INFOS DES TAGES (SONNTAG, 23. AUGUST 2026)
Rondo-Magazin: Wie verbringen unsere Kritiker den Sommer? Folge 4
Auf der Hofstallgasse nachts um halb eins …

Warum setzen die großen Festivals Marathon-Werke auf den Spielplan, aber die örtliche Gastronomie kennt kein Erbarmen mit späten Gästen? Unterwegs bei den großen Festspielen …
Wir müssen leider drinnen bleiben: Eine Premierenfeier wie hier im Innsbrucker Riesensaal ist das letzte Refugium für Musikbegeisterung und Austausch – draußen sind die Bürgersteige längst hochgeklappt | © Regine Müller
Man kann die Sommersaison natürlich zu Hause verbringen. Ferien auf Balkonien zum Beispiel. Und die großen Festivals einfach ignorieren. Denn es ist ja alles zu aufwendig, das Reisen in der Hochsaison zu anstrengend, die Hotels zu teuer, die Berichterstattung im ständigen Deadline-Druck zu stressig. Alles richtig. Und doch geht es jedes Jahr aufs Neue wieder los, zu lockend ist das Festspiel-Hochgefühl, zu groß die Neugierde, zu verheißungsvoll das Premieren-Gedränge, der Kollegen-Tratsch, die unverhofften Begegnungen am Nachtwürschtelstand oder in Hotelbars.
Womit wir bei einem Trend sind, der seit Jahren zu beobachten ist, sich nun aber zu verstärken scheint. Verkürzt gesagt: Ganz gleich, ob man in Bayreuth aus der „Götterdämmerung“, in Salzburg aus „Saint François d’Assise“ oder in Innsbruck aus „Il pomo d’oro“ herausstolpert, betäubt und berauscht durch Marathon-Opern – dem Publikum, den Mitwirkenden, Machern und Kritikern zeigt die Gastronomie zunehmend die kalte Schulter. Die Ansage „Küche geschlossen“ ist noch das kleinste Problem, denn manchmal wird wenigstens das Betteln um Oliven oder Nüsse erhört. Aber vielerorts hallen die Schritte in stillen Gassen, in denen die Bürgersteige längst hochgeklappt wurden und in den wenigen beleuchteten Fenstern ist bestenfalls noch die Putztruppe zugange.
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Staatsoper Hannover: Wir sind wieder da!. Die Staatsoper startet in die Spielzeit 2026/27
Schon Ende August startet die Staatsoper Hannover mit einem ganzen Festwochenende in die Saison 2026/27: Den Auftakt macht am Samstag, 29. August, um 19:30 Uhr ein Festkonzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover. Zu Gast ist der international gefeierte maltesische Tenor Joseph Calleja, der zu den gefragtesten Stimmen der internationalen Opernszene zählt und regelmäßig an den bedeutenden Opernhäusern der Welt zu erleben ist. Begleitet wird er vom Niedersächsischen Staatsorchester Hannover und unter der Leitung des neuen Generalmusikdirektors Francesco Angelico. Gemeinsam mit Ensemblemitgliedern der Staatsoper gibt er außerdem einen musikalischen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit. Intendant Bodo Busse führt durch den festlichen Abend.
Am Sonntag, 30. August, feiern Staatsoper und Schauspiel gemeinsam im Kulturdreieck den Beginn der neuen Saison. Das große Eröffnungsfest startet um 11 Uhr mit einem Frühstück auf dem Opernplatz. Anschließend gibt es Programm auf allen Bühnen, Führungen, Workshops und zahlreiche Gelegenheiten, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Opern- und Schauspielensembles, Staatsballett Hannover, die Chöre der Staatsoper, das Niedersächsische Staatsorchester und die Gewerke zeigen, was die Magie des Theaters ausmacht.
