INFOS DES TAGES (SONNTAG, 29. MÄRZ 2026)
Wien/ Volksoper: SPIELPLAN-PRÄSENTATION SAISON 2026/27 (19. April)
Spielplan-Präsentation Volksoper Wien Saison 2026/27
Die Volksoperndirektorin Lotte de Beer präsentiert gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer der Volksoper Christoph Ladstätter, der Direktorin des Wiener Staatsballetts Alessandra Ferri sowie Mitgliedern des Ensembles das Programm für die Saison 2026/27 an der Volksoper Wien.
Der Spielplan der kommenden Saison wird wieder mit einem künstlerischen Rahmenprogramm auf der Bühne der Volksoper präsentiert und verspricht einen Ausblick auf die Höhepunkte der neuen Spielzeit.
→ Datum: Sonntag, 19. April 2026
→ Beginn: 11:00 Uhr
→ Ort: Bühne der Volksoper Wien, Währinger Straße 78, 1090 Wien
Hinweis: Beachten Sie bei der Anfahrt, dass am selben Tag auch der Vienna City Marathon stattfindet. Etwaige Straßensperrungen und Umleitungen bzw. der große Parkplatzandrang könnten zu längeren Anfahrtszeiten führen.
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Die Oper im Showdown . Ein Kommentar von Kirsten Liese
Es geht rund in der Welt der Oper.
In Salzburg wurde soeben in einem unfassbaren Vorgang dem Festspiel- Intendanten Markus Hinterhäuser der Stuhl vor die Tür gestellt, wiewohl er künstlerisch sehr erfolgreich ist und bis 2031 unter Vertrag steht. Rechtlich scheint das höchst dubios, aber das kümmert die Herrschenden nicht. Sie tun es einfach. Es gibt ja niemanden, der sie aufhält.
Ich schätze Hinterhäuser als einen couragierten Intendanten mit künstlerischen Ansprüchen, der alle besten Dirigenten unserer Zeit engagierte und damit auch Teodor Currentzis, um den seinerseits zahlreiche Veranstalter seit dem Krieg in der Ukraine einen feigen Bogen machen, nur weil Currentzis für sich das demokratisch-legitime Recht beansprucht, zu einem Thema zu schweigen.
Wie und ob auf dem gewohnt hohen Niveau es nun in Salzburg weitergehen soll und wird, fragen sich zurecht einige Kommentatoren.
Schon kursiert mit Nikolaus Bachler der Name eines möglichen Nachfolgers. Wundern würde mich das nicht, zumal angesichts dessen guten Vernetzungen zur Politik: 2022 hat Bachler bekanntlich Christian Thielemann bei den Osterfestspielen Salzburg nach einer glorreichen, knapp zehnjährigen Ära unter fadenscheinigen Gründen den Stuhl vor die Tür gestellt, wobei alle Recht behielten, dass das natürlich deswegen geschah, damit die Berliner Philharmoniker nun mit ihrem neuen Chef Kirill Petrenko nach Salzburg zurückkehren konnten.
Aber Salzburg ist nicht der einzige Ort übler Machenschaften.
Anderswo droht Vieles am Geld zu zerbrechen. In Berlin sind die Sparvorgaben so immens, dass man sich fragt, wie die Berliner Opernhäuser ihre Standards längerfristig sichern wollen. Auch in Sachsen und Wien muss bedrohlich gespart werden. Ebenso bei den Bayreuther Festspielen, die ihr Jubiläumsprogramm abgespeckt haben und vor einiger Zeit vermeldeten, es drohe bis 2028 gar die Insolvenz!
Merken Sie etwas?? Die Oper droht zu zerbrechen, es bröckelt an allen Ecken und Enden. Und ich frage mich: Wie lange wollen wir dabei noch zuschauen? Wann reicht es uns, so dass wir der Strippen ziehenden Politik das Vertrauen entziehen?!
Viel Zeit bleibt uns dazu nicht mehr.
Im Schauspiel ist es vermutlich schon zu spät. Noch vor 20 Jahren habe ich auch über Theaterproduktionen berichtet. Da bewegte sich das Sprechtheater bereits nicht mehr auf dem Niveau wie einst in der Berliner Schaubühne oder in Salzburger Arbeiten des legendären Peter Stein. Aber da gab es hier und da noch Sehenswertes an Claus Peymanns Berliner Ensemble oder am Deutschen Theater. Aber dann wurde es immer kruder, ging die Sprechkultur zunehmend so erschreckend verloren und wurde zusehends Trash produziert, dass ich mich aus dem Theater ganz zurückzog. Lese ich hier und da in Rezensionen über etwas, packt mich das Grausen. Das Schauspiel ist für mich schon tot. Und mir tun die letzten großen Schauspieler leid, die kaum noch dankbare Aufgaben darin finden. Bruno Ganz war einer der Letzten, der sich zu seinen Lebzeiten ins Kino rettete. Wir redeten darüber.
