Soloists include Michael Volle (Wotan / The Wanderer), Klaus Florian Vogt (Siegfried and Siegmund), and Camilla Nylund (Brünnhilde), among others.

Gianandrea Noseda, General Music Director of Zurich Opera House since August 2021, set a major artistic milestone in May 2024 when he conducted two complete “Ring” cycles in a new production – an achievement that attracted wide international attention and was unanimously acclaimed by critics.

The four operas – “Das Rheingold”, “Die Walküre”, “Siegfried”, and “Götterdämmerung” – will be performed in concert over six days. This format allows for an exceptional focus on the work’s musical architecture, the sonic power of the orchestra, and the expressive depth of the voices.

For more than a century, outstanding Wagner interpreters have shaped Carnegie Hall’s history. Landmark performances include “Der fliegende Holländer” and “Das Rheingold” under Sir Georg Solti, followed by “Tristan und Isolde” conducted by Daniel Barenboim.

With the first-ever complete performance of “Der Ring des Nibelungen”, Carnegie Hall and Zurich Opera House will together write a new chapter in their musical history in spring 2027.

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Tag der offenen Tür bei den Tiroler Festspielen Erl mit Konzert für Tirol am 20. Juni 2026

• Spannende „Blicke hinter die Kulissen“ im Festspielhaus und im Passionsspielhaus Erl
• Führungen, Workshops, Kinderprogramm u. v. m.
• Konzert für Tirol mit Jonas Kaufmann als Sprecher in Prokofjews Musikmärchen Peter und der Wolf
• Eintritt frei

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Was spielt sich eigentlich „hinter den Kulissen“ eines Opern- und Konzertbetriebs ab? Und wie kommt all das zustande, was man bei einer Aufführung auf der Bühne sieht und hört? – Wer das erfahren möchte, bekommt am Samstag, dem 20. Juni 2026 die Gelegenheit dazu. Die Tiroler Festspiele Erl laden – zum zweiten Mal in ihrer Geschichte (nach 2023) – zum Tag der offenen Tür ein und zeigen, was im Hintergrund alles erforderlich ist, damit ein Festival über die Bühne gehen kann. Und die daran beteiligten Personen erklären und demonstrieren, welche organisatorischen, technischen und handwerklichen Arbeiten dafür notwendig sind.
Neugierige jeden Alters erhalten bei freiem Eintritt die Gelegenheit, ansonsten nicht öffentlich zugängliche Bereiche des Festspielehauses Erl wie Werkstätten, Fertigungshalle und Kostümmanufaktur zu erkunden und Einblicke in die Entstehungsprozesse von Opern- und Konzertprojekten zu erhalten. Außerdem bietet der abwechslungsreiche Tag die Gelegenheit, die
Mitarbeiter:innen der Festspiele persönlich kennenzulernen. Für Kinder verschiedener Altersgruppen gibt es ein spezielles Programmangebot.

Was gibt es zu erleben: Ausstellungen verschiedener Abteilungen locken in die Foyers des Festspielhauses. Aus nächster Nähe sind Kostüme, Perücken und Requisiten zu bestaunen und im
wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Führungen zu verschiedenen Themen und in unterschiedliche Bereiche des Gebäudes werden mehrmals am Tag angeboten. Besonders für technisch Interessierte lohnt sich der Besuch auf der Bühne und der Seitenbühne sowie bei den Kollegen in der Fertigungshalle, wo Mitarbeiter u. a. Bühnen, Audio- und Videotechnik erklären und präsentieren. Auch wo und wie all die Kostüme für die Opernproduktionen der Festspiele entstehen, wird anschaulich vorgeführt – und auch, wo sie aufbewahrt werden, nämlich im Fundus.
Kinder können unter fachkundiger Anleitung in Workshops eigene Instrumente basteln und sich selbst als Dirigent:in versuchen. Außerdem finden Werkstattkonzerte statt, in denen zum Beispiel die Probenarbeit mit Sänger:innen vorgeführt wird, aber auch, wie sich Tiere und Menschen „miteinander unterhalten“ können: mittels Instrumenten, die ihre Stimmen imitieren. Wie ein Konzert vom Dirigenten mit den Musiker:innen erarbeitet wird, erleben Kinder und Erwachsene in öffentlichen Proben. Und was am Ende dabei herauskommt, bildet den krönenden Schlusspunkt des Tages:
Als besonderes Highlight präsentieren die Tiroler Festspiele Erl am Abend das Konzert für Tirol im Passionsspielhaus – ebenfalls bei freiem Eintritt. Intendant Jonas Kaufmann wird selbst als Erzähler mitwirken und durch das auf dem Programm stehende Werk führen. Dabei handelt es sich um ein Stück, das sich speziell an Kinder und die ganze Familie richtet: Sergej Prokofjews weltbekanntes und beliebtes Musikmärchen Peter und der Wolf, das vom Orchester der Tiroler Festspiele Erl unter der Leitung seines Chefdirigenten Asher Fisch gespielt wird.