Den Abschluss des Tages bildet um 20 Uhr das Eröffnungskonzert im Opernhaus. Das Niedersächsische Staatsorchester, Ensemblemitglieder und Gäste präsentieren musikalische Höhepunkte der anstehenden Premieren und Wiederaufnahmen. Die musikalische Leitung übernehmen Francesco Angelico, Masaru Kumakura und Tobias Wögerer, durch den Abend führt Intendant Bodo Busse. Und wer keinen Platz mehr im Opernhaus bekommt, kann das Konzert bei hoffentlich spätsommerlichem Wetter kostenlos bei der Live-Übertragung auf dem Opernplatz verfolgen.
Erste Opernpremiere: Pique Dame
Am Samstag, 12. September, um 19:30 Uhr steht mit Tschaikowskis Pique Dame die erste Opernpremiere der neuen Spielzeit auf dem Programm. Im Zentrum steht Hermann, ein Außenseiter ohne finanzielle Mittel, dessen Sehnsucht nach gesellschaftlichem Aufstieg und seiner Liebe Lisa zunehmend einer zerstörerischen Obsession weicht: Als er vom Geheimnis einer Kartenkombination erfährt, die beim Glücksspiel unfehlbar zum Gewinn führen soll, setzt er alles aufs Spiel.
Roland Schwab inszeniert Tschaikowskis rauschhafte und psychologisch abgründige Oper und folgt Hermann bei seiner verzweifelten Suche nach dem Glück. Die musikalische Leitung liegt bei Francesco Angelico und Tobias Wögerer. In den Hauptpartien sind unter anderem Xavier Moreno als Hermann, Kiandra Howarth als Lisa und Helen Donath als Gräfin zu erleben.
Und was erwartet Sie außerdem im September?
Bereits am Sonntag, 6. September, um 18:30 Uhr kehrt Verdis Der Troubadour ins Opernhaus zurück. Unter der musikalischen Leitung von Masaru Kumakura sind Grga Peroš als Graf Luna, Cristiana Oliveira als Leonora und Joseph Dahdah als Manrico zu erleben.
Auch das Staatsballett Hannover ist im September wieder auf der Bühne zu erleben: Am Sonntag, 13. September, um 16 Uhr steht der Doppelabend Verwandlungen wieder auf dem Programm. Zu sehen sind I’m afraid to forget your smile von Imre und Marne van Opstal sowie Schmetterling von Sol León und Paul Lightfoot.
Mit dem Ersten Sinfoniekonzert am 20. und 21. September startet auch das Niedersächsische Staatsorchester Hannover in seine neue Konzertsaison. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Francesco Angelico erklingen Alexander Skrjabins Rêverie, Karol Szymanowskis vierte Sinfonie („Symphonie concertante“) und Pjotr Tschaikowskis fünfte Sinfonie. Solistin in Szymanowskis virtuosem Werk für Klavier und Orchester ist Tamara Stefanovich.
Zum Monatsabschluss lädt Mezzosopranistin Anthea Barać am Mittwoch, 30. September, um 19:30 Uhr zum Lied.Konzert ins Klavierhaus Döll. Gemeinsam mit Pianist Erik García Álvarez widmet sie sich unter anderem Richard Wagners Wesendonck-Liedern und stellt diesen spanische Lieder und Klavierwerke gegenüber.
Wir freuen uns auf die neue Spielzeit – und natürlich auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen. Ab sofort sind wir wieder für Sie da und stehen Ihnen gerne für Presseanfragen, Interviewwünsche und Pressekartenbestellungen zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Programm der Spielzeit 2026/27 finden Sie auf unserer Website.
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ZWENTENDORF/ AKW. IMA 20+ – 20 Jahre Institut für Medienarchäologie
Kunstparcours + Klanginstallationen + Konzert
21 + 22.08.2026 (ausverkauft!)
Das AKW Zwentendorf als außergewöhnlicher Ort der Kunst