Miserable Inszenierungen machen freilich mehr und mehr auch der Opernwelt zu schaffen, weshalb ein Großer wie Riccardo Muti kaum noch Oper dirigiert.
Und ein wenig scheint es mir, als geschähe das seitens der das System Steuernden gewollt, um das klassische Musikleben peu à peu einzufrieren: Könnte es sein, dass Regierabauken eigens in Stellung gebracht werden, damit mehr und mehr die Zuschauer wegbleiben? Dann fällt es freilich leicht, irgendwann die Häuser dicht zu machen. Es hat sich halt nicht mehr rentiert.
Wenn alles so weitergeht wie bisher, steht fürchte ich in wenigen Jahren eine Tragödie zu befürchten. Wir sind schon im Showdown.
Kirsten Liese
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Constantin Trinks dirigiert Lortzings Revolutionsoper Regina an der Oper Leipzig
Premiere am 25. April, weitere Aufführungen am 2., 13. und 17. Mai sowie 12. Juni 2026

Constantin Trinks. Copyright: Trinks
Der international gefragte Dirigent Constantin Trinks wird an der Oper Leipzig eine der bemerkenswerten Wiederentdeckungen der laufenden Saison dirigieren: Albert Lortzings fast vergessene Revolutionsoper Regina von 1848, die erst posthum uraufgeführt wurde. Die Neuproduktion entsteht im Rahmen des Lortzing-Festivals, das die Stadt Leipzig und das Opernhaus zum 225. Geburtstag und 175. Todestag des Komponisten ausrichtet. Constantin Trinks, ausgewiesener Wagner- und Strauss-Spezialist, setzt mit Lortzings Oper seine Auseinandersetzung mit den historischen Wurzeln der deutschen Operntradition konsequent fort. Regina hat in der Inszenierung von Bernd Mottl am 25. April 2026 Premiere, weitere Vorstellungen finden am 2., 13. und 17. Mai sowie 12. Juni 2026 statt. Es spielt das Gewandhausorchester Leipzig.
Albert Lortzing (1801–1851) ist untrennbar mit Leipzig verbunden: Hier lebte und wirkte er über viele Jahre, prägte als Komponist, Sänger, Schauspieler und Dirigent das musikalische Leben der Stadt und brachte zentrale Werke seines Schaffens zur Uraufführung. Zwischen 1835 und 1850 galt er als einer der führenden deutschen Opernkomponisten; seine Werke blieben bis weit ins 20. Jahrhundert hinein fester Bestandteil des Repertoires. Allgemein bekannt als Schöpfer populärer komischer Opern wie Zar und Zimmermann oder Der Waffenschmied zeigt sich Lortzing mit seiner „Freiheits-Oper“ Regina von einer ganz anderen Seite: Sie ist gefärbt von den revolutionären Ereignissen des Jahres 1848, die er – und übrigens mit ihm auch Wagner – hautnah miterlebt hat. In diesem musikdramatisch packenden und gesanglich höchst anspruchsvollen Werk stellt er seine Vision von Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit in den Mittelpunkt. „Musikalisch besticht die Partitur durch hochdramatische Arien und Duette, durch die gewohnt meisterhaft gestalteten Ensembles mit großen dramatischen Steigerungsbögen sowie kraftvolle Chöre“, so Constantin Trinks. „Zugleich offenbart sie einen Reichtum der Instrumentation und Harmonik, wie er in Lortzings Schaffen wohl einzigartig ist. Ein Werk, das es wahrhaft verdient, neu entdeckt zu werden!“
Neben den großen Werken des deutschen Fachs, die Constantin Trinks regelmäßig an den großen internationalen Opernhäusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper und der Staatsoper Berlin dirigiert, widmet er sich ebenso zeitgenössischen Werken (z. B. Kaija Saariahos L’amour de loin an der Oper Köln), Giacomo Puccini und Giuseppe Verdi sowie der klassischen Operette. An der Semperoper Dresden leitete er Jaromír Weinbergers Schwanda, der Dudelsackpfeifer, am Theater an der Wien Carl Maria von Webers Euryanthe sowie Heinrich Marschners Hans Heiling und an der Oper Lyon eine szenische Produktion von Felix Mendelssohns Elias. In der Saison 2025/26 debütierte er am Teatro Carlo Felice in Genua mit Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni und an der Ungarischen Staatsoper mit Richard Wagners Parsifal, leitete Neuproduktionen von Imperial Ball in Genf und bei Johann Strauss 2025 in Wien. Außerdem setzt er in Sofia seine Arbeit mit dem Ring des Nibelungen und Tannhäuser fort. Im Januar 2026 kehrte er zudem mit Don Giovanni an die Bayerische Staatsoper zurück. Auch im symphonischen Bereich ist Constantin Trinks international gefragt. So war er im Herbst 2025 mit Anton Bruckners 5. Sinfonie erneut beim Vancouver Symphony Orchestra und mit Edward Elgars Enigma-Variationen bei der George Enescu Philharmonie Bukarest zu erleben.