Der Detailzeitplan zum Tag der offenen Tür wird am 23. Mai 2026 veröffentlicht. Intendant Jonas Kaufmann: „Herzliche Einladung an alle Erwachsenen und Kinder: Kommt vorbei,
wir zeigen Euch unser gesamtes Gebäude und außerdem, was wir „hinter den Kulissen“ alles tun, damit unsere Festspiele entstehen können. Und wir laden Euch auch herzlich ein, mitzumachen: In Workshops heißt es ,Learning by Doing‘ – und wer weiß, vielleicht wird ja noch aus dem einen oder anderen neugierigen Herren ein Sänger oder aus einer jungen Dame eine Dirigentin. Wir freuen uns auf Sie und Euch!“

Tag der offenen Tür
Samstag, 20. Juni 2026
9.30 bis 17.30 Uhr
Festspielhaus Erl
Mühlgraben 56a, 6343 Erl
Eintritt frei, keine Eintrittskarten und keine Anmeldung erforderlich

Konzert für Tirol
18.00 Uhr Passionsspielhaus Erl
Mühlgraben 56, 6343 Erl
Eintritt frei, Freikarten mit zugewiesenen Sitzplätzen sind aus organisatorischen Gründen verpflichtend vorab zu buchen
Wie erhält man Freikarten für das Konzert für Tirol:
Wer: Jede:r. Maximal 4 Freikarten mit zugewiesenem Sitzplatz sind pro Kund:in buchbar.
Wann:
Tickets sind buchbar
– für Mitglieder des Vereins der Freunde der Tiroler Festspiele Erl bereits ab 23. Mai 2026.
– für alle weiteren Personen ab 30. Mai 2026

Wie kommt man an Freikarten für das Konzert für Tirol:
Wer: Jede:r. Maximal 4 Freikarten mit zugewiesenem Sitzplatz sind pro Kund:in buchbar.
Wann:
Tickets sind buchbar
– für Mitglieder des Vereins der Freunde der Tiroler Festspiele Erl bereits ab 23. Mai 2026. – für alle weiteren Personen ab 30. Mai 2026.
Wie und wo:
– online über die Website www.tiroler-festspiele.at Online-Tickets werden ausschließlich als Print@home-Tickets übermittelt. Bitte beim Eintritt den QR-Code am Mobiltelefon vorzeigen oder
einen Ausdruck mitbringen.
oder
– per E-Mail oder Telefon im Kartenbüro der Tiroler Festspiele Erl. Auf diese Weise bestellte Karten müssen bis 12. Juni 2026 im Kartenbüro abgeholt werden, sonst werden sie storniert.
Was leider aus organisatorischen Gründen nicht geht:
– Kartenverkauf vor Ort an der Abendkassa
– Kartenhinterlegung und Abholung vor Ort an der Abendkassa
– Konzerteinlass ohne Ticket

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Zwickau: Einer von beiden wird der neue Generalmusikdirektor am Theater
Das Theater Plauen-Zwickau befindet sich auf der Zielgeraden bei der Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor. In der engeren Auswahl sind noch die Dirigenten Ektoras Tartanis und Stefan Neubert, wie das Theater am Freitag mitteilte. Beide werden sich demnächst dem Publikum, den Clara-Schumann-Philharmonikern und den Entscheidungsgremien präsentieren.Stefan Neubert dirigiert ein Konzert Anfang April in Plauen und Zwickau, Mitte Mai folgt Ektoras Tartanis. Nach den Auftritten wird entschieden, wer die Stelle bekommt
radio.zwickau.de

 

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Ektoras Tartanis                                                Stefan Neubert.   Fotos: Theater Zwickau

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