AKW Zwentendorf
© IMA
Das Ergebnis der Volksabstimmung 1978 hat das AKW zu einer musealen Ruine gemacht. 2015 – nach Übernahme durch die EVN – wurde das AKW zu einem Ort für Führungen, Veranstaltungen und vereinzelt zur Location für Kulturevents. Sogar eine Hochzeit hat im AKW schon stattgefunden. Der Gag „Bitte um ein strahlendes Lächeln“ zieht noch immer!
Am Freitag, dem 21. August, und am Samstag, dem 22. August, bespielt das in St. Pölten beheimatete Institut für Medienarchäologie anlässlich seines 20. Geburtstages das AKW.

© IMA
Die Komponistin und Gründerin Elisabeth Schimana und das Institut für Medienarchäologie laden zu einem außergewöhnlichen Jubiläumsprojekt. Unter dem Titel „IMA 20+“ wird das stillgelegte Kraftwerk in einen begehbaren Kunst- und Erfahrungsraum verwandelt. Es beginnt mit einer zweistündigen Führung durch das AKW. Abwechselnd werden Erläuterungen zur Technologie Kernenergie und Kunstinterventionen geboten.

© Sascha Osaka
Das Institut für Medienarchäologie bietet ein Stationentheater mit dem Titel „Gegen den Strom: eine Zeitreise in die Vergangenheit und Zukunft des IMA“. In der Turbinenhalle fühlt sich die Rezensentin an Fritz Langs Opus Magnum „Metropolis“ erinnert. Der magische Raum wird mit Lichtinstallationen und Maschinensound bespielt. An einigen Stationen gibt es spontanen Applaus des Publikums. Maximal 25 Personen bilden eine Gruppe.
Den Nachmittag beschließt ein Konzert in der Alten Werkstätte. Etwa 100 Personen füllen den Saal. Leider sind die einleitenden Erklärungen zu den Kompositionen nicht bis zum letzten Platz akustisch verständlich. Fixiertes Klangmaterial wird mit Live-Performance gematcht ganz im Sinne des IMA-Auftrages. Das Institut für Medienarchäologie arbeitet an der Bruchstelle von analog und digital und an der Schnittstelle von Forschung und Vermittlung insbesondere im Zusammenhang mit Akustik, Klangmaschinen und digitaler Musik, https://ima.or.at/de/
Löblich ist, dass die Anreise nach Zwentendorf öffentlich und privat möglich ist. Der Shuttledienst vom Bahnhof Tullnerfeld zum AKW und retour funktioniert tadellos!
Elisabeth Dietrich-Schulz
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Köthener Bachfesttage: Ein großes Fest der Gemeinschaft – mit Haltung – vom 28. August bis 6. September 2026 in Köthen (Anhalt).

Das ganze Land spricht über Sachsen-Anhalt und blickt auf den Ausgang der Landtagswahl am 6. September. Zu wenig wird gesprochen über die lebendige Kulturlandschaft und die überaus aktive Zivilgesellschaft – wie in Köthen (Anhalt). Vom 28. August bis 6. September 2026 laden die alle zwei Jahre stattfindenden Köthener Bachfesttage zu einem großen Fest der Gemeinschaft ein. Über eine Woche lang kommen Gäste aus nah und fern in der Bachstadt Köthen (Anhalt) zusammen, um Johann Sebastian Bach und seine Musik zu feiern. Rund 40 Veranstaltungen zeigen in vielfältigen Formaten, dass im wahrsten Sinne jede Stimme zählt – in der Musik wie im Leben.
Intendant Folkert Uhde stellt das Miteinander bewusst ins Zentrum der diesjährigen Ausgabe: „Die Bachfesttage sind ein buntes und vielfältiges Fest, zu dem Menschen aus über 20 Nationen zusammenkommen und von der Köthener Stadtgesellschaft willkommen geheißen werden. Hass und Hetze haben hier keinen Platz, jede und jeder ist herzlich eingeladen.“
Konzerte, Gesprächsformate, Installationen und partizipative Projekte eröffnen neue Perspektiven auf Bachs Werk und seine Aktualität. Internationale Stars wie der Pianist Alexander (Sasha) Melnikov und der Cellist Jean-Guihen Queyras treffen auf das renommierte Köthener BachCollektiv mit der Sopranistin Miriam Feuersinger. Zugleich prägen Projekte mit starker lokaler Verankerung das Festival – allen voran Sing Bach!, bei dem 200 Köthener Grundschulkinder gemeinsam mit professionellen Musiker:innen auf der Bühne stehen. Auch die Bildende Kunst spielt eine Rolle: Leerstehende Teile des imposanten Schloss Köthen und der Turm der Stadtkirche St. Jakob werden mit Klang- und Videoinstallationen bespielt, unter anderem steuert die koreanische Medienkünstlerin Hyunju Oh Performances bei. Das historische Prinzenhaus verwandelt sich in eine Galerie für eine Ausstellung des Düsseldorfer Künstlers Ubbo Kügler.
Musik hautnah erleben, an authentischen Bachorten, aber auch in Lost Places, einer Fürstenloge oder entspannt im Schlosspark in der Übertragung auf einer LED-Wand bei einem kühlen Getränk: Köthen zeigt sich als Festivalstadt von seiner besten Seite.
Wie lebendig die Stadt Köthen und die Köthener Bachfesttage Köthen sind, zeigt der vom MDR produzierte Film:
„Von wegen Kuh-Kaff Köthen. Die unterschätzte Bachstadt“.
Johann Sebastian Bach, der von 1717 bis 1723 als Hofkapellmeister in Köthen wirkte, erlebte hier eine seiner produktivsten Schaffensphasen. An diesen historischen Ort knüpfen die Bachfesttage an und bringen zugleich die musikalische Welt von heute nach Köthen. Historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau verbindet sich mit experimentellen Ansätzen und neuen Konzertformaten. Die Köthener Bachfesttage stehen für unmittelbare Konzerterlebnisse, kurze Wege und persönliche Begegnungen – ein Festival, das die Idee der Gemeinschaft in der Musik lebendig werden lässt.
Karten unter bachfesttage.reservix.de/events und an allen Reservix-Vorverkaufsstellen
Online-Kartenbestellungen sowie weitere Informationen unter www.bachfesttage.de
Wissenswertes von und zu den Bachfesttagen finden Sie auf der Website
sowie auf den Social Media-Kanälen
https://www.facebook.com/bachfesttage/
https://www.instagram.com/bachfesttage/
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CD VON GRAMOLA: GERSHWIN Rhapsodie in Blue, Ein Amerikaner in Paris, Porgy & Bess. Columbia Symphony Orchestra, New York Philharmonic; Leonard Bernstein. Ella Fitzgerald, Louis Armstrong
Release date: 2nd Oct 2026
Label: Gramola
Catalogue number: GRAMOLA92015
Genres:Opera,
Piano Concertos