Mehr zu Constantin Trinks finden Sie auf Instagram, Facebook oder unter https://www.constantintrinks.com/
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WIEN: ins Licht. 22. April 2026 um 19:30 Uhr in der Krypta der St. Peterskirche
1010 Wien, Petersplatz 1
Violetta Kowal (Sopran)
Barbara Rektenwald (Klavier)

Foto: adam
Am 22. April um 19:30 Uhr präsentieren wir in der Krypta der Peterskirche das neue Programm „Tierwelt in Klang“. Darin begegnen sich Werke von Schubert, Brahms, Mahler, Satie und Lutosławski mit zeitgenössischen Kompositionen von Ursula Erhart-Schwertmann, Barbara Rektenwald und Robert J. Crow.
Besonders am Herzen liegen uns drei Uraufführungen, die eigens für dieses Programm entstanden sind, sowie eine Neuübertragung von Satie-Liedern ins Deutsche. Gemeinsam mit den Bildern von Verena Crow entsteht ein poetischer Raum rund um das Thema „Tier“.
Tierwelt in Klang
Im Wald
1. Germaine Tailleffere (1892-1983) – Hirondelles (Robert Pinget) / Schwalben
2. Mahler Gustav (1860-1911) – Ablösung im Sommer (Des Knaben Wunderhorn)
3. Johannes Brahms (1833-1897) – An die Nachtigall (Ludwig Hölty)
4. Witold Lutosławski (1913-1994) – Spóźniony słowik (Julian Tuwim) / Der verspätete Herr Nachtigall
5. Gustav Mahler (1860-1911) – Lob des hohen Verstandes (Des Knaben Wunderhorn)
Am Wasser
1. Fanny Hensel (1805-1847) – Schwanenlied (Heinrich Heine)
2. Francis Poulenc (1899-1963) – Der Krebs (Guillaume Apollinaire, deutsch Léo Melitz)
3. Franz Schubert (1797-1828) – Die Forelle (Christian Schubart)
4. Germaine Tailleffere (1892-1983) – Le Serpent (Robert Pinget) / Die Schlange
5. Erik Satie (1866-1925) – La Statue de bronze (Léon-Paul Fargue) / Die bronzene Statue
Rund ums Haus
1. Ursula Erhart-Schwertmann (*1955) – Die drei Spatzen (Christian Morgenstern) UA
2. Robert J. Crow (*1956) – Der Stachelheld (2) (Zehn russische Kinderreime)
3. Robert J. Crow (*1956) – Kikriki (Zehn russische Kinderreime)
4. Karol Szymanowski (1882-1937) – Besuch im Kuhstahl (Kazimiera Iłłakowicz, deutsch Rudolf
Hoffmann)
5. Paul Dessau (1894-1979) – Das Schwein (Bertold Brecht)
6. Karol Szymanowski (1882-1937) – Das Ferkel (Kazimiera Iłłakowicz, deutsch Rudolf Hoffmann)
7. Robert J. Crow (*1956) – Schweinetanz (Zehn russische Kinderreime)
8. Paul Dessau (1894-1979) – Das Pferd (Bertold Brecht)
9. Ursula Erhart-Schwertmann (*1955) – Das Huhn (Christian Morgenstern)
Im Haus
1. Erik Satie (1866-1925) – Arie der Ratte (Léon-Paul Fargue, deutsch Tanja Kuzmany-Kenda)
2. Erik Satie (1866-1925) – Katzenlied (Léon-Paul Fargue, deutsch Tanja Kuzmany-Kenda)
3. Roxanna Panufnik (*1968) – An Unusual Cat-Poem (Wendy Cope) / Ein ungewöhnliches Katzen-
Gedicht
4. Ursula Erhart-Schwertmann (geb.1955) – Ein kleiner Hund mit Namen Fips (Christian Morgenstern) UA
5. Barbara Rektenwald (*1970) – Meine Katze (Tanja Kuzmany-Kenda) UA
Warmes Klima
1. Francis Poulenc (1899-1963) – Der Delphin (Guillaume Apollinaire, deutsch Léo Melitz)
2. Witold Lutosławski (1913-1994) – La tortue (Robert Pinget) / Die Schildkröte
3. Barbara Rektenwald (*1970) – Ein Kro-ko-kro-kodil (Barbara Rektenwald)
4. Barbara Rektenwald (*1970) – Giraffenwalzer (Tanja Kuzmany-Kenda)
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Bühne Baden bei Wien: Premiere Ein Freund, ein guter Freund…“

Jan Eike-Majert, Julian Groller, Timotheus Hollweg, Jakob Tobias Pejcic, Jens Emmert, Florian Resetarits, Michael Duregger. Foto: Christian Husar
Eine Geschichte über den kometenhaften Aufstieg und den dramatischen Fall der „Comedian Harmonists“ ist ab 28. März an der Bühne Baden zu sehen. Im Schauspiel mit Musik von Franz Wittenbrinck (Musikalische Einrichtung) und Gottfried Greiffenhagen (Buch) DIE COMEDIAN HARMONISTS werden die schicksalhafen Jahre hautnah spürbar, in denen sechs junge Männer Musikgeschichte geschrieben haben.
Als „Comedian Harmonists“ sind Jakob Tobias Pejcic, Jan-Eike Majert, Jens Emmert, Timotheus Hollweg, Florian Resetarits und Julian Groller zu sehen, Michael Duregger schlüpft in gleich mehrere Rollen und verkörpert unterschiedliche Wegbegleiter der jungen Künstler.
Andreas Gergen (Regie & Raum) legt in seiner Inszenierung besonderen Wert auf die einzelnen Figuren, ihre Beweggründe, die Schwierigkeiten, sich als Gruppe zusammenzuraufen, lässt die Verzweiflung spürbar werden, als der Erfolg anfangs auf sich warten lässt, zeigt ihre Müdigkeit von langen Probenächten, die Zweifel an ihrem großen Traum, ihre Freundschaft zu- aber auch die Reibereien untereinander. Der intime Rahmen des Max-Reinhardt-Foyers bietet dafür den idealen Raum: Ganz eng am Publikum proben, singen, lachen, streiten die jungen Männer, arbeiten unermüdlich – zunächst als Fremde – mit großer Euphorie an ihrer Vision, mit einem noch nie dagewesenen Ensemble auf den großen Bühnen zu stehen. Und das Undenkbare geschieht: Schon bald füllt das Sextett Konzertsäle und sorgt mit Nummern wie „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Veronika, der Lenz ist da“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Wochenend‘ und Sonnenschein“ für Begeisterungsstürme beim Publikum. Die unvergesslichen Melodien verzaubern bis heute – mit Tempo, präzisem Rhythmus und parodistischem Witz.
Doch der Erfolg findet ein rasches Ende: Schon 1935 führt das Berufsverbot für die drei jüdischen Mitglieder durch die Nationalsozialisten zur Auflösung der Gruppe. Auch diesen tragischen Teil der Geschichte der „Comedian Harmonists“ erzählt Andreas Gergen mit viel Empathie und Fingerspitzengefühl: das Misstrauen, die Angst, die Brüche, die plötzlich da waren, auch unter Freunden und Familien. Obwohl alle sechs den Zweiten Weltkrieg überlebten kam es nie wieder zu einem Treffen – und auch an den früheren Erfolg konnte keiner von ihnen mehr anknüpfen…
Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Julian Groller, der zugleich als Pianist Erwin Bootz auf der Bühne zu sehen sein wird. Die Kostüme stammen von Friederike Friedrich, die Choreografie von Francesc Abós.

Jens Emmert, Florian Resetarits, Timotheus Hollweg, Jan-Eike Majert. Foto: Chistian Husar
Premiere am 28. März 2026 um 19.30 Uhr im Max-Reinhardt-Foyer
Weitere Vorstellungstermine:
29. März 2026
12., 18. & 26. April 2026
Wiederaufnahme (mit geänderter Besetzung):
11., 14., 16., 21. & 28. Juni 2026
1., 7., 12. & 15. Juli 2026
Hier der Link zu den Szenenfotos sowie zur Presseaussendung:
https://celum.noeku.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=WubVu00ScLfW
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