About
If there was a good reason to buy expensive stereo equipment in the 1950s and 1960s, it was the excellent recordings of the European Decca, the RCA Living Stereo recordings, the Mercury Living Presence recordings and the Columbia recordings from the USA. The early recordings of the Deutsche Grammophon Gesellschaft, many of which were recorded in the Gedächtniskirche in Berlin, should not be forgotten in this context either. The term “high fidelity”, coined back in the 1930s, only really came into its own with these excellent recordings, which is why these recordings retained their significance as a quality benchmark for decades. Here, both artistic and technical demands were met at the highest level. Since then, artistic and technical qualities have been judged separately as evaluation criteria in reviews. In our small series, we have brought together only recordings that deserve top marks in both criteria.
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Wien: Bald ist es soweit: Am 19. & 20. September findet erstmals der Ottakringer Buchmarkt – Das Festival der kleinen und unabhängigen Verlage statt!
35 Verlage aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Ungarn präsentieren ihre besonderen Bücher. Das Angebot reicht von Belletristik und Sachbüchern bis hin zu Kinder- und Jugendliteratur.

Roman Klementovic. Foto: Rene Kovacs
Auf der Lesebühne finden 30 Veranstaltungen statt. Unter anderem mit Bachmann-Preisträger Tex Rubinowitz („Little Woody Allen“), Clemens-Brentano-Preisträgerin Clara Heinrich („Pusztagold“), Alltagspoet Andreas Rainer („Wiener Alltagspoeten 3“), Philosophin Amani Abuzahra („Ein Ort namens Wut“), Thriller-Autor Roman Klementovic („Immerkalt“) und ORF-Journalistin Yvonne Lacina-Blaha („Das weißt du doch! Ein Wochenende mit Mia & Leon“). Das vollständige Bühnenprogramm inkl. ausführlicher Beschreibungen zu den einzelnen Lesungen findet sich auf der Website.
Öffnungszeiten: 19. + 20. September 2026 (jeweils 10-18 Uhr)
Veranstaltungsort: SOHO Studios (Liebknechtgasse 32, 1160 Wien)
Der Eintritt ist frei!
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